MACHET EUCH DIE ERDE UNTERTAN!
Nicht nur Städte und Dörfer, Strassen, Brücken und Eisenbahnnetze, Getreidefelder, Gemüseäcker und Obstwiesen sind menschengemacht! Nein: auch fast alles das, was wir gemeinhin als «freie Natur» bezeichnen und empfinden, wie Wälder, Wiesen, Flüsse und Seeufer sind stark vom Menschen umgestaltet. So stark, dass wir kaum mehr eine Vorstellung davon haben, wie unsre Erde ohne menschliche Eingriffe ausgesehen haben könnte! Was sicher ist: der Mensch hat in den letzten Jahrhunderten die Erde mit all ihren Bewohnern «umgewälzt»!
Vor circa 150 Jahren haben die grossen Naturforscher Ernst Haeckel, Charles Darwin und andere den Begriff «Ökologie» in die Wissenschaft eingebracht. Ökologie heisst ursprünglich «Lehre vom Haushalt». Ökologie ist eine Teildisziplin der Biologie und untersucht die Wechselbeziehungen von Lebewesen und ihrer Umwelt, die eben alle zusammengehören und alle voneinander abhängig sind – alle sind sie Teile des grossen Naturhaushaltes.
Haeckel formulierte dies 1866 folgendermassen: «Unter Oecologie verstehen wir die gesamte Wissenschaft von den Beziehungen des Organismus zur umgebenden Aussenwelt…»
Die Ökologie ist also ein junger und moderner Wissenschaftszweig. Er fokussiert stark auf die drängenden Fragen und Probleme, die aus der Umgestaltung der Erde durch den Menschen entstanden sind. In Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Gewässergestaltung, usw. Ökologie befasst sich also stark mit der Zerstörung und der möglichen Heilung der Erde.
Der Begriff «ökologisch» bedeutet in der Umgangssprache «schonend mit der Umwelt umgehend». Er ist zum politischen Modewort geworden, auch zum Reizwort, der die Menschen fordert, stresst und in verschiedene Lager teilt.
Sich mit Ökologie zu beschäftigen, bedeutet: Sich mutig unsrer krank gewordenen Erde und unsrer bedrohten menschlichen Existenz zuzuwenden. Ökologie ist also ein besonders herausforderndes und wichtiges Unterrichtsfach, aber leider -im Gegensatz zu Fremdsprachen- und Kunstunterricht- oft auch ein ziemlich unerfreuliches. Es fordert nicht nur wache Kreativität, sondern auch starke Nerven!
Merkfragen
Woher kommt der Ausspruch: «Machet euch die Erde untertan!»? Wie heisst das ganze Zitat?
Warum hat der Mensch die Erde so stark umgestaltet?
Was bedeutet der Begriff «Ökologie»?
Warum erfordert das Studium der Ökologie starke Nerven?
Wie würde die Region Basel ohne menschliche Eingriffe wohl etwa aussehen?
MENSCH UND LANDSCHAFT
Von der nächsten Umgebung: Natur und Einfluss des Menschen.
Vom Leben als Jäger und Sammler zum Leben als Ackerbauer,
Ackerbau früher und heute – Monokulturen – Düngung - Hors Sol
MENSCH UND PFLANZEN
Sukzession - Klimax, r und K - Strategie;
Neophyten - Neozoen
MENSCH UND TIERE
Schädlinge - Nützlinge; "Kampf gegen "Schädlinge" und Folgen (z.B. sogenannte Spatzenkriege). Kooperation - Konkurrenz, Symbiose, Kapose, Kommensalismus, Parasitismus
Kleinlebewesen in Gewässern, Saprobienstufen
MENSCH UND KLEINSTLEBEWESEN
Bakterien und Viren – Coexistenz von Mensch mit Kleinstlebewesen
Hygiene: Segen und Fluch;
Antibiotika - Probiotika: Segen und Fluch
Impfungen
ZUKUNFT DER ERDE
Bevölkerungsexplosion – Klimaerwärmung – CO2 Reduktion – Gefährdung der Biodiversität – Erfindergeist, Fleiss, Mut, soziales Geschick, Flexibilität und starke Nerven sind gefragt!
grün: behandelte Themen; blau immer wieder angedeutete Themen