Biologischer Gartenbauverein Unterentfelden
Der Gemüsegarten ist für eine siebenjährige Fruchtfolge konzipiert, so dass an der selben Stelle nur jedes siebte Jahr z.B. Kartoffeln wachsen. So gedeiht hier der Boden im wahrsten Sinn des Wortes, denn die verschiedenen Pflanzenarten entziehen unterschiedliche Nährstoffe und geben gleichzeitig vielfältiges Abbaumaterial an den Boden zurück. Der Boden wird also nie über längere Zeit einseitig genutzt.
Wir versuchen dies sogar mitsamt jährlich rückendem Tomatendach. Das macht die Fruchtfolge-Einhaltung natürlich aufwändig. Im Privatgarten behalten die Tomaten aus praktischen Gründen oft jährlich ihren geschützten Platz. Eine Winterkultur wie Nüsslersalat oder Winterportulak kann dort für Abwechslung sorgen.
Der Boden ist ein einziges, ständig laufendes «Recyclingssystem». Mit dem Kompost simulieren wir dieses noch effizienter, denn hier kommen Würmer, Mikroorganismen und andere wichtige Kleintiere auf Hochtouren. Aus den anfallenden Pflanzenresten entsteht im Laufe von einer oder zwei Gartensaisons ein wertvoller, langanhaltender Dünger. Dieser wird jeweils auf die Beete gegeben, wo danach besonders nährstoffliebenden Pflanzen wie z.B. Kürbisse wachsen sollen.
Auf gewisse Weise ähnlich wurde übrigens mit dem alten Viehwagen verfahren. Anstatt ihn aber in alle Einzelteile zu zerlegen um daraus neue Baustoffe zu gewinnen, wurde der alten Büchse ein dichtes Dach aufgesetzt und eine neue Türe versehen – fertig war der Gartenschuppen! Genau, «Upcycling» ist hier das Stichwort.
Gemüsegarten-Fruchtfolge, jährlich wechselnd im Uhrzeigersinn:
1 Kürbisbeet
2 Fruchtgemüsebeet
3 Wurzelgemüsebeet
4 Kohlbeet
5 Ackerbeet
6 Ackerleguminosenbeet
7 Kartoffelbeet
(Aufteilung 2025)