DAS LEDER VON PONTE A EGOLA
Die Toskana hat eine lange Tradition in der Gerbung, deren Technik seit Jahrhunderten überliefert wird. In Ponte a Egola, in der Gemeinde von San Miniato, und in Santa Croce ist dieses traditionelle Handwerk seit Mitte des 19. Jahrhunderts zuhause. Anfang des 19. Jahrhunderts wurden die ersten Gerbereien eröffnet. Ein möglicher Grund dafür ist die große Wassermenge, die der Ortschaft zur Verfügung steht. Die Gerbereibranche hat sich seitdem ständig entwickelt und hat einen echten Aufschwung in den 1960er Jahren erlebt, als Ponte a Egola eins der wichtigsten internationale Zentren der pflanzlich gegerbten Lederproduktion wurde. Ponte a Egola ist mit Santa Croce sull’Arno und Fucecchio, die insbesondere auf der Chromgerbung spezialisiert sind, Teil des sogenannten „Ledergebiets“ ( Comprensorio del cuoio ). An der nationalen und internationalen Wirtschaftskrise der letzten Jahre hat auch die Gerbereibranche von Ponte a Egola gelitten, auch wenn sie dank ihren Gerbereien und den zahlreichen Zulieferunternehmen immer noch eine Führungsrolle in der Wirtschaft von der Gemeinde von San Miniato hat. Die Umwelt und die Klärung des Abwassers Heutzutage sind eine nachhaltige Entwicklung und die Sensibilität für die Umweltproblematik die Grundlage der Gerbereibranche. Aus diesem Grund wird 98% des von den angesessenen Unternehmen schadstoffbelasteten Abwassers von drei zentralisierten Kläranlagen, die unter den international fortschrittlichsten gezählt werden können, gereinigt und gefiltert. Das seit 2001 im Gebiet der Lederfabriken angesessene Technologiezentrum verwaltet die Ausbildung, die Forschung und der Technologietransfer der Gerbereibranche durch Forschungsprojekte und Zusammenarbeit mit Universitäten, öffentlichen Forschungs- und Dienstleistungszentren, den lokalen Gemeinden, den Unternehmen und den Industrie- und Handelsverbänden.
Die Shoppingmeile...gleich um die ecke!
Einige Unternehmen stellen Ihre Lederschuhe und –accessoires auf "Kilometer Null" – wie man für landwirtschaftliche Produkte sagen würde – her. Diese Produkte werden ausschließlich in der Gemeinde von San Miniato entwickelt, hergestellt und verkauft, auf dessen Gebiet sich Ponte a Egola, die italienische Hauptstadt der Lederproduktion, befindet. Modeschöpfer und –designer gestalten die Produkte, indem sie die Trends der kommenden Modesaison voraussehen und wählen das passendste Leder dafür. Das Gerbverfahren findet in den Gerbereien von Ponte a Egola statt und die Handwerkmeister verarbeiten das Leder durch ihre handwerkliche Kunst bis zu den vollkommenen Produkten, die qualitativ sehr hochwertig sind. Das in den Gerbereien von Ponte a Egola verwendete pflanzliche Gerbungsverfahren ist ein natürlicher Prozess, der keine für den Menschen und die Umwelt schädliche Stoffe enthält und sogar von Menschen mit Allergien dank der Abwesenheit von künstlichen Stoffen und Schwermetallen vertragen wird. Das mit diesem Verfahren gegerbte Leder ist der Lieblingsrohstoff von Modedesignern, die damit Artikeln für international bekannte Firmen für das hohe Preissegment kreieren. Pflanzlich gegerbte Leder wird für die Produkte von großen Marken wie unter anderen Prada, Tod’s, Ralph Lauren, Zanotta und B&B benutzt. 1994 wurde das Konsortium des echten pflanzlich gegerbten italienischen Leders gegründet, das heutzutage 24 Gerbereien verbindet und durch seine Vertretungen in internationalen Städten wie New York, Tokyo, Paris, London und Florenz das Ansehen von “Made in Tuscany” promoviert. Die Qualität und Originalität der in den vereinten Gerbereien hergestellten Lederprodukte wird durch das vom Designer Oliviero Toscani gestaltete Siegel garantiert.