Der “Palio del cuoio” ist die bedeutendste Veranstaltung von Ponte a Egola, einer kleinen Stadt der Gemeinde von San Miniato. Dieses Ereignis ist entstanden, weil der Pfarrer Don Gino Frediani einen Traum hatte: er wollte ein großes Feier in Ponte a Egola schaffen, wo sich die Leute hӓtten kennenlernen und treffen können. Die erste Veranstaltung fand 1988 statt; der Palio dauert 9 Tage und spielt sich zwischen der letzten Woche von Juni und der ersten Woche von Juli ab. Das Hauptthema der Veranstaltung ist die Verarbeitung des Leders, weil Ponte a Egola dank dieser Aktivität in der ganzer Welt bekannt ist. Das Fest beginnt mit einem sommerlichen Fasching in Köstum, ist von den Stadtvierteln organisiert und endet mit dem “corsa dei caratelli”, dem Holzfӓsschenlauf. Das Fässchen ist ein Fass aus Holz und wiegt etwa 80kg. In den Gerbereien wird der Tannin in diesen Holzfässchen aufbewahrt. Der Tannin wird aus der Baumrinde von verschiedenen Pflanzen gewonnen und ist für die Verarbeitung des Leders unentbehrlich. Die Protagonisten vom Palio del Cuoio sind die “caratellisti”, 6 fϋr jedes Stadtviertel, und trainieren das ganze Jahr. Beim Wettlauf rollen sie das Fässchen auf einem Leitweg von 117 m fort und sie laufen einer nach dem anderen. Es gewinnt die Mannschaft, die als erste ohne Fehler ihr Holzfӓsschen ans Ziel bringt. Das Dorf ist in 5 Stadtteilen geteilt, die je von 2 Farben dargestellt sind: Tognarino (weiß-orange), Giuncheto (weiß-rot), Il Ponte (weiß - gelb), Le Fornaci (weiß-blau), Leporaia(weißgrün). Noch heute wie jedes Jahr kommen nach 20 Veranstaltungen tausende Zuschauer aus der ganzen Gegend, um den Wettbewerb zu sehen. Die Personen sprechen miteinander, diskutieren und amüsieren sich im Geist des Wettlaufs, so hat man den Zweck erreicht, wofür der Palio geboren ist. Alles ist natϋrlich nur dank allen Leuten mӧglich , die mit Leidenschaft und Begeisterung das ganze Jahr in ihrer Freizeit arbeiten, damit der Palio immer am besten organisiert wird.