SAN MINIATO BASSO ODER PINOCCHIO

Seit langer Zeit nimmt man als Hypothese an, dass Carlo Lorenzini, auch Collodi genannt, vom fantasievollen, charakteristischen und originalen Namen von San Miniato Basso betroffen wurde. Dieses Dorf nannte sich frϋher „Pinocchio“, wo er mit seiner Familie eine gewisse Zeit gewohnt hat. So denkt man heute, dass er sich durch dieses Dorf für den Titel und für das Milieu seines berühmten Kinderromans „Le avventure di Pinocchio“ hatte inspirieren lassen

Carlo Lorenzini wurde am 24. November 1826 geboren.

Nachdem er andere zahlreiche Kindererzählungen geschrieben hatte, erschien die erste Fortsetzung von „ Le avventure di Pinocchio“ aber mit dem Titel „Storia di un burattino“.

1883 wurden „Le avventure di Pinocchio“ als Sammlung in einem Band verӧffentlicht.

Hier unten die Beziehungen zwischen dem Buch von Collodi „Pinocchio“ und San Miniato Basso:

Der Vater von Carlo Collodi war ein sehr guter Koch und arbeitete bei einer reichen Familie, die in

der Nähe von „Quattro strade“ bei dem sogenannten „Ponte al Pinocchio“ wohnte, und er wurde

mehrere Jahre bei dieser Familie tätig.

Lorenzini kannte so San Miniato, seine Hügel und seine Gegend sehr gut, er merkte sich Personen

und Orte, die er dann in seinem Roman „Le avventure di Pinocchio“ benutzt hätte .

Es ist gewiss, dass das Hügelland um San Miniato mit Mittelmeervegetation besonders an „Pini“

reich war:

“Pinocchio” und “Pinoccolo” von lat. „Pinus“ Pinie, durch ein Diminutiv PINUCULUS.

Der Piniensame ist auch Pinolo, Pinottolo, Pignolo, Pinello genannt, es werden auch Pinocchiate

und Pinocchino als Derivation in San Miniato Basso benutzt.

Die Einwohner von San Miniato Basso werden noch heute „Pinocchini“ genannt und einige Orte

heiβen wirklich „Pinocchietto“. Deswegen glaubt man, dass Collodi, d.h. Carlo Lorenzini, diesen

Namen für seine Geschichte aus dieser Stadt entnommen habe. Als „Geppetto“ den Namen fϋr

seinen Hampelmann wӓhlt, sagt er: „Ich habe eine ganze Familie von Pinocchi kennengelernt:

Pinocchio den Vater, Pinocchia die Mutter und Pinocchi die Kinder und alle hatten es gut. Der

reichste von ihnen bettelte.“ So rechtfertigte Collodi seine Namenswahl fϋr die Hauptfigur seines

Romans.

Il Campo die miracoli (das Wunderfeld):

Der Ort „Fonte delle Fate“ befindet sich im Tal unter der Kaserne der Carabinieri von San Miniato.

Heute nennt man ihn Fontevivo, wo die Überreste eines alten Brunnens gefunden wurden.

„Fonte delle Fate“ ist der Ort, wohin Collodi Pinocchio schickt, nachdem dieser seines Geldes

geraubt, worden ist und nennt diesen Ort „Campo dei miracoli“.

Le carceri:

Ein anderer Beweis“ sind die „Carceri“, d.h. das Gefӓngnis, das nicht viele Kilometer entfernt vom

Wunderfeld liegt, und Pinocchio wurde hier „eingeschlossen“.

Die sprechende Grille:

Der Autor kannte einen „ podere della casa del grillo“ ( einen Gutshof vom Grillenhaus“ ) in der

Nӓhe von der Ortschaft Sant’Angelo und gerade hier hieβ eine Straße bis vor einigen Jahren „via

Grillo“.

Die Galgen:

Pinocchio wird von zwei Mӧrdern aufgehängt. Der Ort , wo es passiert, entspricht dem wirklichen

Ort „Le Forche“ in der Nӓhe von San Miniato, wo die Mörder und die ‚schlechten‘ Gefangenen der

florentinischen und pisanischen Kriege aufgehängt wurden. Der zum Zweck geeignete Ort war

voll großer Eichen.

Die Fee mit dunkelblauen Haaren und das weiβe Hӓuschen:

„Das weiβe Haus“ oder „Casetta“ der Fee ist sicher die kleine Kirche von Sant’Angelo, die Jahre

lang immer weiβ ausgemalt worden ist. Außerdem befindet sich an der Fassade der Kirche ein

Gedenkstein einer jungen Frau, die 1848 im Alter von 28 Jahren da gestorben war. Diese Frau

wird als eine gute und artige Frau beschrieben. Das erinnert uns an den Paragraphen des Buches,

wo von der toten Frau erzählt wird.

Der Wal und das Meer:

In der Geschichte sind Geppetto und auch Pinocchio von der Wal verschluckt ; in der Nӓhe von der

Ortschaft Porto di Mezzo bei Signa, d.h. nicht weit von San Miniato, wurde eine „Fischgräte“ oder

„fisetere“ von der Pottwal finden. Diese Fischgräte ist auch heute unter der Regenrinne von

einem Haus entlang der S.S.67‘ zu sehen.

Geppettos Haus:

Es kӧnnte ein Raum unter der Treppe von einem alten Haus sein, das damals das Haus eines

Schreiners war. Das Haus ist abgenutzt und von Pflanzen umgeben, aber der Gedenkstein der

Straße ist noch lesbar und in sehr gutem Zustand.