Das Seminargebäude:
Das Seminargebäude wurde zwischen 1650 und 1708 am heutigen Republikplatz, „Piazza del Repubblica“ gebaut. Dieser Platz war ein Handelsplatz und war schon seit dem Mittelalter s
ehr wichtig. Das Gebäude wurde folglich durch die Einverleibung von kleinen Häusern, die an den Befestigungsmauern nebeneinander standen, erweitert. Es wurde für die täglichen Unterrichtstunden der künftigen Priester benutzt.
Die unteren kleinen brauen Türen des Gebӓudes sind immer noch diejenigen der kleinen mittelalterlichen Handwerkläden. Die Freskos auf der Fassade, die Marmorgedenksteine darstellen, wurden von Antonio Domenico Bamberini angefertigt. Oben befinden sich Zitate auf Latein aus der Bibel, die zur Lehre der künftigen Priester dienten. In der Mitte befinden sich ausgemalte Medaillons, in denen Frauen abgebildet sind, die die Tugenden darstellen, die zum Charakters eines Priesters gehören mussten.
Der Platz:
Der Platz hat eine asymmetrische Form und ist im Süden von der Fassade des Seminargebäudes begrenzt; deswegen ist er “Piazza del Seminario” genannt. Auf der Nordseite befindet sich die hintere Fassade des bischöflichen Palastes, dem man durch zwei Tϋren Zugang hat: in der Westseite das im späten 16. Jahrhundert wieder aufgebaute alte Tor ”porta toppariorum", über dem sich der “piazzetta del Castello” ist, und in der Ostseite das Tor vom Rathaus, einer der Eingänge zur Zitadelle. Drei Treppen führen zum oberen Platz der Kathedrale. In der Vergangenheit war der Platz mit Bäumen und in der Mitte stand die Statue von " Maria Maddalena d 'Austria”, die aber am Ende des 700 Jahrhunderts von den Jakobinern zerstört wurde.