Info: Wanderung (13 km) am 13.09.2026 "Visbek/ Hellefeld", Start: 10 Uhr Kirchwelver
Die Suche nach neuem Wanderland führte uns am 30.08.2026 nach Eisborn, einem Ortsteil der Stadt Balve. Die Region wird dem Sauerland zugeordnet, so dass durchaus mit welligem Gelände zu rechnen sein sollte. Neben den Erhöhungen rund um den Ort werden die Blaue Lagune (ein Grundwassersee) und der Ebberg mit seinem Ebbergturm als Erlebnispunkte in diesem Bereich erwähnt. Und so bastelten wir uns eine etwa 12 Kilometer lange Rundtour unter Einbeziehung der örtlichen Attraktionen zusammen.
nach Verlassen des Ortes
auf dem Weg zum Plauderbaum
Unser Start erfolgte nach der Anreise aus Welver direkt in der Ortsmitte, wo eine Wandertafel auf die örtlichen Wanderwege hinweist. Über den Friedhofsweg verlassen wir den urbanen Bereich in südliche Richtung - wenig überraschend am Friedhof entlang -, bis wir am Grübecker Berg (272 m) auf den Plauderbaum treffen. Ein markanter Riese, der sich seinen Standort hier nicht mit anderen Gehölzen teilen muss und so aus der Umgebung hervorsticht. Das Zusammenspiel zwischen Baum, Bank und entsprechender Aussicht bildet hier sicher die geeignete Atmosphäre für eine schöne Plauderstunde.
der Plauderbaum mit Ruhebank und Aussicht
leicht abwärts ins Grübecke Tal
Für uns bedeutet der Plauderbaum „Richtungswechsel“, denn hier biegen wir links ab, um dem Weg hinab ins „Grübecke Tal“ zu folgen. Nach dem Abstieg und einem kurzen Asphaltabschnitt werden die verlorenen Höhenmeter sogleich wieder mühsam in einem knackigen Anstieg zurückerobert. Ein schmaler Pfad führt aufwärts und fast oben angekommen an einer Pferdekoppel vorbei. Hier verschnaufen wir kurz.
kurze Rast nach dem Anstieg
Es geht anschließend am Ortsrand von Eisborn entlang sowie ein Stück durch den Ort vorbei an der Mailinde. Die eigentlich markante kleine Baumgruppe bleibt heute verdeckt hinter parkenden Fahrzeugen ohne weitere Beachtung unsererseits.
Weg zwischen Wald und Ortschaft
am Anstieg zum Ebberg
Zunächst wandern wir ein Stück am Ortsrand am Fuße des Ebberges entlang und versammeln uns kurz mit einem vorausschauenden Blick auf den nachfolgenden Anstieg. Der nächste Abschnitt bringt Puls und uns nach oben.
Aufstieg zum Ebberg
Ankunft am höchsten Punkt
Auf der Erhöhung (390 m üNN) angekommen erwartet uns der Ebbergturm und eine Rastmöglichkeit. Die Besteigung über die 63 Stufen des 13,21 m hohen Turmes wird von der Aussichtsplattform mit einem Rundumblick ins Hönnetal, ins Sauerland und bei klarer Sicht ins Münsterland, ins Ruhrgebiet und zum Ardeygebirge belohnt. Gebaut wurde der hölzerne Ebbergturm 2013 im Auftrag und auf Kosten des Unternehmens Rheinkalk zum 775. Jahrestag der ersten urkundliche Erwähnung der Gemeinde Eisborn.
360° Rundumblick
Fernblick auf den Steinbruch
Rastplatz am Fuße des Turmes
Das obligatorische Gruppenfoto
Wir nutzen das Areal für eine ausgiebige Rast, bevor es dann über einen schönen schmalen Pfad wieder abwärts geht. Wir befinden uns mittlerweile nördlich des Ortes Eisborn, in Sichtweite jenseits des Waldes liegt hier der Ort Asbeck.
Nach einer Schleife über Wirtschaftswege, die das wellige Gelände erschließen, folgen wir dann dem durch den Wald mäandrierenden Wanderweg A2. Ziel ist die Aussichtsplattform oberhalb des Steinbruches, den wir vom Ebbergturm schon gut erkennen konnten.
Blick auf den Steinbruch
Die BLAUE LAGUNE
Von hier haben wir einen herrlichen Ausblick auf den Grundwassersee mit dem passenden Namen Blaue Lagune. Es handelt sich um einen Steinbruch mit einer Tiefe von 80 m. Das Wasser wird im Werk Hönnetal zum Waschen des Steins verwendet. Die abgewaschenen Lehm- und Kalksteinsedimente werden zurückgespült und setzen sich ab. Somit wird um das Jahr 2050 herum die Blaue Lagune voraussichtlich wieder verlandet sein.
Anschließend geht es auf den letzten Abschnitt unserer heutigen Wandertour. Wir lassen das Gelände des Steinbruches hinter uns und erreichen leicht ansteigend alsbald den Siedlungsrand von Eisborn. Die letzte Passage führt dann wieder abwärts zur Ortsmitte, unserem Ausgangspunkt. Hier endet für die 18-köpfige Wandergruppe der abwechslungsreiche Rundweg mit rund 300 Höhenmeter.
Wdf., Text und Fotos: Andrea und Dirk Große