Das Frühstück nehmen wir in einem Restaurant am Hafen.
Die Damen ziehen sich an den Strand zurück, während die Männer - ihrem Spieltrieb folgend - den Hafen umrunden, um den dort gelegenen Jet-Ski-Verleiher und seine Konditionen in Augenschein zu nehmen. Ausweise und ein bisschen bedrucktes Papier ist nötig, um diesen unglaublichen Spaß in Anspruch zu nehmen. Aber: Wenn dann nicht, wann jetzt! Nachdem beides besorgt ist, finden die Kinder sich dort wieder ein: Kurze Einweisung, dann gilt es, mit Standgas die 300m-Zone hinter sich zu bringen, in der sich Badegäste tummeln.
Danach ist heiter-debiles Grinsen angesagt: Halbgas macht schon richtig Schwung, mit den vor 25 Jahren mal in Florida ausprobierten Teilen hat das aber auch gar nichts mehr zu tun. Ist eher was für Elise-Süchtige. Den Hahn ganz bis zum Anschlag durchzuziehen, kostet fast schon Überwindung, in jedem Falle aber erst einmal eine gewisse Gewöhnung. Die kurz vorher noch bewegungslos aussehende Wasseroberfläche türmt sich bei dieser Geschwindigkeit allerdings gefühlt schon recht ordentlich auf und lässt unsere fontänenspeienden Renner schon fast beängstigend springen, und so ballern wir - grinsend wie kleine Jungs und innerhalb von Sekunden völlig durchnässt - über das Meer. Das Grinsen muss man uns noch am nächsten Tag aus dem Gesicht meißeln!
Begeistert wie die Raumfahrer lassen wir später am Strand in der Schilderung nicht das noch so kleinste Glücksgefühl aus.
Wir suchen unser Frühstückslokal für das Abendessen auf, und genießen noch ein letztes Mal kroatische Fischküche.
Auf dem Weg nach Hause kehren wir in dem Laden von gestern ein. Bei einigen regionalen Spezialitäten - jeweils im Shot-Glas! - lassen wir unseren letzten Abend ausklingen.
Im Verlaufe des Abends zogen bereits äußerst bedrohlich wirkende Wolken über der vorgelagerten Insel auf, und auf dem Weg zurück bleiben wir immer wieder stehen, um ein selten gesehenes Spektakel an nahezu im Sekundentakt aus und über den Wolken herumzuckenden Blitzen zu beobachten. Wie wir am nächsten Morgen feststellen, hat niemand von uns durchgeschlafen, und zu den unterschiedlichsten Zeiten standen wir alle einmal kürzer oder länger vor der Panoramascheibe des Wohnzimmers, um das die ganze Nacht andauernde Naturschauspiel weiter zu bestaunen. Wie wir nach unserer Rückkehr von Verwandten erfahren sollen, die genau dorthin aufbrachen, als wir die Gegend um Zadar verließen, ist dieser Küstenstrich an diesem Wochenende buchstäblich vollständig abgesoffen - inklusive unpassierbarer Straßen und vollgelaufener Supermärkte!