In Prag haben wir vor einiger Zeit eine absolut sensationelle Stadtführung mit dem Segway mitgemacht, und das wollen wir hier eigentlich wiederholen. Die Suche nach der vorab recherchierten Adresse gestaltet sich allerdings etwas enervierend. Als wir den Laden dann doch endlich finden, stellt sich heraus, dass die Jungs inzwischen umgezogen sind, und ein Hinweis auf den neuen Standort führt uns an unseren Ausgangspunkt zurück. Es hätte uns eigentlich inzwischen längst aufgefallen sein können, aber es bedarf erst der Erklärungen des Segway-Onkels, dass Segways in der Altstadt gar nicht fahren dürfen und die angebotenen Touren allesamt darum herumführen. Das war nicht der Plan. Wir machen uns also auf die Suche nach einer allerorten angebotenen klassischen Stadtführung.
Treffpunkt ist das Nordtor. Und hier nimmt uns der eindeutig beste und coolste Stadtführer von allen in Empfang! Danko spricht nicht nur ein derartig gewandtes und akzentfreies Englisch, dass man ihm gar nicht abnehmen will, dass er Einheimischer ist. Er weiß auch noch scheinbar alles über Split und ist dabei auch noch eine echt lustige und coole Type!
Die drei Stunden vergehen wie im Fluge, und wir haben das Gefühl, alles Relevante gesehen zu haben und jetzt auch alles über Split zu wissen.
Wir besuchen noch die Kellergewölbe des Palasts, und dann ist es eindeutig wieder Zeit für einen Cocktail auf der Riva. Der Kellner von gestern ist wieder da, zählt uns kurz auf, was wir gestern hatten und will wissen, ob es dabei bleibt!
Respekkt!
Wir waren schlau genug, gestern in unserem Wunschrestaurant einen Tisch für heute klarzumachen, und so treffen wir uns nach kurzer ″Zeit zur freien Verwendung″ dort wieder.
Wenn wir in Postojna den ″10%-Mann″ gekürt haben, so treffen wir heute auf den ″Is it possible to...?″-Mann. Es dauert wieder einmal nur wenige Minuten, bis wir unseren heutigen Kellner aufgetaut und zum Lachen gebracht haben. Ab da albern wir den restlichen Abend nur noch mit ihm herum. Der Individualisierung aber praktisch auch jeder unserer Bestellungen mit einem ″Would it be possible to have/get that...″ in any different way hält er einfach nicht stand. Irgendwann beginnt er schon selbst jeden Satz an unserem Tisch mit ″And it would also be possible to...″!
Nach der Rechnung und einem Selbstgemachten geben wir uns als Bekannte eines Verwandten zu erkennen und der Herr der Küche erscheint, ebenfalls mit schallendem Lachen. Die Kroaten sind ein entspanntes, nettes und lustiges Volk! Natürlich müssen wir darauf erstmal noch einen trinken!
Dreiviertel der Reisegruppe erklimmt noch den Aussichtspunkt des nahegelegenen Parks zur nächtlichen Fotosession und schreckt dabei auf etwas unkonventionelle Weise ein Pärchen auf, bevor wir recht spät zu Bett gehen.