Die Fahrt durchs Chartreuse ist wirklich sehr hübsch, nach all den Superlativen der letzten Tage allerdings... naja, etwas verhalten. Hier und im Massif des Bauges gibt es natürlich nochmal die eine oder andere obligatorische Schluchtdurchfahrung, aber vielleicht sollte man die Gesamtstrecke generell andersherum fahren.
Col de Palaquit
Col de Porte
Col du Cucheron
Col du Granier
Pas de la Fosse
Col de Plainpalais
Col de Leschaux
Als wir nach Annecy hinunterkommen, haben wir Sorge, dass der Lack von der Clam tropfen oder zumindest Blasen werfen könnte! Und unsere britischen Schnellkochtöpfe sind gewissermaßen der Geschmacksverstärker des Wetters: es ist schlicht nicht auszuhalten.
In Bellegard machen wir einen Zwischenstop, um uns im Netz wieder nach Hotels umzuschauen, die auf unserer Strecke liegen, aber zwischen Bellegard und St.-Genis ist die Ausbeute befremdlich gering. In unserer "Verzweiflung" sprechen wir auf einem kleinen Platz eine ältere Dame an... und da ist sie wieder, die sprichwörtliche Unfreundlichkeit der Franzosen: Sie überlegt kurz, sagt etwas along the lines of "Ich weiß zwar, wie ich hinkomme, aber ich kann es nicht beschreiben... Kann ich Sie hinbringen?" Wir folgen dankbar.
Es handelt sich zwar um ein Businesshotel auf der eher teuren Seite einer Schnellstraße, aber immerhin... Während ein Teil drinnen nach Zimmern fragt (wiedermal die letzten drei!), wird draußen nochmal gegugelmäppt, und siehe da: Da wäre doch noch was! Ein Anruf ergibt die nötige Zahl an freien Zimmern, das Ganze auch noch deutlich günstiger, also nichts wie hin!
Zwar stellt sich das als ein Franchise à la Etape Hotel der gehobeneren Sorte ebenfalls an einer Schnellstraße heraus, aber uns ist in dieser Region schon bald alles recht. ...und es ist gar nicht soo schlecht.
Während die Männer hier nun allerdings drinnen die Formalitäten erledigen, wird eliser zu seinem Auto gerufen: "Du solltest Dir das unbedingt anschauen!"
Da wo letztes Jahr regelmäßig Alienblut unter dem Auto hervorlief, fließt nun eine Lache Capuccio! Wieder ist ein Schlauch gerissen.
Nachdem wir nach einer Weile zwar wissen, wo ein Ersatzteil herzubekommen wäre (allerdings rd. 350km entfernt!), wird der ADAC verständigt - auf französisch sowas wie "Adaque"... Pünktlich mit dem Servieren des Essens kommt der Schlepper, und wir teilen - wie am Telefon dem ADAC auch schon - genau mit, was das Problem ist.
Etwas später kommt vom ADAC dann noch die Information, man hätte das Problem eingekreist:
Es hätte was mit dem Kühlsystem zu tun...