Wir haben herausgefunden, wohin der Silberfisch gebracht werden wird - im Moment schlummert er noch irgendwo auf einem Sammelparkplatz - und da das idealerweise auf unserer weiteren Strecke liegt, beschließen wir, statt auf diesem autobahnraststättenähnlichen Parkplatz zu bleiben, auf den Parkplatz der Werkstatt zu wechseln, und uns schon mal mit Problemlösung zu beschäftigen.
Wir fahren also zu viert - haben ja nur noch vier Plätze - nach Gland in der Schweiz zu einer Werkstatt mit Lotus-Insignien an der Wand und erläutern, dass in Kürze eine Elise geliefert werden wird und fragen, ob sie das notwendige Teil wohl am Lager haben, was natürlich nicht der Fall ist. Sie sind aber äußerst zuversichtlich, den Schaden trotzdem beheben zu können.
Während wir also auf einer gegenüberliegenden Pizzeria/Bar/Bowlingbahn-in-Renovierung-Terrasse auf das Auto warten - Korrektur: hier treffen wir tatsächlich den ersten wirklich unfreundlichen Menschen! - wird das fünfte Besatzungsmitglied repatriiert und vom Parkplatz in St.-Genis erlöst.
Die erste Ansage gestern war, bis 15:00 wüssten wir seitens des ADAC Bescheid, wie es weitergeht. Mittlerweile ist es Mittag durch, das Auto noch nicht da, und der Text hat sich geändert in: "Bis 15:00 kommt das Auto".
Wir machen es wie die Jungs von Top Gear: "leaving our casualties behind", nicht ohne - wie die Jungs eben auch - sie in guten Händen zu wähnen...
Dachten wir jedenfalls!
Als der Silberfisch auch kurz vor 15:30 immer noch nicht da ist, brechen die noch fahrbaren Untersetzer mit ihren Besetzern auf in Richtung Schwarzwald, wo wir uns dann später am Abend - ob nun standesgemäß oder wieder mit Mietwagen - wieder zusammenschließen wollen.
Die Fahrt über die Schweizer Autobahn geht flott und unspektakulär von der Hand, an einer Anzeige noch in Frankreich sah man morgens 32°, später dann an einer Schweizer Schilderbrücke 39° angezeigt - Anja schwört, irgendwo eine 42 (!) gesehen zu haben.
In Schönau finden wir einen hübschen kleinen Gasthof mit wirklich geräumigen Zimmern, und während wir uns unserem ersten Hefe seit langem hingeben, kommt die Botschaft zu dem schlimmsten denkbaren Fall: Der Silberfisch ist noch nicht und wird heute auch nicht mehr ausgeliefert, und einen Mietwagen gibt es auch erst ab morgen! Die Gruppe wurde - ohne angemessene Verabschiedung - brutal zerrissen!
Am späteren Abend wird dann doch noch übermittelt, dass es nach einigem Hin und Her nun mit der Leihschleuder doch noch geklappt hat, an ein Nachkommen ist um diese Zeit aber natürlich nicht mehr zu denken.