Um kurz vor 9:00 sollen wir bei Soča-Rafting vorstellig werden, unsere Tour ist bereits gebucht! Unsere Vierertruppe wird durch ein junges, slowakisches Pärchen ergänzt, und so geht es im VW-Bus mit unserem Guide Matevž und einem Schlauchboot auf dem Dach zum Startpunkt unseres Wasserabenteuers!
Auf der Fahrt zum Ablegepunkt haben wir noch einen Lacher, als wir an einem Schild vorbeikommen: ″Adrenalinček″. Wir rechnen schon fest damit, noch zur Blutprobe gebeten zu werden.
Rafting
Matevž hätte eigentlich heute frei, wie er uns nach einer kurzen Einweisung in die Geheimnisse des Raftens erzählt, wurde aber aufgrund der Buchungslage heute von seinem Chef hereingebeten. Seine Bedingung war allerdings, nicht für die 40-köpfige Gruppenbuchung eingesetzt zu werden, sondern sich eine kleinere Gruppe aussuchen zu können, und so erweist er sich als gutgelaunter, sehr unterhaltsamer und neugieriger Tour-Guide. Auch wenn der Fluss nicht mehr viel Wasser führt, haben wir äußerst viel Spaß miteinander!
Es ist gut halb zwei bis wir uns aufmachen nach Postojna. Auf die Route über den Predmeja-Pass müssen wir jedoch leider verzichten. Die Straße wird neu gemacht, der aktuelle Status steht für mehrere Kilometer auf ″Untergrund mit Schotter bestreuen″, und das wollen wir uns gerade alle nicht antun.
Der eigentliche Plan sah vor, die Klamotten ins Zimmer zu räumen, die Höhle von Postojna zu besichtigen und dann nochmal schnell rüber zu Burg und Höhle von Predjama zu fahren. Da wir aber kurz vor 17:00 überhaupt erst das Hotel erreichen, fällt für heute alles weitere aus. Dafür haben wir an der Rezeption für eine Weile allen Spaß dieser Welt, als die des Englischen nur bedingt mächtige Rezeptionistin an den Maître d' übergibt, der sich als Mister 10% erweist: Er verschafft uns nicht nur tolle Zimmer, er überschüttet uns auch noch mit Coupons, zunächst für den Dankeschön-Capuccino auf's Haus, dann den obligatorischen und rabattierten Welcome-Drink, für das Abendessen im Hotel und für die Tickets für die Höhlenbesichtigung am nächsten Morgen. Und so gibt’s nach getaner Duschung erstmal zwei Apéritif, dann ein ausgiebiges Mahl und anschließend noch den einen oder anderen Absacker.
Nach der energischen Intervention der Reiseleitung mit dem Finger auf dem Zeitplan, verständigt man sich auf die erste Höhlenführung des folgenden Morgens.