Den Auftakt nach dem Frühstück macht der Riedbergpass nach Balderschwang!
Auf ihm haben wir bereits das letzte Jahr begonnen, als wir seinerzeit feststellten, dass die Straße seit unserem letzten Besuch vollständig ausgebaut und die 30er Geschwindigkeitsbegrenzung aufgehoben wurde. Nun ist sie einfach genial.
Da die Landstraße durch Luxembourg alles andere als interessant und in erster Linie zeitraubend ist, und wir ein wirklich strammes Programm für den heutigen Tag vor uns haben (wir wollen unbedingt eine Übernachtung in der Schweiz vermeiden!), weichen wir - wo möglich - auf die Autobahn aus.
Am heutigen Sonntag und bei dem Wetter führen die Schweizer ihre Autos aus! In einem Pulk Cabrios fährt vor uns ein Seven, während uns ein gelbes Liserl und kurz darauf ein weiterer Seven entgegenkommt. Einen dunkelblauen Esprit treffen wir gleich zweimal heute und die Dichte an Ferraris ist bezeichnend.
Kerenzerberg
Der wunderhübsche Pragelpass ist wochenends für den Fahrzeugverkehr leider gesperrt. Auch wäre es ein schöner Plan gewesen, wieder in der Hütte an der Schranke am Fuße der Engstlenalp-Mautstraße zu essen, so wie letztes Jahr, aber das ist einfach zu weit, und so nehmen wir auf der Klausenpasshöhe einen Snack.
Auf der Sustenpasshöhe machen wir eine kurze Pause, weil es hier von den Temperaturen her sehr angenehm ist und wahrscheinlich lediglich etwas unter 30° hat, und finden uns unversehens vor drei säuberlich geparkten Sevens wieder. Irgendwie entsteht der Eindruck, es gibt hier mehr der kleinen Ultra-Spartaner als Elsen. Blicken lässt sich von den Piloten allerdings leider keiner.
Mit einem Mal fällt bei strahlendem Sonnenschein wie aus dem Nichts Schneematsch vom Himmel, und so springen wir schnell in die Gefährte und schleichen uns die westliche Passrampe hinunter zurück in den Glutofen. Nachdem es sich nach einer weiteren kleinen Husche spürbar abkühlt, weist in einer Ortschaft die Temperaturanzeige vor einem Geschäft nur noch 32° aus.
Jaunpass
Gerne hätten wir noch das Giger-Museum besucht, das Tagespensum erlaubt dies allerdings nicht, irgendwann müssen wir wohl noch einmal zurückkehren - Gründe gibt es ja genug!
Col des Mosses
Nach Frankreich gerettet fahren wir noch ein Stückchen Richtung Evian und nehmen dann das erstbeste Hotel, das uns unterkommt. Nichts Aufregendes, aber völlig in Ordnung. Mittlerweile ist es 20°°, und wir sind froh, irgendwo angekommen zu sein. Nach einer ausgiebigen Dusche gibt es auf der Terrasse erstmal einen Schluck, und als wir kurz nach 21°° einig sind, hier auch essen zu wollen, teilt man uns ungerührt mit, dass die Küche um neun schließt.
Wir machen uns also schnell auf und landen keine 300m weiter in einer Strandbar, was viel schlimmer klingt, als es dann tatsächlich war. Zwar war die Musik zunächst albern laut und sie spielten beides: laut und schlecht, aber um 22°° mussten sie damit offenbar Schluss machen. Und das Essen war zwar auch erstmal einfach, mit Cheeseburgern und Fritten, dafür aber supergut, und die Salatteller waren sogar für eigentliche Verweigerer wie mich ausgesprochen lecker.
Kurz vor zwölf dann wieder zurück am Hotel war es nix mehr mit Schlummertrunk: alles dunkel!
Also ab ins Bett und die Decken soweit wie möglich von uns...