Heute sind wir endgültig von der Kreisliga in die Nationalmannschaft aufgestiegen: Auf den Col du Télégraphe folgt der Col du Galibier, der Col du Lautaret sowie der Col d'Izoard.
Der Weg zum Col du Télégraphe ist einigermaßen ereignislos, wer auf dem Weg nach Modane Zeit hat, der nimmt hinter Termignon die route panoramique. Was sie taugt wissen wir nicht, auf der Karte sieht sie jedenfalls interessant aus, haben das Schild allerdings zu spät gesehen.
Der Galibier ist ein Gedicht und oben herrschen neben Windstärke 8 wieder angenehme Temperaturen. Der Lautaret ist danach kalter Kaffee, eine einfache Kreuzung unterhalb des Galibier.
Der Izoard ist wunderbar glatt asphaltiert und man kann ihn schön abwedeln, die Strecke ist wunderschön!
Während wir vor Arvieux auf einer Terrasse am Straßenrand einen Snack nehmen, röhrt wiedermal eine Truppe von nicht weniger als neun (oder waren's zehn?) Sevens an uns vorbei.
Leute! Wo sind all die Elsen diesen Sommer gewesen??
Aufgrund einiger Beiträge hier waren wir auf dem Col Agnel vorsichtig wegen der Murmler, zu hören war aber nur zu Beginn der Passrampe ein Pfeifer, danach ließ sich kein einziger der Jungs sehen.
Der Colle di Sampéyre ist eine Geschichte für sich! Belagfetischisten sind hier völlig falsch: mehrere Stops zum Aufsammeln von Nummernschildern sind Beleg dafür! Auch Freunde des zügigen Reisens kommen hier nicht auf ihre Kosten: der Zeiger setzt sich dauerhaft um die 30km/h fest! Wer es auf sich nimmt, wird allerdings mit dem Gefühl belohnt, hier der erste Mensch zu sein. Hinter der Passhöhe Richtung Süden ist Obacht geboten: die Straße wird in losen Abständen von 15 quer verlaufenden Ablaufrinnen geschmückt, in manchen von ihnen kann man vermutlich ohne weiteres den gesamten Vorderwagen verlieren.
Und dann gibt es den Glücksgriff, den man halt einmal auf jeder Reise haben sollte: Auf der Suche nach der erstbesten Unterkunft sehen wir ein Schild am Straßenrand, dem wir folgen. Die 'Pension', die dort beworben wird, stellt sich als der größere Teil eines Dorfes heraus, komplett aus mehreren Feldsteinhäusern bestehend, mit einer kleinen Piazza in der Mitte und einfach genial. Wir buchen uns ein und genießen abends ein mehrgängiges Menü, gefolgt von endlich vernünftigem Caffè, Génépi und Grappa!
Der Ehrlichkeit halber muss man allerdings sagen, dass das Essen nicht ganz mit dem Ambiente schritthält, schlecht war es aber in keinem Fall!