Lag's an der Hitze oder doch am Konzept?Die Tab-Aufnahme hielt - ganz Lotus-Style - recht genau bis zur Ziellinie.
Das oft gehörte Vorurteil, die Franzosen wären unfreundlich, hat sich in keiner Weise bestätigt! Im Gegenteil: Wenn man ein wenig radebrecht, auch wenn es nur wenige Worte sind, ist uns jedermann einigermaßen bis ausgesprochen freundlich begegnet. Nun hatten wir zwar ausschließlich mit Leuten aus der Gastronomie zu tun, aber das war weit überwiegend sehr nett und zuvorkommend! Selbst englisch war hier und dort möglich.
Um eine kurz angebundene Bedienung zu treffen, mussten wir erst nach Deutschland zurückkehren, aber auch diese Dame haben wir am Ende aufgetaut!
Die Franzosen können aus irgendwelchen komischen Gründen keinen Kaffee!
Da stehen zwar dieselben Maschinen wie überall anders auch, aber was da rauskommt schmeckt nach Autobahn/Mittelstreifen!
Frühstück scheint in Frankreich auch anders definiert zu sein: Trotz der Extrakosten (das Frühstück wird nahezu ausnahmslos mit zwischen €7,50 und €12/P extra berechnet) darf niemand ein ausschweifendes Buffet erwarten: Croissants, ein bisschen Baguette, Käse, meistens (!) Schinken, Joghurt, Konfitüre.
Es ist ausreichend, aber nicht übermäßig spannend und rechtfertigt den Preis nicht immer.
Große Supermärkte bieten oftmals auch eine Tankstelle. An diesen ist der Sprit zum Teil erheblich billiger als an "normalen" Tankstellen. Wir haben an solchen für etwas über €1,40 getankt, an anderen Tankstellen kostete der Sprit oft über €1,50, in einem Dorf waren bei akuter Spritknappheit gar einmal €1,70 zu berappen.
Wir haben einiges an Umleitungen zu fahren gehabt und Planänderung vorgenommen, und so blöd wie es für einen Organisator sein mag...: Eigentlich braucht man fast keinen Plan!
In dem gesamten Areal gab es - selbst bei den großen RNs - praktisch keine Gasse mit Geraden, sämtliche Straßen bestehen aus einer endlosen Aneinanderreihung von mehr oder weniger stark gebogenem Asphalt, unterschieden lediglich durch Breite und Oberflächenbeschaffenheit. Und in schöner bis grandioser Landschaft haben wir uns zu nahezu jedem Moment befunden.
Hin und wieder grübelt man darüber nach, ob die für den Straßenbau relevanten Entscheidungsträger - ob heute oder in längst vergangenen Zeiten - wenn es womöglich darum geht, einen noch vorhandenen Etat zu verbrennen oder einfach nur neue Projekte zu planen, sich - bevor eben diese Entscheidungen getroffen werden - komplett zukiffen!
Einige der Straßen, die wir in den zurückliegenden zwei Wochen gefahren sind, sind so aberwitzig, führen in Regionen, die gefühlt so abseits sind wie die Mondoberfläche oder an Stellen, an denen bei uns niemals eine Genehmigung durchzubekommen wäre.
Unser ganzer Dank gehört den Leuten, die die Gelder zur Verfügung stellen und den Straßenbauern!