Auch die östliche Abfahrt über den Col de l'Arma zurück nach Sospel ist nicht sonderlich berichtenswert, die Straße eher etwas holprig, da wir hierdurch aber nochmal zwei Räder ins benachbarte Italien stellen, nutzen wir die Gelegenheit zu einem kleinen Snack und einem vernünftigen Caffè!
Zurück in Frankreich folgt der Col de Vescavo und der Col d'Erc. Der Col de Castillon wird in einem Tunnel unterschnitten, um ihn selbst tatsächlich zu erreichen, hätte man wohl schon in Sospel die Nachbarchaussee nehmen oder jetzt vom Tunnelausgang abbiegen und ein Stück zurückfahren müssen.
Runter nach Menton und zum Ende der Route des Grandes Alpes ist auch eher Pflichtprogramm als Fahrerlebnis. Unten am Meer endet diese Alpenstrasse offiziell. Von dort aus biegen wir gleich wieder Richtung Roquebrune und auf die Grande Corniche ab, die allerdings weit weniger aufregend als erwartet ist. Da wir beim Wechsel zwischen zwei Routen-Dateien auch noch unseren Abzweig verpassen, müssen wir ein ganzes Stück auf der Moyenne Corniche zurückfahren, um Monaco zu erreichen.
Oberhalb der Rascasse biegen wir auf die Start- und Zielgerade ein, auf der die Startplätze deutlich zu erkennen sind, und sausen mit ca. 30km/h (ja, da fehlt eine Null!) auf die Sainte-Dévote zu, die in ihrem Alltagskleidchen und unserer Fußgängerzonen-Geschwindigkeit für unsere Boliden keine Schwierigkeit darstellt.
Die Beau Rivage hinauf, doch in der Massenet kommt es plötzlich zum Stillstand - dritter Gang bei 145 ist grad nicht drin. Unsere Rundenzeit wird stark beeinträchtigt. Allerdings haben wir richtig Spaß, als wir es bis zum Casino geschafft haben und sind jetzt vermutlich auf unzähligen Facebook- und Twitter-Bildern, da es hier auf Bürgersteigen, auf der Straße und in den Blumenrabatten von Hunderten von Touristen wimmelt und wir direkt durch eine Veranstaltung von Ferrari auf dem Casino-Vorplatz hindurchfahren müssen. Viele lassen ab von den glänzenden Italienern, um schnell mal ein Erinnerungsbild dreier Elisen zu schießen.
Die ehemalige Loews ist für die wendigen Engländer ebenfalls kein Problem und sieht gar nicht so eng aus wie im Fernsehen. Im Tunnel "hatten wir dann Verkehr", als so eine bereifte Einkaufstasche vor uns herschleicht und die Zeiten weiter stark ansteigen lässt.
Der Hafen ist unbeschreiblich! Auf manch einem dort rückwärts eingeparkten privaten Kreuzfahrtschiff könnten wir auf der rückwärtigen Veranda locker zu dritt nebeneinander parken, auf einigen dabei wahrscheinlich sogar ohne Probleme dazu noch alle Türen gleichzeitig aufmachen.
Durch die Rascasse, noch einmal die Zielgerade hinunter und diesmal vor der Massenet links abgebogen...
Col d'Eze
Col des Quatre Chemins
Zurück auf der Grande Corniche fahren wir nach Nizza, essen in zweiter Reihe hinter der Uferpromenade in einer Fußgängerzone einen Happen, um dann zum Flughafen zu fahren und uns Verstärkung für die Gruppe abzuholen.
Von dort geht es über die auch eher weniger interessante direkte Strecke nach Grasse. Unser Hotel dort kann am besten mit 'zweckmäßig' beschrieben werden: ein einfacher, mehrstöckiger und rechteckiger Bau mit kleinen, aber eben zweckmäßigen Businesszimmern. Der unschätzbare Vorteil ist die Tatsache, dass die Zimmer über eine Klimaanlage verfügen, ein weiterer, dass man zu Fuß um eine Hausecke direkt in der Altstadt steht, durch die wir noch etwas spazieren, um uns dann in einem der Restaurants auf einer Piazza niederzulassen und wieder mal sehr gut zu speisen.
Unnötig zu erwähnen, dass heute wieder weit über 30°C waren.