Morgens geht es nach einem sehr sparsam eingerichteten Frühstücksbuffet runter ins Tal. Es ist bereits gegen 10°° wieder irrsinnig heiß.
Mit vier/fünf kurzen Schwüngen geht es die andere Talseite gleich wieder hinauf und wir beginnen gleich mal mit dem wunderschönen Col des Aravis, an den sich der Col des Saisies anschließt, dicht gefolgt vom etwas unauffälligen Col de Méraillet.
Im Laufe des Tages treffen wir auf einer der Passstraßen eine Straßenkehrmaschine! Aber nicht so ein Teil aus der örtlichen Fußgängerzone, sondern industrial size ! Sowas was man im Winter von der Autobahn kennt...
Sehr vorbildlich!! Wusste nicht, dass man sich so intensiv um seine Straßen kümmert.
Die Cormet des Roselend ist landschaftlich ein Hit, und wir machen einen Abstecher zum Col de Petit St.-Bernard hinauf, eine tolle Straße! Oben gibt's einen Lunch aus Crêpes, Salat und Sandwiches. Gefühlt haben wir zum ersten Mal seit Berlin natürlichen Schatten durch gelegentliche Wolkenabschattung! Auffällig ist, dass wir nie, wie hin und wieder auf der Österreich- oder der Schweizfahrt, auf großen Bundesstraßen oder durch Industriegebiete von Pass zu Pass fahren müssen, sondern sich einfach fast nahtlos eine wunderbare Straße an die andere anschmiegt!
Dann folgt der Col de l'Iséran, immerhin schon knapp 2.800m hoch und von den Temperaturen her recht angenehm. Kaum allerdings auf der anderen Seite auch nur auf 2.500 abgestiegen, ist es wieder einfach nur heiß. Wir fahren über den Col de la Madeleine (Maurienne) bis Lanslevillard, suchen uns eine Bleibe, schmeißen ein paar Klamotten aus den Autos, und machen uns nochmal auf den Weg über den Col de Mont Cenis zur Staumauer des Lac du Mont Cenis. Ob es daran liegt, dass wir schon an den ersten beiden Tagen mit wundervollen Passstraßen und Landschaften verwöhnt und so bereits ein bisschen versaut sind - wir wissen es nicht. Der Mont Cenis jedenfalls ist nett, macht aber heute nicht mehr wirklich an.
Wir essen im Hotelrestaurant, blödeln viel rum und machen uns dann beizeiten auf ins Bett.