Beeinflusst von Plato und dem Augustinismus (mit seiner Auffassung von einer Geschichte, die am Ewigen teilnimmt), nimmt Vico zahlreiche Themen des Romantizismus vorweg.
in: "Historiologische Diskussionen", Silo
II. Das Vergangene – ohne die zeitliche Grundlage gesehen, 1. Auffassungen von der Geschichte
Theologe und Philosoph, ist einer der vier großen abendländischen Kirchenväter. Er war neben Thomas von Aquin der wichtigste Kirchenlehrer der lateinischen Kirche.
354 Geboren am 13. November in Tagaste (heute: Souk Ahras, Algerien)
370 Beginn des Studiums der Rhetorik in Karthago
372 Geburt seines Sohnes Adeodatus
383 Reise nach Rom und Abwendung vom Manichäismus
384 Reise nach Mailand
386 Bekehrung zum Christentum
387 Taufe durch Bischof Ambrosius in Mailand
391 Priesterweihe in Hippo Regius
395 Ernennung zum Bischof von Hippo
430 stirbt in Hippo Regius (heute Algerien)
Augustinus' Denken zeichnete sich durch eine enge Verbindung von Philosophie und Theologie aus.
Trinitätslehre: Augustinus leistete einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der christlichen Trinitätslehre. In seinem Werk "De Trinitate" (Über die Dreifaltigkeit) versuchte er, die Lehre von der Dreifaltigkeit zu erklären und zu verankern. Gnadenlehre: Die Gnadenlehre des Paulus von Tarsus bildete ein zentrales Element in Augustinus' Theologie. Gottesstaat: In seinem Werk "De civitate Dei" (Über den Gottesstaat) entwickelte Augustinus eine einflussreiche Staats- und Geschichtsphilosophie, die das Verhältnis zwischen weltlicher und göttlicher Ordnung behandelt.
Platonismus und Christentum: Augustinus spielte eine entscheidende Rolle bei der Versöhnung des Gedankenguts der griechischen Philosophie, insbesondere des Platonismus, mit dem Christentum. Erkenntnistheorie: Er beschäftigte sich intensiv mit Fragen der Erkenntnis und des Wissens. Ethik und Moralphilosophie: Augustinus entwickelte einflussreiche Gedanken zu Fragen der Moral und des richtigen Handelns.
Bibelauslegung: Augustinus betonte die Notwendigkeit einer philosophischen Bibelauslegung und warnte davor, die Bibel wörtlich zu nehmen. Er förderte die allegorische Interpretation biblischer Texte.
Menschenbild: Augustinus' Vorstellungen vom Menschen, insbesondere in Bezug auf Sünde, freien Willen und Erlösung, hatten einen prägenden Einfluss auf die christliche Anthropologie.
In seinen "Confessiones" (Bekenntnisse) verband Augustinus persönliche Erfahrungen mit theologischen Reflexionen und schuf damit ein einflussreiches Werk der Selbstbetrachtung.
Hauptwerke
Theologische Hauptwerke
"De civitate Dei" (Vom Gottesstaat): Ein apologetisches Werk in 22 Büchern, das zwischen 413 und 427 entstand.
"De Trinitate" (Über die Dreieinigkeit): Ein dogmatisches Hauptwerk in 15 Büchern, das sich mit der christlichen Trinitätslehre befasst.
"De doctrina christiana" (Über die christliche Lehre): Ein Lehrbuch in 4 Büchern, das sich mit Dogmatik und Exegese beschäftigt.
Philosophische Werke
"De ordine" (Über die Ordnung): Ein philosophisches Werk in 2 Büchern, verfasst in Cassiciacum Ende 386.
"Soliloquia" (Selbstgespräche): Ein weiteres philosophisches Werk in 2 Büchern, ebenfalls in Cassiciacum im Winter 386-387 geschrieben
Andere bedeutende Schriften
"Retractationes" (Überarbeitungen): In diesem Werk überprüfte Augustinus seine früheren Schriften kritisch.
"De libero arbitrio" (Über den freien Willen): Eine wichtige Abhandlung in 3 Büchern.
"Epistulae" (Briefe): Eine Sammlung von 246 erhaltenen Briefen, die nur einen Bruchteil seiner gesamten Korrespondenz darstellen.
"Sermones" (Predigten): 559 erhaltene Predigten, wobei die Gesamtzahl seiner gehaltenen Predigten auf 4000 bis 8000 geschätzt wird.
Einfluss
Auf mittelalterliche Philosophen
Augustinus' Ideen prägten maßgeblich die mittelalterliche Philosophie. Besonders erwähnenswert sind:
Thomas von Aquin: Obwohl er Aristoteles folgte, integrierte er viele augustinische Elemente in sein Denken.
Anselm von Canterbury: Seine Gottesbeweise bauten auf Augustinus' Gedanken auf.
Bonaventura: Er vertrat eine stark augustinisch geprägte Philosophie und Theologie.
Auf neuzeitliche Philosophen
René Descartes: Er sah Augustinus als Vorläufer seines berühmten "Cogito ergo sum".
Blaise Pascal: Viele seiner philosophischen Überlegungen waren von Augustinus inspiriert.
Nicolas Malebranche: Seine Lehre von der "Vision in Gott" geht auf Augustinus zurück.
Auf moderne Philosophen
John Henry Newman: Seine Religionsphilosophie weist deutliche augustinische Züge auf.
Existenzphilosophen: Augustinus' Reflexionen über das Selbst beeinflussten existenzialistische Denker.
Augustinus dachte, dass alles was auf der Welt ist, geschaffen wurde von Gott.
Für Vico ist die Geschichte zwar zeitlich begrenzt, aber sie nimmt durch die unveränderlichen Gesetze und Prinzipien, die sie strukturieren und sie einer ewigen, von Gott geschaffenen Ordnung der Vorsehung annähern, an einer Form der Ewigkeit teil.
Quellenverzeichnis:
https://www.augustinus.de/einfuehrung/86-texte-ueber-augustinus/203-der-heilge-augustinus-von-hippo