Bahnhofsgebäude BME

Schwelm

Der Bahnhof wurde 1847 von der Bergisch-Märkischen Eisenbahn-Gesellschaft eröffnet. Seit seiner Einweihung wurde der Bahnhof mehrmals umgebaut, erstmals im Jahre 1865. 1902 erhielten die Bahnsteige eine Überdachung und am 8. November desselben Jahres wurde eine Unterführung zum zweiten Bahnsteig fertiggestellt. 1926 wurde Schwelm Eisenbahnknotenpunkt, als die von der Deutschen Reichsbahn gebaute Bahnstrecke Schwelm – Witten eröffnet wurde.

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Bahnhof Schwelm 1959 (Stadtarchiv Ennepetal)

1988 wurde der Bahnhof an das Netz der S-Bahn Rhein-Ruhr angeschlossen, die Linie 8 von Hagen über Wuppertal nach Mönchengladbach hält hier. Dazu hat die Deutsche Bundesbahn in den 80er Jahren ein Überwerfungsbauwerk angelegt, die von Wuppertal bis Schwelm parallel zur Fernbahnstrecke verlaufenden S-Bahn-Gleise unterqueren diese Strecke in Fahrtrichtung Hagen unmittelbar hinter dem Bahnhof Schwelm, ab hier nutzt die S-Bahn bis Gevelsberg-West die Gleise der heute stillgelegten Bahnstrecke Witten-Wengern/Ost-Schwelm.

Ennepetal

Der Bahnhof in Ennepetal-Milspe (Km 130,47) ist mit dem Bau der Bahnstrecke Elberfeld-Dortmund eingerichtet worden und wurde am 9. März 1849 eröffnet. Bis 1954 trug der Bahnhof den Namen Milspe, ab dann erfolgte die Umbenennung in Ennepetal-Milspe. Als der Bahnhof Gevelsberg an der Strecke 1963 abgebrochen wurde, besaß die Nachbarstadt Gevelsberg keinen eigenen Bahnhalt mehr an dieser Bahnstrecke. So wurde der an der Stadtgrenze liegende Bahnhof Ennepetal-Milspe 1968 erneut umbenannt und trägt, obwohl vollständig auf dem Stadtgebiet Ennepetals liegend, seitdem den Namen Ennepetal (Gevelsberg).

Das ehemalige Empfangsgebäude gilt als eines der ältesten seiner Art in Nordrhein-Westfalen. Es ist seit 1986 denkmalgeschützt, wechselte 1993 in private Hand und ist seit 2011 im Besitz der Stadt Ennepetal.

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Bahnhof Ennepetal 1991 (Foto: A.Völmicke)

Bahnunfall am Rahlenbecker Tunnel im Juni 1967

Am 21. Juni 1967 ereignete sich nahe dem Bahnhof Ennepetal am Rahlenbecker Tunnel ein folgenschwerer Bahnunfall. Zitat aus dem Zeitungsbericht der Örtlichen Zeitung:

Dröhnendes Poltern riß in der vergangenen Nacht die Anwohner der Bundesstraße 7 zwischen Milspe und Schwelm aus dem Schlaf. Als sie aus dem Fenster schauten, mochten sie Ihren Augen nicht trauen: Auf der gegenüberliegenden Straßenseite, wenige Zentimeter vom Bordstein entfernt, lag eine schwere Elektro-Güterzuglok der Bundesbahn. Sie war die an dieser Stelle fast 20m hohe Böschung der Bergisch-Märkischen Eisenbahnstrecke hinuntergepoltert und auf der Seite liegengeblieben.

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Unfall mit E41 204 an der Rahlenbecke (Stadtarchiv Ennepetal)

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Unfallstelle mit abgedeckter E40

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Lageplan der Unfallstelle (Stadtarchiv Ennepetal)

Gevelsberg

Der Bahnhof Gevelsberg (Km 132,66) -eigentlich nur ein Haltepunkt- bestand aus je einem Gebäude auf beiden Seiten der Bahnlinie. Das Hauptgebäude lag an der Waldstraße und wurde im Dezember 1979 abgerissen. Die amtliche Benennung lautete immer nur Gevelsberg ohne Zusatz. Im Sprachgebrauch, zur Unterscheidung zu den vielen anderen Gevelsberger Bahnhöfen und Haltepunkten, wurde er auch als Bergisch-Märkisch, oder Hauptbahnhof bezeichnet, da einzig hier Schnellzüge, allerdings ohne Halt, durchfuhren.

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Bahnhof Gevelsberg Bergisch-Märkisch, 1957 (Foto: Stadtarchiv Ennepetal)

Ein weiteres, eingeschossiges Gebäude befand sich seit 1901 auf der Talseite (Abriss im Juni 1978). Die Verbindung stellte ein noch heute vorhandener Fußgängertunnel (gebaut 1897) für die Reisenden her, da der Fahrkartenverkauf nur im größeren Gebäude stattfand.

Foto: Siegmar Peter, September 1977

Der Bahnhof Gevelsberg (von 1849 bis 1962/68), darf nicht verwechselt werden mit dem heutigen Bahnhof Gevelsberg an der Rheinischen Strecke (KBS 450.8, Linie S8). Dieser hieß bis zur Umbenennung am 26.05.1968 Gevelsberg Nord bzw. davor Gevelsberg (Rheinisch) an der Rheinischen Bahnlinie.

Haspe

Der Bahnhof Haspe (Km 138,07) wurde 1897 erbaut und ersetzte das bis dahin stehende Gebäude im Fachwerkstil. Das Bahnhofsgebäude wurde am 27. März 1979 für den Personenverkehr außer Betrieb genommen und steht nicht mehr, nur noch ein Güterschuppen ist übrig geblieben. Die Gusseiserne Bahnsteigüberdachung wurde 1981 abgebaut und steht heute im Maximilian-Park in Hamm.

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Bahnhof Hagen-Haspe mit 110 141-9 im Okt. 1976 (Foto: S.Peter)

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Bahnsteigüberdachung aus Haspe im Maximilian-Park in Hamm, Mai 1989 (Foto: Privat)

Hagen

Das Empfangsgebäude des Hagener Hauptbahnhof wurde am 14. September 1910 eingeweiht. Nach der Eröffnung der Ruhr-Sieg-Strecke der Bergisch-Märkischen Eisenbahn nach Siegen über Altena im Jahre 1861 gewann die Stadt zusätzlich Bedeutung als Eisenbahnknotenpunkt. 1910 liefen elf Bahnstrecken in Hagen zusammen. Das Bahnhofsgebäude überstand den zweiten Weltkrieg einigermaßen unversehrt. Auch die zweischiffige Bahnsteighalle aus dem Jahre 1910, eine der wenigen noch in Westfalen und dem Ruhrgebiet stehende Hallenkonstruktion in Stahlbauweise blieb erhalten.

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Elektrotriebwagen der Baureihe 430 (ET 30) bei der Ausfahrt in Hagen Hbf (Foto: W.Güttler)

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23 027 Hagen Hbf am 25.06.1967 (Foto: H.Dahlhaus)

Weblinks

Das Hagener Bahnhofsviertel, Berichte und Fotos aus hundert Jahren von Detlef Rothe

» www.5dim.de