Dies ist die erste Aktivität für Kinder ab 5 Jahre und älter, die schon angefangen haben, in einer anderen Sprache lesen zu lernen.
Am Anfang dieser Aktivität erzählen wir den Kindern, dass es im lateinischen Alphabet nur 26 Buchstaben gibt, im deutschen dann noch 4 dazu. Mehr nicht. Mit Hilfe von diesen wenigen Buchstaben kann man alle Wörter schreiben, die es in unserer Sprache gibt! Das ist oft neu für diese Kinder, und nimmt etwas den Druck vor dem Unbekannten weg.
Eine Seite hat Linien für das Schreiben der (für manche Kinder neuen) Buchstaben.
Am besten legen wir das Blatt neben die vorgeschriebenen Buchstaben.
Am Anfang stellen wir 3 Buchstaben vor, am besten welche die einen direkten Bezug zum Alltagsleben des Kindes haben. Meist ist ein M und ein A dabei, und/oder der Anfangsbuchstabe des Namens des Kindes.
Wir stellen zuerst Buchstaben mit nur einem Laut vor. Später können wir dann auch Buchstabengruppen und Buchstaben vorstellen, die mehr als ein Laut haben können.
Wir machen den Laut diese Buchstabens deutlich klar, indem wir ihn abheben von dem Rest des Wortes.
Genau wie bei kleineren Kindern erwähnen wir in diesem Schritt auf keinen Fall den Namen des Buchstabens!
Beispiel: entweder wir sagen das erste Wort dargestellt im Bild, oder wir fragen das Kind (je nach Haltung des Kindes), was für ein Wort das Bild darstellt.
Dann wiederholen wir: "Aaaaa-pfel. Dieser Buchstabe [wir zeigen den Buchstaben] sagt aaaaaa und das schreibt man so."
"Fffffffffff-uß. Dieser Buchstabe sagt "fffffffff" und das schreibt man so."
Nicht zögern später auch gerade bei den Buchstaben d, b, p, t etc, kein endlaut -e zu sprechen sondern hinzuweisen, wie schwer man den Buchstaben hört.
Das Kind wird erst den Buchstaben selber auf dem Blatt nachfahren mit dem Stift, bevor es ihn selbst auf dem leeren Blatt schreibt.
Wir lassen dem Kind viel Zeit für die ersten drei Buchstaben. Das Linienblatt kann so oft ausgedruckt werden wie nötig. Wenn das Kind mit diesem Material das erste Mal das lateinische Alphabet kennenlernt, können die ersten drei Buchstaben ruhig länger dauern, Wochen oder Monate. Wir dürfen nicht vergessen, dass jeder Moment, den es mit den Aktivitäten verbringt, zählt.
Die Buchstabenbilder werden noch einmal ausgedruckt, durchgeschnitten zwischen den Buchstaben und den Bildern und werden zugeordnet. Die Buchstaben mit Bildern dienen als Lösungsblatt.
Wir werden die nächsten 3 Buchstaben einführen, wenn:
- das Kind die ersten drei Buchstaben erkennt,
- das Kind die Buchstabenlaute getrennt aussprechen kann (also aaaa oder mmm etc.) ohne das ganze Wort auszusprechen.
Danach werden wir weiterhin im allgemeinen nicht mehr als drei Buchstaben vor, es sei denn, das Kind fragt danach.
Was wir erreichen wollen, sind Erfolgserlebnisse, (nicht pauken in der Hoffnung, soviel wie möglich in sein Gehirn stopfen zu können.) Je mehr Erfolgserlebnisse, je mehr wird in seinem Kopf bleiben.
Die meisten Seiten dieses Materials enthalten 4 Buchstaben.
Die Blätter werden also einmal längs und einmal quer durchgeschnitten so dass ein Blatt Papier nur ein Buchstabe mit Bild enthält.
Es gibt ganz freie Blätter zum Selber-Bemalen, und Blätter mit Bilder zu den jeweiligen Buchstaben.
Manche Buchstaben haben keine Bilder. Andere, wie z.B. das M, habe ich mit Absicht ohne Bild gelassen, meist verbinden ja Kinder "Mama" mit M, dann kann man ein Photo von "Mama" dorthinkleben, oder anstelle dessen einen Mond oder einen Mund malen.
Das Material kann in vielen Varianten verwendet werden.
Wie die "Fühlbuchstaben" für kleinere Kinder, kann man auch diese Buchstaben an die Wand hängen, so dass das Kind immer mal mit dem Finger die Buchstaben nachfahren kann.