Gepostet am: 01.09.2013 10:31:13
Im Jahre 2006 erweiterte der Betrieb Siefert seine Stallanlage durch den Stallneubau auf 248 Tierplätze. Tatsächlich befinden sich mittlerweile nach Auskunft des ALLR (Amt für Landwirtschaft und ländlichen Raum) 595 Stück Rindvieh in den Stallanlagen. Die durch diesen Tierbestand erfolgte die Erhöhung der Lagerkapaziäten von Futter und Gülle, hat starke Auswirkungen von Lärm, Gestank und CO2-Ausstoß nicht nur für die unmittelbar betroffenen Anwohner, sondern auf alle Einwohner von Vielbrunn. Es muß jeden Tag mehrere Stunden gefüttert, die Ställe gereinigt, Mist und Silage entsorgt werden. Mittlerweile ist auf dem Hof eine Gülle-Lagerkapazität von ca. 12.000 m³ vorhanden, was wir alle am Gestank merken. Wegen den schon jahrelangen erheblichen Lärm- und Staubbelästigungen des Futterwagens durch Mahlen des Getreides und des Strohs, Dreck- und Gestankbelästigungen (Ammoniak ist ein Schadgas), nächtliche Ruhestörungen durch Lärm- und Lichtimmissionen durch Güllezapfen, An- und Abfahren der Ausbringungsfahrzeuge, regelmäßiges Ausbringen der Gülle am Wochenende, Dreck durch Aufwirbelung z.B der ausgelaufenen und getrockneten Gülle oder Festmist oder Reste vom Inhalt des Futterwagens.
Die dem Bürger zustehende Sonn- und Feiertagsruhe wurde noch nie eingehalten.
Bedingt durch die nicht eingehaltenen Mindestabstände des zu hohen Viehbestandes der alten sowie der neuen Stallanlage zur Wohnbebauung entstehen die vorher genannten erheblichen Belästigungen. Die in der GIRL (Geruchsimmissionsrichtlinie) festgelegte Geruchsstundenhäufigkeit wird um das 10-fache überschritten. Wir sind nicht mehr bereit, diese erheblichen Belästigungen widerspruchslos hinzunehmen. Wir beauftragen mit unserer Unterschrift die Stadt Michelstadt sowie den Odenwaldkreis, der lt. Regierungspräsidium Darmstadt die Aufsichtspflicht zu führen hat, alle Verantwortlichen, Maßnahmen zu ergreifen, die genannten Belästigungen zu unterlassen, damit unsere Wohnqualität wieder hergestellt wird. Wir möchten, daß weiterhin in unserem Ort Fremdenverkehr stattfindet und auf der Vielbrunner Homepage nach wie vor „Höhenluftkurort Vielbrunn“ zu lesen ist.