Gepostet am: 01.09.2013 10:33:18
Typ B ist bevrugt vorkommend in pflanzlichem Material z.B. in fehlgegorener Silage. Gelangen Tierkadaver in Heu oder Silage, werden Futtermittel mit Botulismustoxinen kontaminiert.
Clostridium botulinum bzw. seine Sporen sind in der Umwelt weit verbreitet und äußerst widerstandsfähig gegen Hitze, Frost und Austrocknung.
Krankheitssymtome: Blockade der Signalübertragung zwischen Nerven und Muskeln, zuerst sind meistens die Augenmuskeln betroffen (Doppel- oder Verschwommensehen), Lippen-, Gaumen- und Kehlkopfmuskeln (Mundtrockenheit, Sprech- und Schluckstörungen), kein Fieber, in schweren Fällen Lähmungen vom Kopf absteigend auf die Muskulatur der inneren Organe, Bauchkrämpfe, Lähmungen der Herz- und Kreislaufmuskulatur (dadurch Erstickunsgefahr u. Herzstillstand).
Vorbeugung: Wirtschaftsdünger u. Silagen dürfen keine Tierkadaver enthalten, Wiesenflächen müssen von innen nach außen gemäht werden damit Tiere flüchten können. Ratten und Mäuse müssen fachgerecht bekämpft werden.
ist eine von Tieren auf Menschen übertragbare Krankheit, die meist grippeähnlich verläuft. Der Erreger kann als sogen. Dauerform (Sporen) in Staub, Heu oder in Schafswolle jahrelang überleben und infektiös bleiben. Die Infektion erfolgt über kontaminierte Partikel in der Atemluft. Das Bakterium ist äußerst ansteckend und extrem überlebensfähig. Ein einzelnes Bakterium kann bereits eine Infektion verursachen. Darüberhinaus ist eine Infektion durch kontaminierte Produkte wie Schafs- oder Ziegenwolle, Milch oder Fleisch möglich.
In den Niederlanden entstand 2007, weltweit bis zu diesem Zeitraum bekannt, eine Q- Fieberepidemie. Nach diesem Zeitraum ist dieses Bakterium in der Umwelt enorm angestiegen.
2007 bis 2011 erkrankten in NL ca. 4.000 Menschen, 2 % davon mit chronischen Folgen. Es war weltweit die größte Epedemie bis zu diesem Zeitpunkt. Insbesondere sind Schwangere mit Missgeburten oder Fehlbildungen betroffen.
Im April 2012 hat der niederländische Staat 10.000.000 € für die Erkrankten zur Verfügung gestellt. Am 10.Febr. 2014 ist in den niederländischen Medien zu lesen, daß die Epidemie wohl vorbei ist, die Folgen davon aber noch lange nicht, deshalb wurde bei 2.200 Patienten erneut ein Bluttest vorgenommen, um diese Krankheit besser erforschen zu können.
Der Erregernachweis im Blut gelingt in der Regel nicht. Bei Verdacht müssen Herz, Leber und Gehirnwasser untersucht werden. Der Erreger wird in Europa durch Auslösung einer Leber- oder Lungenentzündung auffällig. Der Erreger wurde bei Untersuchungen noch bis zu 2 km Entfernung vom Infektionsherd festgestellt.
Mycobacterium avinum Paratuberkulose
Renomierte Forscher aus England und Israel erkären die Krankheitsentstehung von Morbus Crohn durch diesen Erreger. Kontaminierte Weiden bleiben bis zu einem Jahr infektiös. In Gülle können sie zwischen drei und neun Monaten überleben. Die Inkubationszeit beträgt zwischen 6 Monate und bis zu 15 Jahren. Nur ein kleiner Teil der infizierte Tiere zeigt sichtbare Krankheitssymptome. Rabenvögel, Füchse, Dachse, Wiesel, Ratten, Mäuse und Hasen können diesen Erreger beherbergen und verbreiten.
Die Ernährungsexpertin des Hess.Rundfunks hat Mitte März 2013 im „Ratgeber“ u.a. darüber berichtet, daß Honig aus Regionen mit intensiver Tierhaltung mit Keimen aus der Landwirtschaft belastet sein kann.
Die Universität Hohenheim hat ihren Abschlussbericht 2012 im Internet veröffentlicht. Der Bericht wurde unter Leitung von Prof. Dr. M. Hölzle, Dr. R. Haumacher, Dipl.-Agrarbiologe S. Schnaufer, Dr. W. Philipp und unter Mitarbeit von Dr. M. Pietsch erarbeitet.
Download erhältlich bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Folgende Krankheitserreger wurden in Gülle, Festmist, Klärschlamm und Biogasgülle gefunden:
Salmonellen: Durchfallerkrankung,
Shigilla: starker Durchfall mit Fieber,
Escherichia coli: Symptome einer Lebensmittelvergoftung, Infektion der Gallenblase od. Harnwege,
Pseudomonas aeruginosa: Harnwegsinfekte, Meningitis, Otitis externa, Entzündung des Dickdarms, Durchfall,
Yersinia enterocolitica: Magen-Darm-Entzündung, Fieber, Erbrechen, heftiger Durchfall,
Clostridium perfringens A/B/C/D: Gasbrand, Infektion des Zentralen Nervensystems, Meningitis (Hirnhautenzündung),
Clostridium botulinum A/B/E/F: Toxine(Gift) für Menschen,
Bacillus anthracis: Lungen- od. Hautmilzbrand (biologische Waffe im internationalen Terrorismus),
Listeria moncytogenes: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Grippesymptome, überleben 4 Jahre auf dem Acker,
Vibrio cholerae (meldepflichtig): sehr starker Durchfall,
Leptospira (meldepflichtig): Grippeähnlich, Fieber, Schüttelfrost, Kopf- u. Gliederschmerzen, Bindehautentzübdung, Waden- od. Schienbeinschmerzen, Meningitis im weiteren Krankheitsverlauf, Leber- und Nierenentzündung,
Camptylobacter: entzündliche Duchfallerkrankung,
Staphylococcus aureus (antibiotikaresistent): Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Speichelfluss, Furunkel, eitirge Abszesse,
koaguase-negative Stphylolokken (Oberbegriff für Staphylococcus): befallen Herzschrittmacher, Herzklappen und künstliche Gelenke, diese Fremdkörperinfektion ist antibiotisch kaum zu behandeln,
Streptococcus: einige gehören der normalen Bakteriengesellschaft an, andere können schwere Krankheiten verursachen, sie greifen rote Blutkörperchen an, Herzinnenhautentzündung, Hals-Nasen-Ohren-Erkrankungen, Karies,
Legionellen (meldepflichtig): schwere Grippesymptome, Lungenentzündung, Durchfall, Verwirrtheit,
Klebsiella (antibiotikaresistent): schweres Krankheitsgefühl, Fieber, Atemnot,
Enterobacter: Harnwegsentzündung, Hirnhaut- u. Atemwegsentzündung,
Serratia: Harnwegsinfektion, Wundinfektion,
Citrobacter: Säuglingsmeningitis, Harnwegsinfektion,
Proteus: Durchfall, Nierenbecken-, Blasen-, Prostataentzündung,
Providencia (antibiotikaresistent): Durchfall, Harnwegs- u. Wundinfektion,
Heliobacter pylori: Magenschleimhautentzündung bis hin zum Magenkrebs,
Plesiomonas shigelloides: ruhraritger Durchfall, schnelles Wachstum der Bakterien bei 37 bis 42°,
Chromobacterium violaceum: variable Infektion einer Durchfallvergiftung,
Oligella urethralis: Harnwegsinfektion,
Enterovirus: Kinderlähmung, Hirnhautentzündung, Schädigung von Ungeborenen über die Placenta,
Adenovirus: Atemwegserkrankungen, Magen- u. Darmerkrankungen, Harnblasenentzündungen, bei immungeschwächten Menschen bestehen ernsthafte Komplikationen, Entzündungen im Hals-Rachenbereich,
Resovirus: chronische Atemstörung, Hepatitis, Magen-Darmentzündung,
Rotavirus (meldepflichtig): schwere Durchfallerkrankung, 10 Viruspartikel ausreichend für eine Infektion
Astrovirus: Durchfallerkrankung
Norwalk-u.Norovirus (meldepflichtig): Brechdurchfall,
Coronavirus: neuariges Virus, ist genetisch hochvariabel, von leichten Erkältungskrankeiten bis zum Atemwegssyndrom, dieser Virus wird assozziert mit der SARS-Pandemie 2002/2003 und wurde erstmals in 2002 in Gülle entdeckt,
Parvovirus: (Ringröteln) kann bei immungeschwächten Menschen zum Tode führen, lebenslang nach Infektion immun, Ungeborene können schwer geschädigt werden,
Ascaris suum: Fadenwurm aus der Gattung der Spulwürmer,
Hymenolepis nana: Zwergbandwurm,
Schistosoma spp.: parasitisch lebender Saugwurm.
Taenien-Eier (Bandwurm): überleben 30 Tage in Jauche,
Oozythen von Eimeria: ungeschlechtliche Vermehrung einer Wirtszelle, die sich meist im Magen-Darm-Kanal, des Blutes oder der Leber vollzieht,
Eier von Fasciola hepatica: weltweit vorkommender Parasit (Saugwurm bis 3 cm lang),
Enterokokken und Enterobakterien werden als Enterobacteriaceae bezeichnet, sie verfügen über Endotoxine, d.h. bei Auflösung der Bakterien wird das Toxin (Gift) freigesetzt, es gelangt in den Blutkreislauf wo es zu Fieber, Abfall des Blutdrucks, Gerinnungsproblemen bis hin zum Schock führen kann. Sie sind die Ursache von Durchfällen, Entzündungen des Darms (Dünn- u. Grimmdarms), sie lösen mit mehr als 50 % Harnwegsinfektionen aus, weiter Lungenentzündung, Bronchitis, Wundinfektionen, Gallengangentzündung, Hirnhautentzündung, Blutvergiftung,
Brucellen: schubweise Fieberanfälle, Schüttelfrost, die Erkrankung wird auch das Bang'sche Fieber, Maltafieber od. Mobus bang genannt,
Mykobakterien: Tuberkolose, Lungenkrankheiten,
Treponemen: Zehenhautentzündungen beim Rind, Syphilis,
Rotlaufbakterien: können von Fliegen, Mäusen, stechenden Insekten übertragen werden, beim Menschen tritt sie meistens an Fingern oder Handrücken auf, dabei entsteht eine rot bis blaurote Schwellung,
Pasteurellen: obere Luftwegsinfektion, Magen- u. Darminfektion,
Rhodoccux equi: Atemwegserkrankungen, bei immungeschwächten Menschen kann es zur Lungenentzündung kommen,
Nicht vergessen werden dürfen Krankheiten die neurotoxisch wirken und erheblich gesundheitliche Auswirkungen haben, ausgelöst durch Ammoniak, Kohlendioxid, Stickstoffmonoxid sowie durch Pestizide.
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