Gepostet am: 01.09.2013 10:39:53
Textauszug als PDF: Landwirtschaftliche Sozialversicherung, Juli 2012 - Mit sauberen Händen eine weiße Weste behalten.pdf
Auf Nachfrage bei der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft, wurde von der Abteilung Prävention u.a. folgendes mitgeteilt:
vielen Dank für Ihre Anfrage.
So wie Sie die Situation schildern, können Sie sich gegen die aufgezählten Gerüche und Gase prinzipiell mit einer Atemschutzmaske mit geeignetem Aktivkohlefilter schützen. Gegen die Stäube genügt auch eine Staubschutzmaske (FFP2-Maske). Weiterhin sollten Sie, ggf. wie im Artikel der LSV-Kompakt beschrieben, Ihre staubbelastete Arbeitskleidung nicht mit in den Wohnbereich nehmen und ggf. nach der Arbeit die Haare waschen um den Staub nicht mit in den Schlafbereich gelangen zu lassen. Eine weitere Maßnahme ist, die Arbeit auf dem besagten Grundstück zu Zeiten auszuführen, an denen die Belastung durch Gase und Staub nicht vorliegt.
Staub macht krank - der richtige Schutz ist wichtig
Mit an der Spitze in der Statistik der Berufskrankheiten in der Land- und Forstwirtschaft stehen Asthma und andere chronische Atemwegserkrankungen. Erkrankungen der Atemwege sind bei Landwirten, insbesondere bei Tätigkeiten in der Tierhaltung, sehr häufig anzutreffen. Ursächlich hierfür ist meist der Kontakt mit Staub, der allergieauslösende Substanzen enthält wie Bakterien, Schimmelpilze oder andere organische Substanzen in Futtermittel- und Tierstäuben (z.B. Rinderhaare, Borsten, Hautschuppen, Federn, Horn, Kot, Speichel von Tieren).
Je länger und intensiver die Belastung durch Staub, desto größer ist das Risiko einer chronischen Atemwegserkrankung. Ganz wichtig ist deswegen, den Kontakt mit diesen Stäuben zu vermeiden oder die Belastung zu minimieren. Die SVLFG empfiehlt hierzu eine Reihe von Schutzmaßnahmen: angefangen von technisch-baulichen Maßnahmen wie dem Einbau geeigneter Lüftungssysteme in Ställen, über organisatorische Maßnahmen wie dem Verwenden von staubarmen oder flüssigen Futtermitteln bis hin zum Tragen von Atemschutzmasken und geeigneter Schutzkleidung.Da sich chronische Atemwegserkrankungen schleichend entwickeln und erste Symptome von Atemwegsbeschwerden, wie Husten, Auswurf, Kurzatmigkeit und Atemnot nur wenig beachtet werden, informiert die SVLFG ihre Versicherten regelmäßig zu Ursachen und Frühsymptomen von Atemwegserkrankungen. Denn auch hier gilt: Je früher die Krankheit erkannt wird, desto günstiger die Prognose für den weiteren Verlauf.
Quelle:svlfg