Wikipedia berichtet zu Arizona u.a.:
Álvar Núñez Cabeza de Vaca bereiste als erster Europäer den heutigen Südwesten der Vereinigten Staaten um 1535. Aufgrund seiner Beschreibungen der Städte der Pueblo-Indianer sandte der Vizekönig von Mexiko, Antonio de Mendoza, im Jahre 1539 den spanischen Franziskaner Marcos de Niza in diese Region. Aufgrund der verfälschten Berichte von Álvar Núñez Cabeza de Vaca und Marcos de Niza entstand die Legende der Sieben Goldenen Städte von Cibola. Francisco Vásquez de Coronado, ein spanischer Conquistador, suchte diese Städte 1540–1542, fand und beschrieb die Pueblo-Kultur. Die eigentliche Kolonialisierung begann im Laufe der nächsten 200 Jahre durch katholisch-spanische Missionare. Sie begannen, die Indianer zum katholischen Glauben zu bekehren. Ab 1750 gründeten die Spanier die ersten befestigten Städte (1752 Tubac, 1775 Tucson). Arizona gehörte schließlich nach dem Erlangen der mexikanischen Unabhängigkeit im Jahr 1821 vollständig zu Mexiko.
1848 musste Mexiko nach seiner Niederlage im Mexikanisch-Amerikanischen Krieg durch den Vertrag von Guadalupe Hidalgo alle Gebiete nördlich des Gila River gegen eine Zahlung von 15 Mio. Dollar an die USA abtreten. Dieses Gebiet erstreckte sich über die heutigen Bundesstaaten Arizona, New Mexico, Kalifornien, Nevada, Utah, den westlichen Teil Colorados und den südwestlichen Teil Wyomings. 1850 wurde das New-Mexico-Territorium aus dem heutigen Arizona, dem westlichen Teil New Mexicos und dem Süden Nevadas gebildet. 1853 wurde mit dem Gadsden-Kauf von Mexiko für 10 Mio. US-Dollar ein weiteres Gebiet von 77.700 km² südlich des Gila River erworben. Es wurde dem New-Mexico-Territorium angeschlossen und liegt heute nach dessen Aufteilung in die Territorien Arizona und New Mexico am 24. Februar 1863 großteils in Arizona.
Am 28. Februar 1859 wurde im Arizona-Territorium das erste Indianerreservat, die Gila River Indian Reservation, für die Pima- und Maricopa-Indianer gegründet. Am 1. Juni 1868 wurde durch einen Vertrag der Vereinigten Staaten mit den Navajo (Diné) die größte Reservation der Vereinigten Staaten, die Navajo Nation Reservation, begründet, die in der damaligen Abgrenzung nur zur Hälfte in Arizona lag, heute aber den gesamten Nordosten des Bundesstaates einnimmt.
Nach dem Mexikanisch-Amerikanischen Krieg 1848 wurde im Vertrag von Guadalupe Hidalgo ein Gebiet, das etwa die heutigen Bundesstaaten New Mexico und Arizona umfasste, als New-Mexico-Territorium, von Mexiko an die Vereinigten Staaten abgetreten.
Um 1860 gab es erstmals konkrete Überlegungen, das New-Mexico-Territorium zu teilen und ein Arizona-Territorium abzuspalten. Allerdings gingen diese Vorschläge eher von einer Teilung in ein nördliches und ein südliches Territorium aus, statt in eine westliche und eine östliche Hälfte, wie es den späteren Bundesstaaten entsprach. Kurz vor dem Amerikanischen Bürgerkrieg 1861 teilte sich das Gebiet in einen nördlichen Teil, der zu den Nordstaaten gehörte, und einen südlichen Teil, der sich den Konföderierten Staaten von Amerika anschloss. (s. a. Sezession: Arizona-Territorium (Konföderierte Staaten))
Das Arizona-Territorium war ein vom US-Kongress verwaltetes Gebiet in den Vereinigten Staaten, das vom 24. Februar 1863 an bestand. 1863 erklärte Abraham Lincoln dieses Gebiet für selbständig. Als Hauptstadt wurde Prescott gewählt. Nach dem Ende des Bürgerkriegs erfolgte dann die Teilung in eine westliche Hälfte (Arizona-Territorium) und eine östliche (New-Mexiko-Territorium). Das Arizona-Territorium grenzte nun im Osten an New Mexico, im Norden an Utah, im Süden an den mexikanischen Staat Sonora sowie im Westen an Nevada und Kalifornien, von denen es durch den unteren Lauf des Colorado Rivers getrennt wurde. Richard Cunningham McCormick (* 23. Mai 1832 in New York City; † 2. Juni 1901 in Jamaica, Queens, New York) war ein US-amerikanischer Politiker. Er war der zweite Gouverneur des Arizona-Territoriums und vertrat dieses ebenso im US-Repräsentantenhaus wie den US-Bundesstaat New York. Unter dem Namen Arizona trat sas Territorum als 48. Bundesstaat am 14. Februar 1912 der Union bei und erweiterte damit als letzter Staat das Kernland der 48 territorial zusammenhängenden Staaten der Union (sogenannte Lower 48).
Seit Anfang des 20. Jahrhunderts vertraten Historiker überwiegend die These, der Name Arizona stamme von der Bezeichnung alĭ ṣonak („kleine Quelle“) der O’odham-Sprache. Er bezeichnete ursprünglich ausschließlich eine Gegend um Planchas de Plata in der Nähe von Nogales (Sonora) in der heutigen Grenzregion zwischen Mexiko und den USA. Die Tohono O’Odham bezeichnen die Region noch heute mit diesem Namen, der ausgesprochen wie 'Arissona' klingt.
Im gesamten Süden grenzt Arizona an Mexiko. Ansonsten ist die Grenze innerstaatlich. Im Südwesten grenzt es an Kalifornien, nordwestlich an Nevada. Im Norden läuft die Grenze mit Utah auf den Four Corners’ Point zu, das einzige Vierländereck in den Vereinigten Staaten und eines der wenigen weltweit. Dort trifft Arizona im äußersten Nordosten an Colorado und teilt sich die Ostgrenze vollständig mit New Mexico.
Arizona ist zwei Naturräumen zugehörig. Der Nordosten des Staates liegt auf dem Colorado-Plateau, alle weiteren Teile Arizonas gehören zur Basin-and-Range-Region. Die Grenze bildet der Gebirgszug Mogollon Rim.
Der Colorado River und der von ihm gebildete Grand Canyon trennt im Nordwesten den Arizona Strip vom Rest des Bundesstaates. Er bildet auch fast die gesamte Westgrenze Arizonas zu Nevada und Kalifornien. Weitere bedeutende Flüsse in Arizona sind der Little Colorado River im Nordosten des Staates und der Gila River und seine Nebenflüsse in Zentral- und Südarizona.
In Arizona herrscht ein trockenes Wüsten- und Halbwüstenklima, im Norden eher Steppenklima. Das führt dazu, dass es je nach Höhenlage relativ milde Winter und heiße Sommer gibt. Wegen der Nähe zu den Rocky Mountains gibt es meist große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht. Die durchschnittlichen Niederschlagsmengen liegen etwa zwischen 100 und 500 mm pro Jahr, wobei der meiste Regen in der Zeit von Juli bis November fällt. Darüber hinaus gehört die Stadt Yuma mit rund 4000 Sonnenstunden jährlich zu den sonnigsten Orten der Welt.