Wussten Sie schon, dass sich rund um AZ Arizona die größte deutschsprachige und wohl auch die größte zusammenhängende WildWest‐Landschaft in SL überhaupt entwickelt hatte?! Ein Blick auf ein historisches Kartennetz macht klar, dass hier nur durch eine vorgegebene Struktur die Datenmenge dieses riesigen Areals schrittweise erfasst und in Karten wiedergegeben werden kann. Eine reine Luftbilddarstellung lt. SLurl hilft hier auch nicht. Und auch wenn manche Sim hinzugekommen, weggefallen oder weggezogen sind - die SLurl bietet immerhin die Möglichkeitfür das Springen, falls mal keine Nachbargrenzen als Übergang zur Verfügung stehen. Immerhin sind heute (Juni 2016) über 60 WW-Regionen aktiv - die meisten sind Englisch-sprachig.
Im Rahmen des Kartografie‐Projekts erstellt der Tucson Chronicle von AZ Arizona ausgehend ein öffentliches Kartenset auf Basis von Roleplay und Excel 2003‐Tabellen (*.xls). Im Kartennetz finden Sie die SLurl‐Links zu den einzelnen Regionen auf den Regionen‐Namen. Die Kartennummer trägt den Link zum einem jeweiligen Excel‐Register. Kurzinfos liefern hier die wichtigsten Eckdaten. So bleibt die Übersicht schlank und Kartensets können je nach Bedarf auf einzelne Dateien verteilt werden. Im Idealfall gibt es daher eine zentrale Excel‐Datei mit allgemeinen Infos als Übersicht. Hierzu kommen dann Mappen mit Kartensets. Daraus entstehen dann schematisierte Kartengrafiken für SL ingame.
Seit den ersten Schritten der Kartografie in AZ Arizona und Umgebung sind mittlerweile mehrere Jahre vergangen, welche neben neuen Sim-Kombinationen auch mit Veränderungen in Landschaft und Bebauung einher gingen. Höchste Zeit also, vorhandene Karten zu aktualisieren und neue Regionen aufzunehmen. Hierdurch wird das Kartennetz grundlegend aktualisiert. Es kommt ein neues Grid mit 256*256 Feldern pro Region zum Einsatz. Gegenüber dem früheren '60er'‐Grid ergibt sich hierdurch ein detaillierteres Bild und Koordinaten‐Umrechnungen entfallen.
Die Bearbeitung vereinfacht sich, da nunmehr eine 'natürliche Skala' analog zu den SL‐Koordinaten eingesetzt wird. Messsungen können direkt und dadurch leichter und exakter übertragen werden. Mit Excel 2003 sind maximal 255 Spalten pro Zeile darstellbar! Daher teilen wir Arbeitskarten auf. Grafisch lassen sich die Abschnitte leicht zusammensetzen.
Für SL brauchen wir letztlich ja nur 'eine Grafik'. Da sich die Luftbilder von SLurl jedoch gewaltig von den örtlichen Gegebenheiten unterscheiden ‐ das Mapping wird hier wohl auch Skyboxen und überlagernde Strukturen zeigen ‐ ist die manuell erstellte Kartengrafik sinnvoller und informativer.
Ortsbestimmungen sind einfach, da die Koordinaten nicht umgerechnet werden müssen. Durch die hohe Auflösung werden auch diagonale oder unregelmäßige Strukturen nun besser wiedergegeben. Die Regionen haben sich gewandelt, aber die Kartennetzstruktur bleibt. Das restliche Kartierungs‐Schema bleibt bestehen, sodass zuvor etablierte und in AZ Arizona schon eingesetzte Vorgehensweisen für die Vorbereitung und Erfassung der Karten beibehalten werden.
Damit das Ganze trotz diverser Bilder und vieler Einzelkarten handlich bleibt, verteilt der TC das Projekt auf verschiedene Excel‐Mappen. Diese stehen dem kartierenden Team und auf Wunsch auch den jeweiligen Ownern zur Verfügung. Sie sind die Quelle für öffentliche Karten der einzelnen Regionen. Die Excel‐Mappen bieten daneben noch weiteren Raum für eine geographische Orientierung. Sie sind daher auch für Owner und Architekten der Regionen interessant.
In dem überregionalen Kartennetz gibt es nach derzeitiger Planung fünf Sets mit jeweils bis zu 20 regionalen Karten. Die Pflege des zentralen Kartensets 'Central' erfolgt automatisch über die äußeren Sets NW, NE, SW und SE. Eine einzelne Karte ist also immer Bestandteil eines der vier Kartensets. Falls sie zentral genug liegt, ist sie auch Teil des Central‐Kartennetzes. Dieses Schema bietet Raum für zukünftige Nachbarn und Kartenseterweiterungen.
[X] 50 * Internet und SL‐Zugang
[ ] 35 * Excel 2003 oder eine kompatible Tabellenkalkulation
[ ] 20 * Kommunikation via IM und NC sowie im Rahmen des Roleplay (ggf. gründet der TC eine SL‐Gruppe).
[ ] 10 * Interesse am Projekt
[ ] 10 * Basis‐Excelkenntnisse (alle erforderlichen Kenntnisse können notfalls vermittelt werden)
[ ] 4 * E‐Mail oder Cloud Zugriff auf gemeinsames Datenmaterial.
[ ] 4 * ein einfaches Grafikprogramm für diejenigen, welche die Basisgrafik vorab anpassen wollen (Paint, IrfanView, …)
Checken Sie einfach mal Ihre Möglichkeiten und markieren Sie die für Sie zutreffenden Boxen. Addieren Sie die dann Punkte. Erreichen Sie eine ungerade Punktzahl über 100, können Sie selbst kartieren. Bei mehr als 105 Punkten sollten Sie Kontakt zum TC aufnehmen ;‐) Je nachdem, inwieweit Sie Interesse am Kartografieprojekt haben und selbst dazu beitragen wollen, können Sie als Kartenscout oder als Helfer im Rahmen von einzelnen RP‐Aktionen agieren. Der TC hilft und unterstützt die einzelnen Kartenscouts . Diese 'Scouts' erfassen geografische Strukturen und Gebäude und benennen ggf. die 'Nutzer' oder den Nutzen. So ist es hilfreich zu wissen, ob eine Immobilie gewerblich, öffentlich oder privat genutzt ist und welcher Nutzen im RP hieraus hervorgeht. Beispiele: Sheriff‐Office, Gericht, Bank, Saloon, Telegrafenstation, Laden, Mietstall, Fort, Büro, Wells Fargo Station oder Mietwohnung. Wenn Mieter mitbegrenzter Dauer bekannt sind, kann dies zusätzlich erfasst werden. Das ist eher eine interessant für den jeweiligen Owner, mal sehen.
Vielleicht zahlen Städte oder Landbesitzer auch für die Leistung der Kartensouts, womit der Berufsstand der Landvermesser, Prospektoren, Makler und Verwalter nun auch im Wilden Westen ankommen mag. Aber auch Points of Interest wie steile Berge, Pässe, Brücken, Brunnen, Minen, Flüsse, Wasserstellen, Weiden und Areale der Natives können in der Karte dargestellt werden. Ziel ist es ja primär, eine Orientierungskarte für Besucher und Bewohner zu erstellen. Sekundär hat das Kartenmaterial auch verwaltungstechnischen Nutzen. Hierzu können die Gebäudefunktionen in einer Adressübersicht durch eine Farblegende leicht unterschieden werden. In der Textbeschreibung zu den Positionen kann vermittelt werden, was oder wer (bei Mietern auch wie lange) dort zu finden ist. Freie Wohnungen oder Mieter im Excel‐Blatt zu lokalisieren ist dann leichter. (s. u. Excel‐Aspekte). Neben aktuellen Mieter‐ und Mietobjektdaten ließe sich so auch der Primverbrauch einfach planen.
Farbschema für Adresspositionen
Das 256er‐Grid:
Jede regionale Karte stellt auf 256*256 = 65.536 Feldern die jeweiligen lokalen Gegebenheiten in einer Mappe schematisch dar. Durch Übergangsbereiche, welche identisch mit den jeweiligen Nachbarkarten sind, entsteht eine Überlappung mit identischen Karteninformationen. Hierdurch kann dann auch eine zusammenhängende Großkarte über das Kartenset erstellt werden. Durch Adressierung mit dreistelligen x‐y‐Koordinaten und farbiger Darstellung von einzelnen Zellen entstehen die Karten. Durch den Druck einzelner Abschnitte können dann leicht entsprechende Grafiken generiert und als SL‐Karten aufbereitet werden.
Excel‐Aspekte
Innerhalb der Tabelle geht noch mehr: In den Excel‐Tabellen kann mit Hyperlinks eine interaktive Karte entstehen. Auf benannte Bereiche können so Verweise von der Legende auf die beschriebenen Objekte erfolgen. Ein Klick auf den Hyperlink fokussiert und markiert den zugeordneten Bereich. Auch der Sprung in Nachbarkarten oder der Aufruf eines Webbrowsers mit SLurl‐Adressen zum Teleport sind möglich. Von Mietobjekten können zudem zugelassene Prims und Belegung erfasst und ausgewertet werden.
Verknüpfungen sorgen für eine standardisierte Nummerierung und Klassifikation einzelner Karten innerhalb eines Kartensets. Mit Hyperlinks lassen sich somit diverse Elemente zur Navigation erstellen. Durch Festlegung auf die Kompatibilität mit Excel 2003 ist die Anzahl der verfügbaren Spalten in einer Mappe auf 255 begrenzt. Wir begegnen der technischen Einschränkung, indem wir einen Teil der Karte zeilenversetzt pflegen ‐ durch die Koordinatendefinition ist das kein Problem.
Tipps: Ein langer, gehaltener Klick erlaubt das Bearbeiten von Hyperlinks, ohne diese gleich auszulösen. Mit gedrückt gehaltener Strg‐Taste lassen sich mehrere Zellen markieren. Die letzte Zellenposition ist das Sprungziel des Cursors, wenn dieser Bereich benannt und später mit einem Hyperlink adressiert wird.
Roleplay‐Aspekte
Ziel des Tucson Chronicle (TC) ist es, ein Kartografieprojekt mit mehreren einigermaßen unabhängig agierenden Teilnehmern zu realisieren. Der RP‐Aspekt ist beim Kartografie‐Projekt nicht zu verleugnen. Warum soll die Kartierung anonym im Hintergrund erfolgen? Hierzu gibt es keinen Anlass. Vielmehr eröffnet das Projekt neue und zugleich nützliche Effekte. Es ist Material und Potential für diverse RP‐Aktionen vorhanden. Der TC verfügt über einen Theodolithen und eigens erstellte Messstäbe. Messlatten und Peilsstangen können weitergegeben werden. Der Theodolith ist an Oxi gebunden. Die Zusammenarbeit von Bewohnern verschiedener Regionen wird gefördert. Gleichzeitig entstehen neue Strukturen und Verbindungen und das Ergebnis ist ein win‐win‐Effekt für Teilnehmer wie auch die anderen Bewohner und Besucher, welche die fertigen Karten nutzen.
Das geht besser im Team ‐ der Tucson Chronicle sucht hierzu Kartenscouts. Das sind Einheimische aus den jeweiligen Regionen, welche bereit sind, das Kartenmaterial ihrer Region zu erfassen, zu kontrollieren oder sachdienlich zu ergänzen. Aber auch, wenn Sie kein Kartenscout werden wollen, ist eine RP‐Interaktion möglich und gewünscht. Wie werden wohl Natives auf Landvermesser reagieren? Welche Auswirkungen haben wohl die Karten auf überregionale Projekte?
Das fertige Kartenmaterial kann als jeweilige Regionkarte als Grafik einmalig upgeloadet und z. B. im Rathaus oder an geeigneter Stelle Besuchern zur Verfügung gestellt werden. Da hier die interaktive Funktion der Excel‐Karte wegfällt, können hierüber nur die grafisch sichtbaren Elemente genutzt werden! Hier können geeignete Beschriftungen und zugeordnete Notecards helfen. Der TC achtet auf entsprechende Textgröße in der Karte und lotet die Möglichkeiten aus. Anregungen und Kritik sind natürlich willkommen.
Die einzelnen Kartenscouts kümmern sich nur um 'ihre eigene' Karte. Der TC sorgt für die erforderlichen Grundlagen und Verbindungen der Karten im Set untereinander. Die Kartenscouts erhalten eine Basisgrafik (Luftbild) mit einem Hilfsgitternetz und das Blanko‐Gitternetz ihrer Region als Excel‐Datei (Excel 2003, *.xls). Hierdurch können die wichtigsten Positionen vorab erkannt und schon in der Basisgrafik eingetragen werden. Im Excel‐Blatt werden Farbfüllungen, Rahmen und Beschriftungen eingesetzt. Das wirkt hier beschrieben vielleicht komplizierter, als es ist. Der Kartenscout kann letztlich in wenigen Schritten die wesentliche Excel‐Karte generieren. Den Rest macht der TC.
Was sollte dargestellt werden? Wir wollen ja nur schematische Darstellungen. Umrissgrößen sollten durch Information der Nutzung oder des Zugangs dominiert werden. Es ist wichtiger, eine Gasse zwischen zwei Häusern darzustellen und dafür die Breite der Häuser nur idealisiert anzuzeigen.
Funktion und relative Position von Eingängen sind von größerem Interesse. Hier gilt sinngemäß 'Mut zur Lücke':
Grundschema für einen Gebäudekomplex (Eingänge nur für die Erläuterung nummeriert)
Hier handelt es sich um sechs ungefähr gleich große Gebäude, durch eine Gasse teilweise getrennt. Die Eingänge 2, 3, 4 und 7 sind durch diese Gasse erreichbar. Ein Teil der Zugänge befindet sich im 1. OG.
Wollte man die Treppen mit darstellen, wird die gesamte Karte zu unübersichtlich (siehe Schemavariante 1). Zudem gibt es vielleicht mal Treppen, mal Leitern oder Kletterseile. Das sieht sich der Besucher daher besser vor Ort an. Eine größenrealistischere Darstellung verliert hingegen die geografischen Besonderheiten der 'begehbaren Gasse'.
Die Hauptfrage ist: Wie kommt man hier zu den Eingängen 2, 3, 4 und 7? Vergleichen Sie hierzu das Grundschema mit der Schemavariante 2.
Geheime Orte, versteckte Türen oder schützenswerte Informationen, z. B. die Lage einer Goldlagerstätte sollten nicht in die Karte aufgenommen werden. Tabu‐Zonen wie heilige Stätten oder auch die Siedlungs‐ und Stammesareale der Natives könnten jedoch von Interesse sein. Diese Zonen kann man via Koordinateninfo als Rechteck beschreiben oder mit einer passenden Grenzlinie auf der Karte darstellen.
Auch wenn das System schon einen gewissem Feinschliff aufweist, sind Verbesserungsvorschläge oder Kritik erwünscht. Selbst wenn wir in einer schematisierten Karte nicht alles umsetzen können, sind Meldungen über Probleme oder Fragen und Verbesserungsvorschläge immer sinnvoll. So können wir Unklarheiten ausräumen, Erläuterungen verbessern und ggf. auch das Layout noch besser machen. Auch zum Workflow können Sie ggf. etwas beitragen. Stillschweigen wird als Zustimmung gewertet ;‐).
Kontakt:
Tucson Chronicle,
AZ Arizona, U.S. Grant Road
AWRCATS Writer od. Taimos Oximoxi