KTM 1090 Adventure R

Nachdem meine GS durch eine unerfreuliche Kollision mit einem Reh das Zeitliche gesegnet hatte, bin ich zu den Österreichern übergelaufen und werde hier chronologisch (absteigend) über die Neue berichten. Also alles über Inspektionen, An- und Umbauten oder auftretende Mängel.

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1. Defekt: ABS-Sensor

Mai 2019

Exakt einen Tag vor meinem anstehenden Italien-Urlaub blinkt morgens beim Start der Maschine die ABS-Warnleuchte. Na das passt ja super in die Tagesplanung. Ich habe natürlich gleich dei ABS-Sensoren angeschaut, aber äußerlich waren keine Schäden erkennbar. Zum Glück hatte ich die Möglichkeit gleich morgens beim KTM-Händler vorbei zu schauen. Der Fehlerspeicher bemängelte einen Defekt am hinteren ABS-Sensor. Der war natürlich nicht vorrätig, aber der Mechaniker hatte mir angeboten, einen Sensor aus einem Vorführer auszubauen und bei mir einzusetzen. Also mit einer Leihmaschine wieder zurück zur Arbeit und bis Nachmittag hoffen, dass der Fehler mit dem Sensortausch behoben ist. Passend zum Dienstschluss war die Maschine wieder voll einsatzbereit und hat bis heute klaglos funktioniert. Die Reparatur war ein Gewährleistungsschaden und der Service war 1A. Daher alles gut.

Gepäckbrücke

April 2019

Die Seriengepäckbrücke der KTM ist für eine große Gepäckrolle zu schmal und zu kurz. Vor allem, wenn der Soziasitz schon belegt ist. Von den käuflich zu erwerbenden Brücken hat mir nur eine halbwegs gefallen und die ist nur in silber zu bekommen und mir mit 140€ zu teuer. Die Befestigung war auch nicht so gelungen. Das kann man dann auch selber machen. Auf in den Baumarkt und Alublech besorgen...

Hier geht's zu den Details.

Satteltaschen, die Zweite

Januar 2019

Nachdem ich im letzten Jahr einen Halter für die linke Satteltasche gebastelt hatte (siehe unten), war diesmal die rechte Seite dran, die sich wegen des hohen Auspuffs etwas schwieriger gestaltete.

Eine detaillierte Beschreibung und Bilder

Kettenöler

Dezember 2018

Ketten fetten ist lästig und wird von mir regelmäßig vernachlässigt. Ein Kettenöler soll Abhilfe schaffen und die Lebenserwartung der Kette deutlich erhöhen.

Bilder zum Anbau und Erfahrungen gibt's hier.

Kupplungs- und Bremshebel

Oktober 2018

Das nächste kleine Upgrade für die KTM.

Die Standdardhebel sind in der Breite nicht einstellbar und ba ich nur jeweils mit zwei Fingern kupple und bremse, hätte ich gerne etwas kürzere Hebel. Nach einer kurzen Info-Runde im KTM-Forum, bin ich auf dieser Hebel gestoßen:

V-Trec Vario 3

Die Hebel sind klappbar und in Griffweite und Breite einstellbar. Die Farbe passt genau zu den KTM-PP-Deckeln und werten die KTM noch mal ein wenig auf. Ein bisschen Bling-Bling gehört auch dazu.

Oktober 2018

Die 1090 R hat "nur" ein kleines Windschild, dass zum Enduro-Fahren zwar ok ist, bei Straßen-Geschwindigkeiten aber durch laute Turbulenzen am Helm nervt. Zudem kann man nicht mit offenem Visier fahren. Also muss man da was machen...<mehr>

September 2018

Für die KTM musste eine Gepäcklösung her. Da mir die KTM-Koffer oder sonstige Alu-Koffer viel zu breit bauen, blieben noch wasserdichte Satteltaschen. Bedingung war, das sie nicht zu breit bauen, keine Gurte über die Sozia-Sitzbank haben sollten und es sollten wasserdichte Taschen sein, weil ich mir das Gefummel mit Regenhauben nicht an tuen wollte. Die Wahl fiel auf Satteltaschen von Vanucci (WP02) mit 2 x 20 Litern Volumen.

Eine Anbauanleitung gibt's hier

Die 1000er-Inspektion

September 2018

Die 1000er-Inspektion war wie nicht anders zu erwarten ohne Auffälligkeiten, mit 320€ aber auch alles andere als günstig.

Mein erstes Mini-Fazit:

Plus:

  • Das Fahrwerk der 1090 R ist erste Sahne. Das bügelt alles weg ist agil und fährt dahin wo ich es will. Für mich noch besser als das Fahrwerk meiner letzten GS. Der Test im Gelände steht noch aus. Das Enduro-Training folgt am Samstag
  • Der Motor begeistert mich immer noch was Sound, Drehfreude und Kraft angeht. Er braucht 3.000 U/Min, aber das ist kein Problem, weil der Motor bei jeder Drehzahl unangestrengt wirkt.
  • Das Cockpit ist zwar konventionell und sieht nicht sehr modern aus, ist aber sehr übersichtlich und funktional. Ich habe im Vergleich das TFT-Display der 690er Duke heute kennen gelernt und bin froh, dass ich es nicht habe. Es ist zwar komplett blendfrei und sehr gut ablesbar, aber der graphische Drehzahlmesser mit seinem Geflacker ist gar nicht mein Fall.
  • Der Sozius-Betrieb ist tadellos

Plus/Minus:

  • Die TKC-Reifen sind für Stollenreifen unglaublich laufruhig. Wenn man es nicht wüsste, würde man einen Straßenreifen vermuten. Die Trockenhaftung ist aber mit einem Straßenreifen nicht vergleichbar.
  • Die Sitzhöhe ist grenzwertig, aber ich habe die Federvorspannung hinten noch nicht eingestellt.

Minus

  • Das kurze Windschild der R erzeugt laute Verwirbelungen. Das kenne ich von der GS. Die Givi-Airflow scheidet aus ästhetischen Gründen aus. Blahwas kann es bezeugen. das sieht einfach sch*** aus. Eher gehe ich zu Fuß
  • Im direkten Vergleich mit der GS ist der Wendekreis recht groß. Da ist die GS aber auch im Vergleich mit anderen weit vorne.

Wie man merkt, ich bin vollauf begeistert.

Die Neue

August 2018

Jetzt bin ich stolzer Besitzer einer KTM 1090 Adventure R und werde hier meine Eindrücke und Erfahrungen berichten.

Wen die technischen Daten interessieren, der findet hier eine Übersicht: https://www.ktm.com/de/travel/1090-adventure-r/

Ich habe mich für die R-Version entschieden, weil sie gegenüber der "normalen" 1090 über ein voll einstellbares Fahrwerk und Speichenräder (21"/18"), sowie Offroad ABS und TC verfügt. Alles andere (Rahmen, Motor, Karosserie) ist weitgehend identisch.

Die ersten Eindrücke: Der Motor ist sensationell; ab 3.000 U/Min schiebt der voran ohne Ende und dreht locker hoch. Und der Sound? Ich liebe das leicht heisere V2-Brabbeln.

Die TKC80 sehen gut aus, sind erstaunlich komfortabel (ganz im Gegensatz zur Gesangseinlage und Vibrationen eines K60), sind aber in allen Lebenslagen vom Motor und den Bremsen überfordert. Die bleiben maximal bis zu einem Enduro-Training in drei Wochen drauf und werden dann durch Straßenreifen ersetzt. Die Kiste ist sehr handlich, aber mit 890 mm Sitzhöhe richtig hoch. Mit meinen 1,81m bin ich schon an der Untergrenze dessen, was an Körpergröße für die R erforderlich ist. Im Gelände heißt es aufpassen beim anhalten oder abstützen.

Das Umwerfen habe ich mir für die KTM für's erste verboten, das hatte ich mit der GS schon ausgiebig geübt. Mal sehen, wie lange ich mich daran halte.

Ein paar Gimmicks konnte ich nicht widerstehen: Die schnöden Plastikdeckel für Brems- und Kupplungsflüssigkeitsbehälter wurden durch schicke gefräste Aludeckel (KTM Powerparts) ersetzt. Im Vergleich zu den Wunderlich-Teilen für die GS sind die echt günstig. Warum andere Hersteller das nicht genau so machen, bleibt mir ein Rätsel. Zusätzlich habe ich mir einen SW-Motech-Navihalter andrehen lassen und eine Smartphonehülle aufgeklebt. Das passt 1A und ist sehr solide. Mist, nichts zum selber basteln damit ist das Thema Navigation auch schon erledigt. Jetzt muss ich mir als Kardan-verwöhntem GS-Fahrer noch Gedanken über die Kettenschmierung machen.