Ich Park Min-Ho wurde auf der Insel Goha-do, nahe Mokpo, geboren. Damals war es eine isolierte maritime Außenstation, weit entfernt von der geschäftigen Hafenstadt, die es heute ist. Ich war der erstgeborene Sohn meiner Familie.
Mein frühes Leben war geprägt von der rauen Schönheit des Gelben Meeres und dem harten Überlebenskampf der späten Joseon-Dynastie. In jenen ersten Jahren (1868–1871) fand ich Geborgenheit im Rhythmus der Gezeiten. Wir lebten in einer kleinen, strohgedeckten Hütte, einem Choga-jip. Meine Mutter war bei meiner Geburt erst zwanzig Jahre alt; sie war körperlich stark, aber oft erschöpft von der Doppelbelastung aus Haushalt und der mühsamen Verarbeitung des Fangs.
Meine ersten Erinnerungen sind der Geruch von getrocknetem Fisch und das endlose Geräusch der Brandung. Ich verbrachte meine Tage fast ausschließlich auf dem Rücken meiner Mutter oder bei meiner vierjährigen Schwester, während wir am Ufer Muscheln sammelten. Trotz der Armut gab es eine tiefe Wärme. Wir teilten uns eine einzige beheizte Bodenfläche, das Ondol. Dort lernte ich früh: Das Meer ist unser Versorger, aber es ist auch eine ständige Bedrohung.