Der Nebel auf der Themse riecht nach Kohle, doch wenn ich die Augen schließe, schmecke ich noch immer das Salz von Goha-do. Man nennt mich hier Mr. Park, den wohlhabenden Händler. Sie bewundern meine Seidenstoffe, aber sie ahnen nicht, dass meine Füße noch immer den Schlamm der Gezeiten spüren – jenen kalten, schwarzen Schlamm, der nicht von dieser Welt zu sein scheint. Zutiefst traurig stimmt es mich, zu erahnen, dass meine Seele in einem Gefängnis in Seoul festsitzen könnte …
Ich spüre, wie die Zeit knapp wird. Professor Smiths Einladung liegt schwer auf meinem Schreibtisch. Er spricht von „Spuk“, doch ich weiß, dass es Dinge gibt, für die das menschliche Vokabular keine Worte hat. Dinge, die in den Abgründen des Gelben Meeres warten.
(C)opyright, Hamburg Januar 2026
heute und in der Jugend
Ji-Eun und ich
Ji-Eun
Doyle und ich in London