Hormone – die leisen Dirigenten unseres Körpers
Hier findest du meine Mitschrift zum Vortrag „Hormone – verstehen, wie Regulation im Körper wirklich funktioniert“.
In diesem Vortrag geht es darum, wie fein abgestimmt unser Hormonsystem arbeitet – und was geschieht, wenn dieses sensible Zusammenspiel aus dem Gleichgewicht gerät.
Es werden Zusammenhänge zwischen Hypothalamus, Hypophyse, Schilddrüse, Nebennieren, Bauchspeicheldrüse und Geschlechtshormonen erklärt und verständlich gemacht, wie eng Hormone, Nervensystem, Stoffwechsel, Immunsystem und Psyche miteinander verbunden sind.
Ein besonderer Fokus liegt auf dem Gedanken der Regulation statt Einzelbetrachtung – denn Hormone wirken niemals allein, sondern immer im Netzwerk. Stress, Ernährung, Darmgesundheit, Umweltfaktoren und emotionale Belastungen spielen dabei eine wesentliche Rolle.
Der Vortrag wurde von Alessandro Rochira gehalten, der dabei seine Erfahrung und sein Wissen praxisnah weitergibt. Der Text ist als Mitschrift entstanden und folgt bewusst dem gesprochenen Wort.
Bitte sieh mir Rechtschreibfehler oder Ungenauigkeiten nach – es handelt sich um eine Mitschrift, nicht um ein ausgearbeitetes Lehrskript.
Ich wünsche dir viel Klarheit beim Lesen und ein tieferes Verständnis für die feine Sprache deiner Hormone.
Vortrag Hormone vom 15.05.2024
Was sind Hormone eigentlich?
Wenn von Hormonen die Rede ist, denken viele zuerst an Fortpflanzung, Fruchtbarkeit oder Wechseljahre. Doch Hormone sind weit mehr als das. Sie sind grundlegende Regelelemente des Körpers. Es gibt keinen Bereich im Organismus, der nicht direkt oder indirekt hormonell beeinflusst wird.
Hormone steuern und triggern unzählige Prozesse: Sinneswahrnehmung, Stoffwechsel, Verdauung, Kreislauf, Temperaturregulation, Stressreaktionen, Fortpflanzung und vieles mehr.
Wer sich mit Gesundheit beschäftigt, kommt deshalb an Hormonen nicht vorbei.
Chemische Vielfalt: Hormonarten und ihre Struktur
Hormone sind keine einheitliche Stoffgruppe, sondern lassen sich chemisch in verschiedene Kategorien einteilen:
Fettlösliche Hormone: Beispiel: Steroidhormone wie Östrogene, Progesteron, Testosteron oder Cortisol. Sie werden aus Cholesterin gebildet, können Zellmembranen leicht durchdringen und wirken oft direkt im Zellkern auf die Genaktivität.
Wasserlösliche Hormone: Diese zirkulieren frei im Blut, brauchen keinen Transporter und docken meist an Rezeptoren auf der Zelloberfläche an.
Peptid- bzw. Eiweißhormone: Sie bestehen aus Ketten von Aminosäuren (Peptiden oder Proteinen). Beispiel: Insulin ist ein klassisches Peptidhormon.
Aminosäureabkömmlinge: Hier wird aus einzelnen Aminosäuren ein Hormon aufgebaut. Beispiel: Schilddrüsenhormone, die aus Aminosäuren plus Jod entstehen.
Schon diese Vielfalt zeigt: Das Thema ist biochemisch komplex, auch wenn es hier möglichst verständlich und alltagsnah erklärt wird.
Grundprinzip: Hormone als Teil eines fein abgestimmten Uhrwerks
Der Hormonhaushalt lässt sich gut mit einem Uhrwerk vergleichen. Viele Zahnräder greifen ineinander, jedes ist auf das andere abgestimmt. Wird an einem Zahnrad gedreht, verändert sich das gesamte System.
Hormonelle Kaskaden
Oft läuft ein hormoneller Prozess in mehreren Stufen ab:
Erstes Hormon: Eine Drüse schüttet ein Hormon aus, das in den Blutkreislauf gelangt.
Zweites Hormon: Dieses erste Hormon wirkt auf eine andere Drüse und regt dort die Produktion eines zweiten Hormons an. Es entsteht eine Kaskade.
Wirkung im Gewebe: Die Hormone gelangen ins Gewebe, lösen eine bestimmte Funktion aus (z.B. Stoffwechselaktivierung, Muskelkontraktion, Verdauungsbewegung).
Abbau und Rückmeldung: Nach erfüllter Aufgabe werden die Hormone abgebaut. Die Abbauprodukte im Blut signalisieren dem Körper: „Aufgabe erfüllt, jetzt kann wieder nachproduziert werden.“
So entsteht ein Regelkreis, der ständig misst, nachsteuert und ausgleicht.
Zentrales Prinzip: Der Körper soll seine Hormone selbst herstellen
Der Organismus ist darauf ausgelegt, seinen Hormonhaushalt selbst zu regulieren. Er misst permanent die Konzentrationen im Blut und passt die Produktion an.
Werden nun Ersatzhormone von außen zugeführt (z.B. in den Wechseljahren oder bei anderen hormonellen Beschwerden), passiert Folgendes:
Der Körper registriert: „Es sind genügend Hormone vorhanden.“
Er reduziert die eigene Produktion, weil er „gratis und franco“ beliefert wird.
Mit der Zeit entsteht eine Abhängigkeit: Die Eigenproduktion fährt herunter, die Dosis von außen muss oft gesteigert werden.
Deshalb ist es aus dieser Perspektive sinnvoll, wann immer möglich die Eigenproduktion zu unterstützen, statt dauerhaft zu ersetzen.
Beispiele aus dem Körper: Insulin, Schilddrüse, Niere, Herz, Darm
Insulin – das Türöffner-Hormon für Zucker
Insulin ist ein bekanntes Beispiel für ein Peptidhormon:
Es wird in der Bauchspeicheldrüse gebildet.
Es ist wasserlöslich und braucht keinen Transporter im Blut.
Seine Aufgabe: Die Zellen „öffnen“, damit Glukose aus dem Blut aufgenommen und in Energie umgewandelt werden kann.
Bildlich gesprochen: Es ist Zucker im Blut vorhanden, aber ohne Insulin bleibt er vor der Zelle „stehen“. Insulin klopft an, öffnet die Tür und sagt: „Hier ist Treibstoff.“
Schilddrüsenhormone – Aminosäuren plus Jod
Die Schilddrüse arbeitet etwas anders:
Sie nutzt direkt Aminosäuren und Jod, um ihre Hormone zu bilden.
Wer Schilddrüsenhormone einnimmt, nimmt im Grunde „Aminosäuren plus Jod“ in hormonell aktiver Form zu sich.
Die Schilddrüse ist der Thermostat des Körpers:
Sie reguliert die Körpertemperatur („ohne Schilddrüsenhormone wird uns kalt“).
Sie beeinflusst sowohl den Fett- als auch den Zuckerstoffwechsel, in Zusammenarbeit mit Insulin und den Fetten aus der Leber.
Niere und Nebenniere – Filtern ist hormonabhängig
Die Nieren entscheiden, was ausgeschieden und was zurückgehalten wird. Diese Filterleistung wird hormonell gesteuert:
Oberhalb der Niere sitzt die Nebenniere, eine kleine Drüse, die wichtige Hormone produziert (z.B. Aldosteron, Cortisol).
Die Hormone der Niere beeinflussen, wie stark die Niere „öffnet“ oder „schließt“, also wie viel Wasser und Salze ausgeschieden werden.
Wichtig: Viel trinken allein „spült“ die Nieren nicht automatisch. Entscheidend ist, ob die hormonelle Steuerung der Nierenfunktion stimmig ist.
Herz – ein hormonaktives Organ
Auch das Herz produziert eigene Hormone, zum Beispiel:
BNP und andere herzbezogene Hormone, die die Herzarbeit regulieren.
Diese Hormone werden ins Blut abgegeben und sind messbar.
Damit wird deutlich: „Es gibt praktisch kein Gewebe, das nicht hormonell angesteuert wird.“
Darm – Bewegung durch Nerven und Gewebshormone
Die Darmbewegung (Peristaltik) ist ein Zusammenspiel aus:
Nervensystem: Signale kommen vom Gehirn über Nervenbahnen zum Darm.
Gewebshormonen: Lokale Hormone im Darmgewebe, die die Muskulatur anregen: „Beweg dich, tu was.“
Fehlen diese Gewebshormone oder sind sie gestört, kann der Darm „stehen bleiben“:
Folge: Verstopfung.
Viele Menschen greifen dann zu Abführmitteln, ohne die hormonelle Ebene zu berücksichtigen.
Hier stellt sich die Frage: Liegt die Ursache vielleicht im Hormonhaushalt? Drei Menschen mit Verstopfung können drei völlig unterschiedliche Ursachen haben – entsprechend braucht es unterschiedliche therapeutische Ansätze.
Pflanzen und Hormone: Stimulation statt Ersatz
Pflanzen strotzen vor hormonähnlichen Stoffen. Die Pflanzenheilkunde ist in weiten Teilen eine hormonbezogene Heilkunde, auch wenn das vielen nicht bewusst ist.
Häufig ist von „Pflanzenhormonen“ oder „Flavonen“ die Rede.
In den meisten Fällen handelt es sich jedoch nicht um echte Hormone, sondern um:
Protohormone (Vorstufen),
oder Stimulanzien, die den eigenen Hormonhaushalt anregen.
Der entscheidende Unterschied:
Fremdproduktion (Ersatzhormone): Der Körper bekommt fertige Hormone von außen und fährt die Eigenproduktion herunter.
Eigenproduktion (pflanzliche Stimulanzien): Der Körper wird angeregt, selbst wieder aktiv zu werden.
Es ist langfristig sinnvoller, über Eigenproduktion zu steuern als über Fremdproduktion.
Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse: Hashimoto & Co. neu betrachtet
Deutschland gilt geologisch als jodarmes Land (mit Ausnahmen in Meeresnähe und einigen Regionen im Süden und in der Mitte). Das begünstigt Schilddrüsenprobleme.
Ein häufiges Beispiel ist Hashimoto-Thyreoiditis, eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse. Die zentrale Frage lautet hier:
Ist das Problem die Schilddrüse selbst?
Oder sind es die hormonellen Schwankungen, die das Immunsystem irritieren?
Im Vortrag wird beschrieben:
Die Schilddrüse gerät in Schwankungen: mal produziert sie zu viel, mal zu wenig.
Ein geschwächtes Immunsystem nimmt diese Schwankungen als „Fehler“ wahr.
Es kommt zu einer Fehlannahme: „Dieses Organ gehört nicht mehr zu uns.“
Die Abwehr beginnt, die Schilddrüse anzugreifen und versucht sie im Extremfall aufzulösen.
Das ist das Prinzip von Hashimoto (und ähnlich bei Basedow oder Sjögren-Syndrom mit Schilddrüsenbezug): eine Autoimmunreaktion gegen die eigene Schilddrüse.
Therapeutisch gibt es zwei grundsätzliche Wege:
Ersatzhormone geben: Man versucht, die Schwankungen zu glätten und das Immunsystem zu beruhigen, indem man von außen Hormone zuführt. Risiko: Der Prozess kann sich in die Länge ziehen, die Eigenproduktion wird weiter geschwächt.
Immunsystem neu ausrichten: Man arbeitet daran, dass die Abwehr „versteht“: „Die Schilddrüse gehört zu uns, Finger weg.“ Ziel: Die Schilddrüse soll möglichst wieder selbst produzieren dürfen, ohne permanent angegriffen zu werden.
Wird die Schilddrüse im Verlauf stark zerstört oder entfernt, ist der Körper auf Ersatzhormone angewiesen. Ohne Schilddrüsenhormone wird es buchstäblich kalt – körperlich und energetisch.
Die hormonelle Steuerung der Schilddrüse
Die Schilddrüse arbeitet nicht isoliert, sondern ist Teil einer fein abgestimmten hormonellen Achse zwischen Gehirn und Körper.
„Vom Hirn, vom Hirnstamm, kommt ganz wenig Hormon, das nennt sich T.R.H.“ Dieses TRH (Thyreotropin-Releasing-Hormon) ist der erste Impuls in der Kette.
Vom Hirnstamm gelangt TRH zur Hirnanhangsdrüse (Hypophyse). Dort löst es die Ausschüttung eines zweiten Hormons aus:
„…die wiederum ein weiteres Hormon darauf produziert, das TSH.“
TSH (Thyreoidea-stimulierendes Hormon) ist der zentrale Befehl an die Schilddrüse: „Arbeite, produziere Hormone.“
Die Schilddrüse reagiert darauf, indem sie ihre beiden Haupthormone bildet:
T3 (Trijodthyronin)
T4 (Thyroxin)
Diese gelangen ins Blut, teilweise gebunden, teilweise frei, und erreichen jedes Gewebe des Körpers. Sie sorgen für Wärme, Energie, Stoffwechselaktivität und Leistungsfähigkeit.
„Das bedeutet, dass diese Hormone in jedem Gewebe vorkommen.“
Auswirkungen von Schwankungen: Herz, Psyche, Energie
Schon kleine Schwankungen der Schilddrüsenhormone können spürbare Symptome auslösen. Beispiele:
Herzrhythmusstörungen
Panikattacken
Unruhe oder Erschöpfung
Kälteempfindlichkeit
Stoffwechselverlangsamung
Diese Symptome entstehen, weil T3 und T4 in nahezu jeder Zelle gebraucht werden, um Zucker zu verbrennen und Energie zu erzeugen.
Warum Ersatzhormone oft nur Symptome puffern
In der klassischen Medizin wird bei solchen Schwankungen häufig Thyroxin verordnet.
Das Problem: Ersatzhormone ersetzen die körpereigene Produktion, statt sie zu regulieren. Sie puffern die Schwankungen, aber sie stabilisieren die Achse nicht. Die Schilddrüse sollte eigentlich konstant produzieren – „sie sollte fähig dazu sein“.
Der Regelkreis: Produktion, Verbrauch und Rückmeldung
Schilddrüsenhormone werden im Körper „verbrannt“, also verbraucht. Dabei entstehen Abbauprodukte, die als Signal dienen.
Der Ablauf:
Verbrauch im Gewebe
Abbauprodukte gelangen zurück zum Gehirn
TRH wird ausgeschüttet
TSH steigt
Schilddrüse produziert erneut T3 und T4
Dieser Kreislauf hält den Stoffwechsel stabil – vorausgesetzt, die Schilddrüse hat alle nötigen Bausteine.
Unterfunktion durch Nährstoffmangel
Wenn der Schilddrüse die Ausgangsstoffe fehlen, kann sie nicht produzieren.
„Dann nennt sich das Unterfunktion. Sie verhungert, weil ich liefere nicht das, was sie braucht: Treibstoff, Tyrosin und Jod.“
Die Folgen:
Kältegefühl („mir ist immer kalt“)
niedriger Energieumsatz
Kreislaufprobleme
Müdigkeit
verlangsamte Verdauung
Die Schilddrüse wird „arbeitslos“, weil sie nicht produzieren kann. Der Körper hingegen braucht dringend Wärme und Energie – ein Missverhältnis entsteht.
Ernährung als Schlüssel: Tyrosin und Jod
Die Schilddrüse benötigt zwei Hauptbausteine:
Tyrosin (Aminosäure) Diese ist in vielen pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln enthalten.
„Man muss sich schon sehr einseitig ernähren, um die nicht zu erwischen.“
Jod Hier wird es kritischer. Deutschland ist ein jodarmes Land, und viele Menschen unterschätzen die Bedeutung einer gleichmäßigen Jodzufuhr.
Jod: Warum die Form entscheidend ist
Die Natur liefert Jod in organisch gebundener Form, z.B. in Algen oder Pflanzen. Dieses Jod wird langsam und kontrolliert freigesetzt.
„Wir verstoffwechseln das und wir brauchen relativ viel Aufwand… um dieses Jod von diesem Molekül zu lösen.“
Ganz anders verhält sich Jodsalz (Kaliumiodid):
Es wird extrem schnell aufgenommen.
„In 15 Minuten ist dieses Jod bereits komplett verstoffwechselt in meiner Schilddrüse.“
Das führt zu einem Problem:
Die Schilddrüse bekommt plötzlich eine große Menge Jod.
Sie produziert rasant Hormone – Überfunktion.
Der Speicher leert sich abrupt – Unterfunktion.
Das Immunsystem erlebt chaotische Schwankungen.
Diese „Achterbahn“ ist das schlechteste Signal für die Immunzellen im Blut, die selbst Schilddrüsenhormone für ihre Energie benötigen:
„…und die sagen: ‘Hey, hallo, wann kommt da Nachschub?’“
„Ein Schilddrüsenknoten ist eine Jodüberschusssituation, wo die Schilddrüse angefangen hat, das Zeug einzulagern.“
Solche Knoten können entarten – ein Risiko, das oft unterschätzt wird.
Der richtige Weg: Jod in kleinen, natürlichen Portionen
Der Körper braucht Jod – aber gleichmäßig, nicht als Stoß.
Organisch gebundenes Jod wird langsam freigesetzt und verhindert extreme Schwankungen.
Allgemeiner Grundsatz für alle Drüsen
Was für die Schilddrüse gilt, gilt für jede hormonproduzierende Drüse:
Sie braucht die richtigen Bausteine.
Sie braucht eine gleichmäßige Versorgung.
Sie reagiert empfindlich auf Über- und Unterstimulation.
Ernährung beeinflusst die Hormonproduktion direkt.
Weibliche Hormone als zentrales Gesundheitssystem
Weibliche Hormone sind weit mehr sind als reine Fruchtbarkeitshormone. Sie beeinflussen nahezu jedes Körpersystem. Im Text heißt es:
„Die Frau braucht ihre Hormone nicht einfach nur für ihre Fruchtbarkeit, sie braucht sie für verschiedene andere Funktionen.“
„Die weiblichen Hormone dienen der Frau auch als entzündungshemmende Faktoren.“
Damit wird klar: Ein stabiler weiblicher Hormonhaushalt ist ein umfassendes Gesundheitsfundament.
Aufgaben weiblicher Hormone jenseits der Fruchtbarkeit
Wenn der Gelbkörperhaushalt oder andere hormonelle Regelkreise aus dem Gleichgewicht geraten, können vielfältige Symptome entstehen.
Sehkraftverlust
Hautprobleme
Osteoporose
Ausgeleierte Blutgefäße (Krampfadern, aber auch arterielle Schäden)
Herz-Kreislauf-Schwankungen
Blutdruckprobleme
Entzündungsneigung
Diese Symptome wirken auf den ersten Blick nicht „hormonell“, sind aber direkt hormonabhängig.
Ein besonders wichtiger Punkt: Weibliche Hormone ermöglichen überhaupt erst eine Schwangerschaft, weil sie dem Immunsystem signalisieren, das Kind nicht als Fremdkörper abzuwehren.
Lebensphasen der Frau: hormonelle Etappen und ihre Bedeutung
Vorpubertät und Pubertät: das Einrichten der „chemischen Uhr“
In dieser Phase:
entwickeln sich Geschlechtsmerkmale
beschleunigt sich das Wachstum (Mädchen wachsen früher und schneller)
beginnt die hormonelle Feinabstimmung für den späteren Zyklus
Ein zentraler Satz:
„Die Pubertät dient dazu, diese chemische Uhr-Zyklus sauber einzustellen.“
Die Natur investiert enorme Ressourcen in die Eizellenanlage:
„400.000 im Schnitt hat jede Frau einfach auf den Weg mitbekommen.“
Diese große Zahl zeigt, wie wichtig die hormonelle Vorbereitung für die spätere Gesundheit ist.
Wenn in dieser Phase Störungen auftreten, kann das langfristige Folgen haben:
Immunsystem
Nervensystem
Knochenwachstum
Blutgefäße
Herz
Sehkraft
Alles hängt an einem stabilen Zyklus.
Fruchtbare Phase: 18/20 bis ca. 50 Jahre
In dieser Zeit läuft der Zyklus wie ein Uhrwerk. Die hormonelle Schwingung über 28 Tage steuert:
Eizellreifung
Gebärmutterschleimhaut
Stoffwechsel
Temperatur
Energie
Entzündungsregulation
Wenn diese Schwingung gestört ist, entstehen Krankheiten oft an ganz anderen Stellen des Körpers – nicht nur im gynäkologischen Bereich.
Es muss der gesamte Hormonhaushalt beachtet werden.
Wechseljahre: ein zehnjähriger Prozess, kein „einjähriges Ereignis“
Die landläufige Vorstellung, die Wechseljahre dauerten ein Jahr, wird im Vortrag klar widerlegt.
„Diese Schwingung der Konzentration der Hormone… schwingt immer mehr aus bis auf 0 und das braucht 10 Jahre.“
Wenn diese Ausschwingung nicht harmonisch verläuft, entstehen:
Hitzewallungen
extreme Wärmeproduktion („verglühen“)
Schlafstörungen
Stimmungsschwankungen
Kreislaufprobleme
Diese Symptome sind Hinweise darauf, dass der Hormonhaushalt Unterstützung braucht.
Ein wichtiger Satz:
„Eine Frau mit 80 braucht genauso Hormone wie eine Frau mit 20 für die Körperfunktionen.“
Gemeint ist: Der Körper benötigt weiterhin hormonelle Aktivität – nicht zur Fruchtbarkeit, sondern für Gefäße, Knochen, Haut, Herz, Immunsystem.
Bedeutung der Eierstöcke – weit über die Eizellreifung hinaus
Die Eierstöcke sind hormonelle Kraftwerke. Sie umzusetzen oder zu entfernen, hat gravierende Folgen.
„Wenn man Eierstöcke wegoperiert, dann ist es so, als würde ich hingehen und sagen: ‘Ich habe einen Ferrari gekauft, jetzt nehme ich den Motor raus und versuche mal zu fahren.’“
Die Eierstöcke:
wandeln Cholesterin in weibliche Hormone um
arbeiten eng mit der Nebenniere zusammen
stabilisieren den gesamten Stoffwechsel
Nur bei Tumoren ist eine Entfernung sinnvoll.
„Drüsen sollten eh mit sehr viel Vorsicht operiert werden.“
Der männliche Gegenpol: Testosteron als Gesundheitsfaktor
Auch Männer haben hormonelle Herausforderungen – nur anders strukturiert.
Männer werden nicht mit Samenzellen geboren, sie produzieren sie täglich.
Die Natur sorgt dafür, dass diese Fähigkeit bis ins hohe Alter erhalten bleibt.
Testosteron ist nicht nur ein Sexualhormon, sondern wichtig für:
Immunsystem
Herz-Kreislauf
Nebennierenfunktion
Stoffwechsel
Muskelkraft
Der Vortrag warnt ausdrücklich vor künstlichem Testosteron und Steroiden:
„Was habe ich am Anfang erklärt, wenn ich Hormone von außen beeinflusse… Und genau das passiert bei vielen Männern.“
Die Folgen:
Zusammenbruch der Eigenproduktion
Prostataprobleme
Herz-Kreislauf-Störungen
Nebennierenerschöpfung
Viele dieser Probleme wären vermeidbar, wenn Männer ihren natürlichen Hormonhaushalt stabilisieren würden.
Damit wird klar: Hormone sind kein Spezialthema, sondern das Fundament der Gesundheit – bei Frauen wie bei Männern.
Meeresalgen und Jod: warum sie nicht abhängig machen
Meeresalgen gehören zu den wenigen natürlichen Lebensmitteln, die organisch gebundenes Jod liefern.
„Die Algen haben eine Eigenschaft: Sie binden organisch Jod. Das bedeutet, sie können uns auf diesem langsamen Jodversorgungsweg unterstützen.“
Organisch gebundenes Jod wird langsam, gleichmäßig und bedarfsorientiert freigesetzt. Dadurch entstehen keine hormonellen Peaks wie bei Jodsalz. Deshalb können Meeresalgen nicht abhängig machen. Sie wirken wie ein Nahrungsmittel, nicht wie ein Ersatzhormon.
Der Vortrag betont außerdem, dass es viele europäische Algen gibt – Seetang, Carrageen, irische Algen – und dass man nicht auf asiatische Produkte angewiesen ist.
Testosteron: keine Ersatzorgane beim Mann
Auf die Frage, ob der männliche Körper Ersatzorgane für Testosteron besitzt, lautet die klare Antwort: Nein.
Historische Beispiele wie Eunuchen zeigen, wie drastisch der Hormonverlust wirkt:
„Die lebten nicht lange. Das Durchschnittsalter war 50 Jahre.“
Ein Mann, der einen Hoden verliert, muss besonders auf seinen Cholesterinstoffwechsel achten, weil Cholesterin die Basis für Testosteron ist.
Eisenmangel: warum er nicht automatisch ein Hormonproblem ist
Eisen gehört nicht direkt zum Hormonsystem, aber der Vortrag erklärt wichtige Grundlagen:
Eisen wird im Darm aufgenommen, wenn Enzyme, Schleimhaut und Darmflora funktionieren.
Starke oder häufige Blutungen können bei Frauen zu Eisenmangel führen.
Der Ferritinwert allein ist kein zuverlässiger Marker.
„Der Ferritinwert ist ein Richtwert, aber kein Absolutwert.“
Eine vollständige Eisenbilanz umfasst:
Hämatokrit
Hämoglobin
Erythrozyten
Ferritin
Transferrin / Sättigung
Erst wenn alle Werte zusammen weniger als ca. 4–5 g Gesamteisen ergeben, liegt ein echter Mangel vor.
Wichtig ist auch der Hinweis:
„Stopft euch nicht mit künstlichem Eisen voll… sonst könnt ihr einen Haufen Ärger in der Leber auslösen.“
Zu viel Eisen kann zu Hämochromatose führen – einer gefährlichen Eisenspeicherkrankheit.
Entfernung der Eierstöcke: warum Ersatzhormone dann unvermeidlich sind
Wenn einer Frau mit 36 Jahren die Ovarien entfernt werden, entsteht ein massiver hormoneller Ausfall.
„Da kommt man um Ersatzhormone dann nicht mehr drum herum, weil man hat ein zentrales Organ der Hormonhaushaltsversorgung entfernt.“
Andere Gewebe wie:
Darmschleimhaut
Nebennieren
Fettzellen
können zwar geringe Mengen weiblicher Hormone bilden, aber niemals die Funktion der Eierstöcke ersetzen. Deshalb ist eine Frau nach Ovarektomie auf Ersatzhormone angewiesen – mit allen Konsequenzen, die später noch erläutert werden.
Natürliche Jodversorgung: warum Jodsalz nicht geeignet ist
Stattdessen:
Fisch
Meeresalgen
Meerespflanzen wie Queller / Meeresspargel
Meeresluft
Ein Beispiel:
„Wenn ihr mehr als 14 Tage an einem jodhaltigen Meer seid… dann füllen sich die Speicher im Körper.“
Für Menschen mit Schilddrüsenproblemen gilt:
Nicht in jodarmer Bergluft Urlaub machen
Ja zu Meeresluft, weil sie die Speicher langsam und gleichmäßig auffüllt
Pflanzen in der Postmenopause: warum Vorsicht nötig ist
In der Postmenopause ist der Hormonspiegel bereits stark abgesunken. Der Körper hat sich auf ein niedriges Niveau eingestellt.
„Der Körper sagt: jetzt ist Schluss, ich stell mich auf dieses Niveau ein und ich will gar nichts mehr hören.“
Wenn man in dieser Phase pflanzliche Hormone (Phytoöstrogene, Phytosterole) einnimmt, kann Folgendes passieren:
Der Körper registriert: „Es kommt etwas von außen.“
Er reduziert die Eigenproduktion weiter.
Das Defizit verschlimmert sich.
Deshalb ist das Ziel nicht zu puffern, sondern anzuregen:
Pflanzen, die die Eigenproduktion stimulieren
Keine Dauertherapie
Nach Anregung wieder absetzen
„Es gibt bei einem gesunden Menschen, der alle seine Organe hat, keine ewige Dauertherapie.“
Beispiele für pflanzliche Stimulanzien
Konkrete Pflanzen, die den weiblichen Hormonhaushalt anregen, nicht ersetzen:
Frauenmanteltee während der fruchtbaren Phase
Weinraute in den Wechseljahren
Raute-Fenchel-Tinktur zur Linderung von Hitzewallungen
Viele Frauen berichten, dass nach einigen Monaten:
Hitzewallungen verschwinden
Wohlbefinden steigt
Der Hormonhaushalt wieder selbstständig läuft
Danach wird die Pflanze abgesetzt und der Körper arbeitet eigenständig weiter.
Bioidentische Hormone: klare Kritik
Der Vortrag äußert sich sehr deutlich:
„Bioidentische Hormone ist wohl der größte Witz, den es gibt.“
Die Kritik richtet sich gegen die Vorstellung, man könne den Körper mit künstlich hergestellten, „naturidentischen“ Hormonen versorgen, ohne die Risiken klassischer Ersatzhormone zu haben. Der Vortrag ordnet sie klar als Teil der Pharmaindustrie ein – nicht als natürliche Lösung.
Cortisol und Kortison: warum das eine körpereigen ist und das andere nicht
Cortisol ist ein körpereigenes Steroidhormon, gebildet in der Nebenniere. Es gehört biochemisch zur gleichen Familie wie die weiblichen und männlichen Geschlechtshormone.
Kortison dagegen ist ein synthetisches Medikament, das dem Cortisol ähnelt, aber nicht identisch ist.
Der entscheidende Unterschied: Cortisol besitzt eine Art biochemische Postleitzahl, die dem Körper zeigt, wo es wirken soll.
Kortison hat diese Zielgenauigkeit nicht. Es wirkt breit, unspezifisch und kann dadurch erhebliche Nebenwirkungen verursachen. Deshalb existieren viele verschiedene Kortisonverbindungen – die Pharma versucht, die fehlende Präzision künstlich auszugleichen.
Warum „bioidentische Hormone“ trotzdem synthetisch bleiben
Der Vortrag macht deutlich, dass der Begriff „bioidentisch“ irreführend ist:
„Biodentische Hormone… es ist Schwindel. Ich kann Hormone künstlich herstellen und sie biodentisch nennen, aber es ist immer noch Synthetik.“
Auch bioidentische Hormone greifen in das Messen-und-Regeln-Prinzip ein. Sie ersetzen, statt anzuregen – und stören damit die Eigenproduktion.
Sehkraft unterstützen: Ernährung als Regenerationshilfe
Die Frage, ob man Sehkraftverlust mit pflanzlichen Mitteln entgegenwirken kann, wird klar bejaht.
Wichtige Bausteine:
Omega‑3- und Omega‑6-Fettsäuren, z.B. aus Hanfsamen
„Die liefern… im Auge genau die Wirkstoffe, um sich zu regenerieren.“
Ungesättigte Öle wie Oliven-, Distel- oder Leinöl – roh verwendet
Vitamin A, das nur in Fett löslich ist
„Wenn ich eine Möhre esse, bringt mir das gar nichts, wenn ich nicht vorher in irgendein Fett eingetaucht habe.“
Das Auge ist ein regenerationsfähiges Organ. Mit der richtigen Versorgung kann Sehkraft wieder verbessert werden.
Ersatzhormone nach Entfernung der Eierstöcke: unvermeidbar, aber individuell
Wenn die Eierstöcke aufgrund eines Tumors entfernt wurden, entsteht eine irreversible Situation:
„Da muss man auch mit Ersatzhormonen lernen umzugehen, da haben wir keine andere Wahl.“
Wichtig ist:
Der Körper muss gemessen werden: Welche Hormone fehlen tatsächlich?
Die Therapie muss maßgeschneidert sein, keine Standarddosierung.
Der Bedarf muss regelmäßig überprüft werden.
Die Natur hat klare Regeln: Fehlt ein zentrales Organ, muss der Ausfall ersetzt werden – aber präzise, nicht pauschal.
Warum TSH allein keine Grundlage für eine Schilddrüsendosierung ist
Eine echte Hormonbilanz umfasst:
TSH
T3
T4
Antikörper
Jodstatus
Leber- und Darmfunktion
Nebennierenhormone
Erst wenn das gesamte System betrachtet wird, kann korrekt dosiert werden.
„Hormonbilanz bedeutet, ich schaue mir alles an.“
Kurkuma bei Arthrose: nur wirksam mit Piperin und Fett
Kurkuma wirkt entzündungshemmend – aber nur, wenn es richtig angewendet wird.
„Curcumin ohne Piperin funktioniert nicht, kommt nicht in den Körper.“
Piperin ist der Wirkstoff aus schwarzem Pfeffer. Zusätzlich ist Curcumin fettlöslich, daher braucht es Öl. Die indische Küche macht es vor:
Gewürze werden in Öl angeröstet
Pfeffer wird kombiniert
Die Temperatur bleibt moderat
Erst dann entfaltet Kurkuma seine Wirkung.
Hashimoto: ein behandelbarer Zustand
Hashimoto ist ausheilbar:
Wichtig ist:
Antikörper (TPO) messen
Schilddrüsenhormone messen
Immunsystem regulieren
Ernährung und Jodversorgung stabilisieren
Wenn Antikörper sinken und die Schilddrüse wieder akzeptiert wird, normalisiert sich die Funktion.
Sehkraftverlust in den Wechseljahren: systemisch denken
Bei starker Sehverschlechterung:
Augenarzt: Makula, Linse, Hornhaut, Augendruck prüfen
Blutbild: Hormonhaushalt, Entzündungswerte
Ernährung: Omega‑3, Vitamin A, ungesättigte Fette
Hormonbalance stabilisieren
„Verlust der Sehkraft bedeutet nicht einfach: ‘Ich habe sie verloren’. Man kann Sehkraft wieder gewinnen.“
PSA-Wert: warum er kein Prostata-Marker ist
„PSA ist ein Antigen, das die Abwehr produziert und nicht die Prostata.“
Der PSA-Wert ist:
billig zu messen
unspezifisch
leicht fehlinterpretierbar
Für eine echte Beurteilung braucht es:
Ultraschall
Volumenmessung
Form und Wachstumsmuster
Hormonstatus des Mannes
Viele Prostataprobleme entstehen durch hormonelle Fehlsteuerung – nicht durch Tumoren.
Warum manche Männer nie Prostataprobleme entwickeln
Der Vortrag nennt ein eindrucksvolles Beispiel:
„Ich habe Männer gehabt, die haben mit 80 noch eine Prostata von einem 20‑Jährigen gehabt.“
Der Grund:
„Ihr Hormonhaushalt hat funktioniert.“
Ein stabiler männlicher Hormonhaushalt schützt die Prostata – und viele Probleme wären vermeidbar, wenn Männer frühzeitig darauf achten würden.
Endometriose: Fehlsteuerung von Hormonen und Immunsystem
Endometriose entsteht, wenn sich Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter ansiedelt – manchmal sogar in der Lunge.
„Endometriose ist eine hormonelle Problematik, die eine sogenannte negative Autoimmunität auslöst.“
Negative Autoimmunität bedeutet: Das Immunsystem toleriert Gewebe, das es eigentlich sofort stoppen müsste.
„Das Immunsystem toleriert eine Gewebsbildung, die sie gar nicht tolerieren dürfte.“
Wenn der Hormonhaushalt der Frau durcheinandergerät, verliert die Abwehr ihre klare Orientierung. Sie blockiert die Fehlbildung nicht mehr – und Endometrioseherde können wachsen.
Warum Endometriosefälle zunehmen
Hauptursache:
ein instabiler weiblicher Hormonhaushalt
eine geschwächte Abwehr
fehlende Berücksichtigung hormoneller Zusammenhänge in der Medizin
„Wir haben Zuwachs… weil wir schlicht und greifend den Hormonaushalt der Frau nicht mitberücksichtigen.“
Die Folge: Das Immunsystem lässt Prozesse zu, die es eigentlich verhindern müsste.
Prostatavergrößerung: Hormone testen und gezielt regulieren
Bei Männern gilt dasselbe Prinzip: Eine vergrößerte Prostata ist fast immer hormonell mitbedingt.
„Man kann die Prostata wieder zurückschrauben… da gibt es genügend Pflanzen, die man einsetzen kann.“
Wichtig ist:
vollständige Hormonbilanz
Ultraschall zur Größenbestimmung
gezielte pflanzliche Stimulanzien
Wiederherstellung des natürlichen Testosteronhaushalts
Wenn der Hormonhaushalt wieder stimmt, verbessert sich oft auch Energie, Libido und Vitalität.
Ernährung als Basis: Phytohormone aus Hülsenfrüchten
Viele Pflanzen enthalten Flavone, die den weiblichen Hormonhaushalt sanft stimulieren.
„Alle Leguminosen… enthalten Flavone. Und die stimulieren den Hormonaushalt.“
Dazu gehören:
Linsen
Bohnen
Erbsen
Kichererbsen
Zweimal pro Woche reicht bereits, um die hormonelle Eigenregulation zu unterstützen.
Jod: warum Meersalz, nicht Steinsalz
Steinsalz enthält kein Jod, weil Jod sublimiert – es verdampft direkt aus festen Strukturen.
„Jod hat eine Eigenschaft, es sublimiert… es wechselt den Zustand von fest auf gasförmig direkt.“
Meersalz enthält natürliches Jod, verliert aber im Laufe der Monate an Gehalt. Besonders jodreich ist:
frisches Meersalz
Fleur de Sel („Salzblüte“)
Künstlich jodiertes Salz sollte vermieden werden.
Magnesiummangel: Ursache statt Präparate
Der Vortrag warnt vor blindem Nahrungsergänzungskonsum:
„Ihr müsst nicht die Chemie reich machen. Ihr müsst verstehen, warum ihr Magnesiummangel habt.“
Mögliche Ursachen:
hoher Verbrauch (Stress, Sport)
Darm arbeitet nicht richtig
schlechte Aufnahme durch Schleimhautprobleme
Erst wenn die Ursache klar ist, sollte man gezielt handeln.
Temperaturschwankungen: Hinweis auf Schilddrüse
Wenn jemand schnell friert oder schnell überhitzt, ist das ein Hinweis auf den „Thermostat“ des Körpers:
„Da läutet es schon mal rein. Achtung, Schilddrüse arbeitet nicht.“
Wichtig: TSH allein reicht nicht.
„Messt alles und dann wisst ihr, woran es hapert.“
Ein Eierstock entfernt: der verbleibende kann kompensieren
Wenn ein Eierstock in jungen Jahren entfernt wurde, kann der andere die Funktion übernehmen – aber nur, wenn er richtig angeregt wird.
„Ein Eierstock ist durchaus in der Lage, viel zu puffern. Man muss ihn nur richtig anregen.“
Empfohlen wird:
gezielte pflanzliche Stimulation
jährlicher Hormon-Check
genaue Beobachtung der Entwicklung
Wechseljahre und neue Krankheiten: immer zuerst Hormone prüfen
Wenn in den Wechseljahren plötzlich Autoimmunerkrankungen oder degenerative Erkrankungen auftreten, ist das oft hormonbedingt.
Der Grund: Mit sinkendem Östrogen und Progesteron fällt die entzündungshemmende Wirkung weg – die Abwehr reagiert über.
Rheumatoide Arthritis: hormonelle Mitursache
Bei rheumatoider Arthritis sollte immer der Hormonhaushalt überprüft werden, weil:
Entzündungshemmung fehlt
Abwehr überreagiert
hormonelle Dysbalance die Entzündung verstärkt
Kinderwunsch und Hashimoto: warum beides zusammenhängt
Viele Frauen mit Kinderwunsch haben Schilddrüsenprobleme. Der Grund: Die Schilddrüse steuert die Eierstöcke mit.
Beim Eisprung steigt die Temperatur – ein Prozess, der von der Schilddrüse diktiert wird. Wenn die Schilddrüse schwankt, ist der Eisprung unzuverlässig.
Hashimoto zuerst stabilisieren
Hormonhaushalt ausgleichen
dann Kinderwunsch angehen
Männer und Fruchtbarkeit: drastischer Rückgang
Der Vortrag nennt eine alarmierende Zahl: „Heute ist jeder siebte Mann unfruchtbar.“
Das ist ein massiver Rückgang der Volksgesundheit – weltweit.
Ersatzhormone: nur wenn unumgänglich, und dann maßgeschneidert
Wenn Ersatzhormone notwendig sind (z.B. nach Organentfernung), müssen sie individuell abgestimmt werden:
„Dann stellt man sich ein individuelles Programm zusammen… keine 08/15-Geschichte.“
Wichtig:
Leberverträglichkeit
Fettstoffwechsel
Schilddrüse
Nervensystem
genaue Dosierung
regelmäßige Kontrolle
Sonst treten die Nebenwirkungen der Beipackzettel ein.
Hormon‑Yoga: starke Wirkung, aber mit Augenmaß
Hormon‑Yoga kann den Hormonhaushalt spürbar anregen.
Die Übungen stimulieren die hormonproduzierenden Drüsen – besonders Eierstöcke, Schilddrüse, Hypophyse und Nebennieren. Entwickelt wurde die Methode ursprünglich in Brasilien von einer Yogalehrerin, die damit ihre eigenen Beschwerden regulierte.
Wichtig ist jedoch die Unterscheidung:
Frauen in den Wechseljahren: Hormon‑Yoga kann hier viel bewirken, und es kann wenig schiefgehen, weil der Zyklus nicht mehr aktiv ist.
Frauen mit aktiver Regel: Hier kann Hormon‑Yoga den Zyklus durcheinanderbringen, wenn es übertrieben wird.
„Während der Regel kann da ganz gewaltig etwas durcheinander gebracht werden.“
Deshalb braucht es Selbstbeobachtung, um das „richtige Lot“ zu finden.
Ovarialzysten: harmlos oder behandlungsbedürftig?
Zysten an den Eierstöcken sind häufig ungeplatzte Follikel und meist harmlos.
Für Zysten, die bestehen bleiben, wird im Vortrag ein pflanzliches Präparat erwähnt, das die Auflösung unterstützt. Wichtig ist jedoch:
Zuerst Hormonstatus prüfen
Dann gezielt behandeln
Nicht blind Präparate einnehmen
Hormonaktiver Brustkrebs: Risiken der Antihormontherapie
Eine zentrale Frage betrifft hormonabhängigen Brustkrebs. Die Standardtherapie sieht oft 5–10 Jahre Antihormonbehandlung vor.
Tumorzellen wachsen schneller, wenn viele Hormone vorhanden sind
Also versucht man, die Hormonproduktion zu unterdrücken
Doch die Realität ist komplexer:
„35% all dieser hormonsupprimierten Frauen haben ein Problem, dass der Tumor sich verlagert…“
Es gibt genetische Tests (z.B. in Tübingen), die zeigen können, ob eine Frau zu dieser Risikogruppe gehört.
Ein weiterer Punkt: Viele dieser Frauen haben global zu wenig Hormone, aber lokal zu viel im Brustfettgewebe.
In jedem Fall bitte individuell prüfen zu lassen, statt pauschal eine Unterdrückungstherapie zu akzeptieren.
Indol‑3‑Carbinol: Unterstützung beim Abbau hormonaktiver Stoffe
Indol‑3‑Carbinol (I3C) stammt aus der Brokkoliblüte.
„Dieser Wirkstoff hilft, die abgebauten Hormone zu entsorgen.“
Es wirkt besonders gegen:
hormonaktive Umweltstoffe
Östrogenmetabolite, die Tumorwachstum fördern
hormonelle Dysbalancen in den Wechseljahren
Empfohlene Anwendung:
200 mg täglich für 30 Tage
Mehrmals im Jahr wiederholen
Viele Frauen bemerken eine deutliche Verbesserung der hormonellen Balance.
Myome: hormonell bedingt und gut behandelbar
Myome sind gutartige Wucherungen der Gebärmutter.
„Myome sind immer… hormonell.“
Die Gebärmutter ist ein hormonabhängiges Organ. Wenn Myome entstehen, ist das ein Hinweis auf:
Dysbalance zwischen Östrogen und Progesteron
Überlastung der Gebärmutter
Störungen im Zyklus oder in der Wechseljahresphase
Pflanzliche Möglichkeit:
„Myome kann man übrigens einfach durch unseren Hedera‑Wein behandeln.“
Mit konsequenter Anwendung können Myome schrumpfen oder in den Wechseljahren austrocknen.
Pflanzen zur Progesteron‑Anregung
Welche Pflanze geeignet ist, hängt von der Lebensphase ab:
Wechseljahre:
Weinraute
Raute‑Fenchel‑Tinktur
Dome‑Tropfen (regen die Eigenproduktion an)
Fruchtbare Phase:
Mutterkraut
Hainbuche
Betonika
Diese Pflanzen ersetzen keine Hormone, sondern stimulieren die körpereigene Produktion.
Darm und Pektin: Verstopfung als Warnsignal
Pektin wirkt normalerweise abführend. Wenn es Verstopfung verursacht, ist das ein Hinweis:
„Dann fehlen Bakterien. Die Flora ist nicht intakt.“
Das bedeutet:
Darmflora ist gestört
Schleimhaut arbeitet nicht richtig
Verdauung ist aus dem Gleichgewicht
Hier sollte zuerst der Darm reguliert werden.
OPC und MSM: klare Unterscheidung
Der Vortrag ist eindeutig:
OPC: sehr positiv. Es wirkt antioxidativ, gefäßstärkend und entzündungshemmend.
MSM: kritisch. „MSM… mit vielen Gefahren verbunden.“
Die Begründung: MSM wird in der Alternativmedizin oft unkritisch eingesetzt, ohne die biologischen Grundlagen zu beachten.
Frühe Wechseljahre: immer problematisch
Wenn eine Frau 10 Jahre zu früh in die Wechseljahre kommt, entstehen zwangsläufig Nebenwirkungen.
„Frühe Wechseljahre… führen immer zu Nebenwirkungen. Immer.“
Der Grund ist biologisch:
Der Körper ist genetisch darauf ausgelegt, lange nach der Fruchtbarkeit gesund zu bleiben
Die Natur hat den „Großmutter‑Effekt“ entwickelt
Frauen leben fast doppelt so lange wie ihre fruchtbare Phase
Frühe Wechseljahre stören dieses Programm und erhöhen das Risiko für:
Osteoporose
Herz‑Kreislauf‑Erkrankungen
Autoimmunerkrankungen
Stoffwechselprobleme
Prostatatumoren: hormonaktiv oder nicht – und warum die Unterscheidung entscheidend ist
Prostatatumor ist nicht gleich Prostatatumor.
„Bei der Frau wie auch beim Mann gibt es hormonaktive Tumore… Prostatatumor ist nicht einfach Prostatatumor. Da gibt es eine Bandbreite.“
Bevor irgendeine Therapie begonnen wird, muss daher geklärt werden:
Ist der Tumor hormonabhängig?
Wie aggressiv ist er?
Wo liegt er genau?
Ist das Lymphsystem bereits betroffen?
Wenn der Tumor ins Lymphsystem übergegangen ist, bleibt keine Zeit für alternative Ansätze:
„Dann muss man operieren… sonst frisst sich der durch das ganze Lymphsystem und dann streut er in den ganzen Körper.“
Ein solches Fortschreiten ist ein Hinweis darauf, dass das Immunsystem den Tumor nicht mehr kontrolliert – „da hat jemand geschlafen“.
Meersalz und Schadstoffe: Qualität entscheidet
Die Frage, ob Meersalz Giftstoffe enthält, beantwortet der Vortrag differenziert.
„Meersalz enthält sicher nicht so viele Giftstoffe wie andere Salze. Es kommt drauf an, wo ich gewinne.“
Wichtig ist:
Meersalz aus sauberen Salinen, die durch Meeresströmung gespeist werden
nicht aus verschmutzten Häfen
frisches Meersalz enthält am meisten natürliches Jod
Salzbauern („Salzbauer“) arbeiten mit präzisen Methoden – Meersalz entsteht nicht durch simples Verdunsten.
Kaliumwert außerhalb der Norm: Hinweis auf Organe, nicht Hormone
Ein abweichender Kaliumwert betrifft:
Nieren
Herz
Darm
„Das hat jetzt aber wenig mit Hormonen zu tun.“
Hier müssen die betroffenen Organe untersucht werden.
Omega‑3‑Fettsäuren: entscheidend sind EPA und DHA
Nicht alle Omega‑3‑Fettsäuren wirken gleich.
„EPA und DHA… müssen in der Überzahl vorhanden sein.“
EPA und DHA sind die biologisch aktiven Formen, die der Körper direkt nutzen kann. Produkte mit hohem EPA/DHA‑Anteil sind daher sinnvoller als Mischpräparate.
Pflanzen nach den Wechseljahren: große Auswahl, aber träge Reaktion
Nach den Wechseljahren reagiert der Körper langsamer auf pflanzliche Stimulanzien.
Fast alle hormonstimulierenden Pflanzen sind möglich, aber die Wirkung baut sich langsamer auf.
Niedriges Testosteron beim Mann: Ursache klären, nicht blind ersetzen
Ein niedriger Testosteronwert kann viele Ursachen haben:
Drüsen produzieren zu wenig
Überlastung durch Stress
Übermäßiger Sport
Dauererregung / cholerisches Verhalten
Nebennierenerschöpfung
Hirnanhangsdrüse steuert falsch
„Testosteron ist auch ein Verbrauchsgut.“
Spitzensportler haben oft niedrige Werte, weil der Verbrauch extrem hoch ist. Auch Stress baut Testosteron ab.
Die Diagnose muss klären:
Liegt das Problem im Kopf (Hypophyse)?
Oder in den Hoden?
Oder im Lebensstil?
Erst dann kann sinnvoll reguliert werden.
Wasserlinse in der Menopause: sehr starke Wirkung
Wasserlinse (Lemnaceae) wirkt extrem stark hormonstimulierend.
Sie kann Hitzewallungen massiv verstärken. Deshalb nur mit Vorsicht einsetzen.
Einstieg in die detaillierte Betrachtung des weiblichen Zyklus
Die Regelblutung als Maßstab für den gesamten weiblichen Hormonhaushalt.
Schmerzen sind kein Normalzustand, sondern ein Hinweis auf hormonelle Dysbalancen.
Was Schmerzen während der Regel bedeuten
Krampfartige Schmerzen zeigen:
Gewebshormone (Prostaglandine) sind im Überschuss
Eierstöcke produzieren zu viel
Progesteron ist fast immer im Keller
„Das bedeutet, die Eierstöcke produzieren etwas zu viel.“
Pflanzliche Mittel, die regulieren:
Betonika‑Tropfen
Mutterkraut‑Tropfen
Bei Endometriose wirkt Betonika besonders gut
Zusätzlich unterstützen:
Frauenmanteltee
Carqueja (eine hormonstimulierende Pflanze)
Diese Pflanzen ersetzen keine Hormone, sondern regen die Eigenproduktion an.
Ziel: ein Zyklus, der wie ein Uhrwerk läuft
Eine gesunde Frau:
spürt ihren Eisprung
kennt ihre Zykluslänge
hat keine Schmerzen
fühlt sich nach der Regel schnell wieder fit
erkennt hormonelle Signale ihres Körpers
„Eine gute, gesunde Frau hat den Überblick über ihren Hormonaushalt. Sie spürt ihren Körper.“
Unregelmäßige Zyklen zeigen:
Östrogen‑Progesteron‑Ungleichgewicht
verschobenen Eisprung
reduzierte Eizellqualität
Viele Kinderwunschprobleme entstehen allein dadurch, dass der Eisprung nicht in der Mitte liegt.
Die Korrektur erfordert:
Messung
gezielte Pflanzen
präzise Steuerung
„Das gehört nicht in die Hände eines Laien, weil da muss man messen.“
Wechseljahre: zusätzliche Körpersignale, die den Hormonabfall anzeigen
Der Vortrag beschreibt weitere, oft übersehene Hinweise darauf, dass der weibliche Hormonhaushalt in die Wechseljahre eintritt. Neben Hitzewallungen und Sehkraftveränderungen gehören dazu:
Hauttrockenheit
„Schaut euch eure Haut an. Trocknet die aus?“ Trockene Haut zeigt, dass die Schleimhäute und Grenzgewebe nicht mehr ausreichend regeneriert werden – ein Zeichen für Östrogenmangel.
Blutdruckschwankungen Das Herz reagiert empfindlich auf hormonelle Veränderungen.
Anstieg des Cholesterins
„Viele Frauen bekommen vom Arzt einen Rüffel wegen ihren Cholesterinwerten… obwohl sie vorher völlig normal waren.“ Der Körper erhöht Cholesterin bewusst, weil es der Grundbaustoff für Hormone ist. Wenn genügend Omega‑3- und Omega‑6‑Fettsäuren vorhanden sind, wird dieser Anstieg nicht gefährlich.
Schleimhauttrockenheit
„Aha, der Hormonhaushalt hungert. Der hat Hunger, der wird nicht versorgt.“ Schleimhäute erneuern sich schnell – wenn sie trocken werden, fehlt hormonelle Unterstützung.
Diese Signale zeigen, dass der Körper versucht, den Hormonabfall zu kompensieren, aber Unterstützung braucht.
Schilddrüse in den Wechseljahren: natürliche Leistungsreduktion
Die Schilddrüse fährt ihre Aktivität in den Wechseljahren herunter, weil:
die Eierstöcke keine Temperaturspitzen mehr erzeugen
der Stoffwechsel weniger zyklische Schwankungen benötigt
„Die Schilddrüse wird während den Wechseljahren an Funktion einbüßen… das darf sie auch.“
Das Problem: Viele Ärztinnen und Ärzte berücksichtigen diesen Zusammenhang nicht und interpretieren die Werte falsch.
Nach den Wechseljahren: worauf Frauen achten müssen
Der Vortrag nennt vier zentrale Bereiche:
Knochendichte
Augen
Haut
Blutgefäße
Wenn eines dieser Systeme instabil wird, ist das ein Hinweis auf hormonelle Unterversorgung.
Nach den Wechseljahren kann man therapeutisch „schwereres Geschütz auffahren“, weil keine Zyklussteuerung mehr gestört werden kann.
Pubertät beim Jungen: hormonelle Turbulenzen und ein einfacher Ernährungshebel
Der Vortrag beschreibt humorvoll, wie sich Jungen in der Pubertät verändern:
„Auf einmal… werden das irgendwie so komische Halbneandertaler.“
Ein überraschender Hinweis: Kubebennpfeffer kann die hormonelle Balance stabilisieren.
bessere Konzentration
sportliche Leistungsfähigkeit
weniger Aggressivität
klarere Haut
stabilere Stimmung
„Mischt den Jungs prisenweise… Kubebenpfeffer ins Essen.“
Nach der Pubertät kann man damit wieder aufhören – das System stabilisiert sich.
Männliche Wechseljahre: biologisch nicht vorgesehen
Der Vortrag widerspricht der verbreiteten Idee der „männlichen Wechseljahre“:
„Es gibt die nicht. Wir haben kein genetisches Programm, wo man sagt, nee, du machst jetzt keine Kinder mehr.“
Männer können bis ins hohe Alter fruchtbar bleiben, wenn der Hormonhaushalt stabil ist.
Wichtige Selbstbeobachtung für Männer: Prostata, Hygiene, Herz und Lunge
1. Tägliche Hygiene
„Weil er die Ursache von verschiedenen Krankheiten bei der Frau ist.“
Hygiene beeinflusst die Gesundheit beider Partner.
2. Urinstrahl beobachten
„Die Form, nicht der Druck, macht’s aus.“ Ein gesunder Strahl ist ellipsoid, 2–3 cm breit. Ist er dünn, gespalten oder unregelmäßig, sollte die Prostata per Ultraschall untersucht werden.
3. Hormonbilanz prüfen
Wenn der Strahl verändert ist oder Beschwerden auftreten, sollte der Mann:
Prostata per Ultraschall prüfen lassen
Hormonstatus messen lassen
4. Pflanzliche Unterstützung
Der Vortrag nennt:
PR Amer
Weidenröschen
Wasserlinse (beim Mann ohne „Glühen“)
Vigor Apis (30‑Tage‑Kur, aber vorsichtig dosieren)
Diese Mittel können Prostata, Libido und Vitalität stärken – aber nur zeitlich begrenzt, um Gleichgewicht zu erhalten.
Herz und Lunge: unterschätzte Einflussfaktoren auf die männliche Sexualfunktion
Die Geschichte von Viagra zeigt, wie eng Herz‑Lungen‑Durchblutung und Sexualfunktion verbunden sind:
Viagra wurde ursprünglich als Lungendrucksenker entwickelt
Die „Nebenwirkung“ war die Erektionsverbesserung
Deshalb wurde es zum Potenzmittel umgewidmet
„Die Durchblutung von Lungen und Herz hat einen direkten Einfluss auf die männlichen Hormone.“
Viele Männer entwickeln früh hohen Blutdruck – meist durch Stress oder Bewegungsmangel. Das beeinträchtigt:
Testosteron
Libido
Prostata
Gefäße
Regulation gelingt durch:
Ausdauerbewegung
Ernährung
gezielte pflanzliche Unterstützung
schrittweises Absetzen unnötiger Medikamente (unter fachlicher Begleitung)
Warnsignale des Hormonsystems bei Mann und Frau
Wärmeempfinden, Kreislaufstabilität, Schlafqualität, Herzrhythmus und psychische Belastbarkeit gehören zu den sensibelsten Indikatoren für hormonelle Dysbalancen. Der Vortrag fasst es so zusammen:
„Wie bei der Schilddrüse, Wärmeempfinden, Kreislauf, Mann, Frau genauso, diese Warnzeichen.“
Diese Signale sind frühe Hinweise, dass ein Regelkreis aus dem Lot geraten ist. Sie sollten nicht ignoriert werden.
Alltagstaugliche Maßnahmen zur Stabilisierung des gesamten Hormonsystems
Der Vortrag beschreibt nun konkrete, einfache Schritte, mit denen Menschen im Alltag prüfen und unterstützen können, ob ihre hormonellen Regelkreise funktionieren.
Schilddrüse testen: 30‑Tage‑Selbstcheck
Wenn der Verdacht besteht, dass die Schilddrüse nicht richtig arbeitet, aber unklar ist, ob Jodmangel vorliegt, empfiehlt der Vortrag einen einfachen Test:
30 Tage Enzian‑Tropfen (gelber Enzian + weitere Pflanzen)
Beobachten, ob typische Symptome sich bessern:
Angstzustände
Panikattacken
Herzrhythmusstörungen
Blutdruckschwankungen
schlechter Schlaf
„Wenn sich das alles verbessert innerhalb von 30 Tagen… dann ist die Schilddrüse schon ganz sicher auf dem Tablet.“
Verbessert sich der Zustand, ist das ein Hinweis auf eine funktionelle Schilddrüsenproblematik, die weiter abgeklärt werden sollte.
Stresshormone: Cortisol, Prolaktin und die Nebenniere
Stress ist im Körper kein abstraktes Gefühl, sondern ein messbarer hormoneller Zustand.
Überlastung führt zu Prolaktinüberschuss (Hypophyse) oder Cortisolüberschuss (Nebenniere).
Menschen mit dauerhaft hohem Cortisol wirken „aufgedreht“, schlafen schlecht und laufen Gefahr, in ein Burnout zu rutschen.
„Die brennen sich komplett aus bis zum Burnout.“
Regulation:
Lebensstil und mentale Entlastung Bewusstes Runterfahren, Schlaf, Erholung, Stressreduktion.
Pflanzliche Unterstützung
Sero‑Tropfen
Rilasso‑Tropfen Diese senken den Cortisolspiegel und beruhigen das System.
Wenn zusätzlich Herzsymptome auftreten (Rhythmusstörungen, Blutdruck).
Galgant‑Tropfen als Puffer
Danach: Nebennierenfunktion messen
„Habt ihr schon mal gesehen, dass ein Arzt Adrenalinwerte macht? Aldosterolwerte? … Kaum.“
Die Nebenniere wird in der Schulmedizin selten umfassend untersucht, obwohl sie zentral für Stress, Blutdruck, Salzhaushalt und Energie ist.
Lebensweise als hormoneller Faktor
Der Vortrag betont, dass der Körper hormonell ausdrückt, was psychisch und lebensstilbezogen nicht verarbeitet wurde:
Wichtige Einflussfaktoren:
Schlaf
Erholung
Arbeitsbelastung
Selbstansprüche
Ernährung
Bewegung
Diese bestimmen, wie stabil die hormonellen Regelkreise bleiben.
Umweltdruck: hormonaktive Schadstoffe als unterschätzter Faktor
Mikroplastik
belastete Lebensmittel
kontaminierte Luft
hormonaktive Substanzen in Verpackungen
Besonders relevant sind Phthalate, die früher als Weichmacher eingesetzt wurden:
„Phthalate… wurden in der Europäischen Union verboten, weil sie nachweislich den Hormonhaushalt der Frau durcheinander gebracht haben.“
Sie gelten als eine der Ursachen für den weltweiten Rückgang der Fruchtbarkeit.
Problematisch ist, dass die neuen Weichmacher kaum geprüft sind:
„Da hat sich noch keiner drum gekümmert, welche Konsequenzen das hat.“
Jeder Kunststoff, den man berührt, kann potenziell hormonell aktiv sein.
4Soja, Flavone und warum viele Produkte trotzdem nicht wirken
Sojaprodukte enthalten viele Flavone, die den Hormonhaushalt anregen können. Doch der Vortrag weist auf ein entscheidendes Problem hin:
„Da kommen Konservierungsstoffe rein, die die Wirkung von Flavonen aufheben. Er wird komplett aufgehoben.“
Das bedeutet:
Die Flavone wären eigentlich hilfreich
Doch Zusatzstoffe blockieren ihre Wirkung
Das Ergebnis ist oft ein hormonelles Durcheinander statt einer Verbesserung
Das ist ein Beispiel für Umweltdruck: Stoffe in Lebensmitteln, Verpackungen oder Zusatzstoffen, die hormonell aktiv sind und Prozesse im Körper stören.
Niedriger Cortisolspiegel: schwache Nebenniere
Nicht nur zu viel Cortisol ist ein Problem – auch zu wenig.
„Wenn der Cortisolspiegel zu niedrig ist… dann habe ich eine schwache Nebenniere.“
Typische Symptome:
Müdigkeit
fehlende Energie
Antriebslosigkeit
Stimmungsschwankungen
Empfehlung:
Sero‑Tropfen zur Anregung der Nebennierenrinde
Bei gleichzeitiger schulmedizinischer Therapie: Abstimmung durch eine Fachperson
Ziel: Medikamente langfristig ausschleichen, nicht dauerhaft erhalten
„Ein Medikament sollte nur dazu verwendet werden, einen Krankheitszustand zu heilen. Nicht zu erhalten.“
Frauenmanteltee: abhängig von der Lebensphase
Fruchtbare Phase: sinnvoll, 1–2 Tassen pro Woche
Wechseljahre: kaum wirksam
„Pharma wächst auch in jedem Garten.“
Oxalsäure: Risiko für Nierensteine
Oxalsäure steckt in:
Spinat
Mangold
Rhabarber
Tomaten
vielen grünen Salaten
Wenn Leber und Niere sie nicht ausreichend ausscheiden, entstehen Nierensteine. Empfehlung:
Omega‑3 für 30 Tage zur Unterstützung der Niere
Goldrutentee zur Ausleitung
„Das macht die Oxalsäure komplett platt.“
Kurze Zyklen: ein Warnsignal
Ein zu kurzer Zyklus bedeutet:
Die hormonelle „Uhr“ läuft zu schnell
Der Körper verbrennt zu viel Energie
Frauen mit kurzen Zyklen erleben oft besonders schwere Wechseljahre
„Das muss man unterbrechen… das gehört auf 28 Tage.“
Hier braucht es gezielte hormonelle Regulation.
Entfernung der Gebärmutter: sofortiger Wechseljahreseffekt
Wenn die Gebärmutter entfernt wird, fehlt das Rücksignal ans Gehirn.
„Der Körper macht sofort eine Rechnung: keine Blutung, kein Rücksignal… und dann geht er in die Wechseljahre.“
Je früher die Entfernung, desto ungünstiger. Auch ein kleiner Restanteil der Gebärmutter ist wertvoll – er verhindert den abrupten hormonellen Absturz.
Was Laien selbst anwenden dürfen – und wann Fachleute nötig sind
Viele der genannten Pflanzen und Tropfen können begleitend eingenommen werden
Bei ernsten Problemen (Brustveränderungen, Autoimmunität, starke Zyklusstörungen) braucht es Fachleute
Die Vorträge sollen Laien befähigen, Zusammenhänge zu verstehen – nicht Diagnosen ersetzen
„Wenn ernsthafte Probleme da sind… geht zu unseren Fachleuten.“
Hashimoto: Ziel ist das Ausschleichen von Thyroxin
Wenn die Schilddrüse grundsätzlich funktionsfähig ist, sollte Thyroxin nicht dauerhaft gegeben werden.
„Ich dehn das Ganze nur in die ewige Länge. Ich muss davon wegkommen.“
Das Ausschleichen erfolgt:
langsam
begleitet
nach Messung aller relevanten Werte
Mönchspfeffer und Yams: warum Vorsicht geboten ist
Der Vortrag ist sehr kritisch:
Mönchspfeffer (Agnus castus) wirkt wie ein Ersatzhormon
Yams enthält hormonaktive Substanzen
Beide können:
den Zyklus durcheinanderbringen
Wechseljahre verschlimmern
Alterungsprozesse beschleunigen
„Sie haben es übertrieben… Vorsicht, was ihr da macht.“
Bei Brustveränderungen nach Absetzen der Pille gilt:
Ursache klären
Lymphsystem, Milchgänge, Fettgewebe untersuchen
Keine Selbstbehandlung
Haarausfall (Alopezie): zwei völlig verschiedene Ursachen
Hormonell
gut behandelbar
Pflaumen‑Haarwasser wirkt schnell
Autoimmun (Alopecia areata)
ernst
führt zu vollständigem Haarverlust
gehört in fachliche Behandlung
Prostata nach Ausschabung (TURP): das Problem wächst weiter
Nach einer Prostatahobelung wird Männern oft suggeriert, das Problem sei gelöst. Der Vortrag widerspricht:
„Quatsch mit Soße… die Prostata wächst weiter.“
Empfohlen wird:
Prostata‑Tropfen
Tanaceto‑Tropfen
Ursachenanalyse
frühzeitige Schrumpfung statt späterer Operation
Viele Männer kommen nach fünf Jahren erneut mit denselben Problemen.
Ernährung nach Hildegard: hormonfreundlich
Die Hildegard‑Ernährung:
enthält keine hormonstörenden Stoffe
unterstützt die Balance
basiert auf alten Kenntnissen über Körpersäfte
„Sie hatte Kenntnis davon… und hat es in ihrer Ernährung berücksichtigt.“
Schlafprobleme: Zirbeldrüse und Schlafsteuerung
Schlaf wird hormonell gesteuert durch Melatonin aus der Zirbeldrüse. Doch 80–85 % aller Schlafprobleme sind keine Hormonstörung, sondern:
falsche Schlafgewohnheiten
gestörter Abendrhythmus
zu spätes Essen
zu viel Licht
Stress
Der Körper bereitet sich ab 18 Uhr auf den Tiefschlaf vor:
„Blutdruck und Puls fahren runter… wenn ich das störe, gewöhnt sich der Körper daran.“
Empfohlene Unterstützung:
Fenchelbalsamtee
Passionsblumentropfen
Kein Melatonin einnehmen.
Endometriose und körperliche Belastung
Endometrioseherde bestehen aus Gebärmutterschleimhaut, die sich außerhalb der Gebärmutter befindet. Diese Herde können bluten, anschwellen und vernarben. Der Vortrag beschreibt klar:
„Wenn ich dann mich körperlich übertreibe… dann reißt dieses Gewebe. Man bildet eine Narbe.“
Deshalb gilt:
Sport ist möglich, aber mit Vorsicht
Keine intensiven Bauchübungen
Keine ruckartigen Bewegungen
Kein Training, das Druck oder Zug auf den Unterbauch erzeugt
Endometriosegewebe reagiert empfindlich. Überlastung kann Entzündungen, Schmerzen und Narbenbildung verstärken.
Starke oder nicht endende Blutungen in den Wechseljahren
Wenn die Regelblutung in den Wechseljahren ungewöhnlich stark ist oder nicht aufhört, ist das ein Zeichen für eine deutliche hormonelle Dysbalance.
„Da stimmt die Blutung… und dann stoppt die Blutung.“
Der Vortrag nennt eine Kombination:
Betonika‑Wein
Betonika‑Tropfen
Diese regulieren die Blutung und beruhigen die Gebärmutter. Zusätzlich sollte abgeklärt werden, ob Myome oder andere Ursachen beteiligt sind.
Kurzer Zyklus + Myome: zweifache hormonelle Fehlsteuerung
Ein kurzer Zyklus bedeutet:
Die hormonelle Uhr läuft zu schnell
Der Körper verbrennt zu viel Energie
Der Eisprung verschiebt sich
Myome bedeuten:
Östrogen‑Progesteron‑Ungleichgewicht
Überstimulation der Gebärmutter
Beides zusammen zeigt eine komplexe hormonelle Störung, die nicht mit Hausmitteln reguliert werden kann.
„Das können Sie nicht mit Hausmitteln machen.“
Hier braucht es eine vollständige Hormonbilanz und gezielte therapeutische Steuerung.
Rauchen und Hormone
Rauchen beeinflusst den Hormonhaushalt massiv.
„Wieso haben Frauen, die rauchen, kleinere Kinder? … Weil sie in der Schwangerschaft hormonell auf das Kind einwirkt.“
Wichtige Punkte:
Über 700 chemische Stoffe entstehen beim Verbrennen einer Zigarette
Viele davon sind hormonaktiv
Die Hitze von ca. 2000°C erzeugt zusätzliche toxische Verbindungen
Rauchen stört Wachstum, Durchblutung, Plazenta, Hormone und Zellteilung
Rauchen ist einer der stärksten hormonellen Störfaktoren überhaupt.
Cellulite als hormoneller Indikator
Cellulite ist kein kosmetisches Problem, sondern ein Hinweis auf:
Fettstoffwechselveränderungen
hormonelle Umstellung
Leberbelastung
Schilddrüsenbeteiligung
„Cellulitis ist ein Indikator dafür… dass da fetttechnisch umgestellt wird.“
In den Wechseljahren nimmt eine gesunde Frau 1–3 kg zu. Das ist biologisch sinnvoll:
Fettzellen können Cholesterin aufnehmen
Daraus bilden sie Östrogen
Sie kompensieren den Rückgang der Eierstockhormone
Wer diese Zunahme bekämpft, provoziert Jo‑Jo‑Effekte und hormonelle Instabilität.
Kein Mönchspfeffer in Dome‑Tropfen
Der Vortrag stellt klar:
„Ich setze keinen Mönchspfeffer ein. Ganz bewusst nicht.“
Mönchspfeffer wirkt wie ein Ersatzhormon und kann:
den Zyklus durcheinanderbringen
Wechseljahre verschlimmern
Brustgewebe beeinflussen
Dome‑Tropfen enthalten keinen Mönchspfeffer.
CBD‑Öl: nur in reiner Form sinnvoll
Unterscheidung:
Reines CBD (CO₂‑extrahiert, fraktioniert): gut
Gemische aus Hanföl + Pflanzenmaterial: wenig wirksam
„Dann will ich 100% CBD haben… dann habe ich ein gutes CBD‑Öl.“
Reines CBD ist nicht psychoaktiv.
Cholesterin bei jungen Menschen
Erhöhtes Cholesterin ist nicht automatisch gefährlich.
„Viele Leute haben genetische Cholesterinprobleme… Wenn Omega‑3 und Omega‑6 vorhanden sind, gleicht sich das aus.“
Entscheidend ist das Verhältnis:
genügend ungesättigte Fettsäuren
funktionierende Leber
stabile Schilddrüse
Hohe Werte allein sind kein Grund zur Sorge.
Rauchen aufhören: reine Willenskraft
„Ihr Hirn ist die beste Pflanze, um aufzuhören zu rauchen.“
Es gibt keine Pflanze, die Sucht beendet. Der entscheidende Schritt ist eine bewusste Entscheidung.
Das Beispiel des 75‑jährigen Patienten zeigt:
zwei Herzinfarkte
mehrere Schlaganfälle
Kettenraucher
hörte von einem Tag auf den anderen auf
„Er hat die Hölle durchgemacht… aber ihm war sein Leben wichtiger.“
Zum Schluss noch:
Wenn du Fragen hast, etwas vertiefen möchtest oder Unterstützung brauchst, melde dich gerne bei mir.
Ich bin von Herzen gerne für dich da 💚
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