Hausapotheke nach Hildegard von Bingen – natürliche Heilmittel für Zuhause – Mitschrift zum Vortrag
Hier findest du meine Mitschrift zum Vortrag „Hausapotheke nach Hildegard von Bingen – selbstfürsorglich heilen“.
Es geht darum, wie man mit einfachen, natürlichen Mitteln Hausapotheke und Alltagstherapie nach Hildegard sinnvoll gestaltet – für Kleine Wehwehchen, Verdauungsprobleme, Erkältungen oder nervöse Unruhezustände. Dabei zeigt der Vortrag, welche Kräuter, Tees, Öle, Gewürze und einfache Zubereitungen effektiv wirken und wie man sie achtsam und individuell einsetzt.
Der Vortrag wurde von Alessandro Rochira gehalten. Er gibt praxisnahe Tipps, wie man eine wirksame und überschaubare Hausapotheke zusammenstellt, die Körper und Seele unterstützt, ohne unnötige Chemie. So kann jeder die Heilkräfte der Natur direkt im eigenen Zuhause nutzen.
Bitte sieh mir Rechtschreibfehler oder kleine Ungenauigkeiten nach – es handelt sich um eine Mitschrift, nicht um ein perfektes Skript. Dafür ist sie ehrlich, lebendig und direkt aus dem Vortrag entstanden.
Ich wünsche euch viel Freude beim Lesen und wertvolle Inspiration für eure natürliche Hausapotheke
Vortrag: Kräuter-Hausapotheke nach Hildegard von Bingen vom 14.05.2024
Im Zentrum steht die Frage, wie eine praktische Hausapotheke nach Hildegard von Bingen aufgebaut werden kann, um alltägliche Beschwerden, akute Infekte, Verletzungen, Prellungen oder unklare Schmerzen selbstständig zu begegnen. Hildegard von Bingen hat in ihren Schriften zahlreiche konkrete Anwendungen beschrieben, die hier zusammengefasst und durch moderne Erkenntnisse ergänzt werden.
Grundprinzip: Alles steht zur Verfügung – entscheidend ist das Wissen um die richtige Anwendung.
Formen von Heilmitteln in der Hildegardischen Hausapotheke
1. Getrocknete Kräuter
Getrocknete Kräuter bilden die Basis vieler Anwendungen. Sie können als Tee, Wickel oder Badesud eingesetzt werden.
Tee als erste Maßnahme
Beispiel: Heuschnupfen Typische Symptome: Kratzen im Hals, tränende Augen, laufende Nase.
Hilfreiche Kräuter:
Lungenkraut – entzündungshemmend, beruhigend
Poleiminze – verstärkt die Wirkung anderer Kräuter
Hinweis zur Poleiminze: In Deutschland gilt sie fälschlicherweise als „giftig“. In vielen europäischen Ländern ist sie ein normales Küchenkraut. Sie ist eine kleine, intensiv duftende Minze, die die Aufnahme von Wirkstoffen im Darm verbessert und die Wirkung anderer Kräuter verstärkt.
Anwendung als Tee:
10 g Lungenkraut + 10 g Poleiminze
4 Minuten ziehen lassen
Wirkt abschwellend und entzündungshemmend
Kräuter äußerlich anwenden: Wickel und Bäder
Badesud bei akuten Hautreaktionen (z. B. Urtikaria/Nesselsucht)
Wenn die Haut plötzlich juckt, sich rötet oder Pusteln bildet, wirkt ein Tee zu langsam. Die Wirkstoffe müssen direkt über die Haut aufgenommen werden.
Geeignete Kräuter:
Tausendgüldenkraut – stark entzündungshemmend, bitter
Carqueja – ein Kraut ohne deutschen Namen, das die Wirkung verstärkt
Herstellung eines Badesuds:
5 gehäufte Esslöffel Kräutermischung
Mit 3 Litern Wasser aufkochen
20 Minuten ziehen lassen
Nicht zum Trinken geeignet (extrem bitter)
Der Sud beruhigt die Haut, lindert Juckreiz und hilft, wieder klar denken und handeln zu können
Wickel als gezielte lokale Behandlung
Wickel können an Augen, Gelenken, Knorpeln oder entzündeten Stellen eingesetzt werden.
Beispiel: Eisenkraut‑Wickel (Verbenenkraut)
Wirkung: Zugsalbe‑Effekt, ideal bei Abszessen oder tiefen Entzündungen.
Wichtige Hinweise:
Eisenkraut wirkt nur warm, nicht kalt
Temperatur angenehm warm halten, nicht heiß
Der Wickel zieht Eiter an die Oberfläche und kann Operationen oder Antibiotika oft vermeiden
Anwendung:
1 gehäufter Esslöffel Eisenkraut
Mit einer Tasse Wasser überbrühen
5 Minuten ziehen lassen
Kräuter abseihen
In ein Leinen- oder Baumwolltuch geben
Warm auf die betroffene Stelle legen
20 Minuten einwirken lassen
Optional mit einem Tuch warm einwickeln
Wenn sich ein Eiterbläschen bildet:
Mit einer Nadel öffnen
Mit Tormentil‑Extrakt desinfizieren
Unterschied zwischen Tee und Tinktur
Viele Menschen glauben, Tee und Tinktur seien austauschbar. Das ist falsch.
Tee (Wasserauszug)
Löst nur wasserlösliche Wirkstoffe
Viele Pflanzeninhaltsstoffe bleiben im Kraut zurück
Beispiel Hildegard: Fenchelsamen sollen mitgegessen werden, weil der Tee allein nicht alle Wirkstoffe enthält
Tinktur (Alkoholauszug)
Löst wasserlösliche und alkohollösliche Stoffe
Enthält ein viel breiteres Wirkspektrum
Wirkt daher oft deutlich stärker und umfassender
Historischer Kontext:
Hildegard kannte keinen reinen Alkohol
Destillation war im 11. Jahrhundert in Europa noch nicht verbreitet
Moderne Tinkturen sind daher eine Weiterentwicklung, die Hildegards Prinzipien erweitert
Beispiele:
Poleiminze‑Tinktur: wirksam gegen Hautallergien, reguliert übermäßige Antikörperproduktion
Eisenkraut‑Tinktur: breiter entzündungshemmender Effekt
Sinnvolle Tinkturen für die Hausapotheke
Empfehlenswerte Grundausstattung:
Desinfizierende Tinkturen
Tinkturen gegen Juckreiz
Tinkturen zur Verdauungsunterstützung
Pflege‑Tinkturen für den Alltag
Diese Tinkturen decken die häufigsten akuten Beschwerden ab und ergänzen die Anwendungen mit Tees, Wickeln und Bädern.
Tormentiltinktur bei Akne und Hautproblemen
In vielen Haushalten gibt es Jugendliche mit typischer Pubertätsakne. Die Hildegardische Hausapotheke bietet eine einfache Möglichkeit, die Haut zu unterstützen, ohne auf aggressive chemische Produkte zurückzugreifen.
Tormentiltinktur wirkt hier zweifach:
Sie bekämpft die äußere Komponente der Akne, die häufig durch Pilze und Bakterien in den Poren entsteht.
Sie desinfiziert die Hautoberfläche zuverlässig und verhindert neue Entzündungsherde.
Tormentil ist ein starker „Pilzkiller“ auf der Haut und kann direkt auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden. Dadurch werden Entzündungen beruhigt und die Haut kann sich regenerieren.
Tinkturen bei Insektenstichen
Bei Stichen von Mücken oder anderen Insekten kann eine Wegerich Tinktur sofortige Linderung bringen. Wird sie direkt nach dem Stich aufgetragen, verschwindet der Juckreiz innerhalb weniger Sekunden. Die Schwellung bleibt zunächst bestehen, aber das unangenehme Brennen und Kratzen hört auf.
Grund dafür ist die entzündungshemmende und immunmodulierende Wirkung der Tinktur. Die Entzündung entsteht durch eine Überreaktion des Immunsystems – die Tinktur dämpft diese Reaktion und beruhigt das Gewebe.
Galgant-Tinktur zur Verdauungs- und Kreislaufunterstützung
Wenn nach dem Essen Kreislaufprobleme, Schweregefühl oder Verdauungsbeschwerden auftreten, kann Galgant-Tinktur eingesetzt werden. Sie:
fördert die Verdauung
regt die Bildung von Verdauungsenzymen an
stabilisiert den Kreislauf
Galgant ist eines der wichtigsten Hildegard-Gewürze und wirkt schnell und zuverlässig.
Tinkturen bei Infekten, Magen-Darm-Beschwerden und Atemwegsproblemen
Bei Husten, Kratzen im Hals, Auswurf oder Magen-Darm-Beschwerden muss nicht sofort zu Antibiotika gegriffen werden. In der Hildegard-Medizin gibt es eine bewährte Kombination:
Aquileia
Immuno Forte
Tormentiltinktur
Diese Dreierkombination bringt laut Erfahrung in 99 % der Fälle Erreger zum Stillstand und unterstützt den Körper bei der Selbstheilung.
Haltbarkeit von Tinkturen und Kräutern
Viele Menschen lagern Kräuter und fragen sich, wie lange sie haltbar sind.
Kräuter:
Haltbarkeit: ca. 1–1,5 Jahre
Problem: Licht und Wärme führen zu „Vergilbung“ – Wirkstoffe gehen verloren
Vergilbte Kräuter sollten entsorgt werden
Tinkturen:
Haltbarkeit: ca. 10 Jahre
Alkohol konserviert zuverlässig
Nichts verdirbt darin – ähnlich wie bei Cognac
Ideal für die langfristige Hausapotheke
Unterschied zwischen Tinktur und Kräuterwein
Beide Formen haben unterschiedliche Wirkprinzipien.
Tinktur
Kalter Auszug in Alkohol
Löst wasser- und alkohollösliche Stoffe
Sehr konzentriert und stabil
Kräuterwein
Kräuter werden in Wein aufgekocht
Durch Wärme entsteht ein anderer Extraktionsprozess
Alkohol verdampft beim Kochen
Zurück bleibt ein komplexes, tief wirksames Heilmittel
Beispiel: Sclarea-Wein (Muskateller-Salbeimischung)
Anwendung:
Bei akuter Magenverstimmung, Lebensmittelinfektion oder „explodierendem“ Bauchgefühl
3×20 ml täglich, bis die Symptome verschwinden
Wirkt entzündungshemmend und reguliert die Enzymproduktion von Magen, Darm und Bauchspeicheldrüse
Unterstützt das Immunsystem im Darm
Hinweis: Beim Selbermachen von Kräuterweinen kann es zu heftigen Reaktionen kommen – Überkochen, Schäumen, „Hexenküchen-Effekte“. Vorsicht bei Experimenten.
Salben in der Hausapotheke
Wermutssalbe
Ideal bei Verstauchungen, Prellungen, Gelenkbeschwerden
Wirkt schnell schmerzlindernd und entzündungshemmend
Lange haltbar im Kühlschrank
50 g reichen völlig aus
Hamamelis-Salbe
Geeignet bei Hämorrhoiden
Wirkt kühlend, beruhigend und entzündungshemmend
Salben sind unkompliziert aufzubewahren und sofort einsatzbereit.
Öle als Heilmittel: Johannisblütenöl
Johannisblütenöl (Rotöl) ist eines der vielseitigsten Hausmittel.
Typische Anwendungen:
Narbenpflege
Sonnenbrand
Muskelschmerzen
Bronchialbeschwerden
Unterstützung bei seelischer Belastung
Herstellung von Johannisblütenöl
Am Waldrand blühende Johanniskrautpflanzen sammeln.
Fingernageltest: Blüte zerdrücken – färbt sich der Saft rot, ist es die richtige Art.
Etwa 200 g Blüten in ein großes, durchsichtiges Glas geben.
Mit hochwertigem Olivenöl übergießen, bis alles bedeckt ist.
4 Wochen in die Sonne oder ans Licht stellen.
Öl wird tiefrot.
Abfiltern und dunkel lagern.
Anwendung bei Atemwegsinfekten
15–20 ml Öl im Wasserbad erwärmen
Mit Watte auf das Brustbein auftragen
Mit einem Tuch abdecken
Über Nacht einwirken lassen
Am nächsten Morgen löst sich der Schleim – der Körper kann ihn gut abhusten
Dieses Hausmittel eignet sich auch für Kinder und ist besonders hilfreich in Zeiten starker Atemwegsinfekte.
Weitergabe von Wissen
Ein wichtiger Gedanke der Hildegard-Medizin ist die Weitergabe von praktischem Heilwissen. Kinder und Enkelkinder sollen erleben, wie Kräuter gesammelt, verarbeitet und angewendet werden. Der Wald und die Natur werden so zu einem lebendigen Lernort – im Gegensatz zu passivem Konsum vor Bildschirmen.
Auszugsöle: Pflanzenkraft im Öl gebunden
Auszugsöle sind Ölauszüge, bei denen die Wirkstoffe einer Pflanze in ein Trägeröl übergehen. Das Öl selbst – etwa Olivenöl, Mandelöl oder ein anderes hochwertiges Pflanzenöl – besitzt dabei keine eigene Heilwirkung. Es dient ausschließlich als Transportmedium für die Pflanzenessenzen.
Diese Methode ermöglicht:
die Gewinnung fettlöslicher Wirkstoffe
die Herstellung von Einzelblütenölen
die Nutzung von Kräutern für Küche, Pflege und Therapie
Beispiel: Wird ein scharfes Kraut wie Labkraut in Olivenöl eingelegt, entsteht ein natürliches Schärfeöl. Schon wenige Tropfen in einer Salatsauce ersetzen Paprika oder Chili.
Wermutöl: ein starkes therapeutisches Öl
Wermut ist eine der kraftvollsten Pflanzen der Hildegard-Medizin. Das Öl wird kalt angewendet – im Gegensatz zu Johannisblütenöl, das warm eingesetzt wird.
Wichtige Hinweise:
Wermutöl wirkt sehr intensiv
Es wird nicht erwärmt
Es sollte begleitet werden von anderen Pflanzen, um allergische Reaktionen zu vermeiden
Es gehört meist in therapeutische Anwendungen, nicht in die alltägliche Selbstbehandlung
Essenzen: destillierte Pflanzenkraft
Essenzen sind destillierte, flüchtige Pflanzenöle – also ätherische Öle. Sie lassen sich nicht wie Johannisblütenöl durch Auszug herstellen, sondern nur durch Destillation.
Typische Essenzen:
Lavendel
Rosmarin
Teebaum
Sie sind stark duftend, hochwirksam und vielseitig einsetzbar.
Schutz vor Zecken
Wird eine dieser Essenzen auf Fußknöchel, Handgelenke oder den Hals aufgetragen, entsteht ein Geruch, den Zecken meiden. Die Tiere nehmen den Menschen dann nicht mehr als attraktiven Wirt wahr.
Essenzen zur Muskel- und Stressentlastung
Verspannungen im Nacken, Kopfschmerzen durch Stress oder langes Sitzen am Computer können mit Essenzen gelöst werden. Dafür gibt es verschiedene Mischungen:
Relaxöl – entspannt Muskeln und Faszien
Narko-Öl – löst starke Verspannungen, wenn der Nacken „wie ein Schraubstock“ wirkt
Narko-Öl forte – sehr tief entspannend, führt zu starker Erholung und kann zu lautem Schlafen/Schnarchen führen
Diese Öle sind lange haltbar (mehrere Jahre) und werden punktuell eingesetzt.
Haltbarkeit von Ölen, Essenzen und Weinen
Essenzen: mehrere Jahre
Auszugsöle: ebenfalls lange haltbar, wenn kühl und dunkel gelagert
Kräuterweine: bei kühler Lagerung stabil und über längere Zeit verwendbar
Damit eignen sie sich hervorragend für eine gut sortierte Hausapotheke.
Akute Beschwerden und ihre Zuordnung
Gelenkschmerzen (z. B. Finger)
Die Wermutsalbe ist eines der wirksamsten Mittel. Sie wird einmassiert und wirkt entzündungshemmend und schmerzlindernd.
Herpes: äußere und innere Behandlung
Herpes ist nicht nur eine Entzündung, sondern ein Virus, der sich aktiv vermehrt. Die erste Maßnahme besteht darin, die Virusvermehrung an der Oberfläche zu stoppen.
Schritt 1: Äußere Behandlung
Weinstein-Backpulver aus dem Haushalt in Wasser lösen
Auf die Herpesstelle aufpinseln
Die Stelle trocknet vollständig aus
Alle Viren an der Oberfläche werden zerstört
Der innere Virus bleibt bestehen, zieht sich aber zurück, weil die Bedingungen ungünstig werden.
Schritt 2: Innere Stabilisierung
Da Herpesviren sich im peripheren Nervensystem verstecken, braucht es eine starke Abwehr, um sie langfristig zu kontrollieren oder auszuleiten. Dafür ist eine therapeutische Begleitung durch einen erfahrenen Hildegard-Heilpraktiker notwendig.
Herpes ist entgegen der verbreiteten Meinung nicht unheilbar. Es gibt Pflanzen, die den Virus nachhaltig zurückdrängen können – der Prozess ist jedoch längerfristig.
Nasenbluten richtig einordnen
Nasenbluten durch äußere Einwirkung (z. B. Schlag)
Kalte Kompressen
Schafgarbentee trinken oder Schafgarbentinktur (20 Tropfen)
Blutung stoppt schnell
Spontanes Nasenbluten
Hier ist Vorsicht geboten.
Bei Kindern:
Häufig durch dünne Gefäße
Verstärkt durch Toben oder körperliche Aktivität
Meist harmlos
Bei Erwachsenen:
Warnsignal
Mögliche Ursachen: hoher Blutdruck, Herz-Kreislauf-Probleme, Blutgerinnungsstörungen
Sollte medizinisch abgeklärt werden
Abszess am Zahn
Ein Zahnabszess ist eine bakterielle Entzündung, die zeigt, dass die Mundflora aus dem Gleichgewicht geraten ist.
Empfohlene Schritte:
1. Mundflora stabilisieren
Dentasalus-Mundspülung verwenden
Einen Schluck nehmen, kräftig spülen – 1 Minute
Zähne ohne Zahnpasta putzen
Mit Wasser nachspülen
2. Entzündung lokal behandeln
Tormentiltropfen mit einer Pipette direkt auftragen
Kleinen Eisenkrautwickel in den Mund legen
Das Kraut beginnt zu ziehen, bis der Abszess sich öffnet
Hildegard beschreibt zusätzlich das Aufstechen mit einer Nadel, doch der Eisenkrautwickel reicht in der Regel aus.
Fersensporn, Hallux, Hammerzeh
Diese Beschwerden gehören zum rheumatischen Formenkreis und weisen auf Stoffwechselrückstände hin, die der Körper nicht ausreichend ausscheidet. Er lagert sie ab – es entstehen Verhornungen, Überbeine oder Verkalkungen.
Behandlung:
Wermutssalbe äußerlich
Wegerichsirup innerlich (dreimal täglich 1 Esslöffel)
Bewegung zur Unterstützung der Durchblutung
Kräuterweine für Magen und Darm
Für akute Magen‑Darm‑Beschwerden eignet sich besonders der Sclarea‑Wein. Die dazugehörige Kräutermischung ist fertig erhältlich, ebenso der Wein selbst. Für die Hausapotheke wird jedoch empfohlen, das Kraut selbst vorrätig zu haben, um den Wein bei Bedarf frisch zuzubereiten. Das ermöglicht eine punktuelle, gezielte Anwendung.
Ein weiterer wichtiger Wein ist der Wermutwein. Er wirkt stark entzündungshemmend im gesamten Verdauungstrakt und „schiebt“ Entzündungen regelrecht aus dem Körper. Anwendung:
1 Esslöffel morgens
Sehr kraftvoll, daher geringe Dosierung
Gehört eher in den Bereich der Prävention, nicht in die akute Hausapotheke
Mückenstiche und Insektenabwehr
Öle können bei Insektenstichen helfen, aber zur Abwehr von Mücken sind sie nur begrenzt wirksam. Der Grund: Bei starkem Mückenaufkommen überwiegt der Hunger der Tiere gegenüber abschreckenden Gerüchen.
Für Stiche selbst:
Tinkturen wirken deutlich schneller und zuverlässiger
Sie nehmen den Juckreiz sofort und beruhigen die Entzündung
Warzen und Hautwucherungen
Der Begriff „Warze“ umfasst verschiedene Arten von Hautwucherungen.
Dornwarzen
Veilchensalbe ist das Mittel der Wahl
Wirkt zuverlässig, bis die Warze verschwindet
Auch geeignet für Verbrennungen (wenn die Haut geschlossen ist) und Narbenpflege
Hintergrund: HPV
Dornwarzen werden durch HPV‑Viren (Humanes Papillomavirus) ausgelöst. Übertragung erfolgt durch direkten Kontakt, z. B. Händeschütteln.
Andere Hautwucherungen
Wenn die Wucherung:
verfärbt ist
von innen heraus wächst
nicht wie eine klassische Dornwarze aussieht
dann ist die Weihrauchsalbe angezeigt. Sie wirkt als Tumorsalbe und nimmt gutartige, aber lästige Hauttumoren zurück.
Kinder und Warzen
Kinder sind besonders häufig betroffen. Neben äußerlicher Behandlung sollte das Immunsystem gestärkt werden, da Warzen immer ein Zeichen einer Abwehrschwäche sind. Dies gehört in die Hände eines erfahrenen Hildegard‑Heilpraktikers.
Kräuteröle und ihre Haltbarkeit
Kräuteröle sind gut haltbar, wenn sie:
lichtgeschützt
kühl
in einem geschlossenen Schrank
aufbewahrt werden. Direkte Sonneneinstrahlung zerstört die Wirkstoffe.
Frauenheilkunde: Schmerzen vor der Menstruation
Bei zyklusbedingten Beschwerden gibt es mehrere Ebenen der Unterstützung.
Erste Maßnahme
Frauenmanteltee
Wirkt regulierend, entspannend und harmonisierend
Bei stärkeren Beschwerden
Ein Hormoncheck ist sinnvoll
Blutwerte geben Aufschluss über Dysbalancen
Ohne Diagnose sollte nicht eigenständig mit starken Mitteln gearbeitet werden
Hinweis: Es existiert ein eigener Vortrag zum Thema Hormonhaushalt, da dieses Gebiet sehr umfangreich ist.
Schwellungen am Knie
Die Behandlung hängt von der Ursache ab:
Trauma
Zyste
Gelenkengpass
Entzündung
Erste Maßnahme
Wermutssalbe auftragen
Wenn die Schwellung zurückgeht, handelt es sich meist um eine entzündliche Reaktion
Wenn die Schwellung bleibt
Wickel anwenden
Innere Heilmittel ergänzen
Ursache genauer abklären
Antivirale und immunstärkende Mischungen
Aquileia-Tinktur
Entwickelt während der Grippewelle 2018
Wirkt stark antiviral
Hat sich auch während der Corona‑Zeit bewährt
Breites Wirkspektrum gegen Viren
Tormentil
Besonders wirksam gegen Bakterien und Pilze
Innerlich und äußerlich einsetzbar
Immuno Forte
Breitbandwirkung
Stärkt die körpereigene Abwehr
Unterstützt das Immunsystem beim Hochfahren
Diese drei Mittel bilden zusammen ein sehr starkes Set für akute Infekte.
Essenzen für Nackenverspannungen
Bei muskulären Verspannungen im Nackenbereich werden Mischungen aus Essenzen eingesetzt, da verschiedene Wirkungen gleichzeitig benötigt werden:
Durchblutung fördern
Muskeln entspannen
Faszien lösen
Stressreaktionen beruhigen
Typische Mischungen:
Relaxöl
Narko‑Öl
Narko‑Öl forte (für sehr starke Verspannungen und tiefen Schlaf)
Warum Nacken‑ und Muskelöle immer Mischungen sind
Die Faszien ziehen sich sonst nach kurzer Zeit wieder zusammen, weil die Nervenzentren, die die Muskulatur steuern, nicht stabilisiert wurden. Deshalb bestehen wirksame Nackenöle immer aus Mischungen verschiedener Essenzen – ein einzelnes Öl wie Hopfenöl kann zwar entspannen, aber die Wirkung hält nicht lange.
Johanniskrautwickel: Grenzen und Möglichkeiten
Johanniskrautwickel wirken hervorragend bei:
Bronchitis
festsitzendem Schleim
bakteriellen oder viralen Atemwegsinfekten
Sie wirken nicht bei:
allergischem Asthma
immunologischen Atemwegsreaktionen
Der Wickel löst Katarrh, aber keine allergische Reaktion.
Juckreiz: Warum ein Bad besser ist als Öl
Die Haut ist das größte Organ. Juckreiz beginnt oft lokal, wandert aber schnell. Öle können helfen, aber ein Badesud wirkt umfassender, weil die gesamte Haut gleichzeitig behandelt wird.
Beispiel:
Tausendgüldenkraut‑Bad bei Juckreiz oder Fußpilz
Bei Fußpilz zusätzlich Tormentil
Füße oder ganzer Körper eintauchen
Pilze und Entzündungen werden zuverlässig beruhigt
Löwenzahn: Anwendungen und Grenzen
Löwenzahn kann vielseitig genutzt werden:
Ungeöffnete Blütenknospen können Kapern ersetzen
enthalten Quercetin, ein krebspräventiver Wirkstoff
in Salz einlegen
Junge Blätter können gegessen werden, sind aber sehr bitter
Andere Anwendungen existieren, sind aber weniger überzeugend und werden nicht empfohlen.
Sichtbare Blutgefäße: Krampfadern und Besenreiser
Hier hilft das Edelkastanienbad – ein klassisches Hildegard‑Mittel zur Gefäßstärkung.
Anwendungsmöglichkeiten:
Vollbad
Saunaaufguss (mit Wasser verdünnt)
Einreibung der Beine (immer herzwärts, nie gegen den Blutfluss)
Wichtig:
tägliche Anwendung
langfristige Disziplin
Gefäße regenerieren sich nur durch regelmäßige Reize
Bänderrisse und Sehnenprobleme
Bänderrisse sind keine Gelenkprobleme, sondern Sehnenverletzungen. Das Mittel der Wahl ist:
Stabwurz (Eberraute) – ein Wermutgewächs
äußerlich einreiben
geeignet für:
Achillessehnenprobleme
Bänderrisse am Knie
Tennisellenbogen
Überlastungen der Sehnen
Blutungen stillen – was möglich ist und was nicht
Wenn jemand Blutverdünner nimmt
Blutungen lassen sich schwerer stillen, weil die Gerinnung bewusst gehemmt wird. Hausmittel wirken dann nur eingeschränkt. Das gehört in fachkundige Hände.
Hildegardische Mittel
Schafgarbe äußerlich und innerlich
Tormentil (wirkt stark desinfizierend, brennt aber)
Militärisches Notfallmittel
Tabak aus einer Zigarette auf die Wunde geben
Blutung stoppt innerhalb von Sekunden
hinterlässt unschöne Verfärbungen und sollte nur im Notfall genutzt werden
Parodontitis und Zahnfleischprobleme
Die Dentasalus‑Mundspülung ist für Parodontitis entwickelt worden.
Anwendung:
einen Schluck nehmen
kräftig spülen
Zähne ohne Zahnpasta putzen
mit Wasser nachspülen
Zur lokalen Behandlung:
Tormentiltropfen direkt auf die entzündete Stelle
kleiner Eisenkrautwickel in den Mund gelegt, bis der Abszess zieht
Zecken: Vorbeugung und Maßnahmen nach dem Stich
Vorbeugung
Ätherische Öle auf die Haut:
Lavendel
Rosmarin
Teebaum
Sie überdecken den menschlichen Geruch und machen den Wirt unattraktiv.
Nach dem Stich
Stich beobachten
Cardo‑Tropfen einnehmen (abwehrstärkend gegen Borrelien)
Bluttest zur Sicherheit durchführen
FSME wird gesellschaftlich oft übertrieben dargestellt; Borreliose ist das eigentliche Risiko.
Sonnenallergie und phototoxische Reaktionen
Wenn die Haut auf Licht überreagiert, handelt es sich um eine allergische Reaktion. Das ist ein Warnsignal, denn ein Immunsystem, das auf Licht reagiert, macht oft auch innerlich Fehler.
Das gehört:
untersucht
diagnostisch abgeklärt
nicht in die Selbstbehandlung der Hausapotheke
Leberflecken und Hautveränderungen
Für Leberflecken ist Veilchensalbe eines der zuverlässigsten Mittel. Sie wirkt sanft, entzündungshemmend und unterstützt die Regeneration der Haut.
Schöllkraut wäre ebenfalls wirksam, ist jedoch in Deutschland als Heilmittel verboten. Die Pflanze selbst darf als Zierpflanze gekauft werden, aber die frische Milch, die aus dem Stängel austritt, ist nicht haltbar und kann nicht konserviert werden. Bei Essigzubereitungen muss klar sein, dass Essig je nach Ausgangsstoff (Apfel, Traube, Bier, Mehl) völlig unterschiedliche Eigenschaften hat. Essig ist das Endprodukt einer Alkoholvergärung und kein einheitliches Heilmittel.
Wiederkehrende Halsschmerzen
Wenn Halsschmerzen immer wiederkehren, liegt das Problem selten im Hals selbst, sondern im Lymphsystem, insbesondere in den Mandeln. Mögliche Ursachen:
chronische Bakterienherde
geschwächte Mundflora
unzureichende Immunantwort
In solchen Fällen ist eine diagnostische Abklärung sinnvoll. Solange die Ursache nicht beseitigt ist, finden Erreger immer wieder Schlupflöcher und kehren zurück.
Autoimmunerkrankungen
Bei Autoimmunerkrankungen können bestimmte Mittel weiterhin eingesetzt werden, jedoch nicht gegen die Autoimmunität selbst, sondern gegen begleitende Infekte oder Erreger. Wichtiger ist die Frage:
Wie leistungsfähig ist die Abwehr?
Wie weit ist die Autoimmunreaktion fortgeschritten?
Eine gezielte Behandlung gehört in fachkundige Hände.
Nagelpilz: einer der hartnäckigsten Pilze
Nagelpilz ist besonders schwierig zu behandeln, weil er sich zwischen Nagel und Nagelbett einnistet – ein Bereich, der weder gut durchblutet ist noch leicht von außen erreichbar.
Wichtige Punkte:
äußerliche Behandlung braucht lange Geduld
der Nagel muss leicht aufgeweicht werden, damit Wirkstoffe eindringen
das Regulatoröl weicht den Nagel an und erreicht den Pilz
vollständige Heilung dauert, weil der Pilz sich aktiv wehrt
Nagelpilz ist kein schneller Prozess, sondern ein Ausdauerprojekt.
Ganglien und Schleimbeutelentzündungen
Ein Ganglion ist eine Zyste, die sich über einem Knochen bildet und sich mit gallertartiger Flüssigkeit füllt. Behandlungsmöglichkeiten:
Wermutöl
Wermutssalbe
Eisenkrautwickel bei Schleimbeutelentzündungen
Wichtige Hinweise:
Ganglien weisen oft auf rheumatische Prozesse hin
sie zeigen auch, dass die Abwehr nicht rechtzeitig eingegriffen hat
eine tiefergehende Abklärung ist sinnvoll
Verstopfte Nase
Bei chronisch verstopfter Nase hilft das Rebstockwasser mit Öl:
Mischung aus Rebsaft, Öl und Rosenessenz
wird auf die Nasenwurzel und Nebenhöhlen aufgetragen
löst festsitzende Schleime und öffnet die Atemwege
Wassereinlagerungen (Ödeme)
Wassereinlagerungen sind ein Hinweis auf eine Lymphstörung oder eine Nierenproblematik. Wichtige Fragen:
Funktioniert das Lymphsystem richtig?
Arbeiten die Nieren ausreichend?
Pflanzliche Unterstützung unterscheidet sich zwischen Männern und Frauen:
Bei Frauen:
Frauenmantel
Brennnessel
Goldrute (optional)
Bei Männern:
Goldrute als Hauptmittel
Zusätzlich:
Afrikanischer Kalk (Pulvermischung), der Wasser bindet und ausleitet
wird in Tee eingerührt
Dickes Blut
Wenn das Blut „dick“ ist, liegt das Problem fast immer in der Leber. Die Leber mischt arterielles und venöses Blut – wenn diese Mischung nicht stimmt, wird das Blut zäh.
In diesem Fall:
nicht mit Ölen arbeiten
stattdessen ein Leberheilmittel einsetzen z.B. Lebertee
erst wenn die Leber wieder richtig arbeitet, normalisiert sich die Blutviskosität
Ätherische Öle selbst herstellen
Ätherische Öle herzustellen ist extrem aufwendig. Beispiele:
1 Liter Rosenöl benötigt etwa 5 Tonnen Rosenblätter
1 Liter Lavendelöl benötigt etwa 800 kg Lavendelblüten
Das zeigt:
Hausdestillen liefern nur wenige Tropfen
ätherische Öle herzustellen ist eine eigene Kunst
unsachgemäße Destillation kann Öle sogar verbrennen
Hydrolate entstehen als Nebenprodukt, aber auch sie erfordern Fachwissen.
Nagelpilz – Ergänzung
Nagelpilz wird mit Tormentill unterstützt, vor allem wenn zusätzlich bakterielle oder entzündliche Prozesse beteiligt sind. Die Hauptbehandlung bleibt jedoch das Regulatoröl, das den Nagel aufweicht und den Pilz erreichbar macht.
Pollenallergien und Heuschnupfen
Lungenkraut und Poleiminze können akute Symptome lindern:
Kratzen im Hals
tränende Augen
laufende Nase
Doch diese Maßnahmen sind rein symptomatisch. Eine Allergie gehört ausgeheilt, nicht nur gedämpft.
Wichtige Grundsätze:
Allergien sind Fehlreaktionen der Abwehr, nicht Reaktionen auf „gefährliche Stoffe“
Die Abwehr muss so reguliert werden, dass sie nicht mehr falsch reagiert
Das geschieht über eine gezielte Therapie beim Heilpraktiker
Ziel ist: Das Immunsystem reagiert gar nicht mehr auf das Allergen
Allergien gehören daher nicht in die Hausapotheke, sondern in eine systematische Behandlung.
Entgiftung und Ausleitung
Entgiftung klingt nach einer einfachen Hausmaßnahme, ist aber in Wahrheit Therapie. Hildegard betont: Wer ausleitet, verliert immer auch Gutes – Mineralien, Spurenelemente, Kraftreserven.
Deshalb:
Ausleitung nur mit Verstand
Unter Begleitung eines erfahrenen Heilpraktikers
Der Körper muss vorbereitet werden
Ressourcen müssen geschützt werden
Unkontrolliertes „Entgiften“ kann mehr schaden als nützen.
Veilchensalbe und Lebertee
Veilchensalbe: für Leberflecken
Veilchenöl: für die Augen (nicht für Leberflecken)
Lebertee: bei Leberbeschwerden, zur Unterstützung der Leberfunktion
Cremes sind etwa 1,5–2 Jahre haltbar und werden in kleinen Mengen verwendet.
Wechsel der Perspektive: Krankheiten und ihre Hausmittel
Herzbeschwerden im Sommer
Hitze belastet Herz und Kreislauf. Typische Probleme:
Herzrhythmusstörungen
Blutdruckschwankungen
Herzrasen
Kreislaufabfall
Galgant – das zentrale Herzmittel
Galgant ist das wichtigste Hildegard‑Herzmittel.
Anwendung:
Galgantropfen direkt auf die Zunge
wirkt sofort über die Schleimhäute
alternativ: Galgantwurzel kauen
Nicht empfohlen:
Galgant‑Kautabletten auf Milchzuckerbasis
sie stören die Enzymtätigkeit im Darm
Weißdorntee
Wirkt schnell bei:
Blutdruckspitzen
nervösem Herzklopfen
Kreislaufunruhe
Wenn der Blutdruck zu niedrig ist
Dann braucht der Körper Antrieb.
Mittel:
Bertram
als Wein zubereitet
Rezept:
1 Esslöffel Bertramwurzel
250 ml Rotwein
1 kleiner Esslöffel Blütenhonig
5 Minuten zugedeckt kochen
abfiltern
morgens 20 ml trinken
Wichtig:
Nur bei niedrigem Blutdruck
Nicht bei Bluthochdruck anwenden
Rheumatische Beschwerden
Wenn Gelenke schmerzen und sich entzünden:
SL Tee = Säure‑Löser‑Tee über 4–6 Wochen
reduziert Rheumafaktoren
bringt Ruhe in den Körper
Danach sollte eine Diagnose erfolgen, um die Art des Rheumas zu bestimmen.
Verdauungsbeschwerden und „Unverträglichkeiten“
Der Begriff „Unverträglichkeit“ ist irreführend. Es gibt nur zwei reale Ursachen:
1. Enzymmangel
Der Körper produziert ein bestimmtes Enzym nicht oder zu wenig. Das ist reparierbar.
Unterstützung:
DEK-Tee (Darmerkrankungstheorie‑Mittel)
wirkt schnell
hilft dem Verdauungssystem, Enzyme wieder zu bilden
Ernährung anpassen und stabilisieren
2. Allergische Reaktion
Dann ist nicht der Magen das Problem, sondern die Abwehr. Der Darm ist nur der Ort, an dem die Überreaktion sichtbar wird.
Behandlung:
gehört in die Hände eines Heilpraktikers
Ziel ist die Regulation der Abwehr, nicht die Vermeidung von Lebensmitteln
Infektanfälligkeit
Wenn Kinder oder Erwachsene ständig Infekte haben:
Schnupfen
Husten
wiederkehrende Erkältungen
Dann ist die Abwehr geschwächt.
Hausmittel:
Tormentil
Immuno Forte
Aquileia Amer
Für Kinder:
Tee aus Süßholz, Cistrose und Fenchelsamen (1:1 gemischt)
wirkt schnell und beruhigt die Schleimhäute
Grundsätzlich:
Bei häufiger Infektanfälligkeit sollte das Immunsystem untersucht werden
Ernährung spielt eine zentrale Rolle
Der Darm ist das Zentrum der Abwehr
Ernährung als tägliche Immunstärkung
Das Immunsystem lässt sich nicht nur mit Tinkturen und Tees unterstützen, sondern vor allem durch regelmäßige frische Kräuter in der Ernährung. Die Küche wird damit zur täglichen Mini‑Hausapotheke.
Grundprinzip:
Kräuter regelmäßig verwenden (2–3× pro Woche)
frisch aus dem Garten oder Topf
fein geschnitten in Salat, Suppen, Gemüse, Saucen
Beispiele:
Basilikum fiebersenkend, entzündungshemmend, ideal im Sommer
Thymian stark bei Infekten, besonders Atemwege
Salbei fein geschnitten in der Salatsauce, wirkt bereits in kleinsten Mengen entzündungshemmend, keimreduzierend
Majoran, Oregano gehören zu den Thymianverwandten, sehr immunstärkend
Kresse / Kapuzinerkresse reich an Senfölglykosiden, stimuliert die Abwehr bereits im Magen
Petersilie eher ein Herzmittel, weniger für das Immunsystem
Estragon gehört zu den Wermutgewächsen, immunstimulierend
Liebstöckel stark hormonwirksam, geeignet bei hormonellen Defiziten, nicht geeignet bei hormonellen Überschüssen
Knoblauchrauke möglich, aber oxalsäurehaltig – Nieren beachten
Giersch nur mit Vorsicht wegen Oxalsäure (Steinrisiko)
Bärlauch laut Hildegard vorsichtig verwenden, da er Verschleimung fördern kann
Hanfsamen gut für die Augen, nicht für das Immunsystem
Wichtig ist die Regelmäßigkeit, nicht die Menge. Kleine Mengen, oft verwendet, wirken nachhaltiger als große Mengen auf einmal.
Schlafstörungen und nächtliches Aufwachen
Viele Menschen wachen nachts auf und finden nicht mehr in den Schlaf. Ziel ist nicht Betäubung, sondern echte Erholung.
Fenchel‑Balsamkraut‑Tee
Das Balsamkraut, das Hildegard meint, ist Tanacetum balsamita (Balsam‑Rainfarn). Wichtig ist die korrekte botanische Zuordnung, da viele Pflanzen den Trivialnamen „Balsamkraut“ tragen.
Anwendung:
Mischung aus Fenchel + Balsamkraut
Vormittags trinken
wirkt erst in der Nacht
fördert tiefen, erholsamen Schlaf
Betonika (Heilziest)
als Duftkissen neben dem Kopf
beruhigt das Nervensystem
wirkt über die Atmung
kann auch getrocknet gekauft und ins Kissen gefüllt werden
Passionsblumentropfen
aus der Blüte gewonnen
stark beruhigend
ideal bei nervöser Unruhe und Einschlafproblemen
Weitere beruhigende Kräuter
Baldrian
Hopfen (aber nicht als Einzelöl für Nackenverspannungen)
Artemisia‑Arten (je nach Sorte unterschiedliche Wirkungen)
Wichtig:
Kräuter sollen nicht lähmen, sondern entspannen
Ziel ist ein Schlaf, der echte Regeneration ermöglicht
Botanische Klarheit: Warum Namen wichtig sind
Viele Kräuter haben mehrere Trivialnamen. Beispiel: „Balsamkraut“ kann verschiedene Pflanzen meinen. Für die Wirkung zählt jedoch immer der wissenschaftliche Name.
Beispiele:
Artemisia absinthium = Wermut
Artemisia vulgaris = Beifuß
Artemisia annua = einjähriger Beifuß
Artemisia dracunculus = Estragon
Nur mit der korrekten Pflanze entsteht die korrekte Wirkung.
Kinderdosierungen in der Hausapotheke
Kinder können grundsätzlich alle Hildegard‑Mittel nehmen, jedoch altersangepasst. Die Produkte sind auf Erwachsene standardisiert, daher wird die Menge reduziert.
Beispiel:
Tormentilltropfen bei Entzündungen
Erwachsene: z. B. 3×20 Tropfen
Kind (5 Jahre): 3×5 Tropfen
Das Prinzip:
Je jünger das Kind, desto geringer die Dosis
Immer proportional zum Alter und Körpergewicht
Nasennebenhöhlen‑ und Stirnhöhlenentzündungen
Eine echte Sinusitis bedeutet immer: Bakterien sitzen fest. Hausmittel können lindern, aber die Ursache ist eine Abwehrschwäche.
Unterstützende Mittel:
Aquileia
Tormentil
Diese Mittel lösen Schleim, öffnen die Nebenhöhlen und entlasten den Rachenraum. Doch entscheidend ist:
Die Abwehr muss gestärkt werden
Sinusitis ist ein Zeichen, dass das Immunsystem nicht ausreichend reagiert
Arthrose und Gelenkverschleiß
Arthrose gehört zum Rheuma‑Typ 2, also zum Stoffwechselrheuma. Ziel ist:
Entzündungen reduzieren
Knorpelregeneration fördern
Stoffwechsel im Gelenk verbessern
Hilfreiche Mittel:
Wermutssalbe äußerlich
Säurelöser‑Tee (SL Tee) innerlich
Shark‑Kapseln (Knorpelunterstützung)
Wegerichsirup (regenerierend)
Wichtig:
Gelenke untersuchen lassen
Rheumaform bestimmen
Therapie gezielt anpassen
Wie viele Tropfen auf einmal?
Grundsatz:
Präventiv: 1–2 Tropfen
Therapeutisch: höhere Mengen, aber nur in einer abgestimmten Kombination
Warum?
Der Körper muss Wirkstoffe verarbeiten
Zu viele Mittel gleichzeitig überfordern die Regulation
Gute Kräuterkunde arbeitet gezielt, nicht „viel hilft viel“
Beispiel: Eine Schraube löst man mit dem passenden Werkzeug – nicht mit Hammer, Zange und Gewalt gleichzeitig. Genauso arbeitet man mit Heilmitteln: präzise, nicht chaotisch.
Haltbarkeit und Hygiene von Speisen
Beim Kochen werden Speisen sterilisiert. Das bedeutet:
Keine Keime mehr im Essen
Aber: dadurch fehlen „Präsenzkeime“, die sonst gegen Fremdkeime konkurrieren
Gekochte Speisen verderben schneller als rohe
Wichtig:
Gekochtes nicht tagelang im Kühlschrank lagern
Kühlschränke sind nicht keimfrei
Verdorbener Geruch zeigt bereits mikrobielle Aktivität
Rohe Speisen enthalten natürliche Keime, z. B. Hefen auf Weintrauben. Diese werden im Darm verarbeitet und sind normal. Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das kocht – weil gekochte Speisen das Immunsystem entlasten.
Historischer Hintergrund:
In früheren Zeiten war Wasser oft verunreinigt
Man trank Wein, Bier oder Met, weil sie desinfizierend wirkten
Nur Kulturen mit sauberem Leitungswasser (z. B. Römer) konnten Wasser sicher trinken
Bindehautentzündung bei Kindern
Eine einfache, wirksame Hausmaßnahme:
Äußerlich:
Visus‑Wickel (Kräutermischung für die Augen)
Warm auflegen, beruhigt und desinfiziert
Innerlich:
Tee aus:
Süßholz
Cistrose
Fenchelsamen
Verhältnis 1:1, leicht süßlich, gut trinkbar für Kinder
Wirkung:
Entzündung klingt ab
Schleimhäute beruhigen sich
Das Kind wird schnell wieder beschwerdefrei
Muskelzucken und Spasmen
Muskelzucken oder unwillkürliche Spasmen entstehen meist durch zwei Faktoren:
Elektrolytstörungen Kalium, Magnesium, Natrium und andere Mineralstoffe müssen im Gleichgewicht sein.
Faszien‑ und Nervenprobleme Wenn die Faszien verhärtet sind oder die Nerven, die die Muskulatur steuern, irritiert sind, kommt es zu Fehlzündungen.
Grundsatz:
Immer die Ursache hinterfragen
Nicht nur das Symptom behandeln
Elektrolyte prüfen
Darmfunktion prüfen (Aufnahmefähigkeit!)
Unruhiger Schlaf bei Kindern
Unruhiger Schlaf bedeutet meist: Das Kind verarbeitet zu viele Emotionen oder Reize.
Wichtig:
Nicht mit Beruhigungsmitteln „zudröhnen“
Tagsüber für Entlastung und Ruhe sorgen
Kinder, die ständig „unter Strom“ stehen, brauchen Erdung und Rhythmus
Nervenkekse (Hildegard)
Die sogenannten Nervenkekse – in der Schweiz auch „Intelligenzkekse“ – wirken:
nervenstärkend
beruhigend
konzentrationsfördernd
gedächtnisunterstützend
Sie eignen sich hervorragend für Kinder im Schulalter.
Dosierung:
morgens 5–6 Stück
nicht abends (sonst sind die Kinder wach)
Tipp:
Mit etwas Edelkakao mischen, wenn Kinder den Geschmack nicht mögen
Edelkakao stärkt zusätzlich die Gedächtnisleistung
Schnarchen
Schnarchen hat immer eine Ursache, z. B.:
Nackenverspannungen
Nasenscheidewandprobleme
Herzprobleme
Übergewicht
Atemwegsverengungen
Es gibt kein Allheilmittel. Die Ursache muss diagnostisch geklärt werden. Schnarchen ist ein Symptom, kein eigenständiges Problem.
Bauchschmerzen bei Kindern
Bei einfachen Bauchschmerzen:
Fencheltee
Bei Magen‑Darm‑Infekten:
Himbeer‑Galgant‑Rezept
Rezept:
100 g Himbeeren (frisch oder tiefgekühlt)
½ TL Galgantpulver
zusammen aufkochen
jede Stunde 1 TL geben
Wirkung:
beruhigt Magen und Darm
löst Infekte oft innerhalb weniger Stunden
führt meist zu einem reinigenden Toilettengang
Juckreiz im Ohr
Das Ohr schützt sich durch Gehörschmalz, ein wichtiges Fett‑Sekret.
Juckreiz entsteht durch:
Pilze
Bakterien
trockene Haut (Allergie)
Behandlung:
1 Tropfen Tormentil ins Ohr (nicht mehr!)
brennt kurz, wirkt aber zuverlässig
bei Allergie: Grundproblem behandeln
Kopfschmerzen
Kopfschmerzen haben viele Ursachen:
Stoffwechsel
Hormone
Stress
Verspannungen
Bei hormonellen oder stoffwechselbedingten Kopfschmerzen:
Guarana‑Tropfen morgens 20 Tropfen
wirken präventiv
langfristig verschwinden die Beschwerden
Wichtig:
Stoffwechsel und Neurohaushalt prüfen lassen
Sodbrennen
Ursachen:
Gastritis
falsches Essen
Übergewicht
Stress
Hausmittel:
Beifußtee + Fenchel
bei Übergewicht: Fenchel durch Kreuzkümmel ersetzen (wirkt zusätzlich gewichtsregulierend)
Wegerichsirup
Wegerichsirup ist ein hochwirksames Mittel, aber:
nicht selbst herstellbar
extrem aufwendig
klebt alles zu
benötigt professionelle Geräte (Ultraschallmischer)
Hildegard beschreibt ihn, aber die praktische Umsetzung ist eine Kunst.
Würmer bei Kindern
Zwei einfache Mittel:
Wermuttee oder Wermutstropfen (wirkt, aber sehr bitter – Kinder mögen es nicht)
Aprikosenkerne in Essig eingelegt über Nacht einlegen am nächsten Tag 3 Kerne essen wirkt zuverlässig
Gerstenkorn
Behandlung:
Eisenkrautwickel (zieht die Entzündung heraus)
anschließend Tormentil oder Aquileia auftragen
Wirkt schnell und zuverlässig.
Haltbarkeit von gekochten Speisen
Gekochte Speisen sind steril, aber genau deshalb:
anfälliger für Fremdkeime
verderben schneller
Kühlschrank ist nicht keimfrei
Öl verlängert die Haltbarkeit nicht. Im Gegenteil:
Fettige Speisen können explosiv gären
bilden Gase
verderben schneller als wässrige Speisen
Wadenkrämpfe
Wadenkrämpfe bedeuten:
Elektrolyte im Ungleichgewicht
Darm nimmt Mineralstoffe nicht richtig auf
Kurzfristig:
magnesiumreiche Lebensmittel
Magnesiumpräparate
Langfristig:
Darmfunktion prüfen
Ernährung anpassen
Ursache beheben, nicht nur Symptome
Die Wadenmuskulatur ist besonders empfindlich, weil sie enorme Arbeit leistet.
Blähungen bei Babys (3 Wochen)
Ein einfaches, traditionelles Mittel:
Lorbeerblatt lutschen lassen
Wirkung:
stimuliert die Enzymbildung
führt zu vermehrten Winden
entlastet den Bauch sofort
Hintergrund:
Neugeborene haben keine eigenen Enzyme
Muttermilch liefert sie
Lorbeer unterstützt den Start der körpereigenen Produktion
Durchfall: akute Maßnahmen und Ursachenklärung
Durchfall kann viele Ursachen haben, daher unterscheidet die Hildegard‑Hausapotheke zwischen akuter Hilfe und Ursachenbehandlung.
Akute Mittel:
Durchfall‑Ei‑Mischpulver gehört in jede Hausapotheke; wirkt schnell, wenn es nach Anleitung eingesetzt wird
Zitrone pur Saft einer frisch ausgepressten Zitrone pur trinken, ohne Wasser, ohne Zucker wirkt sofort zusammenziehend und stoppt akuten Durchfall
Wichtig:
Bei allergischem oder reizdarmbedingtem Durchfall wirken diese Mittel nur eingeschränkt
Ursache immer klären: Infekt, falsches Essen, Allergie, Enzymmangel, Stress
Nervenkekse: Hinweise zur Herstellung
Die Nervenkekse sollten nicht selbst gemischt werden. Falsch dosierte Kräuter können zu Halluzinationen führen – das ist bereits vorgekommen.
Sicherer Weg:
Fertige Nervenkeks‑Mischung verwenden
Mit einem einfachen Ausstecherteig (wenig Zucker) mischen
Bei 180 °C backen wie normale Kekse
Die Mischung ist bei den Hildegard‑Heilpraktikern erhältlich.
Chronische Verstopfung
Verstopfung kann viele Ursachen haben:
1. Darm bewegt sich nicht (Peristaltik zu schwach)
Hilfreich:
Birnbrei
Ballaststoffe
Bewegung
Flüssigkeit
2. Serotoninmangel im Darm
Der Darm produziert sein eigenes Serotonin – wenn das fehlt, bewegt er sich nicht.
Ein einfaches Mittel:
Vollreife frische Ananas
Jeden Morgen eine Scheibe essen
Enthält natürliches Serotonin
Nach 3–4 Tagen beginnt der Darm wieder zu arbeiten
Nicht geeignet:
Ananas aus der Dose (keine Enzyme, kein Serotonin)
Beginn der Prävention
Nach den akuten Maßnahmen folgt der präventive Teil des Vortrags.
Birnbrei (Bärwurzmischung)
Wird 90 Tage lang eingenommen, um:
die Darmschleimhaut zu erneuern
die Darmflora zu stabilisieren
die Abwehr zu stärken
die Enzymbildung zu verbessern
Wird einmal jährlich empfohlen (Frühjahr oder Herbst).
Hintergrund:
Viele Lebensmittel sind trotz Frische mit Agrochemie belastet
Der Darm muss regelmäßig regeneriert werden
Wasserlinsenkur (bei rheumatischen Beschwerden)
Für Menschen mit rheumatischen Problemen – außer Frauen in den Wechseljahren – eignet sich die Wasserlinsenkur.
Wirkung:
stark antirheumatisch
entzündungshemmend
entgiftend
Dosierung:
20 ml morgens und 20 ml abends
nicht mehr, außer therapeutisch verordnet
Geschmack ist intensiv, daher kleine Mengen
Hildegard‑Fasten: richtig durchgeführt
Hildegard‑Fasten ist kein Nullfasten. Es ist ein einseitiges, aber nährendes Fasten, das den Körper entlastet, ohne ihn zu schwächen.
Grundprinzip:
Flüssigkeit zuführen
klare Struktur
keine Fette
keine Einläufe (schaden der Darmflora)
Ablauf (7 Tage)
1. Vorbereitung:
Kleine Dinkelvollkornbrötchen backen
Einen Tag antrocknen lassen
2. Fastentage:
Morgens: 1 Brötchen + Abnehmtee
Mittags: klare Gemüsebrühe + Brötchen
Abends: klare Gemüsebrühe + Brötchen
Gemüse aus der Brühe:
nicht essen (zu gehaltvoll)
kann eingefroren und später verwendet werden
Wirkung:
Körper schaltet auf Fettverbrennung (Ketonkörper)
alte Schlacken aus dem Fettgewebe werden gelöst
Niere scheidet sie aus
Kreislauf wird entlastet und gleichzeitig gestärkt
Nach dem Fasten:
Kreislauf beobachten
2–3 Wochen normale, leichte Kost
Fasten kann 2–3× pro Jahr wiederholt werden
Abnehmtee und Fastendauer
Der Abnehmtee ist eine fertige Mischung, die den Stoffwechsel anregt und das Hildegard‑Fasten unterstützt. Die Fastendauer richtet sich nach dem Kreislauf:
7 Tage bei normaler Belastbarkeit
10 Tage bei guter Konstitution
Da beim Hildegard‑Fasten weiterhin kleine Mengen Nahrung aufgenommen werden (Brötchen, Brühe), bleibt der Darm aktiv. Das unterscheidet es von Nullfasten und macht es verträglicher, auch wenn Medikamente eingenommen werden.
Maitrank (Wermutwein) zur Stärkung
Im Mai gilt der Wermutwein als wichtiges Stärkungsmittel für:
Abwehrkraft
körperliche Energie
Stoffwechsel
Dosierung:
1 Esslöffel morgens
nicht mehr, da hochkonzentriert
Vigor Apis: Aufbau und Kraft
Vigor Apis ist ein fermentiertes Gemisch aus:
Honig
Propolis
Pflanzenextrakten
Pollen
Milchsäurebakterien
Es liefert eine breite Palette an Aminosäuren und stärkt:
Immunsystem
Stoffwechsel
Regeneration
Dosierung:
1 Teelöffel morgens, 30 Tage lang
Aminosäuren und Aufnahmefähigkeit
Aminosäuren sind lebensnotwendig. Der Magen spaltet Eiweiße mithilfe von:
Pepsin
Trypsin
Salzsäure
Intrinsic‑Faktor
Nur bei entzündeter Magenschleimhaut kann die Aufnahme gestört sein. Grundsätzlich gilt:
Ohne Aminosäuren kein Leben
Der Körper nimmt sie zuverlässig auf, wenn die Schleimhäute gesund sind
Ein Küchenkraut, das die Aufnahme verbessert:
Ysop: in Speisen mitgekocht, fördert es die Aminosäurenverwertung.
Hildegards sieben Kochgewürze sollten regelmäßig verwendet werden.
Übelkeit
Übelkeit ist ein Symptom, kein eigenständiges Krankheitsbild. Mögliche Ursachen:
Magen
Darm
Bauchspeicheldrüse
Herz (Herzpatienten haben oft Übelkeit)
hormonelle Schwankungen
Stress
Wichtig:
Zeitpunkt beobachten
Zusammenhang erkennen
Ursache behandeln, nicht nur das Gefühl
Panikattacken
Bei akuten Panikattacken helfen:
Enzian‑Tropfen Sie drosseln Puls und beruhigen das vegetative Nervensystem.
Langfristig:
Nervensystem stabilisieren
Ursachen klären (Stress, Hormone, Trauma)
Milchstau beim Stillen
Schnelle Hilfe:
Quarkwickel auf die Brust
Unter der warmen Dusche ausstreichen
Wärme anwenden
Innerlich: Himbeerblättertee
Wirkt zuverlässig und entlastet die Brust.
Schuppen auf der Kopfhaut
Schuppen sind nicht das Problem, sondern das Ergebnis eines Hautproblems.
Behandlung:
Äußerlich:
Olivenöl in die Kopfhaut einmassieren
20 Minuten einwirken lassen
Mit rückfettender Seife auswaschen
Kopfhaut wird genährt
Innerlich:
Ursache klären
Häufig hormonell bedingt
Hormonhaushalt regulieren
Verbrennungen
Wichtiges Grundwissen:
Nicht mit eiskaltem Wasser kühlen
Lauwarmes Wasser kühlt besser, weil es schneller verdampft
Verdunstung entzieht Wärme (Kühlschrankprinzip)
Nach der Kühlung:
Veilchensalbe bei geschlossener Haut
Eisenkraut innerlich bei größeren Entzündungen
Weihrauchsalbe bei Narbenneigung
Schmerzmittel in der Pflanzenheilkunde
Schmerzmittel wirken, aber:
Sie blockieren Schmerz, heilen aber nicht
Sie belasten immer die Leber
Sie müssen bewusst eingesetzt werden
Beispiel: Galgantwein als Schmerzmittel Rezept:
2–3 EL Galgantwurzel (je nachdem wie intensiv das Schmerzmittel wirken soll)
1–2 EL Honig
1 Liter Rotwein
Offen kochen (Alkohol verdampft)
Warm, esslöffelweise, stündlich einnehmen
Wirkt schmerzlindernd, aber:
Leber wird belastet
Ursache des Schmerzes muss trotzdem behandelt werden
Elektrolyte und Darm
Wenn Magnesium oder andere Elektrolyte nicht aufgenommen werden:
Ursache liegt fast immer im Darm
Schleimhaut muss regeneriert werden
Birnbrei (Bärwurzmischung) ist das Mittel der Wahl
Magnesium braucht keine Enzyme – es wird direkt aufgenommen, wenn die Schleimhaut gesund ist.
Wechseljahre: Hitzewallungen
Bei Hitzewallungen helfen:
Dome‑Tropfen Sie regulieren die hormonelle Hitze und beruhigen das vegetative Nervensystem.
Die Wechseljahre selbst sind ein komplexes Thema und werden im eigenen Vortrag ausführlich behandelt.
Schwindel, Kreislaufprobleme und Angstzustände
Wenn Schwindel, Kreislaufprobleme und Angstgefühle gleichzeitig auftreten, handelt es sich nicht um drei getrennte Symptome. Es entsteht eine Rückkopplung zwischen Herz und zentralem Nervensystem:
Das Gehirn kann das Herz nicht steuern
Aber das Herz kann das Nervensystem direkt beeinflussen
Dadurch entsteht eine „Brücke“, die Angst, Schwindel und Kreislaufstörungen gleichzeitig auslöst
Das ist ein Warnsignal, das fachkundig abgeklärt werden muss. Einzelsymptome kann man behandeln – aber wenn sie gemeinsam auftreten, gehören sie in professionelle Hände.
Bluthochdruck: Petersilienwein
Hildegard beschreibt den Petersilienwein als wirksames Mittel gegen Bluthochdruck.
Wichtig:
Nur glatte Petersilie, nicht krause
Am besten selbst angebaut, kräftig im Geschmack
Rezept:
40 g frische glatte Petersilie, fein gehackt
1 Liter Rotwein
1 EL Rotweinessig
3–4 EL Honig
10 Minuten zugedeckt kochen
Abseihen, im Kühlschrank lagern
20 ml nach dem Essen
Nicht mehr – der Wein schmeckt gut, aber die Wirkung ist stark.
Übelkeit
Übelkeit entsteht oft durch:
Magen
Darm
Bauchspeicheldrüse
Herz
Nervensystem
Behandlung:
Beifußtee
Regulatoröl auf den Solarplexus einmassieren (entspannt den Nervengeflecht‑Bereich, der die Magenbewegung steuert)
Der Magen arbeitet wie eine Ziehharmonika – entspannt man den Solarplexus, normalisiert sich die Bewegung.
Haarausfall
Für Frauen:
Pflaumenaschen‑Haarwasser wirkt zuverlässig
Für Männer:
Es gibt kein wirksames Mittel
Wenn Haare weg sind, bleiben sie weg
Wäre ein Mittel vorhanden, wäre es weltweit das begehrteste Produkt überhaupt
Milchstau beim Stillen
Schnelle Hilfe:
Brust unter warmer Dusche ausstreichen
Quarkwickel auflegen
Innerlich: Himbeerblättertee
Das löst den Stau und regt gleichzeitig die Milchbildung an.
Hormone und Ersatzhormone
Dome-Tropfen:
regulieren den eigenen Hormonhaushalt
sind kein Ersatzhormon
unterstützen die natürliche Aktivität der Eierstöcke
Grundsatz:
Der weibliche Körper soll selbst Hormone produzieren
Auch mit 80 haben Frauen noch Restaktivität
Ersatzhormone haben langfristig einen hohen Preis
Zahnnerv beruhigen
Bei Zahnschmerzen:
Nelkenöl (aus der Gewürznelke extrahiert) direkt auf den Zahn
wirkt schmerzlindernd und entzündungshemmend
Wichtig:
Nelkenöl ≠ Gewürznelke
Die Gewürznelke enthält zusätzlich wasserlösliche Stoffe, die den Blutdruck senken
Bei niedrigem Blutdruck daher vorsichtig
Stimmungsschwankungen
Ursachen können sein:
Hormone
Herz
Schilddrüse
Nervensystem
Je nach Ursache wird unterschiedlich behandelt. Die Wechseljahre werden im eigenen Vortrag ausführlich erklärt.
Schüttelfrost
Schüttelfrost bedeutet:
Temperatursturz im Körperkern
Der Kreislauf schlägt Alarm
Sofortmaßnahmen:
Wärme zuführen
Füße in warmes Wasser (32–36 °C)
Warmen Tee trinken
Keine alkoholischen Getränke
Die Beine sind die wichtigsten Wärmeregulatoren.
Sonnengeflecht (Solarplexus)
Bei Beschwerden:
Regulatoröl auf den Solarplexus einmassieren
Entspannt das vegetative Nervensystem
Hilft bei Übelkeit, Nervosität, Druckgefühl
Hämorrhoiden
Behandlung:
Hamamelissalbe
wirkt kühlend, entzündungshemmend, abschwellen
Wenn du Fragen hast, etwas vertiefen möchtest oder Unterstützung suchst, melde dich gerne bei mir.
Ich bin von Herzen gerne für dich da 💚
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