Diabetes – Mitschrift zum Vortrag
Hier findest du meine Mitschrift zum Vortrag zum Thema Diabetes.
In diesem Vortrag geht es darum, Diabetes besser zu verstehen und nicht nur auf Blutzuckerwerte zu reduzieren, sondern die komplexen Zusammenhänge im Stoffwechsel zu erkennen.
Beleuchtet werden unter anderem Insulin, Glukagon, Energiehaushalt, Zellstoffwechsel sowie Einflüsse aus Ernährung, Nervensystem und hormoneller Regulation. Ziel ist es, Hintergründe zu erklären, Zusammenhänge sichtbar zu machen und ein differenziertes Verständnis für diese Erkrankung zu fördern.
Der Text ist als Mitschrift entstanden und orientiert sich am gesprochenen Wort.
Bitte sieh mir Rechtschreibfehler oder Ungenauigkeiten nach – es handelt sich um eine Mitschrift, nicht um ein ausgearbeitetes Lehrskript.
Ich wünsche dir viel Freude beim Lesen und Mitnehmen 🌱
Vortrag Diabetes vom 10.06.2025
🩸 Einführung: Was steckt hinter Diabetes?
Vielleicht habt ihr in letzter Zeit von der neuen WHO-Klassifizierung Diabetes Typ 5 gehört. Klingt erstmal wie ein Hirngespinst – und in gewisser Weise ist es das auch. Diese neue Kategorie wird als "mangelernährungsbedingter Diabetes" beschrieben, der vorrangig bei untergewichtigen Jugendlichen mit geringen Einkommensverhältnissen auftritt.
Aber: Was ist mit den Menschen, die wirklich Hunger leiden? Müssten nicht viele davon automatisch an Diabetes erkranken? Dem ist nicht so.
👉 Hier stimmt etwas nicht – und genau darum geht es heute.
🔍 Worum geht’s beim Diabetes wirklich?
Viele Menschen glauben, Diabetes sei eine reine Frage von Insulin und Glucose. Doch damit greift man zu kurz.
Wir sprechen heute über:
Energiehaushalt des Körpers
Die Rolle von verschiedenen Hormonen
Die Bedeutung von Nährstoffverwertung auf Zellebene
Und ja, wir werden Insulin streifen, aber nicht im klassischen Sinne. Es geht nicht nur um Blutzucker, sondern auch um:
Gedächtnisfunktionen
Zellregeneration
Muskuläre Prozesse
Signalübermittlung im Gehirn
🧬 Was ist Insulin – und was kann es alles?
Insulin ist ein Eiweißhormon, das in der Bauchspeicheldrüse (in den Langerhans-Inseln) gebildet wird. Seine Hauptaufgabe: Zucker (Glucose) aus dem Blut in die Zellen schleusen, wo dieser zur Energiegewinnung genutzt werden kann.
Aber: Insulin kann viel mehr.
➕ Wirkung im Gehirn:
Es fördert die Signalübertragung zwischen Nervenzellen.
Es beeinflusst Gedächtnis und Konzentration.
Es regeneriert Mitochondrien, also die „Kraftwerke“ unserer Zellen.
💡 Insulin ist kein reiner Zuckerschlüssel. Es ist ein vielschichtiger Regelstoff für Hirnleistung, Zellstoffwechsel und Geweberegeneration.
🧠 Ein kleines Exkurs: Was macht Insulin im Gehirn?
Wenn Insulin die Blut-Hirn-Schranke überwindet:
Nervenzellen erhalten Energie.
Gliazellen (Hilfszellen im Gehirn) werden versorgt.
Die Funktionalität des Gehirns wird verbessert, wenn Insulin im gesunden Verhältnis mit anderen Botenstoffen steht.
Frage ans Publikum:
Wenn Insulin so vielseitig ist – was passiert dann, wenn man es künstlich zuführt?
Nicht jedes Insulin wirkt gleich!
👉 Denn: Insulin ist eine Aminosäurekette. Schon kleinste Änderungen in der Faltung führen zu anderen Wirkungen.
🧬 Insulin – der Multitasker in der Zelle
Insulin wirkt in allen Gewebezellen, nicht nur in Leber, Muskel oder Fett. Es:
Regelt den Nährstofftransport
Steuert den Zellaufbau
Beeinflusst die Proteinsynthese, z. B. bei Muskelaufbau
Insulin ist nicht nur Treibstoffregler – es steuert die ganze Werkstatt mit.
Wer z. B. ins Fitnessstudio geht und Muskeln aufbauen will, sollte sich nicht nur Eiweiß reinschaufeln, sondern fragen:
Ist mein Insulinhaushalt überhaupt in Ordnung?
⚖️ Gegenspieler im Hormonhaushalt: Glucagon
Neben Insulin gibt es noch den Gegenspieler Glucagon – ebenfalls aus der Bauchspeicheldrüse.
Glucagon…
hebt den Blutzuckerspiegel, wenn dieser zu niedrig ist.
fördert den Fettabbau
mobilisiert Zuckerreserven aus der Leber (Glykogen)
Insulin und Glucagon sind zwei Gegenspieler, die sich in Balance halten müssen. Unsere Ernährung und Lebensweise beeinflussen, wie gut diese Balance funktioniert.
🧂 Insulin als „Banker“: Energie speichern
Insulin speichert überschüssige Energie als Fett, wenn kein unmittelbarer Zuckerbedarf da ist. Es denkt mit:
„Ich hebe das mal für später auf.“
Dann kommen die Ketonkörper ins Spiel – eine Art Notbrennstoff, gebildet aus Fett.
Einer davon ist Aceton – ja, das riecht man sogar manchmal im Atem von Menschen in der Ketose.
Ketonkörper sind:
schnell verbrennende Energiequellen
besonders wichtig fürs Gehirn bei Zuckermangel
nicht durchweg harmlos, sondern auch kritisch zu betrachten (z. B. in der Ketoazidose)
⚙️ Stoffwechsel ist mehr als nur Zucker – ein komplexes Regelwerk
Jede Körperzelle – auch weiße Blutzellen – braucht Energie.
Das heißt: Auch das Immunsystem ist abhängig von einem funktionierenden Energiehaushalt.
Hier kommen Insulin, Glucagon, Zucker, aber auch andere hormonelle Regelsysteme ins Spiel.
🧠 Neue Erkenntnis: Die Bauchspeicheldrüse ist Teil eines übergeordneten Kontrollsystems
Erst seit wenigen Jahren weiß man, dass die Bauchspeicheldrüse nicht nur produziert, sondern auch misst und steuert.
Sie hält über ein eigenes Regelsystem den Blutzucker konstant – im Zusammenspiel mit dem Immunsystem, das als „Wächter“ Entzündungen verhindern will.
💡 Das Immunsystem verhindert, dass das Stoffwechsel-Regelsystem „überhitzt“.
⚠️ Irrweg der Standardbehandlung?
„Der Patient hat Zucker – also bekommt er Metformin oder Insulin.“
So läuft es oft. Aber das greift zu kurz.
Statt Symptome zu bekämpfen, müsste man individuell schauen, auf welcher Ebene das System entgleist ist.
Nur so lassen sich Dysbalancen im Insulin-Glucagon-Haushalt sinnvoll behandeln.
🌙 Energiesteuerung in der Nacht: Warum Glucagon so wichtig ist
Unser Körper braucht auch nachts Energie, obwohl wir nicht essen.
Hier greift Glucagon ein:
Es mobilisiert gespeicherte Kohlenhydrate aus der Leber (Glykogen)
Es verbrennt Fette, wenn keine Kohlenhydrate da sind
Es sichert die Energieversorgung im Schlaf
Ein funktionierender Glucagon-Mechanismus ist entscheidend für gesunden, erholsamen Schlaf.
Fehlfunktionen führen zu:
Unruhigem Schlaf
Energiemangel am Morgen
Schwankungen im Appetit
🍽️ Hunger, Sättigung und das Hormon-Duo
Insulin und Glucagon regeln nicht nur den Blutzucker, sondern auch Hunger- und Sättigungsgefühl:
Insulin sagt: Du bist satt. Hör auf zu essen.
Glucagon sagt: Du brauchst Energie. Iss weiter.
Ein starker Kohlenhydrathunger am Nachmittag oder Abend weist oft auf ein Ungleichgewicht im Glucagon-Insulin-Verhältnis hin.
Nur wenn dieses Spiel sauber läuft, funktioniert der Zuckerstoffwechsel.
😣 Stress, Cortisol und das diabetische Nervensystem
Ein oft übersehener Zusammenhang: Insulin und Glucagon beeinflussen – und werden beeinflusst von – Stresshormonen wie Cortisol und Adrenalin.
Glucagon korreliert mit Adrenalin (Fight-or-Flight)
Insulin ist gekoppelt an Cortisol (Langzeitstress)
Chronischer Stress stört also die Regulation von Insulin und Glucagon – was den Energiehaushalt komplett durcheinanderbringen kann.
Diabetiker sind deshalb häufig weniger belastbar, nervlich schneller erschöpft, körperlich schneller am Limit.
🍰 Was passiert nach dem Kuchenstück?
Nicht das Essen allein ist das Problem, sondern wie oft und wie regelmäßig man das System überfordert.
Einmal zwei Kuchenstücke: Kein Problem – der Körper steuert.
Täglich zwei Kuchenstücke: Das System kippt.
Die hormonellen Systeme geraten durcheinander, wenn chronische Überlastung stattfindet.
🦋 Die oft übersehene Mitspielerin: Die Schilddrüse
Und nun kommt – wie du so schön sagst – „die Schwiegermutter“ ins Spiel: die Schilddrüse.
Was macht sie?
Bei Unterfunktion: Es wird mehr Insulin produziert.
Bei Überfunktion: Es wird mehr Glucagon produziert.
Bei Schilddrüsen-Dysbalancen „folgt“ das Insulinverhalten der Schilddrüse.
Das bedeutet: Zuckerschwankungen, Verdauungsprobleme und Energielöcher sind oft nicht rein insulinbedingt, sondern durch die Schilddrüse mitverursacht.
🧬 Das Immunsystem als letzte Schutzinstanz
Da alle diese hormonellen Steuerungen Entzündungen auslösen können, ist das Immunsystem dauerhaft damit beschäftigt, gegenzusteuern und zu regulieren.
Fehlt diese Kraft, kommt es zu:
Chronischen Entzündungsprozessen
Autoimmunreaktionen
Zellulärer Erschöpfung
Ein gestörtes Immunsystem kann das Diabetesgeschehen massiv verschärfen.
🎬 Warum dieser Vorspann wichtig war
„Wenn wir über Diabetes sprechen, gehört viel mehr dazu als nur Zucker und Insulin.“
Ziel des Einstiegs war es, das komplexe Zusammenspiel zwischen Hormonen, Immunabwehr, Verdauung, Nervensystem und Stoffwechsel aufzuzeigen.
Denn: Eine sinnvolle Diabetes-Therapie muss differenziert betrachten, was im Körper wirklich schiefläuft.
🔬 Diabetes Typ 1 – eine Autoimmunerkrankung
Diabetes Typ 1 ist keine Erkrankung der Bauchspeicheldrüse selbst, sondern eine Fehlsteuerung des Immunsystems.
Was passiert?
Das Immunsystem greift die Langerhans-Inselzellen in der Bauchspeicheldrüse an.
Diese Zellen produzieren Insulin und Glucagon – sie werden durch die Entzündung zerstört.
Insulin kann nicht mehr produziert werden – der Körper ist auf externe Gabe angewiesen.
💡 Warum wird nur Insulin substituiert, aber nicht Glucagon?
Weil das Immunsystem selbst teilweise die Rolle von Glucagon übernimmt.
🛡️ Folge: Schwaches Immunsystem und schlechte Wundheilung
Diabetiker Typ 1 sind immunologisch stark belastet.
Es kommt häufiger zu:
Wundheilungsstörungen
Gefäßverschlüssen
Wundbrand
Der Grund: Das Immunsystem ist dauerhaft überfordert und kann sich kaum regenerieren.
Typ-1-Diabetes ist eine fulminante Autoimmunreaktion, die sehr schnell abläuft.
Reaktion ist nur in einem engen Zeitfenster möglich – die sogenannte „Honeymoon-Phase“ ist eigentlich schon zu spät.
🚨 Auslöser: Entzündungen, Infektionen, Stress
Oft sind virale oder andere entzündliche Prozesse im Körper beteiligt.
Diese bringen die Abwehr aus dem Gleichgewicht, die sich dann gegen körpereigenes Gewebe richtet.
Diese Form des Diabetes ist aktuell nicht heilbar, da die zerstörten Inselzellen nicht nachwachsen.
Fazit:
Diabetes Typ 1 ist eine sich selbst begrenzende, aber irreversible Autoimmunreaktion.
Ist keine Inselzelle mehr da, beruhigt sich das Immunsystem – aber der Schaden ist dauerhaft.
📈 Diabetes Typ 2 – das Enfant Terrible unserer Zeit
Diabetes Typ 2 ist mittlerweile zur Volkskrankheit geworden – mit einer rasant wachsenden Zahl von Betroffenen.
Das Problem:
Alle Typ-2-Diabetiker werden gleich behandelt, obwohl die Ursachen sehr unterschiedlich sein können.
Es fehlt die Differenzierung, die für eine erfolgreiche Behandlung dringend nötig wäre.
🧪 Beispiel 1: Entzündung der Bauchspeicheldrüse
Eine Gallengangs- oder Pankreasentzündung kann die Inselzellen auf der Oberfläche schädigen.
Dadurch kommt es zu einem temporären oder teilweisen Insulinmangel.
Aber: Es handelt sich nicht um eine Autoimmunreaktion.
Dieser Insulinmangel ist reversibel, wenn die Entzündung rechtzeitig gestoppt wird
und genügend Inselzellen erhalten bleiben.
⚙️ Zwei Funktionen der Bauchspeicheldrüse
Die Bauchspeicheldrüse besteht aus zwei Hauptbereichen:
1. Der exokrine Teil
Produziert Verdauungsenzyme (z. B. Amylase)
Diese gelangen über den Bauchspeicheldrüsengang in den Zwölffingerdarm
Sie spalten Kohlenhydrate in Glucose, die dann ins Blut gelangen
2. Der endokrine Teil
Produziert Hormone wie Insulin und Glucagon
Steuert die Verwertung und Verteilung der Glucose im Körper
💡 Die Bauchspeicheldrüse ist der CEO der Energieverteilung im Körper.
🔄 Das Problem bei Zellverlust
Wenn Inselzellen auf der Oberfläche zerstört werden, sinkt die Insulinproduktion.
Die Folge ist ein Anstieg des Blutzuckers, was Entzündungen nach sich zieht.
Das Immunsystem reagiert, versucht gegenzusteuern, ist aber nicht die Ursache.
Diese Form von Diabetes ist oft gut behandelbar – ohne Insulinspritzen.
Wenn genug funktionsfähige Zellen übrig bleiben, kann der Körper kompensieren.
💉 Vorsicht bei Hormonsubstitution
„Jede Hormontherapie bedeutet: Du gibst nicht nur etwas, du übernimmst die Steuerung.“
Der Körper gewöhnt sich an die externe Gabe und schaltet eigene Produktion herunter.
Das gilt für:
Insulin
Schilddrüsenhormone
Sexualhormone
und andere Steuerhormone
Einmal begonnen, ist ein Zurück oft schwierig – besonders bei Insulin.
🚫 Insulintherapie bei Typ 2 – Fluch statt Segen?
Typ-2-Diabetiker, die früh Insulin spritzen, haben oft später kaum Chancen auf Umkehr.
Denn: Die Bauchspeicheldrüse verkümmert, weil sie nichts mehr produzieren muss.
Man wird insulinabhängig – dauerhaft.
💡 Deshalb ist die Entscheidung zur Insulintherapie bei Typ 2 eine weitreichende – und muss gut durchdacht sein.
🧠Insulin ist nicht gleich Insulin
Insulin ist ein Eiweiß (Protein) – und kein Eiweiß ist einfach nur eine Kette von Aminosäuren.
Viel entscheidender als die reine Zusammensetzung ist die räumliche Struktur:
Wie ein Eiweiß gefaltet ist, bestimmt seine Wirkung.
Insulin ist also:
Eine Eiweißkette,
die sich dreidimensional falten muss,
um biologisch aktiv zu sein.
Gleiches gilt für Enzyme im Darm oder überall im Körper:
Sie müssen genau die richtige Form haben – wie ein Schlüssel, der nur in ein passendes Schloss passt.
❗Was passiert bei Fehlfaltung von Insulin?
Wenn Beta-Zellen in der Bauchspeicheldrüse zwar Insulin produzieren, aber nicht korrekt falten, dann:
ist das Insulin zwar vorhanden und nachweisbar,
aber biologisch wirkungslos.
Das ist besonders tragisch, weil:
Insulin vorhanden ist, aber nicht funktioniert.
Man spricht dann von "unnützem Insulin".
Ergebnis: Zucker bleibt im Blut, Zellen nehmen ihn nicht auf, Folge: Typ-2-Diabetes –
aber nicht durch Zellverlust, sondern durch Fehlproduktion des Hormons selbst.
Unterschiedliche Arten von Insulin
Insulin ist nicht immer gleich schnell oder gleich lang wirksam.
Deshalb setzt man in der Medizin verschiedene Formen ein:
Kurzzeitinsulin
Langzeitinsulin
Auch der Körper versucht eigentlich das Gleiche –
aber wenn die Zellen der Bauchspeicheldrüse versagen, entstehen unwirksame Insuline, und das System entgleist.
🧬 Warum kommt es zur Fehlfaltung?
Dafür gibt es mehrere Ursachen:
Die Faltung geschieht im Zellinneren – in einem flüssigen Medium (Zellwasser).
Wenn die Lösungsumgebung gestört ist, z. B. durch Ungleichgewichte im Wasserhaushalt,
kann die Faltung nicht korrekt ablaufen.
Auch Fremdstoffe, Umweltgifte oder Medikamente können die Faltung weiter stören.
Ergebnis:
Ein zwar vorhandenes Molekül, das aber keine Wirkung entfaltet.
🧠 Achtung: Zuviel Insulin = Schieflöse-Überfunktion
Eine Überproduktion von Insulin senkt:
den Blutzuckerspiegel stark ab,
kann aber auch dazu führen, dass:
Glucagon gehemmt wird,
der Gewichtsanstieg folgt,
der gesamte Energiehaushalt gestört ist.
➡️ Der Körper verliert das Gleichgewicht zwischen:
Insulin (Zuckersenkung) und
Glucagon (Zuckerfreisetzung, Fettabbau).
🔍 Missverständnis: Insulinresistenz ≠ gleich immer Insulinresistenz
Oft hört man:
„Der Körper ist insulinresistent, das Insulin wirkt nicht mehr.“
Doch das ist zu pauschal.
Zwei Möglichkeiten:
Genetisch bedingte echte Insulinresistenz:
Der Rezeptor an der Zelle ist fehlerhaft aufgebaut.
Insulin kann nicht andocken.
Das ist selten, aber möglich.
Faltungsfehler beim Insulin selbst:
Insulin hat die falsche Struktur,
passt nicht an die Rezeptoren,
wirkt deshalb nicht – obwohl der Rezeptor korrekt ist.
❗Das ist ein kritischer Unterschied!
In der Medizin wird oft vorschnell von Insulinresistenz gesprochen – das kann jedoch zu falschen Behandlungsansätzen führen.
🔄 Hormonelle Störungen als Ursache für Typ-2-Diabetes
Beispiele:
Cortisol (z. B. bei Stress oder Nebennierenstörung)
Glucagon-Fehlregulation
Diese Hormone können das Zuckerstoffwechsel-System durcheinanderbringen.
Wenn etwa:
die Nebenniere dauerhaft zu viel Cortisol ausschüttet,
oder Glucagon zu aktiv ist,
dann führt das zu einer Art hormonell bedingtem Typ-2-Diabetes.
Metformin greift hier nicht zielführend, weil es nur die Zuckeraufnahme im Darm hemmt –
das eigentliche Problem bleibt bestehen.
🧈 Fettstoffwechsel
Der Fettstoffwechsel ist das energetische Backup-System des Körpers.
Wenn:
Zucker nicht mehr verwertet werden kann,
überschüssiger Zucker umgebaut wird in Fette
Das Fett wird abgelagert:
an unsympathischen Stellen (Bauch, Hüften usw.),
als Notreserve.
Aber:
Zu viel Fett stört den gesamten Energiehaushalt,
insbesondere dann, wenn Glucagon aktiviert wird,
denn dann entstehen:
Ketonkörper = hochreaktive Turbotreibstoffe, aber:
leicht toxisch,
vergleichbar mit Aceton-Verbindungen.
Zu viele Ketonkörper führen zu einer Übersäuerung, können gefährlich werden → z. B. bei Ketoazidose.
Stress und seine Auswirkungen auf das Immunsystem
Stress kann ganz sicher immunologische Reaktionen auslösen. Unter Stress versteht man eine hohe Aktivität des Nervensystems, insbesondere durch die Ausschüttung vieler Neurotransmitter, die wiederum abgebaut werden müssen. Auch die sogenannten PCS-Systeme (Protein-Clearing-Systems), die für die Verwertung und Regulation im Immunsystem zuständig sind, kommen dadurch an ihre Grenzen.
➡️ Bei dauerhafter Stressbelastung kann das Immunsystem stark aus dem Gleichgewicht geraten.
Viele Menschen kennen das Phänomen: „Ich war gestresst und habe eine Erkältung bekommen.“ – Der Körper wird infektanfälliger. Stress bedeutet stofflich eine enorme Belastung für die körpereigene Abwehr.
In ungünstigen Fällen kann das Immunsystem sogar fehlgeleitet werden, etwa nach dem Muster:
„Wenn ich den eigentlichen Auslöser nicht eliminieren kann, greife ich eben körpereigene Strukturen an.“
➡️ Das kann Autoimmunreaktionen auslösen, wie z. B. bei Diabetes Typ 1 – aber auch andere Autoimmunerkrankungen sind denkbar.
👉 Fazit:
Stressregulation ist zentral, insbesondere wenn man seine Immunabwehr stärken möchte. Es gilt, sich aktiv mit dem eigenen Energie- und Belastungshaushalt auseinanderzusetzen.
Altersdiabetes (Diabetes Typ 2)
Der sogenannte Altersdiabetes ist in der Regel ein Diabetes Typ 2.
Er entsteht, wenn die Bauchspeicheldrüse ihre Tätigkeit einschränkt oder einstellt, also kein oder zu wenig Insulin und Glucagon mehr produziert. Oft kommen zusätzliche Störungen wie Fettstoffwechselstörungen hinzu.
Ursachen können u. a. sein:
Ernährungsumstellungen
Lebenstilbedingte Fehler
Mangel an Bewegung
Die Folge: Der Körper verwertet Zucker nicht mehr effizient. Das führt zu einer erhöhten Risikodisposition für:
Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Neurologische Krankheiten
Demenz
➡️ Altersdiabetes sollte differenziert und mit großer Aufmerksamkeit betrachtet werden.
Fasten und seine Tücken
Beim Fasten, z. B. Intervallfasten, kommt der Körper zunächst in einen Stresszustand.
In den ersten drei Tagen reagiert der Körper mit Stress, weil keine Nahrung nachkommt – „Er denkt: Was ist da los?“
Dann beginnt der Körper, an die Fettreserven zu gehen. Entscheidend dabei ist:
Hat man genügend Reserven? Dann geht der Körper an die Fettdepots.
Ist man eher untergewichtig oder sehr schlank? Dann greift der Körper auf Muskelzellen zurück.
Beim Fasten entstehen Ketonkörper, was zu Energieverschiebungen und Schwankungen im Körper führt.
➡️ Diese schnellen Veränderungen kann nicht jeder gut verkraften.
Ein gesunder Umgang mit dem Fasten ist deshalb wichtig. Z. B. empfiehlt Hildegard von Bingen kein Nullfasten, sondern:
Etwas Brot oder Dinkelgebäck
Viel Wasser
Nur leichte Reduktion, kein radikaler Verzicht
➡️ Ziel: Schonende Ausleitung, ohne Überforderung des Stoffwechsels.
Blutzucker-Normen – individuell oder starr?
Die gängigen Normwerte für Blutzucker beruhen auf statistischen Mittelwerten, z. B.:
Gesunde, 20-jährige Sportler
➡️ Diese Werte werden dann auf alle Altersgruppen übertragen.
Aber: Ein 70-jähriger Mensch ist nicht mit einem 20-jährigen Sportler vergleichbar. Daher wäre es sinnvoll, altersgemäße Blutzucker-Zielbereiche zu definieren.
Analoges Beispiel:
Beim Cholesterinwert ist es ähnlich. Die Grenzwerte stammen oft aus alten Studien mit jungen Testpersonen. Man sollte die gesamte Fettbilanz betrachten, nicht nur einzelne Laborwerte.
Fette und ihre Bedeutung für den Energiehaushalt
Die Frage:
Spielen Fette wie Omega-3, Omega-6, Triglyceride und andere essentielle Fettsäuren eine Rolle für den Energiehaushalt?
Antwort: Ja!
Fette haben einen gewaltigen Einfluss auf die Energieverfügbarkeit und -speicherung.
Beispiel:
Wer zusätzlich zur Ernährung einen Esslöffel hochwertiges Öl täglich konsumiert (z. B. Olivenöl), kann damit die Energiebilanz positiv beeinflussen – vorausgesetzt, der Körper verarbeitet diese Energie aktiv durch Bewegung.
Bewegung als natürliche Regulation
Bewegung ist essenziell, um überschüssige Energie sinnvoll zu verwerten.
Wer stundenlang am Schreibtisch sitzt, unterdrückt genau diesen Mechanismus.
Der Mensch ist ein Bewegungswesen.
Wir sind nicht für dauerhafte PC-Arbeit oder Handynutzung geschaffen.
➡️ Bewegungsmangel kann langfristig zu Stoffwechselentgleisungen führen – inklusive Diabetes Typ 2.
Studien zeigen:
Naturvölker, die erstmals mit der westlichen Zivilisation und Nahrung in Berührung kommen, entwickeln überproportional häufig Diabetes Typ 2.
Der Körper kann mit dem plötzlichen Energieüberschuss (z. B. durch Zuckergetränke) nicht umgehen.
Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis)
Wie entsteht eine Bauchspeicheldrüsenentzündung?
Gallenstein kann im Gallengang stecken bleiben und in die Bauchspeicheldrüse zurückstauen → Entzündung
Selbstverdauung durch Enzyme, wenn diese zu früh aktiviert werden
Schwäche des Immunsystems, das nicht in der Lage ist, die Entzündung einzudämmen
➡️ Eine gute Abwehr verhindert in der Regel eine Pankreatitis.
Pankreas-Schäden sind oft irreversibel – wie bei einem Unfallauto: von außen lackiert, innen aber schwer beschädigt.
❖ Warum verursachen Herzmedikamente Zuckerprobleme?
Frage: Warum habe ich ein Zuckerproblem durch Herzmedikamente?
Antwort:
Was machen Herzmedikamente? Meist sollen sie:
den Blutdruck senken
die Blutverdünnung regulieren
die Herzfunktion stabilisieren
Dafür greifen sie in ein Organ ein, das nie stillsteht – das Herz.
❖ Das Herz: Hochleistungsorgan mit enormem Energiebedarf
Das erste Organ, das beim Embryo entsteht, ist das Herz.
Das letzte Organ, das aktiv bleibt, bevor der Tod eintritt, ist ebenfalls das Herz.
Es schlägt ohne Pause, bewegt Muskelgewebe, pumpt konstant Blut.
„Habt ihr schon mal eine Pumpe gesehen, die nie gewartet werden muss?“
→ Das Herz hat ein integriertes Wartungssystem – bestehend aus Enzymen und Hormonen, darunter auch Insulin.
❖ Insulin als regenerierendes Hormon für das Herz
Insulin wirkt regenerierend auf die glatte Muskulatur, auch im Herzen.
Wird die Regulation durch Medikamente gestört, kann es zu Zuckerschwankungen kommen.
Herzmedikamente stören oft genau diese fein abgestimmten Prozesse – und das steht im Beipackzettel.
„Wer liest heute noch den Beipackzettel?“
→ Viele vermeiden das, weil sie dann Angst haben, die Medikamente zu nehmen.
❖ Grundproblem: Medikamente fokussieren sich zu eng
Medikamente wirken gezielt auf eine Funktion, aber sie vergessen das System drumherum.
Beispiel: Metformin (bei Diabetes):
Blockiert Zuckeraufnahme im Darm
Ziel: Verlangsamung der Zuckeraufnahme
Doch das ist keine ursächliche Therapie, sondern ein Hinauszögern.
„Ich gebe dir Streicheleinheiten… bis du zur Insulinspitze musst.“
❖ Chemische Belastung & gestörter Energiehaushalt
Viele Lebensmittel (z. B. Coca-Cola, Light-Produkte) greifen den Energiehaushalt an.
Warum?
Das Zuckerfrühwarnsystem sitzt auf der Zunge.
Sobald etwas süß schmeckt, bereitet das Hirn Insulin vor.
Wenn dann kein Zucker kommt, entsteht eine Insulin-Überreaktion.
„Light-Produkte stören – sie sind ein Risiko.“
❖ Chemie in alkoholfreiem Bier
Alkoholfreies Bier wird entalkoholisiert – oft durch Destillation.
Um Geschmack zu erhalten, werden Zusatzstoffe verwendet – oft nicht deklariert, aber wirksam.
Empfehlung:
„Wenn schon sündigen, dann richtig.“
Lieber ein echtes Bier und dann rausschwitzen, statt sich durch Chemie mehr zu schaden.
Bier = flüssiges Brot:
Hergestellt aus Malz (gekeimtes Getreide) → hoher Zuckergehalt
Enthält Glukose, Enzyme, Amylase, Stammwürze
Beim Brauen bleiben viele Nährstoffe erhalten
❖ Junkfood & die eigentliche Ursache des Problems
Viele Menschen in ärmeren Regionen sind überernährt mit Nährstoffarmem – durch Junkfood.
McDonald’s steht als Sinnbild – industriell haltbar gemachtes Essen
Enorme Mengen an Zusatzstoffen, Konservierungsmitteln, Geschmacksverstärkern
„Dieses Zeug ist mehr als nur Gift.“
❖ Fazit: Was ist Diabetes Typ 5 wirklich?
Frage: Kann es sein, dass chemische Stoffe den Energiehaushalt stören?
→ Ja.
Die Bauchspeicheldrüse wird langfristig geschädigt.
Der daraus resultierende Diabetes ist dann nicht mehr klassischer Typ 2, sondern ein durch Chemikalien verursachter Zustand – also ein möglicher Diabetes Typ 5.
„Diabetes Typ 5 = Chemisch induzierter Diabetes“
„Die wahre Wahrheit: Wir schädigen unseren Körper selbst – durch das, was wir essen und trinken.“
🩺 Ernährung und Lebensstil als zentraler Einflussfaktor bei Diabetes Typ 2
Aussage:
"Die Ernährung, meine Lebensweise, hat wohl einen entscheidenden Einfluss auf die Entstehung und Bildung von Diabetes Typ 2."
➡️ Relevanter Effekt:
Lebensstilfaktoren wie Ernährung und Bewegung können die Entstehung von Typ-2-Diabetes maßgeblich beeinflussen oder sogar verhindern.
🌿 Pflanzliche Stoffe zur Regulation des Blutzuckerspiegels
Therapieansatz bei nachlassender Bauchspeicheldrüsenfunktion (Typ 2):
„Ich kann pflanzliche Zusatzstoffe nehmen und den Energiehaushalt so unterstützen, dass ich den Zuckerspiegel nicht hemme, sondern die Insulinwirkung unterstütze.“
Beispiel: Cassia vs. Ceylon-Zimt (Cinnamomum verum)
Cassia-Zimt: Enthält Cumarin, das bei hohen Dosen leberschädigend wirkt.
Ceylon-Zimt: Enthält kaum Cumarin, unterstützt die Blutzuckerregulation, ist daher sicherer für Diabetiker.
➡️ Relevanter Effekt:
Ceylon-Zimt kann die Insulinwirkung verbessern und Blutzuckerspitzen abflachen – bereits ein Teelöffel Zimttee pro Tag zeigt messbare Effekte.
Anwendungstipp:
1 gestrichener TL Ceylon-Zimt (geschnitten) auf 150 ml Wasser – als Tee trinken.
🌿 Weitere pflanzliche Unterstützung: Moringa
Moringa-Blätter (Tee, nicht Extrakt):
Unterstützen ebenfalls die Blutzuckerregulation.
Kein Alkohol in der Zubereitung → wichtig bei Diabetes.
➡️ Relevanter Effekt:
Moringa-Tee kann helfen, den Glukosestoffwechsel zu harmonisieren, ohne die Bauchspeicheldrüse zu überlasten.
📊 Eigenes Messen möglich
"Messtechnisch lässt sich das mit einem einfachen Zuckerspiegelmesser an der Fingerperipherie nachweisen."
➡️ Relevanter Effekt:
Die Wirkung pflanzlicher Mittel wie Zimt oder Moringa ist unmittelbar messbar – ideal zur Selbstbeobachtung.
👩🦳 Wechseljahre und Diabetes – enger Zusammenhang
„Zwei gewaltige Zusammenhänge: In den Wechseljahren ändert sich der Energiehaushalt einer Frau. Fruchtbarkeit war kein Geschenk, sondern energetisch aufwendig.“
Nach den Wechseljahren wird Energie umverteilt.
Schwangerschaftsdiabetes als Sonderform → Hinweis auf hormonelle und energetische Umstellungen.
Hormonsubstitution (z. B. „naturidentische Hormone“) oft problematisch, da künstlich in den körpereigenen Hormonhaushalt eingegriffen wird.
➡️ Relevanter Effekt:
Hormonelle Umstellungen (Menopause) beeinflussen den Energie- und Zuckerstoffwechsel. Vorsicht bei extern zugeführten Hormonen – eigene Hormonproduktion sollte unterstützt werden.
🍦 Johannisbrotkernmehl im Eis – mehr als nur Konsistenz
„Das macht Eis cremig – und wirkt gleichzeitig Blutzucker-regulierend.“
Johannisbrotkernmehl enthält Pektine, die:
Zuckeraufnahme verlangsamen
Fettaufnahme regulieren
Cremige Konsistenz ermöglichen (auch bei -4 °C)
➡️ Relevanter Effekt:
Ballaststoffe aus dem Johannisbrotbaum können die glykämische Last einer Mahlzeit senken – besonders bei Eiscreme!
🧁 Sahne zum Eis – kontraproduktiv bei empfindlichem Stoffwechsel
„Sahne beschleunigt die Fettverdauung. Bei Laktoseintoleranz kann das zu Problemen führen.“
➡️ Relevanter Effekt:
Fettverdauungsbeschleuniger wie Sahne wirken sich auf Insulinantwort und Verdauungsstress aus – Vorsicht bei Diabetes und Verdauungsschwächen.
🌿 Insulinproduktion und Rosmarinblüten – pflanzlich gesteuert
Wenn die Insulinproduktion im Körper zum Erliegen kommt, dann beginnt im Kopfbereich das „Zaubern“ – das medizinische System steht oft ratlos da. Viele schulmedizinische Stellen hätten diesem Thema bisher kaum Beachtung geschenkt, weil es „nicht interessant“ erschien. Doch inzwischen beginne ein Umdenken – "Da haben wir was verpasst."
Und nun folgt eine überraschende Wende:
"Jetzt ratet mal, ob es Pflanzen gibt, die die Bildung von Insulin neu starten und anregen können. Ja, die gibt's."
🌸 Rosmarinblüten – Proteinsynthese und Insulinneubildung
Die blühende Rosmarinpflanze, speziell ihre hellblauen Blüten, besitzt die Fähigkeit, die Proteinsynthese zu fördern – also Eiweiße wie Insulin wieder aufzubauen. Entscheidend ist jedoch die richtige Zubereitung:
"Wenn ich daraus Tee mache, dann hat das verheerende Wirkung – nämlich gute."
Die Wirkung:
➡️ Ansteuerung der Insulinproduktion
➡️ Reaktivierung der Beta-Zellen
➡️ Beginn einer funktionierenden Insulinbildung
➡️ Sprunghafter Effekt auf den Blutzuckerhaushalt
Weitere Pflanzen mit ähnlicher Wirkung:
👉 Thymiangewächse – auch wenn sie botanisch nicht mit Rosmarin verwandt sind, enthalten sie vergleichbare aktivierende Substanzen.
"In weniger als sechs Wochen bringen wir ein solches Produkt auf den Markt. Zehn Jahre Forschung."
Das Forscherteam habe eine eigene Rosmarinsorte selektiert, die besonders reich an wirksamen Blütenstoffen ist. Diese sind zum Teil epigenetisch aktiv – das heißt, sie beeinflussen die Eiweißbildung auf genetischer Regulationsebene.
"Wenn es um Eiweißbildung geht, müsst ihr in die Epigenetik greifen."
🧬 mRNA und epigenetische Stimulation
Ein weiterer spannender Punkt:
➡️ Epigenetische Prozesse können beschädigte mRNA-Sequenzen wieder umleiten, sodass Insulinproduktion erneut angestoßen wird.
Diese Erkenntnisse sind nicht bloße Theorie, sondern bereits in Teeanwendungen erprobt. Auch die Thymianpflanze sei ein bedeutender Bestandteil dieser Entwicklungen.
🍬 Was ist bei Glucagon-Überschuss?
Was, wenn nicht ein Insulinmangel, sondern ein Glucagon-Überschuss die eigentliche Ursache für den hohen Blutzucker ist?
"Was macht Glucagon? Es regt die Zuckerspaltung an."
"Ich werde überschwellig."
Ein solcher Überschuss kann zu Fehldiagnosen als Typ-2-Diabetiker führen, obwohl die Störung eigentlich im Glucagonhaushalt liegt. Diese Menschen haben häufig sogenannte „Pseudo-Diabetes“-Symptome.
🌱 Welche Rosmarinsorte ist geeignet?
Frage aus dem Publikum:
Kann ich meinen blühenden Rosmarin im Garten verwenden?
Antwort: Ja – aber abhängig von der Sorte!
Die natürlicher gewachsene Rosmarinpflanze, die unter ursprünglichen Bedingungen gedeiht (Licht, Boden, Wasser, Klima), enthält deutlich mehr Wirkstoffe. Es handelt sich um sogenannte sekundäre Pflanzenstoffe, die die Pflanze nur unter bestimmten Umweltreizen bildet.
"Rosmarin mag keinen fetten Boden. Er ist ein Strauch, der bis zu 12 Jahre alt werden kann. Wenn er verholzt, blüht er weniger."
👉 Wichtig:
Nur blühender Rosmarin enthält die aktiven Wirkstoffe.
Und: Die Pflanze blüht idealerweise im Winter – bei etwa 10 °C.
"Wenn euer Rosmarin im Sommer blüht, habt ihr wahrscheinlich eine überzüchtete Sorte."
Das ist vergleichbar mit Zitrusgewächsen, die ebenfalls in mediterranen Wintern (4–10 °C) blühen. In dieser Kältezeit bilden sie intensivere Farbstoffe und Süße.
❖ Glucagonüberschuss & Ketonbildung
Bei einem Überschuss an Glucagon => Zimt-Tropfen.
Diese hemmen oder regulieren die Ketonbildung.
Sie bestehen nicht nur aus Zimt, sondern enthalten auch wirksame Pflanzenstoffe.
Wirkung: spürbar innerhalb weniger Stunden.
💡 Wichtig: Ein Glucagonüberschuss führt zu einer Überaktivierung des Energieverbrauchs – ein "Aufziehmännchen-Effekt", der nicht gesund ist.
❖ Insulinresistenz: Türöffnerprinzip
Wenn eine Insulinresistenz vorliegt, liegt das Problem nicht beim Insulin, sondern:
Die Zell-Rezeptoren reagieren nicht – die Tür zur Zelle bleibt zu.
👉 Therapie:
Tausendgüldenkraut-Tropfen
Spleen-Tropfen
Diese setzen gezielt an der Rezeptoraktivität an.
🧬 Tausendgüldenkraut ist eines der bittersten Enziangewächse Europas und wird intensiv erforscht, da es epigenetisch wirkt und möglicherweise Gensequenzen reaktivieren kann.
❖ Cortison-Problematik & Glucagon-Insulin-Ungleichgewicht
Viele Typ-2-Diabetiker haben nicht primär ein Zuckerproblem, sondern:
Ein Cortisonproblem mit Glucagon-Fehlregulation.
👉 Therapie:
Serotropfen
Moc-Tropfen
Diese helfen bei der Wiederherstellung des hormonellen Gleichgewichts.
Etwa 50 % aller Typ-2-Diabetiker haben an dieser Stelle ihre Hauptstörung.
❖ Fettstoffwechsel, Leber & Pektin
Ein ungesunder Fettstoffwechsel wird heute oft nur mit Diäten behandelt, dabei ist die Leber der zentrale Steuermechanismus.
👉 Therapieansatz:
Kurzkettiges Pektin, ein nicht-verdaulicher Mehrfachzucker,
kann paradoxerweise den Blutzucker regulieren
und gesättigte Fettsäuren im Darm binden und regulieren.
Was ich nicht verdauen kann, hilft mir, meinen Zucker zu regulieren.
❖ Glucagonstörungen ohne Übergewicht
Wenn ein Patient keine Übergewichts- oder Leberproblematik hat, aber dennoch an einer Glucagonstörung leidet, ist das komplex:
Ursache: Störung der Glucagon-produzierenden Zellen.
Es existiert aktuell keine Standardtherapie.
Forschung ist im Gange, aber noch nicht reif für breite Anwendung.
❖ Adrenalin, Fettverbrennung & neurologische Schäden
Sportler lernen:
Fettverbrennung funktioniert am besten bei ca. 100 Puls/min, weil dann Glucagon und Adrenalin gemeinsam die Energiegewinnung steuern.
Das Gehirn verbraucht bis zu 120 g Glukose/Tag.
Wenn Ketonkörper ins Spiel kommen, sinkt der Verbrauch auf 40 g/Tag.
Aber:
Ketonkörper schädigen Nervenzellen.
Ein Grund für die Zunahme neurologischer Erkrankungen bei Diabetikern.
🔥 Zivilisationserkrankung Diabetes – ein Problem der Steuerung
Diabetes kann nicht behandelt werden, ohne den Hebelpunkt zu erkennen, an dem man ansetzen muss.
Das Scheitern der westlichen Welt liegt nicht an fehlenden Möglichkeiten, sondern daran, dass wir den Diabetes nicht beherrschen, sondern er uns beherrscht.
Wenn ein Drittel der Bevölkerung Symptome hat, liegt ein systemischer Fehler vor.
Es geht nicht nur um Zuckerkonsum, sondern um viele externe Stoffe, die auf unseren fein austarierten Energiehaushalt einwirken.
Diese Stoffe stören die sensible Steuerung von Energie und Kraft und verursachen „viel Ärger“.
🧪 Sero-Tropfen – pflanzliche Steuerung der Nebenwerte
Die Sero-Tropfen steuern die Ernährungssignale und beeinflussen auch Nebenwerte wie Cortisol- und Adrenalinspiegel.
Noradrenalin kompensiert Adrenalin, was für die Regulation von Stress entscheidend ist.
Die Tropfen wurden ursprünglich für Prolactin-Überschuss und Serotonin-Ungleichgewicht entwickelt – mit großem Erfolg.
Hauptinhaltsstoff: Kubebenpfeffer – eine Pflanze aus Indonesien, bereits von Hildegard von Bingen beschrieben.
Kubebenpfeffer enthält ein „Feuerwerk an Wirkstoffen“ – sehr wirksam bei Regulationsstörungen.
🧾 Problematik der Diagnostik – Kasse vs. Wahrheit
In der heutigen Medizin wird eine Diagnostik erwartet, die von der Krankenkasse getragen wird – doch das hat Grenzen.
Die Kasse zahlt nur das Nötigste – nicht das Sinnvolle.
Beispiel: Ein Lebensmittelchemiker liefert präzise Ergebnisse, wenn er 360°-Analytik betreiben darf – aber das kostet.
Echte Analytik braucht Freiraum und Budget, um fundierte Ergebnisse zu liefern.
Unser Gesundheitssystem hat sich so entwickelt, dass wir sagen: Es soll möglichst nichts kosten – und trotzdem perfekt sein.
Die Eierlegende Wollmilchsau gibt es nicht.
💥 Ketonkörper und Bauchspeicheldrüse – eine gefährliche Beziehung
Frage: Welche Lebensgewohnheiten fördern die Bauchspeicheldrüse?
Antwort: Die Drüse kann nicht regeneriert, aber unterstützt werden.
Ketonkörper schaden der Bauchspeicheldrüse!
Vergleich: Ein Benzinmotor mit Nitro läuft kurz – dann ist er kaputt.
Genauso reagiert die Bauchspeicheldrüse sensibel auf zu viele Ketone – es kommt zu massiven Schäden.
Also: Ketonkörper nur in niedriger Menge tolerierbar.
🏃♂️ Bewegung und Zuckerverbrennung – das Mittel der Wahl
Zucker muss verbrannt, nicht gespeichert werden.
Sobald Insulin ins Spiel kommt, speichert es alles, was übrig ist.
Vergleich: Insulin ist der „Sparschwabe“ im Körper – es hortet Energie und macht dick.
Fett ist das Sammelbecken für Energieüberschuss – Ergebnis: Übergewicht.
🌿 Zur Rolle der Bauchspeicheldrüse und warum Bitterstoffe nicht helfen
Bitterstoffe helfen nicht bei der Stärkung der Bauchspeicheldrüse. Diese braucht andere Wirkstoffe, wenn sie unterstützt oder angeregt werden soll.
Geeignete Pflanzenstoffe sind z. B. Muskatellersalbei oder auch Poleiminze
Die Bauchspeicheldrüse spielt eine zentrale Rolle in der Eiweißverwertung.
Was verwertet sie? → Aminosäuren.
Wenn wir Eiweiß essen, wird es in Aminosäuren aufgespalten, die dann von der Bauchspeicheldrüse genutzt werden, um:
Hormone zu bilden
Enzyme zu produzieren
🧪 Beispielhafte Vorstellung:
Stellt euch vor, ihr müsstet einen Liter Eiweiß liefern – das ist eine riesige Aufgabe, die die Bauchspeicheldrüse täglich bewältigt.
👉 Deshalb ist es wichtig, sich so zu ernähren, dass:
ausreichend reine Eiweißbausteine ankommen
wenig Zusatzstoffe im Essen enthalten sind
Denn diese würden die Drüse zwingen, erst einmal „Müll zu sortieren“, bevor sie verwerten kann.
🧠 Kurzer Exkurs zu Ernährungshypes – z. B. ketogene Ernährung
Ketogene Ernährung?
→ Ja, das ist ein Hype, wie so viele andere auch.
Wir leben in einer Zeit voller Sensationsgier – alles muss neu, besser, radikal sein.
Doch statt sich in solche Extreme zu stürzen, sollten wir erst denken, dann handeln.
🧩 Was wäre stattdessen sinnvoll?
→ Grundlagen verstehen, überlegen, verknüpfen, dann umsetzen.
Nicht andersherum!
🏛 Was wir von früheren Hochkulturen lernen können
Warum konnten die Menschen früher Großartiges leisten, obwohl sie keine Hightech-Geräte hatten?
Beispiele:
Kolosseum: steht seit 2000 Jahren, aus selbstheilendem Zement (Opus cementitia), ohne Eisenstruktur
Ägyptische Tempel: asymmetrisch gebaut → erdbebensicher
Griechenland: erste Dampfmaschine 500 v. Chr., Erdumfang-Berechnung ohne moderne Technik
Gallien (Frankreich): entwickelte unter römischer Führung mechanische Mähdreschmaschinen
👉 Diese Kulturen waren klug. Sie hatten weniger zur Verfügung, mussten mehr denken – vielleicht waren sie deshalb sogar voraus.
🧠 Das zeigt:
„Wir brauchen keine neuen Hypes, sondern Menschen, die sich mit Verstand und Hingabe einem Thema widmen.“
❗ Warum Abnehm-Spitzen gefährlich sind
Beispiel: Abnehm-Spritzen (wie sie z. B. prominente Personen wie Trump nutzen)
Was passiert dabei?
Es wird massiv in den Fettstoffwechsel eingegriffen
Die Leber wird überfordert
Fette werden auf Null gefahren
Es wirkt wie ein Vorschlaghammer
Vergleichbar mit Statinen, die die Cholesterinproduktion hart unterdrücken – und damit ganze Stoffwechselketten destabilisieren
🔴 Fazit:
„Diabetes heilt man nicht mit der Brechstange – sondern mit dem Verstand.“
🧬 Verdauung: Qualität statt Sensibilität
Manche glauben, dass „verdauungssensible Zufuhr“ die Organe schont.
Aber das ist ein Missverständnis!
Die Wahrheit ist:
→ Die Organe (v. a. Magen, Darm, Leber, Bauchspeicheldrüse) brauchen Arbeit und Reize, um Enzyme im Überschuss zu bilden.
🧪 Beispiel:
Wenn der Magen zu wenig arbeitet, funktioniert die Fett- und Eiweißverdauung nicht.
🌿 Pflanzliche Unterstützung: Ysop & Bertram
Ysop
→ Fördert die Eiweißbildung im Magen
→ Stimuliert Enzymbildung, wie sie Hildegard von Bingen bereits empfahl
✅ Tipp: Ysop in eiweißhaltige Speisen mitkochen!
Bertram
→ Aktiviert die Bauchspeicheldrüse
→ Auch die Speicheldrüsen werden stimuliert
✅ Anwendung: Nur eine Prise! – Das Prinzip lautet: „Steter Tropfen höhlt den Stein.“
🧠 Abschließend zur heutigen Zeit:
Trotz all unserer Technologie sind wir nicht in der Lage, eine Erkrankung wie Diabetes ganzheitlich zu verstehen.
Dabei hätten wir alle Mittel zur Verfügung – aber oft fehlt der Wille, das Denken, die Verknüpfung.
„Wir haben alles, was wir brauchen – wir nutzen es nur nicht richtig.“
Wenn ich die Hormonbildung oder Eiweißbildung störe, dann stellt sich die Frage:
Was stört?
Alles, was schon im Magen die Eiweißverdauung stört, hat eine direkte Auswirkung auf den Energiehaushalt.
➡️ Wozu essen wir denn eigentlich ständig?
Damit unser Energiehaushalt versorgt wird. Sonst könnten wir keine Leistung erbringen.
Wenn Hildegard von Bingen schreibt, dass Nahrung Heilung sein sollte, meint sie:
Nahrung soll alles beinhalten, was den Körper hält, erneuert und gesund erhält – möglichst ein Leben lang.
Sie spricht zudem ganz bewusst von Kraft. Damals gab es noch nicht den Begriff Energie, aber sie hatte das Prinzip verstanden:
Der Körper braucht Nahrung zur Energieerhaltung.
Sie wusste:
Nicht alles in der Nahrung ist sinnvoll.
Je nachdem, wie du lebst, musst du achtsam sein, was du deinem Körper zuführst.
Sie hat ein ganzes System an Nahrungsmitteln entwickelt, mit gezielter Wirkung. Wenn sie z. B. vom Dinkel spricht, dann tut sie das nicht ohne Grund:
🌾 Warum hebt Hildegard den Dinkel hervor?
Dinkel war damals das Getreide des armen Mannes, fast vergessen.
Dinkel wächst bis auf 2 Meter Höhe, auch ohne Düngung.
Und nun: Dinkel hat die höchste Eiweißkonzentration aller Getreide.
Angekeimter Dinkel entwickelt sogar einen noch höheren Eiweißgehalt als alle anderen Körner zusammen!
Empfehlung:
Lass Dinkelkorn ankeimen (ca. 5 cm hoch) und iss es roh oder verarbeitet.
Was passiert?
Die Aminosäurebilanz verbessert sich schlagartig.
Die Bauchspeicheldrüse zeigt Reaktion.
Zucker wird besser verwertet.
Blattgrün entsteht → chlorophyllreicher „grüner Zweig“.
Enzyme werden aktiv → bessere Eiweißverdauung.
Das Korn liefert Eiweiße in intakter Form.
💪 Auch für Sportler:
Dinkel enthält alle essentiellen Aminosäuren.
Du musst nichts zusätzlich zuführen.
Hildegard wusste nichts über Aminosäuren – aber sie spürte die Wirkung. Und darum geht es:
Die Wirkung im Körper ist entscheidend, nicht nur die Theorie.
🧬 Was ist mit Diabetikern und Kohlenhydraten?
➡️ Ja, Diabetiker sollen mit Kohlenhydraten vorsichtig sein.
Aber:
Beim gekeimten Getreide ist der Kohlenhydratanteil geringer, da die Kohlenhydrate beim Keimen verbraucht werden.
Beobachte den Geschmack:
Am 2. Tag süß, am 10. Tag fast nicht mehr.
Der Zucker wird umgewandelt in pflanzliche Strukturen, die Eiweiße bleiben erhalten.
⚠️ Achtung bei handelsüblichem Weizen:
Wenn du Weizen aus dem Supermarkt keimen lässt, dann keimst du auch die Agrochemie mit.
➡️ Diese bleibt im Korn – und wird mitgegessen. Das stört den Energiehaushalt.
🍂 Gezielte Nahrungsmittel zur Steuerung des Energiehaushalts
🌰 Esskastanie (Marone)
Nur 2 % Fett → fettärmste Nuss überhaupt!
Gehört zu den Eichengewächsen (wie Bucheckern).
Die Eiweiß- und Kohlenhydratzusammensetzung ist ideal.
Keine starke Glukoseabgabe → im Gegensatz zur Kartoffel!
➡️ Kartoffel gibt dreimal Glukose ab,
➡️ Marone nur einmal.
Gleichzeitig:
Alle Aminosäuren sind enthalten.
Perfekt für Energiehaushalt, ohne Insulinspitzen.
Tipp:
Edelkastanien-Mehl oder -Flocken in Brot oder Kuchen einmischen –
➡️ Es wirkt an der Basis stärkend, ohne den Hormonhaushalt zu belasten.
🌱 Kichererbse
Kombi-Tipp: 5 % Edelkastanien-Mehl + 5 % Kichererbsenmehl im Brot.
Ergebnis:
Herzhaftes Brot,
schnelleres Sättigungsgefühl,
bessere Verdauung,
positive Wirkung auf Energiehaushalt.
💡 Wusstest du?
Aus Kichererbsenmehl kann man Tofu herstellen – ganz ohne Chemie!
→ Stichwort: Burmesischer Tofu (Rezept auf YouTube)
Zutaten: Kichererbsenmehl, Wasser, Salz.
→ Einfach. Schnell. Effektiv.
🫒 Olivenöl – aber nur roh!
Warum?
Rohes Olivenöl löst gesättigte Fette.
Es hat eine günstige Fettsäurezusammensetzung.
Fett löst Fett – nach dem Prinzip der mediterranen Kost.
So kann man Fett im Körper senken – durch Fett!
🍲 Pektine in Kichererbsen – Wirkung auf Leber und Lymphe
Kochanleitung:
Kichererbsen über Nacht einweichen.
Am nächsten Tag Wasser abschütten, gut spülen.
Mit frischem Wasser langsam kochen, Deckel drauf, ohne Salz oder Zusätze.
Nach dem Kochen: Kochwasser stehen lassen.
➡️ Das Wasser wird gelartig – es enthält Pektine.
Diese kurzkettigen Pektine haben folgende Wirkung:
Senken gesättigte Fettsäuren im Lymphsystem und in der Leber.
Unterstützen den gesamten Fettstoffwechsel – auf einfachem Weg.
🍽 Fette und ihre Rolle in der Diabetessteuerung
Wenn Insulin durch Kohlenhydrate ausgeschüttet wird, dann bedeutet das auch: Insulin fördert die Fettsynthese. Daraus folgt:
👉 Wer Zucker aufnimmt, produziert über Insulin zusätzliche Fette.
Was ist also naheliegend?
Ich will nicht nur den Zucker regulieren, sondern auch den Fettüberschuss im Körper drosseln. Und das kann ich gezielt über die Ernährung steuern.
🐟 Der Clou: Meeresfisch senkt Diabeteswerte
Man hat sich Studien angeschaut:
Menschen mit Diabetes, die regelmäßig Meeresfisch aßen, zeigten bessere Blutzuckerwerte.
Warum?
Ja, Fisch liefert hochwertiges Eiweiß, ist leicht bekömmlich, enthält wenig Kohlenhydrate.
Aber die entscheidende Entdeckung war eine andere:
👉 Omega-3-Fettsäuren.
💧 Omega-3-Fettsäuren – Regenerative Fette mit Einfluss
Omega-3-Fettsäuren sind regenerative Fette.
Sie haben einen direkten Einfluss auf den wichtigsten Energieträger des Körpers – die Fette selbst:
✅ Sie drosseln die Menge an gebildetem Fett
✅ Sie beeinflussen Entzündungsprozesse positiv
✅ Sie verbessern die Stoffwechselaktivität
Das war bislang in der Diabetologie so gut wie nicht berücksichtigt. Dabei zeigen Studien heute:
Wer Omega-3 regelmäßig einbaut, kann seinen Diabetes über den Fettstoffwechsel mitsteuern.
💡 Jeder Diabetiker, der beginnt, gezielt mit Omega-3 und Fisch zu arbeiten, wird spür- und messbare Veränderungen sehen.
Ziel: Nicht nur kurzfristige Blutzuckerwerte verbessern, sondern langfristig den Zustand positiv verändern.
🍫 Schokolade – Freund oder Feind?
Schokolade ist allgemein als ungesund verschrien – zu viel Zucker, zu viel Fett.
Doch man muss genau hinschauen:
In billiger Schokolade ist selten Kakaobutter enthalten.
Stattdessen: Palmfette, Butterreinfett, oder andere geschmacksverstärkende Fette.
Edle Schokoladen enthalten dagegen echte Kakaobutter – qualitativ hochwertig.
🟤 Was passiert aber, wenn ich reines Kakaopulver, also gemahlene Kakaobohnen ohne Zusätze, verwende?
👉 Kakao steigert die Insulinempfindlichkeit der Zellen
👉 Die Insulinrezeptoren werden aktiviert, das Insulin wirkt effizienter
Das bedeutet:
Weniger Insulin nötig → weniger Fettproduktion → bessere Steuerung des Zuckerhaushalts
📝 Wichtig:
Das ist kein süßer Kaba. Das ist reines, bitteres Kakaopulver, aber mit positivem Effekt auf den Insulinstoffwechsel.
🌵 Die Kaktusfeige – unterschätzte Heilpflanze
Ein kleiner Exkurs, aber ein spannender naturheilkundlicher Impuls:
Die Kaktusfeige (nicht zu verwechseln mit der kleinen Nopal) ist:
Süß im Geschmack, aber die Süße täuscht
Reich an Pektinen, Mehrfachzuckern und Polysacchariden
Diese Bestandteile verlangsamen den Blutzuckeranstieg
Sie fördern die Glucagon-Ausschüttung, was dem Insulin entgegenwirkt
💡 Die Frucht hilft also, den Zuckerhaushalt zu stabilisieren, trotz süßem Geschmack
Und jetzt kommt’s:
Die Samen der Kaktusfeige enthalten das teuerste Öl der Welt. Warum?
Es wirkt regenerativ
Es kann Gewebshormone aktivieren
Es wird aktuell sogar in der Prostataforschung eingesetzt
Die Preise explodieren – es ist medizinisch hochinteressant
📌 Tipp zur Anwendung:
Vorsicht bei den Dornen!
Die Dornen lassen sich gut entfernen, indem man die Früchte:
in kaltem Wasser badet (Dornen schwimmen auf)
mit Wolle abreibt (bleiben hängen)
Dann Frucht schälen und verzehren
🍽 Fazit: Diabetes lässt sich über die Küche steuern
Durch:
Gezielte Fettauswahl (Omega-3, Kakaobutter statt Palmfett)
Naturstoffe wie Kakao und Kaktusfeige
Verzicht auf industrielle Fette und Zucker
Förderung von Glucagon statt Dauerinsulin
📌 Die Ernährung ist kein Nebenschauplatz, sondern ein zentraler Hebel bei der Diabetesbehandlung.
🟡 Extra-Tipp: Gelber Tofu aus Kichererbsen – einfach gemacht
Burmesischer Tofu („gelber Tofu“) ist:
Aus Kichererbsenmehl
Über Nacht herstellbar
Stichfest ohne Kochen
Bindet durch seine natürlichen Pektine
Ein guter Eiweißträger ohne Soja
Zubereitung:
Kichererbsen fein mahlen
Wasser + Salz dazu
Über Nacht quellen lassen
Fest werden lassen → fertig!
👉 In Youtube gibt es unzählige Rezepte dazu
🫒 Olivenöl – was bedeutet "nativ extra" wirklich?
"Natives extra virgin Öl" heißt: kalt gepresst bei ca. 40 °C, nicht raffiniert, keine chemische Bearbeitung.
Alles, was darüber hinausgeht, verliert die Bezeichnung "nativ extra".
Säuregehalt ist ein Qualitätskriterium – je niedriger, desto besser.
Ein gutes natives Öl kratzt leicht im Hals, das ist ein Hinweis auf gesunde sekundäre Pflanzenstoffe, z. B. Polyphenole.
🌾 Gluten, Dinkel und Zöliakie – Missverständnisse klären
"Gluten" gibt es so nicht – korrekt wäre "Glutene": Das ist eine Gruppe von Glykoproteinen.
Es gibt verträgliche und unverträgliche Glutene – nicht alle sind per se schädlich.
Bei echter Zöliakie (Cöliakie) handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, nicht einfach eine Nahrungsmittelunverträglichkeit.
Das Immunsystem schaltet auf Angriff, sobald Glutene auftauchen.
Der Darm ist dabei das Opfer, nicht der Verursacher.
Bei Menschen ohne Zöliakie, aber mit Unverträglichkeiten, sollte man genauer hinschauen: Womöglich liegt es nicht am Gluten selbst, sondern an:
Anbaumethoden
chemischer Behandlung
modernen Züchtungen
🌾 Warum früher Dinkel keine Probleme machte
Der Referent ist selbst Dinkelzüchter und sammelt europaweit alte Dinkelsorten, um sie zurückzuzüchten.
Historisch gesehen war Dinkel ein Hauptnahrungsmittel – Zöliakie war selten.
Damals enthielten die Glutene:
eine andere molekulare Struktur
waren bekömmlicher
und besser an unsere Genetik angepasst.
Die Genetik des Menschen hat sich über 12.000 Jahre an Getreide angepasst.
Rückzüchtungen zeigen:
alte Dinkelsorten haben eine höhere Eiweißqualität
sättigen stärker (wie auch Hildegard von Bingen bereits sagte)
"Wenn ich moderne Chemie auf Dinkel bringe, verändere ich seine Glutenstruktur" – und da beginnen die Probleme.
🍐 Pektin – Wirkung & Dosierung
Ein Teelöffel kurzkettiges Pektin pro Tag reicht für eine spürbare Wirkung.
Bei Beschwerden kann mehr eingenommen werden.
Beispiele für hohe Pektinmengen:
Kichererbsenmahlzeit = 4–5 Teelöffel Pektin
Quitten im Herbst – besonders wirksam, wenn sie naturbelassen vom Bauern kommen.
Regelmäßiger Verzehr über Wochen (z. B. Quittenkompott am Abend) zeigt spürbare Erfolge.
🍯 Zucker – Was ist gefährlich, was darf sein?
Saccharose (weißer Haushaltszucker) (dreifachwertiger Zucker):
besteht aus drei Glukosemolekülen
löst eine starke Kaskade im Stoffwechsel aus
nicht natürlich verwertbar, daher schädlich
Fruchtzuckerquellen wie Datteln, Reis, Agavendicksaft, Xylit – besser, aber nicht immer sinnvoll.
Frage: „Wenn ich Fruchtersatzsüße nehme – wäre es da nicht klüger, einfach die Frucht zu essen?“
Empfehlung:
Weniger süßen
Gesunder Honig in kleinen Mengen als natürliches Süßungsmittel
Honig = Medikament, nicht Süßstoff
enthält über 700 Wirkstoffe
hat starke heilende Eigenschaften
sollte nicht in Massen, sondern gezielt verwendet werden
🧬 Cholesterin: Grenzwerte und Missverständnisse
Frage: Bis zu welchen Werten ist Cholesterin tolerierbar?
Eine wichtige Frage – aber stark umstritten.
Man kann den Fettstoffwechsel nicht pauschal an drei Parametern – Gesamtcholesterin, HDL und LDL – festmachen. Das ist so, als würde man mit drei Rädern Auto fahren – es fehlt ein entscheidender Wert.
Ohne die Bilanz der ungesättigten Fettsäuren (Omega-3/Omega-6) ist die Aussagekraft begrenzt.
Ebenso muss man das Verhältnis von Insulin und Glucagon berücksichtigen – der Gegenspiegel fehlt sonst!
➡️ Beispiel:
Ein Mensch mit einem Cholesterinwert von 300 – laut Arzt ohne Gefäßablagerungen. Warum?
→ Weil die Omega-3- und Omega-6-Bilanz stimmt. Das Fett bleibt flüssig, lagert sich nicht ab, kann verwertet werden.
Fazit:
Ein erhöhter Cholesterinwert allein ist nicht krankheitsauslösend. Entscheidend ist die Gesamtbilanz des Fettstoffwechsels.
🧁 Zum Thema Kuchen und Zucker
Historischer Bezug: „Wenn sie kein Brot haben, sollen sie Kuchen essen“ – Marie Antoinette → Französische Revolution.
Kuchen ist ein Luxusprodukt.
In früheren Zeiten war das Vertretbar zur Belohnung, heute leben wir im Überfluss.
➡️ Heute gilt:
Zucker sollte mit der Pipette dosiert werden.
Versteckter Zucker überall – selbst in Ketchup (Maisstärke), Hamburgerbrötchen (Stärke, Hefe) etc.
Schon im Herzhaften konsumieren wir Zucker, und dann noch zusätzlich Süßes → Zucker-Überfluss → Probleme.
🌿 Galgant – die unterschätzte Heilpflanze
Galgant = Verwandter des Kurkuma.
Es gibt:
Weißen Galgant (frisch essbar)
Roten Galgant („Alpinia galanga“) – braucht 10 Jahre Reifung.
🧠 Wirkung:
Herzstärkend
Erhöht Sauerstoffgehalt im Blut
Fördert Verdauung über Enzymbildung
Enthält Dentin (Zahnhärtung!)
Dentin in einer Pflanze nachweisbar – obwohl sie keine Zähne hat!
→ Wird aktuell erforscht als Möglichkeit zur Zahnstärkung.
Über 70 hochaktive Inhaltsstoffe wurden im Galgant gefunden.
In Asien (z. B. Blumenfarmen) wurde Galgant zunächst als Zierpflanze gezüchtet – mittlerweile auch als Heilkraut erkannt.
🧪 Welche Stoffe lösen falsche Eiweißbildungen aus?
Stabilisatoren in der Nahrung:
→ Beeinflussen die Struktur und Bildung von Eiweißen negativ.
Synthetische Antioxidantien (nicht Vitamin C!) haben ähnliche Wirkungen.
Die Forschung steckt noch in den Kinderschuhen.
Zu viel Eiweiß kann schaden.
Wir sind keine Grasfresser, sondern Omnivore.
→ Wir sind gebaut, um eine große Bandbreite natürlicher Nahrung zu verdauen.
Veganismus ist möglich, aber nicht evolutionär angelegt.
Tierisches Essen in Maßen (z. B. Käse, Fisch) ist nicht schädlich.
→ In Maßen okay, täglich übertrieben – dann wird’s problematisch.
🌾 Kichererbsenmehl – richtig hergestellt
Kichererbsen enthalten Eiweiße, die schnell klumpen.
Deshalb:
→ Nur kalt und schnell mahlen!
Ein gutes Kichererbsenmehl wird auf großen Mühlen kalt verarbeitet.
Wenn ihr Gallensteine habt, ist es im Grunde ein Cholesterinproblem.
Das Cholesterin wird fest, bildet einen Gallenstein und bleibt in der Gallenblase hängen.
Das bedeutet:
Die Bilanz der ungesättigten Fettsäuren stimmt nicht, und die Leber macht Fehler,denn sie schiebt das überschüssige Cholesterin nicht ins Blut, sondern in die Galle.
Sie versucht es loszuwerden – über die Gallengänge, in Richtung Darm. Dort verfestigt sich das Cholesterin, bildet Steine und beginnt zu stören.
Ist eine Lösung ohne Operation möglich?
Ja, die gibt es.
Ihr nehmt den Lebertee und die Pektine von uns, trinkt täglich einen halben Liter Tee und nehmt einen Teelöffel Pektine.
Dann passiert Folgendes: Der Gallenstein beginnt sich zu schälen, verflüssigt sich von außen – bis er sich komplett auflöst.
Einige Steine können dann durch den Gallengang weiterwandern, das spürt man manchmal als leichte Gallenkolik, dann gibt’s Durchfall, und die Sache ist erledigt.
Erfahrungsbericht:
Eine Ärztin mit einem taubenei-großen Gallenstein glaubte nicht, dass das ohne OP möglich sei.
Nach eineinhalb Jahren – ohne Operation – war der Stein nachweislich weg,
dank Tee und Pektinen.
Heute empfiehlt sie diesen Lebertee all ihren Patienten.
Warum funktioniert das?
Weil ihr nicht direkt auf den Stein einwirkt, sondern die Fettzusammensetzung verändert.
Dann gelangen mehr ungesättigte Fette in die Galle, und die lösen dort die steinige Oberfläche auf.
Wichtig:
Maronibrei und Maronenmehl sind zwei völlig verschiedene Dinge!
Der Maronibrei ist in der Hildegard-Medizin eine Therapie bei Colitis ulcerosa und Morbus Crohn.
– Zehn Tage, scheußlich im Geschmack, aber sehr wirksam.
– Stoppt jede Colitis.
Das Maronenmehl hingegen ist geschmacklich sehr angenehm,
– hat aber nichts mit dem Maronibrei zu tun.
– Man kann es gut kochen und vielseitig verwenden.
Der Lebertee:
Die entscheidende Frage ist:
Welches Kraut wirkt schnell auf zu viel Cholesterin?
Antwort: Unser Lebertee.
Er wirkt nicht primär auf die Blutfette, sondern spricht die Leber an: „Stell bitte deine Fettzusammensetzung neu zusammen.“
Dinkel – Ein Getreide mit Geschichte:
Ihr könnt Dinkel einfach selbst ankeimen,
– Samen einweichen für 12 Stunden, dann keimen lassen – einfacher geht’s nicht.
Der Begriff Ur-Dinkel ist eigentlich falsch verwendet:
Es gibt keine originale Urform mehr, sondern lokale, alte Dinkelsorten, die sich über Jahrtausende in verschiedenen Regionen etabliert haben.
Beispiel:
Anatolisches Hochland, über 4500 Jahre alt, auch die Griechen und Römer kannten den Dinkel als Spelz.
Ein echter, guter Dinkel kann:
bis zu 1,80 Meter hoch werden,
Ehren von 30 cm Länge bilden.
Ein ertragreiches Getreide, wenn man es wachsen lässt.
Problem für Bauern:
Wind kann es umknicken, schwer zu ernten.
Doppelspelzkorn = sehr schwer zu entspelzen,
– bis zu 30 % Ernteverlust durch das Entspelzen.
– Daher wirtschaftlich unattraktiv.
Tipp zum Anbau für Einsteiger:
Ostroter Dinkel
Oberkulmer Rotkorn
→ Noch ursprungsnah und leicht verfügbar.
Vorsicht bei „Frankenkörnern“ oder stark gezüchteten Sorten – lieber meiden.
Im Urlaub:
In Spanien oder Italien – fragt nach:
„Farro Grande“ (Italien) → großer Dinkel
„Espelta“ oder „Escanda“ (Spanien)
Dort gibt es teilweise 500–600 Jahre alte Kulturdinkelsorten,
– nicht eingekreuzt, nicht überzüchtet,
– wachsen auch in der Schweiz und in Deutschland gut.
Achtung auf Glyphosat beim Dinkelanbau!
Viele moderne Bauern arbeiten mit „No-Till-Verfahren“:
– Nicht pflügen, aber dafür Glyphosat spritzen.
– Und dann wird Dinkel angebaut.
Das landet später als „Bio-Dinkel“ im Reformhaus.
Das ist heftig, aber leider Realität.
Was tun?
Nicht aufregen, sondern Lösungen finden.
Demeter-Dinkel ist nicht automatisch sauber:
– Viele Demeter-Bauern haben konventionelle Nachbarn,
– deren Pestizide landen durch Verdriftung trotzdem im Boden.
Wirklich sauberer Bioanbau braucht:
Keine Spritzmittel im gesamten Umkreis,
Klare Regeln – keine Schönfärberei.
Vision für Europa:
Wir hätten genug stillgelegte Flächen,
– könnten biologisch reine Schutzgebiete errichten,
– ohne konventionelle Methoden – rein biologisch.
Das würde neue Qualitäten hervorbringen.
Quittenkerne einweichen? Ja, das geht.
Quittenkerne sind eine regelrechte Pektinbomben.
Sie enthalten hochwertige Schleimstoffe, die sich ideal bei Reizhusten, Heiserkeit und Schleimhautproblemen einsetzen lassen.
Der Bratapfel kann die Quitte nicht ersetzen.
Er ist zwar auch gut, enthält gerne Pektin, aber er kommt nicht an die Quitte heran –
weder in Wirkung noch in der Vielfalt der Inhaltsstoffe.
Farro ist einfach Dinkel auf Italienisch.
Wenn ihr ab Mittelitalien südwärts unterwegs seid, werdet ihr überall uralte Dinkelsorten entdecken.
Die Menschen bauen ihn noch an, teilweise mit archaischen Methoden, gerade in den Apenninen, also im Gebirge.
Und genau dort müsst ihr sammeln.
Denn:
Dort sind die Sorten meist nicht eingekreuzt.
Die Leute wissen manchmal nicht einmal, was sie da haben – aber sie kultivieren es weiter, weil es seit Generationen da ist.
Diese alten Sorten sind oft unglaublich resistent – gegen Schädlinge, gegen Pilze.
Ich habe auf all meinen Dinkelfeldern noch nie einen Pilzbefall gehabt, der wirklich Ärger gemacht hätte.
Warum?
Weil diese Pflanzen ein eigenes Abwehrsystem haben.
Sie müssen sich behaupten – und das stärken ihre inneren Schutzmechanismen.
Und das gilt nicht nur für Dinkel, sondern für alle alten Sorten, egal ob Gemüse, Obst oder Kräuter.
Wenn wir mit der Überzüchtung aufhören und uns auf das Wesentliche konzentrieren,
auf die Nährstoffe, dann müssen wir sagen:
Achtung – alte Sorten sind besser.
Das gilt übrigens auch für den Kräuterbereich.
Beispiel: Akelei
Jeder von euch hat sie schon gesehen: die bunte Gartenakelei – mit gelben, roten oder rosa Blüten.
Die originale Akelei aber – ist dunkelviolett, klein, und hat es in sich.
Die Gartenakelei ist zwar schön anzusehen, aber wirkstofftechnisch kommt sie nicht einmal annähernd an die Bergakelei heran.
Fazit:
Wir müssen wieder an das anknüpfen,
was die Natur uns liefert –
gerade wenn es um Heilmittel geht.
Zum Schluss noch:
Wenn du Fragen hast, etwas vertiefen möchtest oder Unterstützung brauchst, melde dich gerne bei mir.
Ich bin von Herzen gerne für dich da 💚
Martina Vötterl - Bergstraße 17d - 86508 Rehling - Mail: martina.voetterl@gmail.com - Telefon/WhatsApp: 0171 8653416