Niere, Blase und Harnwege – was steckt wirklich hinter Beschwerden?
Hier findest du meine Mitschrift zum Vortrag „Niere, Blase und Harnwege – was steckt wirklich hinter Beschwerden?“
In diesem Vortrag geht es darum, die Ursachen für Probleme im Harntrakt besser zu verstehen und genauer hinzuschauen, was wirklich hinter Infektionen, Harndrang, Schmerzen oder Funktionsstörungen steckt, statt nur die Symptome kurzfristig zu behandeln.
Beleuchtet werden mögliche physiologische, immunologische und stoffwechselbezogene Zusammenhänge, unter anderem rund um Nierenfunktion, Blasenmuskulatur, Hormonhaushalt, Entzündungsprozesse, Flüssigkeitshaushalt und Belastungen des Körpers. Ziel ist es, weg von vorschnellen Diagnosen oder schnellen medikamentösen Lösungen hin zu einem differenzierten, ganzheitlichen Blick auf Niere, Blase und Harnwege zu kommen.
Der Vortrag wurde von Alessandro Rochira gehalten und basiert auf viel Erfahrung aus der Praxis. Der Text ist als Mitschrift entstanden und folgt bewusst dem gesprochenen Wort.
Bitte sieh mir Rechtschreibfehler oder Ungenauigkeiten nach – es handelt sich um eine Mitschrift, nicht um ein ausgearbeitetes Lehrskript.
Ich wünsche dir viel Freude beim Lesen und Mitnehmen 🌱
Vortrag Blase, Niere & Harnwege vom 12.08.2025
Kernbotschaft: Niere und Harnwege sind kein reines „Entgiftungsrohr“ – sie sind ein zentrales Energie‑, Steuerungs‑ und Regelorgan, das eng mit Herz‑Kreislauf, Leber, Lymphsystem und dem Hormonsystem verflochten ist.
Warum geht es hier um Energie – nicht nur um „Ausscheidung“?
Die Niere „führt zu“ und „nimmt weg“: Sie entfernt Stoffe, gibt aber auch gezielt zurück (z. B. Elektrolyte, Glukose).
Urin wird gebildet: Ergebnis eines intensiven Stoffwechsel‑ und Regelprozesses, nicht bloßes Durchlaufen eines Filters.
Herzarbeit = Antrieb: Blutdruck/Herzleistung liefern die Energie für die enorme Stoffumsetzung der Niere.
Wer „spricht“ mit der Niere?
Vorgeschaltet & mitbestimmend: Leber, Lymphsystem, Herz sowie der gesamte Hormonhaushalt.
Nierenhormone sind essentiell für die Blutbildung (Signal: „bitte mehr Erythrozyten“).
Glukose‑Ökonomie: Rückgewinnung (und Bildung) von Glukose hilft, fallende Zuckerwerte zu stabilisieren.
Fette: Die Niere arbeitet in einer fettgeprägten Umgebung und mit fettbasierten Membranen – ohne ausreichende Fettversorgung läuft die Feinarbeit nicht rund.
Anatomie & Schutz: Warum so viel Fett um die Niere?
Nierenfett (Peri‑/Paranephron) dient der thermischen Isolation und mechanischen Stabilisierung eines Organs, das unter hohem Druck arbeitet.
Bemerkenswert: Dieses Fettdepot wird selbst bei Hunger kaum angerührt – Schutz hat Vorrang.
Die Niere steuert den Kreislauf mit
Nicht nur Filter, sondern Regler: Rückkopplung zum Herz‑Kreislauf‑System (Blutdruck‑/Volumen‑Regulation).
Praxisfolge: Nierenprobleme ↔ Herzprobleme. Hoher Blutdruck oder Herzschwäche belasten Nieren – und umgekehrt.
Umsätze pro Tag – was läuft da wirklich?
Erstumsatz (Blut durch die Nieren): ca. 1 800 Liter/Tag.
Sekundärumsatz (Primärfiltrat): ca. 180 Liter/Tag.
Endprodukt (Urin): ca. ~2 Liter/Tag (individuell variabel).
Interpretation: Aus großen Filtratmengen wird gezielt reabsorbiert und feinjustiert – Hin‑ und Her‑Transport unter hormoneller Kontrolle.
Regeneration & Vorsorge: Warum „sanfter Umgang“ so wichtig ist
Kaum regenerationsfähig: Im Gegensatz zur Leber besitzt die Niere nur geringe Erneuerungsreserven.
Mit Reserve geboren: Anfangspuffer vorhanden – ist er aufgebraucht, wird’s eng.
Konsequenz: Früh schützen statt spät reparieren.
Was heißt „gut mit der Niere umgehen“ – jenseits von „viel trinken“?
Nicht nur Flüssigkeit: Qualität der Ernährung zählt.
Ausreichende Fettversorgung für Membranen/Transportsysteme und thermischen Schutz.
„Feine Arbeit“ braucht Bausteine: Eiweiße, Fette, Elektrolyte in Balance, nicht nur Wasser.
Männer & Frauen – wichtige Unterschiede
Gleicher Grundaufbau (paarige Nieren, Harnleiter, Blase, Harnröhre),
aber anatomisch und hormonell relevant verschieden (v. a. Harnröhre, Beckenboden, Sexualhormone).
Folge: Geschlechtsspezifische Besonderheiten bei Funktion, Beschwerdebildern und Therapiestrategien.
Wichtige Ausscheidungsstoffe: Harnstoff, Harnsäure & Co.
Bildung nicht in der Niere, sondern:
Leber wandelt Abbauprodukte (z. B. Ammonium aus Muskelarbeit) in Harnstoff & Harnsäure um.
Diese werden ins Blut gegeben und über die Niere ausgeschieden.
Medikamentenabbauprodukte, überschüssige Hormone und verbrauchte Vitamine (z. B. Vitamin C) landen ebenfalls im Urin.
Fettlösliche Vitamine (z. B. Vitamin A, D) können nicht ausgeschieden werden → Speicherung im Gewebe → bei Mangel oder Fehlverwertung Belastung für die Niere.
Haut als „dritte Niere“
Haut beteiligt an Wasser- & Stoffaustausch: Beim Duschen (10 Min.) kann sie bis zu ~1 L Wasser aufnehmen.
Haut = zusätzlicher Entgiftungsweg (Schweiß, Regulation).
Vitamin D-Produktion in der Haut ist entscheidend für die Nierenfunktion, da Vitamin D aktivierend in der Niere umgewandelt wird.
Nierensteine – Entstehung & Ursachen
Keine Fettsteine wie in der Galle, sondern Salzsteine.
Ursachen:
Überschuss an Kalzium, Harnsäure, Oxalsäure
Ungleichgewicht im Elektrolythaushalt
zu wenig Trinken
Oxalsäurereiche Lebensmittel: Rhabarber, Spinat, Tomaten (→ Risiko für Kristallbildung).
Steinbildung = Kristallisationsprozess (flüssig → fest), zunächst mikroskopisch, später spürbar → Entzündungen & Koliken.
Diagnostik – wie prüft man die Nierenleistung?
Urin-Stäbchen (Apotheke/Drogerie): prüfen pH, Eiweiß, Nitrit, Mineralien → zeigen nur was ausgeschieden wird, nicht die Nierenleistung selbst.
Genauester Test: Inulin-Clearance
Inulin = Mehrfachzucker/Ballaststoff
Wird unverändert über die Niere ausgeschieden.
Vergleich aufgenommene vs. ausgeschiedene Menge → präzises Maß für Nierenfunktion.
Natürliche Quelle: Süßkartoffel enthält Inulin.
Essen → Harn wird klarer/durchsichtiger, Niere wird zur Ausscheidung angeregt.
Alltagstests beim Arzt (Kreatinin, Harnstoff, GFR) sind vereinfachte Verfahren, aber weniger aussagekräftig.
Die Blase – mehr als nur ein „Sammelbecken“
Frage: Ist die Blase überhaupt ein Organ?
→ Ja, die Blase ist ein eigenständiges Organ mit klaren Aufgaben.
Hauptfunktion:
Speicherung (Pufferfunktion) → sie sammelt Urin, bis eine Entleerung möglich ist.
Regelmäßige Entleerung schützt vor Reizungen & Infektionen.
Besonderheit: Blase arbeitet ohne Pause – kein Feierabend, kein Urlaub.
Unterschiede zwischen Mann und Frau:
Frauen: kürzere Harnröhre → häufiger Blasenentzündungen.
Männer: zusätzliche Strukturen (Prostata, längere Harnröhre) → andere Problemfelder.
Abwehrfunktion und Blasenentzündung
Gute Abwehrkräfte → Harnwege bleiben stabil.
Schwache Abwehr → häufige Blasenentzündungen.
Blase reagiert also direkt auf Immunsystem-Zustand.
Niere und Lymphsystem – die verborgene Verbindung
Lymphflüssigkeit wird nicht nur über das Lymphsystem, sondern auch teilweise im Blut über die Niere reguliert.
Niere hat keine eigene Pumpe → sie ist abhängig vom Druck im Gefäßsystem (Herzarbeit).
Filtration funktioniert nur bei richtigem Druck:
Zu viel Druck → Filtermembran geht kaputt.
Zu wenig Druck → Niere filtert nicht ausreichend.
Wasseransammlungen (Ödeme) – ein Nierenzeichen
Ödeme (Wasser in Geweben) zeigen, dass die Regulation in der Niere gestört ist.
Ursachen:
Niedriger Blutdruck → zu wenig Filtration.
Hormonelle Schwankungen → Wasser wird zurückgehalten.
Therapieansatz: Niere anregen → z. B. Bertramwurzel in Alkohol
wirkt blutdrucksteigernd,
nierenanregend,
bringt zusätzliche Enzymaktivität für den Darm.
Darm – Schlüsselrolle für die Niere
Oxalsäure:
Wenn der Darm gut arbeitet, wird Oxalsäure dort gebunden & ausgeschieden.
Wenn der Darm schwach arbeitet, gelangt Oxalsäure ins Blut → Belastung für die Niere (Steinbildung möglich).
Therapieansatz: Zuerst Darm sanieren, nicht gleich „Oxalsäure-Diät“. Sanierung = Enzymatik anregen, nicht nur Schleimhautpflege. Enzyme (Bauchspeicheldrüse + Darmwand) sind entscheidend, um Nahrungsmittel aufzuspalten.
Komplexe Zucker (Inulin, Polysaccharide):
wirken wie Reinigungsmittel → binden Abfallstoffe, unterstützen Darm & Niere.
Ernährung bestimmt also maßgeblich die Nierenbelastung.
Enzymaktivität steigern
Sclarea-Wein → regt Bauchspeicheldrüse & Darm-Enzyme an.
DEK-Tee → unterstützt Enzymtätigkeit.
7 Küchenkräuter nach Hildegard von Bingen (u. a. Bertram, Galgant, Ysop):
fördern Enzymbildung,
wirken schon in kleinen Prisen beim Kochen.
Wirkung: bessere Aufspaltung von salz- und elektrolythaltigen Nahrungsmitteln.
Darm & Immunsystem
70–80 % aller weißen Blutkörperchen sitzen im Darm.
Aufgabe: Selektion – was darf ins Blut, was nicht?
Ohne Enzyme → unvollständige Spaltung → Immunsystem überfordert.
Flüssigkeit & Niere
Faustregel: ca. 1 L Wasser pro 30 kg Körpergewicht.
Bei Herz- oder Nierenproblemen: individuell anpassen.
Wichtig: nicht exen, sondern über den Tag verteilt trinken → sonst Blutdruckschwankungen.
Flüssigkeitsqualität:
Positiv: reines Wasser, frisch gepresste Fruchtsäfte.
Vorsicht:
Kaffee = entwässernd → 1 Tasse = 0,5 L Wasserverlust.
5 Tassen Kaffee = 2,5 L Wasser-Defizit.
Schwarztee, Alkohol → ebenfalls entwässernd.
Industrie-Fruchtsäfte → oft Zusatzstoffe → Belastung für die Niere.
Urin als Diagnostikfenster
Farbe & Konsistenz = Hinweis auf Nierenleistung.
Morgens dunkler (nach Nacht), tagsüber heller bei Flüssigkeitszufuhr.
Vitamin C → hellerer Urin, entzündungshemmend (entlastet die Niere).
Schaum im Urin → Eiweißverlust → Nierenschaden möglich.
Blut im Urin (chronisch):
Hinweis auf dauerhaften Nierenschaden (z. B. alte Nierenentzündung).
Niere kann nicht regenerieren, Schäden bleiben.
Kompensation manchmal möglich: trotz Blutverlust wird über Hormone genug Blut gebildet.
Geschlechtsspezifische Unterschiede bei Blut im Urin
Frauen:
In fruchtbarer Phase → Blutverlust über Niere kann Fruchtbarkeit mindern.
Nach Wechseljahren weniger problematisch.
Männer:
Blut im Urin → kann Hormonproduktion & Zeugungsfähigkeit massiv stören.
Ursache: Nierengewebe lässt Eiweiße/Blutzellen durch → zeigt Filterdefekt.
Diagnostik bei Verdacht auf Nierenschaden
Bildgebung: Ultraschall (Steine, Zysten, Nierengröße & -lage).
Labor: nicht nur Nierenwerte, sondern Elektrolyte, Eiweiß, Immunsystem.
Ganzheitliche Abklärung notwendig.
Nierenkrankheiten – Überblick
Die sogenannten Nierenkrankheiten sind viel häufiger, als man denkt. Es gibt eine große Vielzahl an Erkrankungen, die sich langsam einschleichen können oder auch sehr schnell verlaufen.
➡️ Das macht sie gefährlich, denn viele Betroffene bemerken erste Anzeichen nicht sofort.
Typische Anzeichen, die man beobachten sollte:
Schaum im Urin → Hinweis auf Eiweißverlust
Verfärbung oder auffälliger Geruch des Urins
Stechende Schmerzen oder Druck im Nierenbereich
Wenn solche Symptome auftreten, muss man sofort hellhörig werden.
Zwei Hauptgruppen von Nierenerkrankungen
Immunologisch bedingte Erkrankungen
Das Immunsystem greift eigenes Nierengewebe an
Autoimmunreaktionen können langfristig die Filterstrukturen zerstören
Wenn Gewebe einmal zerstört ist, ist es nicht mehr regenerierbar
Metabolische / toxische Erkrankungen
Durch Giftstoffe, Alkohol, Medikamente, Infektionen oder schlechten Lebensstil
Führen zu einer Vergiftung oder Überlastung der Niere
Hier ist manchmal noch eine Teil-Erholung möglich, wenn rechtzeitig erkannt
➡️ Merksatz: Bei Nierenproblemen gilt immer: Sofort handeln!
Die Nieren dulden keinen Aufschub, da sie sehr empfindlich reagieren.
Diagnostik
Erste Maßnahme: Bildgebung (Ultraschall → Größe, Lage, Steine, Zysten, Gewebe)
Wenn nötig → weiterführend MRT oder CT
Blutuntersuchung nicht nur auf Nierenwerte beschränken!
Elektrolyte
Eiweißhaushalt
Immunsystem
Entzündungsmarker
➡️ Häufig sind die Nierenwerte im Blut noch normal, obwohl schon Probleme bestehen!
Daher braucht es ganzheitliche Diagnostik.
Formen des Nierenversagens
Akutes Nierenversagen
Tritt plötzlich auf, z. B. durch Infektionen, Vergiftungen, Kreislaufprobleme
Filterleistung und Stoffwechsel nehmen rapide ab
Kein bleibender Schaden, wenn rechtzeitig behandelt
Niere hat Fähigkeit zur Rückbildung
Chronisches Nierenversagen
Langsam fortschreitender Abbau über Jahre
Degenerativer Prozess, oft durch Diabetes, Bluthochdruck, Autoimmunerkrankungen
Nicht rückgängig zu machen → hier ist Prävention entscheidend
Zusammenhang: Hitze, Flüssigkeit & Niere
Hohe Temperaturen belasten den Stoffwechsel massiv
Die Niere kann dadurch schnell in eine Überlastung geraten
Wichtig: Flüssigkeitshaushalt beobachten, Wasser gleichmäßig verteilt trinken
Welche Heilpflanzen?
Brennnessel: wirkt zwar harntreibend, ist aber reich an Elektrolyten → bei akuter Nierenbelastung eher nicht geeignet
Goldrute: besser, da sie Wasser mobilisiert und abführt, ohne den Elektrolythaushalt stark zu stören
Omega-3-Fettsäuren und Niere
Omega-3-Fettsäuren haben eine besondere Wirkung auf die Nierenfilter (Glomeruli)
Sie können die Oberflächen reinigen, was Wasser allein nicht schafft
Besonders hilfreich bei entzündlichen Prozessen in der Niere
Wichtiger Unterschied:
Tierisches Omega-3 (EPA, DHA aus Fisch/Meerestieren) → direkt verfügbar, schnelle Wirkung, 20 Minuten nach Einnahme aktiv
Pflanzliches Omega-3 (z. B. aus Algen, Leinöl, Chiasamen) → wird schlechter umgesetzt, weniger Effekt für die Niere
➡️ Die Niere ist einer der größten Verbraucher von Omega-3 im Körper.
Daher ist eine gezielte Versorgung hier besonders wichtig.
„Helfer-Fettsäuren“ & Omega-3 – warum tierisch?
These: Es gibt „Helfer-Fettsäuren“, die nur in tierischen Quellen vorkommen und bei Nierenthemen mitwirken.
Ziel in der Akutphase: Entzündung senken + Reinigung der Filteroberflächen (nicht die Niere blind „anschieben“).
Omega-3 aus Fisch/Meerestieren (EPA/DHA):
schnell wirksam bei entzündlichen Prozessen,
reinigt Tubulus-/Membranoberflächen, was Wasser allein nicht schafft.
Zubereitung zählt:
Schonend (Dünsten) bewahrt Omega-3.
Starke Hitze/Braten/Räuchern = Verlust der Fettsäuren.
Roh liefert volle Omega-3-Ausbeute, aber nur mit absolut frischer Ware – nicht für alle empfehlenswert.
Akute Nierenproblematik: Entzündung bremsen – Immunsystem richtig „informieren“
Nicht direkt „Niere, hör auf entzündet zu sein“, sondern:
dem Immunsystem signalisieren, dass die Entzündung fehlgeleitet ist.
Beispiel: HU-Tropfen als Immunregler in akuten Phasen:
fahren Abwehr hoch,
korrigieren Fehlsteuerungen,
relevant, weil viele akute Entzündungen autoimmunen Charakter annehmen können.
Parallel: Reinigung (Membranpflege) + Omega-3; Vorsicht mit pauschalen „Anschiebern“ (z. B. „Bucco“/„Ackerschachtel“): Niere nicht überfahren, sondern bedarfsgerecht unterstützen.
Chronische Nierenproblematik: Lebensstil zuerst entstören
Chronisch = langsam, stetig abnehmende Leistung mit Tag-zu-Tag-Zeichen:
Schaum, wechselnde Farbe/Geruch des Urins auch tagsüber, „Brühe“ trotz Trinken.
Selbst-Check der Risikotreiber:
Übergewicht (Herzleistung ↓), Bluthochdruck,
Rauchen, Koffein/Medikamente/Alkohol,
Diabetes/Insulin-Dysbalance.
Niere = Puffer des Stoffwechsels: misst, filtert, setzt ständig zusammen – Dauerstress durch Fehlgewohnheiten verschleißt das System.
Alkohol-Mechanik (Kurzablauf):
1. Leber baut ab → Metabolite,
2. osmotische Verschiebung → Wasser wird entzogen,
3. starker Durst = Warnsignal → Niere nicht weiter belasten.
Pflanzliche Begleiter – mit Feingefühl auswählen
Akut/Hitze/Überlastung: Goldrute bevorzugt (mobilisiert Wasser, gibt es geordnet ab).
Brennnessel: elektrolytstark, nicht erste Wahl in akuter Überlastung.
Merke: Pflanzenauswahl situationsabhängig, nicht jede „Nierentee-Mischung“ passt.
Praktische Selbstbeobachtung – eine Woche protokollieren
Täglich notieren:
Was/Wie viel getrunken (Zeit & Sorte: Wasser, Kaffee, Tee, Alkohol),
Urin-Frequenz & Erscheinungsbild (Farbe, Geruch, Schaum),
Körperzeichen (Ödeme, Blutdruck, Kopfdruck, Leistung).
Ziel: Muster erkennen → gezielt an Stellschrauben drehen (Koffein, Alkohol, Salz/Elektrolyte, Trinkverteilung, Omega-3-Zufuhr, Bewegung/Schwitzen).
Bei Warnzeichen (persistenter Schaum, sichtbares Blut, Flankenschmerz) → ärztliche Bildgebung + großes Labor (nicht nur „Nierenwerte“).
Entscheidungslogik (Akut vs. Chronisch) – kompakt
Akut:
Entzündung runter (HU-Tropfen), Membranpflege/Omega-3, Niere schonen, keine Pauschal-„Booster“.
Chronisch:
Risikofaktoren eliminieren (Gewicht, Blutdruck, Nikotin, Koffein, Alkohol, Medikamente, Diabetes),
Trinkverhalten ordnen (verteilt, geeignete Flüssigkeiten),
diagnostisch breit schauen (Herz–Leber–Darm–Immun–Hormone).
Chronisches Nierenversagen – Herz als Hauptspieler
Herzprobleme (z. B. Blutdruckschwankungen, Herzschwäche) wirken immer negativ auf die Niere.
Manche Nieren puffern das, andere nicht. → Ping-Pong-Effekt:
Herz erhöht Druck → Niere reagiert → Herz reagiert zurück → Spirale steigt.
Ergebnis: Wettrüsten zwischen Herz & Niere.
Therapeutische Logik:
Nicht sofort an der Niere ansetzen,
zuerst das Herz entlasten (z. B. Pumpenleistung unterstützen).
Denn: Niere ist die Klügere der Zwei – sie passt sich an, wenn sie sieht, dass das Herz nachgibt.
Hepatorenales Syndrom – Leber vergiftet die Niere
Wenn die Leber unzureichend arbeitet, „schiebt“ sie der Niere Abfallstoffe zu.
Anders als beim Herzen entsteht hier kein Wettrüsten, sondern:
Niere muss ausbaden, was die Leber nicht schafft.
Gefahr: massives Nierenversagen.
Wichtig:
Es geht nicht nur um „erhöhte Leberwerte“,
sondern um Stoffwechselprozesse in der Leber (z. B. Entzündungen, Zirrhose).
Therapieansatz: erst die Leber reinigen und regenerieren → dann entlastet sich die Niere automatisch.
Positiv: Die Leber ist regenerativ, auch Zirrhosen können rückgebildet werden.
Sie besitzt eigene Immunzellen (Sternzellen), die Zellreparatur ermöglichen.
→ Vorteil gegenüber der Niere, die sich nicht in gleichem Maß regenerieren kann.
Ursache statt Symptom behandeln
Falscher Ansatz: Nur das Symptom „Eiweißverlust im Urin“ oder „Filtrationsstörung“ zu bekämpfen.
Richtiger Ansatz: Fragen: Warum passiert das?
Liegt das Problem beim Herz, bei der Leber oder beim Immunsystem?
Dann dort ansetzen.
5) Autoimmunangriffe auf die Niere
Sonderfall: Immunsystem greift die Niere an („die Niere gehört nicht mehr zum Körper“).
Problem: Die Abwehr kapituliert mit, wenn die Niere zerstört wird – „Selbstgrab“ der Immunabwehr.
Therapieansatz:
Nicht Nierentherapie, sondern Immuntherapie.
Fachärztliche Abklärung zwingend, da es verschiedene Autoimmunreaktionen gibt.
Entwicklung: Autoimmunerkrankungen sind im Vormarsch, auch bei jüngeren, scheinbar gesunden Menschen.
Blutarmut (Anämie) und Niere
Erythropoetin (EPO) wird in der Niere gebildet und regt die Blutbildung im Knochenmark an.
Problem: Wenn die Niere kein EPO mehr produziert, hilft weder Eisen noch Vitamin B12.
→ Kernproblem: Blutarmut kann renal bedingt sein.
Im normalen Blutbild wird EPO nicht bestimmt – nur bei klarem Verdacht (meist schon spät).
Früherkennung wichtig: Bei ungeklärter Anämie → immer auch die Niere prüfen.
Niere und Knochenstoffwechsel
Die Niere beeinflusst den Calcium- und Phosphat-Haushalt.
Sie steuert über Hormone die Knochengesundheit → renale Skelett-Erkrankungen.
Gefahr:
Falsche Rückresorption oder veränderte Stoffe → Störungen im Knochenstoffwechsel.
Immunsystem reagiert darauf → rheumatische Entzündungen, Gelenkprobleme.
Fazit: Knochenschäden können ihren Ursprung in der Niere haben.
Nierensteine – Stoffwechselversagen
Steine = Hinweis auf gestörten Stoffwechsel (Phasenwechsel flüssig → fest).
Arten:
65 % Calciumoxalat-Steine
Harnsäuresteine (wie Gicht, nur in der Niere)
Magnesium-Ammonium-Phosphat-Steine (ca. 11 %, oft bei Infekten/Leberproblemen)
Calciumphosphatsteine, Cysteinsteine, Xanthinsteine
Schlussfolgerung: Stein ist nicht gleich Stein → Ursache (Stoffwechselweg) genau abklären.
Nierenkolik – Schmerz & Therapie
Abgehende Steine verursachen Nierenkoliken – extrem schmerzhaft.
Kleinere Steine können von allein abgehen, größere müssen oft zertrümmert werden.
Alternativer Ansatz: Stoffwechsel so beeinflussen, dass Steine wieder verflüssigt werden.
Vergleich: Gallensteine können durch Medikamente/Kräuter verflüssigt werden.
Ziel: von fest → flüssig umkehren.
pH-Regulation – die Niere ist der Boss
Nicht Magen, nicht Nahrung, sondern die Niere reguliert den pH-Wert des Blutes.
pH-Bereich extrem eng (engste Toleranz im Körper).
Niere ist die „strenge Schwiegermutter“ → sie gibt den Ton an, nicht das, was wir oben essen.
Zusammenhang mit Steinen:
Salzbildung hängt vom pH-Wert ab.
Beispiel: Zitrone (sauer) + Base → Reaktion → Kristalle = Salze.
Genauso entstehen Steine in der Niere.
Umkehrprozess durch pH-Anpassung kann Steine auflösen.
Kräuter & Naturheilkunde
Pflanzen können die Stoffwechselsituation in der Niere verbessern und den pH günstig beeinflussen.
Beispiel: Brennnessel unterstützt Harnfluss und Stoffwechselausscheidung.
Auch Omega-3-Fettsäuren wirken regulierend.
Chemische Grundlagen – Kristall und Lösung
Beispiel: Salzsäure (HCl) + Natronlauge (NaOH) → Kochsalz (NaCl) + Wasser.
Zwei hochaggressive Stoffe ergeben kombiniert etwas Lebensnotwendiges (Salz).
Schlussfolgerung: Auch feste Kristalle können wieder in eine flüssige Form überführt werden.
Dies ist das Prinzip, mit dem man Nierensteine auflösen kann.
Nierensteine – unterschiedliche Ansätze
Oxalatsteine:
Brennnessel unterstützt, indem sie Stoffwechselprozesse so lenkt, dass Oxalat in Lösung bleibt.
Wirkung langsam, schichtweise → Stein löst sich allmählich auf.
Wichtig: Oxalsäure-Lieferanten meiden (z. B. Tomaten, Spinat, Mangold, Rote Bete).
→ Oxalsäure entziehen = Stein „aushungern“.
Harnsäuresteine:
Ursache: gestörte Harnsäureverarbeitung in der Leber.
Therapie: Säurelöser-Tee zur ganzkörperlichen Ausleitung von Harnsäure.
Hinweis: Urin verändert sich (dunkler, stärker riechend) → Zeichen der Ausscheidung.
Magnesium-Ammonium-Phosphat-Steine:
Komplexer, da mehrere Stoffwechselstufen der Leber betroffen.
Ansatz: Leberfunktion verbessern, bevor der Stein überhaupt lösbar wird.
Nierenzysten
Nierenzysten = in der Regel ungefährlich.
Entstehen meist nach abgelaufenen Entzündungen → kleine Blasen im Gewebe.
Sie bleiben lebenslang bestehen, sind aber keine Bedrohung, solange man sie nicht reizt.
Regel: „Keine schlafenden Löwen wecken.“ → Zysten in Ruhe lassen.
Präventiv: Niere unterstützen (Flüssigkeit, Stoffwechselpflege, Omega-3).
Prävention & Unterstützung der Nierenfunktion
Flüssigkeitsaufnahme:
Genug trinken, aber negatives Trinken vermeiden (Getränke, die Niere belasten).
Omega-3-Fettsäuren:
Teelöffel täglich reicht.
Vorteil: Keine Kapseln → frei von Zusatzstoffen/Stabilisatoren.
Ballaststoffe & Pektine:
Pektine = lösliche Ballaststoffe, wichtig für Darmflora und Immunsystem.
Im Dickdarm werden sie zu kurzkettigen Fettsäuren abgebaut → essenziell für Hirn, Immunabwehr, Stoffwechsel.
Zitrusfrüchte (v. a. Zitronen, Orangen, Mandarinen) = sehr reich an Pektinen.
Auch Tomaten enthalten Pektin (hier doppelte Rolle: gut für Pektin, aber Vorsicht bei Oxalatsteinen!).
Kichererbsen (Leguminose) = hervorragende Pektinquelle, vielseitig einsetzbar (Hummus, Falafel).
Unterstützung der Niere
Dankbarkeit der Niere: Wenn die Niere über das Blut entlastet wird, arbeitet sie besser und stabiler.
Zwei Ansätze aus der traditionellen/religiösen Medizin:
Detox-Tee → wirkt als Eiweißbinder, entfernt überschüssige, unbrauchbare Eiweiße aus dem Blut.
→ Niere wird entlastet und Giftstoffe leichter ausgeschieden.
Raute-Creme (Weinraute) → wird äußerlich im Nierenbereich eingerieben (links, rechts, oben).
Wirkung nur mit Wärmequelle (z. B. Infrarotlampe), da die Wirkstoffe einen Vektor brauchen.
Natürliche Corticoide in der Salbe fördern die Wirkung.
Kann bis zu einer Regeneration des Nierengewebes beitragen, besonders in akuten Phasen.
Weitere Möglichkeit:
Anacahuita-Wein → wirkt nierenreinigend und stoffwechselregulierend.
Besonders hilfreich bei Stoffwechselproblemen der Niere oder nach Alkoholbelastung.
Blase & Blasenentzündungen
Blasenentzündung: Häufiger bei Frauen als bei Männern, da der Weg von Blase zu äußerem Ausgang kürzer ist.
Keime als Hauptproblem:
Blase ist kein steriles Organ → enthält Nährstoffe, die Keime nutzen können.
Eiweiß im Urin = Nährboden für Keime.
Keime können von unten hochsteigen oder über das Blut in die Blase gelangen.
Frauen haben häufiger Probleme → bei Männern seltener, aber dann oft schwerwiegender.
Problem Antibiotika:
Keime passen sich schnell an.
Falsches Antibiotikum → Keim überlebt → wird resistenter → künftige Therapie erschwert.
Natürliche Therapieansätze bei Blasenentzündung
Heilkräuter-Tee:
Mischung: Buccukraut + Cistrose + Fenchel (1:1:1).
Zusätzlich: D-Mannose großzügig einsetzen (nicht sparen!).
Wirkung: D-Mannose verhindert Ansiedlung von Bakterien → sie werden ausgespült.
Zusatzmittel:
BUC-Tropfen + Tormentiltropfen → 3×20 Tropfen, v. a. für Frauen.
Wirken stärkend und antimikrobiell.
Regeneration der Schleimhaut:
Wichtig, da Keime sich an beschädigten Schleimhäuten anlagern.
Olium Libor (Geburtshelferöl):
Lokal anwendbar → stimuliert Hormonproduktion → fördert Schleimhautneubildung bis hoch zur Niere.
Schleimhaut wird geschlossen und widerstandsfähig, Bakterien können nicht mehr haften.
Hat zudem eine antivirale und antibakterielle Wirkung (z. B. bei HPV).
Unterstützende Tipps:
Baumwollunterwäsche tragen → atmungsaktiv, keimfeindlich.
Synthetik meiden.
Wäsche auskochen (90 °C!) → nur so werden auch persistente Keimformen (Kokken/Latenzformen) zerstört.
Pasteurisierung erst ab 85 °C wirksam, darunter überleben viele Bakterien.
Fischkonsum & Antibiotika
Wildfische in natürlichen Gewässern haben kaum Antibiotikakontakt.
Meeresfische sind besser als Süßwasserfische.
Südhalbkugel-Fische besser als Nordhalbkugel-Fische.
Beispiel: Lachs aus norwegischer Aquakultur → fast immer mit Antibiotika belastet.
Grund: Lachs ist eigentlich Wandertier (Nordatlantik → Flüsse). In Gehegen eingesperrt werden sie krank → Chemie- & Antibiotikaeinsatz notwendig.
Besser: Wildfische aus nachhaltiger Fischerei (selektiert, nicht alles leergefischt).
Menge: 120 g Filet reichen völlig, keine großen Mengen nötig.
Alkoholfreies Bier
Nicht empfehlenswert.
Grund: Um alkoholfrei zu werden, muss der Alkohol nachträglich entzogen werden.
Gärung ohne Alkohol gibt es nicht.
Rückstände und Prozesse machen es nicht gesund.
Blasen- und Nierensteine
Blasentee (Mischung aus Buccokraut, Zistrose, Fenchel, D-Mannose):
Nur punktuell während Symptomen trinken.
Nicht dauerhaft – sonst Keimförderung möglich.
Frauen-Einlagen (Slip-Einlagen):
Längeres Tragen = Keimförderung (wegen Luftabschluss).
Sauerstoff ist das beste Oxidationsmittel → viele Bakterien vertragen keinen Sauerstoff.
Steinarten:
Oxalatsteine → Nierentee kann helfen.
Harnsäuresteine → anders behandeln.
Andere Steinarten sind schwieriger, komplexe Therapie.
Nierenanomalien (Mehrfachnieren)
Doppelnieren oder sogar mehr als zwei Nieren = angeborene Variante.
Führt zu übersteigerter Nierenleistung → erhöhter Stoffwechsel, Energieverlust & Blutdruckprobleme.
Beispiel: Mensch mit vier Nieren → eine wurde entfernt → brachte Entlastung.
Hintergrund: Niere ist nicht nur Filterorgan, sondern Stoffwechselorgan. Mehr Nieren = zu viel Ausscheidung & Verluste.
Wasserqualität
Wasser = Lebensmittel Nr. 1.
Wichtigster Stoff für Leben & Stoffwechsel.
Nicht nur Inhaltsstoffe, auch Physik (Oberflächenspannung) entscheidend.
Beispiel: Wasserläufer können auf Wasser laufen → Oberflächenspannung trägt.
Mit Seife zerstörbar → zeigt physikalische Sensibilität.
Oberflächenspannung = Maßstab für gutes Wasser.
Problem in Europa:
Qualität verschlechtert sich kontinuierlich.
Grenzwerte werden aufgeweicht.
Kontrollen zu lasch.
Beispiel Bodensee:
Früher (1980er): anderes Ökosystem.
Heute: 3000 Fremdstoffe nachweisbar (Antibiotika, Hormone, Industriechemikalien).
Folge: Fische bleiben klein, Vegetation verändert, Flora massiv gestört.
Mikroplastik:
In allen Böden Europas vorhanden, v. a. durch Landwirtschaftsfolien (Spargel, Salat).
Rückstände bleiben im Boden → gelangen in Pflanzen & Gewässer.
Ozeane voll mit Plastik.
Wenn man Kunststoff aus Meeren rückgewinnen könnte → 20 Jahre kein Öl fördern nötig.
Kunststoffinseln im Pazifik & anderen Meeren, konzentriert im Äquatorbereich (z. B. bei Hawaii).
Lebensmittel zur Unterstützung der Nieren
Wichtige Basis:
vernünftige Wasserauswahl
Omega-3-Fettsäuren (v. a. Fisch als Lieferant)
Pektin-haltiges Obst unterstützt die Nieren:
Äpfel
Beeren (Himbeeren, Brombeeren, Erdbeeren → gehören zu den Rosengewächsen)
Zitrusfrüchte (Zitrone, Orange)
Rosengewächse erkennt man an Blütenform (z. B. Mandelblüte, Kirschblüte).
Bier und Nieren
Alkoholfreies Bier existiert nicht zu 100 % – immer Restalkohol vorhanden.
Empfehlung: kein alkoholfreies Bier.
Wenn Bier, dann in Maßen → dunkles Bier fördert Nierenleistung.
Bier = Nahrungsmittel („flüssiges Brot“), hohe Kaloriendichte.
Blasenbeschwerden & Nervensystem
Viele Frauen spüren beim Wasserlassen Brennen oder Reizungen.
Ursache oft nicht primär Blase, sondern Nervensystem.
Blase muss gut innerviert sein, sonst Fehlsteuerung (z. B. Reizblase).
Therapie: Nervensystem stabilisieren →
Neurotonika (Rilassotropfen, Rosoliatropfen, Veilchentropfen, Hafertropfen etc.)
Stärkung des Energiehaushalts = Ruhe durch Kraft, nicht durch „Benebelung“.
Antibiotikaeinsatz – kritisch betrachten
Antibiotika nur gezielt einsetzen, wenn klar ist: es wirkt und beseitigt den Keim.
Keine generellen Standardtherapien („Breitband“ ohne Ziel).
Beispiel Borreliose durch Zeckenstiche:
Viele Borrelienstämme heute antibiotikaresistent.
Kurzzeittherapie = nur kurzfristige Entlastung, Bakterien ziehen sich ins Gewebe zurück → Chronifizierung.
Übertragen auf Blasenentzündungen:
Auslöser können Enterokokken, E. coli, Chlamydien etc. sein.
Wichtig: Erst Keim identifizieren, Abwehrsystem einschätzen, Immunsystem stärken.
Sonst droht chronische Blasenentzündung → steigt über Harnleiter in die Nieren, oft ohne akute Schmerzen.
Frühe Warnsignale: Veränderter Urin (Farbe, Schaum, Geruch).
Prämenopause & Blasenentzündungen
Häufigere Blasenentzündungen in Prämenopause = hormonell bedingt.
Grund: Abbau der weiblichen Hormone (z. B. Östrogen) →
Schleimhäute bauen ab
Immunsystem verliert entzündungshemmende Kofaktoren
Vergleich: Wirkung wie Cortisol → fehlen die Hormone, kann Abwehr nicht mehr Entzündungen dämpfen.
Warnsignal: wiederholte Blasenentzündungen können Hinweis auf Hormonmangel sein.
Hormone natürlich stimulieren
Ziel: keine Hormone ersetzen, sondern Eigenproduktion anregen.
Cholesterinhaushalt in der Leber wichtig → gesunder Wert, nicht zu hoch, nicht zu niedrig.
Pflanzliche Unterstützung:
z. B. Triptera-Tropfen → regen eigene Hormonbildung an.
Keine Hormonzufuhr von außen → Körper bleibt selbstständig reguliert.
Nächtlicher Harndrang – Unterschiede Frau / Mann
Bei Frauen:
Ursache kann Blasensenkung sein → Beckenboden gelockert.
Folge: Nerven und Sensibilität gestört, Blase reagiert reizbarer → häufigerer Harndrang.
Bei Männern:
Ab 50 Jahren: nächtlicher Harndrang oft Hinweis auf Prostatavergrößerung.
Problem: schmerzlos, deshalb häufig unterschätzt.
Folge: Tiefschlafstörungen, Herzkreislaufprobleme, Bluthochdruck.
Therapieansätze
Für Männer (Prostata):
Heilmittel: Weidenröschentee, Prostatatropfen (pflanzliche Mittel).
Frühzeitig einsetzen, um Wachstum und Beschwerden einzudämmen.
Für Frauen (Beckenboden):
Beckenboden → Training notwendig.
Kräftigung über Atemübungen und tägliches Training (nicht nur gelegentlich).
Sinnvoll: Hormon-Yoga → verbessert Hormonbalance, reduziert Inkontinenz und Blasenschwäche.
Wichtig: Bewusstsein für Beckenbodengesundheit → Prävention wird oft vernachlässigt.
Altersunterschiede
Junge Frauen mit Blasenentzündungen:
Hinweis auf Immunsystem- und Hormonungleichgewicht.
Männer mit Blasenproblemen in jungen Jahren:
sehr ungewöhnlich → Hinweis auf Störungen in Drüsenaktivität (z. B. Cowper-Drüsen).
Diese Drüsen produzieren Eiweißlösung, die den Harnleiter desinfiziert.
Fällt dies aus, sind Infekte wahrscheinlicher.
Zusätzliche pflanzliche Unterstützung
Frauen:
Cranberry-Saft (ungesüßt) → wirkt gegen Keimanhaftung in der Blase.
Sitzbäder mit Carquejatee → desinfizierend + hormonstimulierend lokal.
Brennnesseltee oder -tinktur → entwässernd, entzündungshemmend (3×20 Tropfen).
Die Prostata – Funktionen & Risiken
Aufgabe: Produktion eines Serums für Spermienüberleben.
Besonderheit:
Drüsengewebe ohne Stützgewebe → kann in alle Richtungen wachsen, unbemerkt.
Keine Schmerzen → erst bei Kompression (Harnleiter blockiert, Blutungen, Blasenstau).
Wichtig: Prostata nicht regenerationsfähig.
Man kann Vergrößerung reduzieren (schrumpfen), aber nicht in jugendlichen Zustand zurückführen.
Einfluss von Zucker auf die Prostata
Prostata nimmt viel Glucose aus dem Blut und wandelt sie in Samenflüssigkeit um.
Übermaß an Zucker = Belastung, Volumenzunahme der Prostata.
Zuckerquellen: nicht nur Süßigkeiten → auch Bier (ein Bier = 2 Brotscheiben).
In westlichen Ländern mit hohem Zuckerkonsum → viele Prostatavergrößerungen.
In ärmeren Ländern mit wenig Zuckerzufuhr → Prostatadysplasien selten.
WHO-Statistiken & Zucker
In Drittweltländern mit Hunger → Prostatavergrößerungen und -karzinome selten.
Grund: wenig Zuckeraufnahme.
Im Westen → Zucker praktisch überall (z. B. Ketchup mit Maisstärkesirup >80%).
Folge: Prostatawachstum, Stoffwechselbelastung.
Sexualität & Prostata
Immunsystem baut überschüssige Spermien ab, wenn keine Aktivität.
Man muss nicht täglich aktiv sein → Balance ist entscheidend.
Sowohl Über- als auch Unterbelastung kann die Prostata schwächen.
Blasensteine
Ursachen:
Abwärtswanderung von Nierensteinen.
Ablagerung von Salzen im Urin → Steinbildung direkt in der Blase.
Problem: lange Harnröhre des Mannes → Steinabgang sehr schmerzhaft.
Therapie:
Prinzip wie bei Nierensteinen (Auflösen).
Brennnesseltee wichtig → wirkt lösend & harntreibend.
Heilpflanze Carqueja-Tee
Pflanze aus Südamerika.
Wirkung: Hormonregulierend, leberreinigend, blutdrucksenkend.
Hilfreich für Blase, Prostata & Hormonsystem.
Vasektomie (Sterilisation Mann)
Folge: Flüssigkeitsaustausch zwischen Samen, Prostata und Hormonen unterbrochen.
Langfristig → Prostataprobleme häufiger.
In der Urologie oft verharmlost, Studien zeigen aber Zusammenhänge.
Restharnprobleme
Ursache: Prostata-Formveränderung → Blase entleert sich nicht vollständig.
Tipps:
Zeit nehmen beim Wasserlassen (nicht husch-husch).
Hinsetzen oder entspannt stehen.
Trick: Wasserhahn laufen lassen → Plätschern fördert Harndrang.
Prostataentfernung
Konsequenzen gravierend:
Nicht nur Spermakreislauf → auch immunologische Prozesse betroffen.
Spermien enthalten z. B. weiße Blutzellen – Funktion bisher unklar.
Prostata → komplexes Immun- und Fortpflanzungsorgan.
Forschung weiß noch nicht alle Zusammenhänge → Entfernung = Verlust unbekannter Funktionen.
Organentfernung allgemein
Beispiele: Prostata, Gebärmutter, Eierstock, Milz, Niere.
Jedes Organ erfüllt mehr Funktionen, als Schulmedizin oft erklärt.
Entfernung = Funktion zu 100% weg.
Konsequenzen nicht sofort sichtbar, aber langfristig spürbar.
Niere & Kälte
Nierenfett schützt vor Kälte → ist ein spezielles Isolationsfett.
Kälte reduziert Nierenleistung.
Niere = „heißes Organ“, arbeitet nur bei Wärme optimal.
Frauen mit kalten Nierengegenden → oft Blasenprobleme.
Schutzmaßnahmen:
Wollgürtel, längere Jacken, keine freie Nierenzone.
Wärmflasche oder Wärmeauflagen sehr wirksam.
pH-Wert & Säure-Basen-Haushalt
Niere hat das letzte Wort über den pH.
Von außen durch basisches Wasser oder Pulver zu steuern → Nonsens.
Niere puffert gefährliche Schwankungen, sonst wäre Blutchemie lebensgefährlich.
Irrtum: „Wir können den pH-Wert kontrollieren“ → falsch.
Niere allein steuert → sie reguliert zuverlässig.
Magen & Säure
Salzsäure im Magen = hochpotente Substanz.
Alles, was von außen „basisch“ zugeführt wird, wird dort zunächst neutralisiert oder zersetzt.
Ohne Magensäure → Verdauung unmöglich.
Thermotherapie & Niere
Wärmezufuhr = sehr hilfreich für die Nierenfunktion.
Praktisch: Wärmflasche, Auflagen, künstliches Fieber → Nierenstimulation.
Danach zusätzliche Maßnahmen wie Rückenmassage → fördert Durchblutung.
Blasentumoren
Typisch:
Langsam wachsend, selten hoch bösartig.
Aber ständig wiederkehrend, lästig, schwer loszuwerden.
Ursache: Abwehrsystem der Blase versagt.
Therapie:
Abwehr hochfahren!
Sonst → Tumorrezidive jedes Jahr.
Beispiel: Blase entnommen & chemo-gewaschen → Folgen oft verheerend.
Zum Schluss noch:
Wenn du Fragen hast, etwas vertiefen möchtest oder Unterstützung brauchst, melde dich gerne bei mir.
Ich bin von Herzen gerne für dich da 💚
Martina Vötterl - Bergstraße 17d - 86508 Rehling - Mail: martina.voetterl@gmail.com - Telefon/WhatsApp: 0171 8653416