Haut – Ekzeme, Flechten, Psoriasis & Neurodermitis
Mitschrift zum Vortrag
Hier findest du meine Mitschrift zum Vortrag zum Thema Haut: Ekzeme, Flechten, Psoriasis und Neurodermitis.
In diesem Vortrag geht es darum, Hautveränderungen besser zu verstehen und die Haut nicht nur als äußeres Organ zu sehen, sondern als Spiegel innerer Prozesse.
Beleuchtet werden mögliche Ursachen und Zusammenhänge, unter anderem in Verbindung mit Darm, Immunsystem, Stoffwechsel, Nervensystem und hormonellen Einflüssen. Ziel ist es, Symptome einzuordnen und ein ganzheitliches Verständnis für chronische und wiederkehrende Hautbeschwerden zu schaffen.
Der Text ist als Mitschrift entstanden und orientiert sich am gesprochenen Wort.
Bitte sieh mir Rechtschreibfehler oder Ungenauigkeiten nach – es handelt sich um eine Mitschrift, nicht um ein perfektes Skript.
Ich wünsche dir viel Freude beim Lesen und Mitnehmen 🌱
Vortrag: Die Haut - Ekzeme, Flechten, Psoriasis, Neurodermitis vom 14.10.2025
Aufbau der Haut (3 Hauptschichten)
a) Oberhaut (Epidermis)
Besteht aus mehreren Schichten:
Hornschicht (äußerste Schicht) – das, was sich abschuppt.
Keimschicht – hier findet die Zellneubildung statt.
Kontinuierlicher Erneuerungsprozess: Haut regeneriert sich von innen nach außen.
Enorme Aktivität auf zellulärer Ebene.
b) Lederhaut (Dermis)
Liegt unter der Oberhaut.
Enthält:
Sensoren und Nervenzellen
Schweißdrüsen und Poren
Farbzellen (Melanozyten)
Abwehrzellen
Ort intensiven Stoffwechsels.
Syntheseort: z. B. Vitamin-D-Produktion (unter Einfluss von Sonnenlicht).
c) Unterhaut (Subcutis)
Basis- und Verbindungsschicht zur Muskulatur.
Stark durchblutet → hoher Wasser- und Zellgehalt.
Enthält Fettzellen, dient als Wärmespeicher und Stoßdämpfer.
Gewicht und Fläche der Haut
Durchschnittliche Hautfläche eines Erwachsenen: ca. 2 m².
Gewicht: ca. 16 kg.
→ Hohes Gewicht v. a. durch Wassergehalt, Zellen und Blutanteil, nicht durch Fett.
Funktionen der Haut
Schutz- und Abgrenzungsfunktion
Barriere zwischen Körperinnerem und Außenwelt.
Schutz vor mechanischen, chemischen und mikrobiellen Einflüssen.
Oberfläche beherbergt eine Hautflora (Bakterien, Pilze, Viren) – vergleichbar mit der Darmflora.
Diese Mikroorganismen tauschen Stoffe mit dem Körper aus.
Sie schützen vor krankmachenden Keimen.
Übermäßige Reinigung (z. B. mit Seifen oder Desinfektionsmitteln) schädigt diese Flora → Ungleichgewicht → Hautprobleme.
Sinnesorgan
Haut als Sensor für:
Wärme und Kälte
Druck
Schmerz
Reich an Nervenzellen und -fasern.
Nervengeflecht spielt eine große Rolle bei Hauterkrankungen wie:
Neurodermitis
Psoriasis (Schuppenflechte)
Thermoregulation
Haut ist Thermostat und Regulator der Körpertemperatur:
Durch Schwitzen wird Wärme abgegeben.
Verdunstung entzieht dem Körper Wärme („Verdampfungsenthalpie“).
Zusammenziehen der Hautgefäße reduziert Wärmeabgabe bei Kälte.
Störungen (z. B. zu starkes oder schwaches Schwitzen) → Probleme für Kreislauf und Temperaturhaushalt.
Stoffwechsel- und Synthesefunktion
Metabolische Aktivität: Haut produziert wichtige Stoffe.
Vitamin D-Synthese:
Sonnenlicht aktiviert Vorstufen in der Haut.
Vitamin D ist ein Fettlösliches Vitamin → braucht Fette zur Aktivierung.
Wichtiger Kofaktor für Immunsystem und Wachstumsprozesse.
Regeneration
Selbstheilungsorgan: Haut kann Verletzungen regenerieren.
Neubildung von Gefäßen, Nerven, Bindegewebe.
Bildung von Narbengewebe als Ersatzstruktur.
Hoher Energiebedarf: Haut gehört zu den größten Verbrauchern der Körperressourcen.
Hautgeruch und Flora
Individueller Körpergeruch entsteht durch das Zusammenspiel von:
Bakterienflora und
Fettschicht (Talg, Schweiß, Elektrolyte).
Flora bildet sich über Jahre – v. a. in Kindheit und Pubertät.
Veränderter Geruch → Hinweis auf Veränderung der Hautflora → kann Hinweis auf Stoffwechselstörungen oder Pflegefehler sein.
Pflege und Rückfettung der Haut
Was bedeutet „rückfettende Seife“?
Seife enthält nicht nur Reinigungsstoffe, sondern auch Fettsäuren, die der Haut zurückgegeben werden.
Beispiele: Seifen mit Olivenöl, Kokosöl, Palmöl, Sonnenblumenöl.
Diese Fettsäuren ernähren die Hautflora und halten sie elastisch.
Wichtiger Grundsatz:
Reinigung ja – Desinfektion nein!
Zu stark entfettende Seifen zerstören die natürliche Flora.
Folge: Keime, Pilze und Bakterien dringen leichter in Poren und Blutbahn ein.
→ Gefahr von Haut- und systemischen Erkrankungen.
Pigmentierung der Haut
a) Bedeutung der Pigmentierung
Pigmentierung (Melaninbildung) ist nicht nur Schutz vor UV-Strahlung, sondern auch Teil eines Stoffwechselprozesses.
Je gleichmäßiger (homogener) die Farbverteilung bei Lichteinwirkung ist, desto gesünder arbeitet der Hautstoffwechsel.
Hautfarbe dient somit als eine Art Funktionsanzeige für die Aktivität der Hautzellen.
b) Melanozyten – die Pigmentzellen
Melanozyten produzieren das Pigment Melanin.
Sie werden nicht nur durch Licht (UV) aktiviert, sondern benötigen auch Ressourcen aus dem Fettstoffwechsel.
Fette, die wir essen, landen in der Haut und beeinflussen die Aktivität dieser Zellen.
→ Fettsäuren-Ernährung der Haut ist entscheidend für Pigmentierung und Regeneration.
c) Mediterraner Trick mit Olivenöl
Traditionelle Methode: Olivenöl oder andere hochwertige Öle (reich an ungesättigten Fettsäuren, v. a. Triglyceriden) auf die Haut auftragen.
Wirkung:
Öle dringen in die obersten Hautschichten ein → Nähren und pflegen die Haut.
Die Stoffe erreichen die Melanozyten → Stimulieren die Melaninproduktion.
Anwendung:
Abends einölen, um Haut vorzubereiten.
Am nächsten Tag morgens oder nachmittags (nicht in der Mittagssonne) Sonnenexposition → fördert natürliche Bräune.
Selbst sehr hellhäutige Menschen können damit eine leichte, gesunde Bräunung aufbauen.
d) Bedeutung der Pigmentreaktion
Wenn die Haut auf diese Weise leicht bräunt, ist das ein Zeichen, dass Pigmentierung und Regeneration funktionieren.
Melanozyten dienen nicht nur der UV-Abwehr, sondern sind auch an Regenerationsprozessen beteiligt.
Sie arbeiten eng mit dem Immunsystem zusammen.
Unterstützen die Wundheilung und Zellneubildung.
Langsame, gleichmäßige Bräunung über Tage oder Wochen ist physiologisch sinnvoll.
Keine Bräunung → Hinweis auf Stoffwechselstörungen oder Fehlfunktionen der Haut.
Einführung in Hautkrankheiten
Der Vortrag wird nun komplexer: es geht um Hautkrankheiten und ihre Ursachen.
Aussage: Viele Dermatologen kennen die Ursache von Hautproblemen nicht genau.
Beispiel: Schuppenflechte (Psoriasis)
Eine Autoimmunerkrankung der Haut.
Kein Blutparameter kann sie eindeutig nachweisen.
Nur äußere Symptome sichtbar.
Auch bei Ekzemen: Diagnose erfolgt meist optisch, dadurch hohe Fehlerquote.
→ Gefahr der Fehldiagnose (z. B. Verwechslung zwischen Ekzem und Psoriasis).
Ekzeme – Definition und Verständnis
a) Was ist ein Ekzem?
Ekzem: Hautstelle, die:
juckt,
nässen,
verkrusten oder abschuppen kann.
Ursache oft unklar, daher Begriff „atopisches Ekzem“ (= ohne bekannte Ursache).
Schulmedizinische Behandlung: meist Salben, symptomatisch.
b) Beispiel: Harnsäuresalbe
Enthält Harnsäure, die eine gerbende Wirkung hat → „Leder-Effekt“.
Verfestigt die Hautoberfläche, verschließt Poren vorübergehend → Schutzschicht.
Kurzfristig hilfreich, aber:
Keine Ursachenbehandlung,
Ekzem blüht erneut auf, sobald man die Salbe absetzt.
Immunologische Betrachtung der Haut
Die Haut ist Teil des Immunsystems:
Enthält weiße Blutkörperchen (Leukozyten) in Lederhaut und Unterhaut.
Diese Abwehrzellen erkennen und bekämpfen:
Entzündungsfaktoren,
Keime,
Verletzungen oder Fehlfunktionen.
Die Haut besitzt somit zwei Schutzebenen:
1. Mikrobielle Flora (äußere Barriere)
2. Immunzellen (innere Abwehr in der Hautschicht)
Allergien – Grundprinzipien
Allergien werden in vier Typen unterteilt (nach Reaktionsmechanismus).
Meist wird in der Praxis nur das Allergen benannt („ich bin allergisch auf Pollen, Gräser, Metalle …“).
Doch wichtiger ist der Prozess, der im Hintergrund abläuft.
Nur vier Mechanismen möglich – unabhängig vom konkreten Auslöser!
Wichtige Erkenntnis:
Das Allergen kann wechseln, der Reaktionstyp bleibt gleich.
Beispiel: Ein Jahr reagiert jemand auf Gräser, im nächsten auf Birkenpollen – gleicher Mechanismus, anderer Auslöser.
Daher:
Allergieform = konstant
Allergen = variabel
Typ III-Reaktion – typisch bei Ekzemen
Besonders häufig bei Ekzemen anzutreffen.
Komplexe Kaskadenreaktion (ähnlich einem Dominoeffekt):
Ein Reiz aktiviert das Immunsystem.
Es folgt eine Überreaktion mit Entzündung und Gewebereaktion.
Erkenntnis:
Die Ursache liegt nicht primär in der Haut, sondern im Immunsystem.
Deshalb sollte man nicht nur äußerlich, sondern systemisch diagnostizieren.
Diagnostischer Ansatz (ganzheitlich)
Statt nur Haut zu betrachten → Messung immunologischer Aktivität im Blut.
Wenn Immunreaktionen nachweisbar sind, lässt sich das Ekzem gezielt behandeln.
Ziel: Ursache behandeln, nicht nur Symptome lindern.
Der Darm als Schlüsselorgan
Der Darm besitzt eine riesige Oberfläche durch seine Darmzotten, die direkten Kontakt zwischen Nahrung und Abwehrsystem ermöglichen.
Kommt es im Darm zu Typ-3-Immunreaktionen, kann die Entzündung nicht nur lokal, sondern auch systemisch wirksam werden.
Reaktionsprodukte (Kaskadenstoffe) aus dem Darm können über das Blut in die Haut gelangen → dort entstehen Ekzeme oder entzündliche Hautreaktionen.
Ganzheitliche Sichtweise: Ursache statt Symptom
Wird das Immunsystem nur äußerlich (z. B. mit Kortikoiden) behandelt, wird das Symptom unterdrückt, aber nicht geheilt.
Die Ursache liegt meist im Inneren, v. a. im Darm-Immunsystem.
Ziel der Therapie:
Ursachenbezogen behandeln – nicht nur „zukleistern“.
Die Entzündungsquelle (Generator) im Inneren beruhigen.
So kann die Haut von selbst abheilen.
Pflanzen zur Unterstützung
Heilpflanzen, die hier wahre Wunder wirken:
Poleiminze
Nelkenwurz
Tausendgüldenkraut
Anwendungsempfehlung:
Poleo-Tropfen + Nelkenwurz-Tropfen, je 3 × 20 Tropfen täglich.
Bei Bedarf zusätzlich Vinum Corium (je nach Immunstatus).
Diese Kombination wirkt entzündungshemmend, regulierend auf die Abwehr und beruhigend auf die Haut.
Atopisches vs. allergisches Ekzem
Atopisches Ekzem:
Oft Kombination aus Darmbeteiligung und Allergie.
Gut selbst behandelbar, wenn man die Zusammenhänge kennt.
Allergisches Ekzem:
Entsteht durch Immunreaktionen vom Typ 1 oder Typ 4.
➤ Typ 1-Reaktion:
Sofortreaktion – Symptome treten unmittelbar nach Kontakt oder Verzehr auf.
➤ Typ 4-Reaktion:
Verzögerte Reaktion, oft erst nach 72 Stunden sichtbar.
Sehr heimtückisch, da die Ursache meist nicht mehr zugeordnet werden kann.
Beteiligung der Lymphozyten → Reaktion auf zellulärer Ebene.
Empfehlung: Blutuntersuchung zur Bestimmung des Allergietyps, um die Logik und Behandelbarkeit zu erkennen.
Toxisches Kontaktekzem
Wird oft mit allergischen oder atopischen Ekzemen verwechselt.
Ursache: Direkter Hautkontakt mit schädlichen Stoffen.
Beispiele: Lösungsmittel, Metalle, Agrargifte, Chemikalien.
Vorgehensweise:
1. Kontakt meiden.
2. Auslösenden Stoff identifizieren und nachweisen.
3. Prüfen, ob sich der Stoff bereits in der Unterhaut eingelagert hat.
Manche Stoffe (v. a. Metalle oder synthetische Substanzen) können sich tief einlagern → chronische, schubweise Ekzeme.
Therapieprinzipien bei Ekzemen
Zuerst Auslöser bestimmen.
Dann Ausleitung unterstützen:
Stoffe binden und aus dem Körper leiten.
Immunsystem anregen, Schadstoffe zu eliminieren.
Wenn der Auslöser entfernt ist, kann die Haut nachhaltig heilen.
Hautflora als Mitspieler
Die Hautflora beeinflusst den Heilungsverlauf entscheidend.
Eine gestörte Hautflora kann Entzündungen verstärken oder chronifizieren.
In der Hautflora können sich sowohl fördernde als auch gegenwirkende Keime befinden.
Deshalb:
Nicht nur die betroffene Stelle, sondern die gesamte Haut pflegen.
Ganzheitlicher Ansatz von Kopf bis Fuß.
Gesamte Hautflora berücksichtigen
Auch Hautstellen ohne sichtbare Beschwerden können eine gestörte oder unausgeglichene Flora aufweisen.
Deshalb: Ganzkörperpflege ist entscheidend – nicht nur die betroffene Stelle behandeln.
Ziel: Hautflora regulieren, Entzündungsneigung senken und Heilungsprozesse aktivieren.
Hildegard von Bingen und die Bedeutung des Badens
Hildegard von Bingen war eine große Befürworterin von Bädern, Dampfbädern und Sauna – sehr fortschrittlich für ihre Zeit.
Die Kirche sah Baden damals als Eitelkeit, Hildegard dagegen als wichtigen Bestandteil der Heilkunst.
Sie verwendete Heilkräuter zur Pflege und Reinigung der Haut – insbesondere bei entzündlichen Hautproblemen.
Der Badesud nach Hildegard
➤ Grundrezept für den Heilbadesud
Kräutermischung:
Tausendgüldenkraut
Ringelblume
Carqueja
Verhältnis: 1 : 1 : 1
Zubereitung:
5 gehäufte Esslöffel der Mischung auf 3 Liter Wasser
Aufbrühen und 20 Minuten ziehen lassen → ergibt eine starke, konzentrierte Lösung
Sud abseihen, evtl. etwas Meersalz zur pH-Regulierung zugeben
Den Sud anschließend ins Badewasser (ca. 180 Liter) geben → ergibt eine milde, aber wirkungsvolle Verdünnung
➤ Wirkung
Die Haut wird elastisch, gepflegt und beruhigt.
Die Hautflora regeneriert und stabilisiert sich.
Vergleich:
Der Badesud für die Haut entspricht dem Birnbrei für den Darm → beide bauen die natürliche Flora wieder auf.
Anwendung und Häufigkeit
Badedauer: max. 20 Minuten
Häufigkeit:
Gesunde Haut: 1× pro Woche oder alle 2 Wochen
Problemhaut/Ekzeme: 2–3× pro Woche, um die Regeneration der Flora zu fördern
Nach dem Bad: Haut leicht abtrocknen und einölen
Empfehlung: Mandelöl
Besonders gut verträglich – auch für Kleinkinder
Öl nicht dick auftragen, sondern sanft einmassieren, damit es einziehen und pflegen kann.
Spezialanwendung bei Hautpilz oder Rosazea
Vor dem Bad die betroffenen Stellen mit Tormentil-Tropfen einreiben.
Wirkung:
Pilzhemmend, desinfizierend, abwehrstärkend
Unterstützt die Hautregeneration und Abheilung von Infektionen.
Besonders hilfreich auch bei jugendlicher Akne:
Tormentil-Tropfen auftragen → Pickel heilen schneller ab, Narbenbildung wird verhindert.
Kombination der drei Hauptkräuter
Ringelblume, Tausendgüldenkraut und Carqueja ergeben eine sehr harmonische und heilkräftige Mischung.
Diese Kombination:
Fördert die Durchblutung,
wirkt antientzündlich,
stärkt die natürliche Hautbarriere.
Hautpflege durch Atmung und natürliche Stoffe
Haut atmet und trinkt mit → sie nimmt Wasser und Substanzen aus dem Bad auf.
Daher:
Natürliche Fasern (Baumwolle, Leinen, Wolle) tragen, keine synthetischen Stoffe.
So bekommt die Haut Sauerstoffzufuhr und kann besser entgiften.
Erklärung:
Bei längerem Baden wird die Haut weich und schrumpelig, weil sie Wasser aufnimmt (Peridiffusion).
Das zeigt, dass die Haut nicht dicht, sondern aufnehmend und lebendig ist.
Kinderbeispiel: Nach längerem Baden im See wird die Haut „runzlig“ – Zeichen, dass sie gesättigt mit Wasser ist.
Thema: Neurodermitis – komplexes Zusammenspiel von Haut, Nerven und Immunsystem
Grundlegendes Verständnis
Neurodermitis wurde ursprünglich als rein neurologische Reaktion verstanden, da viele Betroffene bei Stress eine deutliche Verschlechterung der Hautsymptome zeigen („die Haut blüht“).
Heute weiß man: Die Erkrankung ist wesentlich komplexer und umfasst neurologische, immunologische und allergische Komponenten.
Neurodermitis gehört zum allergischen Formenkreis.
Störung der Hautbarriere
Die Hautbarriere (Feuchtigkeitshaushalt, Flora) ist gestört.
Folge: Die Haut ist nicht mehr im Gleichgewicht → wird anfällig für Allergene, Reizstoffe, Umweltfaktoren.
Diese Störung der Schutzschicht führt zu einem Kaskadeneffekt aus Entzündung, Juckreiz und Reizreaktionen.
Fehlsteuerung des Immunsystems
Das Immunsystem kapituliert:
Es ist nicht mehr in der Lage, eine Selbstentzündung zu regulieren oder herunterzufahren.
Es entsteht eine Selbstverstärkungsschleife → das System heizt sich ständig selbst an.
Neurodermitis ist also eine Art Dauerentzündung, die vom Körper nicht mehr kontrolliert wird.
Neurologischer Aspekt – der eigentliche Kern
Neueste Forschung zeigt: Nervenaktivität spielt eine entscheidende Rolle.
Bei jeder Nervenreaktion (in Haut oder Gehirn) werden Neurotransmitter ausgeschüttet (z. B. Endorphine, Endocannabinoide).
Diese Botenstoffe müssen nach ihrer Wirkung abgebaut werden – geschieht das nicht richtig, entstehen Abbauprodukte mit allergenem Charakter.
Diese neurogenen Abbauprodukte werden vom Immunsystem nicht vertragen → Entzündungsreaktionen in der Unterhaut.
Damit bestätigt sich die alte Theorie: Neurodermitis ist auch neurologisch bedingt.
Der Teufelskreis
Hohe neuronale Aktivität → starke Ausschüttung von Neurotransmittern → mehr Abbauprodukte → Allergische Reaktion an der Haut.
So entsteht eine Verkettung zwischen Nervensystem und Immunsystem.
Ziel jeder Therapie: Abstimmung dieser beiden Systeme.
Bei Kleinkindern mit Neurodermitis kann man durch Regulierung des Nerv-Immunsystems oft schon deutliche Besserung erreichen.
Chronifizierung
Wenn der Zustand länger anhält, gewöhnt sich die Abwehr an den Dauerzustand.
Der Körper „lernt“ die Entzündung – die Reaktion wird chronisch.
Daher ist frühe Behandlung im Kindesalter entscheidend.
Wird die Krankheit erst nach der Pubertät adressiert, ist eine Rückführung sehr schwierig.
Neurodermitis kann als Schwelle zur Autoimmunität gesehen werden.
Allergie vs. Autoimmunität
Allergie: benötigt immer einen äußeren oder inneren Auslöser (z. B. Pollen, Stoffe).
Autoimmunität: läuft autonom, ohne Auslöser → Selbstangriff des Immunsystems.
Neurodermitis steht zwischen diesen beiden Zuständen.
Triggerfaktoren
Verschiedene äußere und innere Faktoren können die Erkrankung verstärken:
Umweltfaktoren: trockene, heiße oder dauerhaft feuchte Luft
Kleidung: synthetische Stoffe, Färbemittel, chemische Rückstände
Kosmetika & Waschmittel: Duftstoffe, Konservierungsstoffe
Ernährung: bestimmte Lebensmittel oder Zusatzstoffe können Co-Faktoren sein, die das Immunsystem weiter reizen
➡️ Neurodermitis ist eine systemische allergische Reaktion, die sich an der Haut zeigt – nicht bloß ein lokales Hautproblem!
💧 Zusatz: Dishydrotisches Ekzem & Schweißdrüsen
Nicht jedes dishydrotische Ekzem beruht auf übermäßiger Schweißproduktion.
Schweißdrüsen dienen v. a. der Temperaturregulation, sind aber kaum immunologisch relevant.
Schweiß enthält viele Elektrolyte (Salze) → verändert den pH-Wert der Haut.
Wenn Schweiß zu lange auf der Haut bleibt → Hautflora leidet, pH-Wert verschiebt sich ins Alkalische.
Haut möchte leicht sauer bleiben (~pH 5,5).
Basische Einflüsse (z. B. Meersalzlösungen mit pH > 7,5) stören die Schutzfunktion.
Bei solchen Ekzemen: immer nach allergischem Hintergrund suchen, nicht nur „Schweißproblem“ annehmen.
💡 Therapie-Tipp: Hautpflege mit Mandelöl und ggf. Korianderwein kann die Hautbarriere unterstützen.
🍐 Exkurs: Birnbrei in der Hildegard-Medizin
In der Hildegard-Medizin wird Birnbrei (Bärwurzmischung) eingesetzt, um:
die Darmschleimhaut aufzubauen
und eine gesunde Darmflora zu fördern.
Wichtig: Darmbakterien leben nicht frei im Darmlumen, sondern an der Schleimhaut.
Durch Verdauungsvorgänge werden Bakterien in den Darm abgegeben → Verdauung im Dickdarm.
Ein Teil der Flora bleibt dauerhaft in der Schleimhaut.
Birnbrei-Kur 1–2× jährlich dient dazu, diese Schleimhaut zu regenerieren und stabilisieren.
Allergien verstehen – nicht auf die Stoffe fixieren
Viele Patienten und Therapeuten suchen vergeblich nach dem einen Allergen.
→ Doch: Der genaue Stoff ist zweitrangig.
Wichtig ist, den Mechanismus zu verstehen, warum das Immunsystem überreagiert.
Beispiel: Typ IV-Allergie (verzögerte Reaktion)
Der Lymphozyt (weiße Blutzelle) erkennt die Umgebung falsch:
→ Er hält harmlose Stoffe (z. B. Hafer, Erdbeere) für gefährlich.
Folge: Entzündungsreaktion und Gewebereizung.
Der Schlüssel: Immunmodulation
Ziel der Therapie: Dem Immunsystem das richtige Erkennen beibringen.
Die Rezeptoren auf der Oberfläche der Lymphozyten müssen neu „geordnet“ werden.
Dies nennt man Immunmodulation – also eine Umschulung der Immunzellen.
Nur so kann der Körper lernen, zwischen harmlos und gefährlich zu unterscheiden.
🧩 Wichtig:
Reine Desensibilisierung oder Antihistaminika sind nicht ausreichend, da sie nur Symptome dämpfen, aber keine neue Immunwahrnehmung schaffen.
Der Körper soll wieder lernen:
👉 „Erdbeere ist keine Gefahr.“
👉 „Pollen gehören zur Umwelt.“
➡️ Heilung heißt: das Immunsystem lernt neu, seine Umwelt richtig zu interpretieren.
Was passiert bei Allergien im Körper?
Allergie = Überreaktion (griech. allergos = „überempfindlich“)
Beispiel: Heuschnupfen
Pollen gelangen auf die Nasenschleimhaut.
Granulozyten (spezielle weiße Blutkörperchen) erkennen sie fälschlich als Feinde.
Sie degranulieren → setzen ihre Entzündungsstoffe frei.
Folge: Nase läuft, Augen jucken, Schleimhäute schwellen.
➡️ Eine völlig übersteigerte Reaktion, bei der das Immunsystem die Kontrolle verliert.
Wie man Allergien ausheilt
Schritt 1: Erkennen, welcher Allergietyp aktiv ist (z. B. Typ IV).
Schritt 2: Modulation des Immunsystems – über Heilpflanzen, Ernährung, Entgiftung, emotionale Entlastung.
Schritt 3: Neubildung von Immunzellen, die die Umwelt wieder richtig erkennen.
✨ Ergebnis:
Wenn das Immunsystem diese Lernphase durchlaufen hat,
„merkt“ es sich das (ähnlich wie bei einer Impfung)
und reagiert dauerhaft reguliert – die Allergie verschwindet vollständig.
🩺 Persönliches Beispiel des Dozenten:
Er selbst war als Kind hochgradig allergisch, konnte später sogar Chemie studieren,
da durch konsequente Immunmodulation sein Körper dauerhaft gelernt hat, richtig zu reagieren.
Dauer der Heilung: ca. 3½ Jahre.
6. Die Rolle der Quitte – Pektine als Heilsubstanz
Quitten sind reich an Pektinen (Polysacchariden).
Pektine sind nicht verdauliche Mehrfachzucker, die:
Giftstoffe binden,
im Dickdarm von der Darmflora verstoffwechselt werden,
dabei kurzkettige Fettsäuren bilden (z. B. Buttersäure).
Diese Fettsäuren:
fördern Gehirnleistung und Gedächtnis,
regulieren Cholesterinwerte,
unterstützen Entgiftung über das Lymphsystem.
🧠 Hildegards Empfehlung:
Im Herbst Quitten essen – 2–3 × pro Woche:
Quitten waschen, in Schale mit 5 ml Wasser geben.
Bei 180 °C ca. 45 Min. backen.
Garprobe mit Stricknadel: Kein Widerstand = fertig.
Verzehr unterstützt Lymphfluss, Leber und Haut.
Zusammenhang: Lymphsystem, Haut und Immunsystem
Die Lymphe ist ein offenes System, das den ganzen Körper durchzieht.
Bei einer chronischen Mandelentzündung gelangt der Entzündungsprozess:
vom Rachenraum über das Lymphsystem
bis in die Haut und kann dort Hautprobleme oder Ekzeme auslösen.
👶 Beispiel:
Kinder mit geschwollenen Lymphdrüsen am Hals zeigen oft auch Hautreaktionen am Rücken oder im Gesicht.
🩹 Therapieempfehlungen:
Tormentiltropfen innerlich oder äußerlich → entzündungshemmend
Wermutwein, Andorn, Nelkenwurz, Anacahuita → desinfizierend, immunstimulierend
Ziel: Mandel- und Lymphsystem reinigen, damit das Immunsystem seine Arbeit wieder aufnimmt
Weitere naturheilkundliche Hinweise
Warzen sind Viren-bedingte, gutartige Hauttumoren (meist durch HPV).
→ Behandlung mit Veilchensalbe – sparsam, aber regelmäßig einreiben, bis sie eintrocknet.
Nitrate im Badewasser:
Nicht grundsätzlich schädlich; Nitrite sind problematischer.
In Bädern entstehen keine Nitrite, daher unbedenklich.
Unterschied Quittenfruchtfleisch vs. Quitten-Saft
Quittenfruchtfleisch: hohe Pektinkonzentration, wirksam für Abbau von Nervensubstanzen und Immunmodulation.
Quittensaft: wirkt nicht identisch, da Pektine im Saft weniger verfügbar sind.
Zubereitung:
Backen bei hoher Hitze → Pektine werden freigesetzt.
Dampfgaren → zu geringe Temperaturen, Wirkung eingeschränkt.
Chronische Entzündung erkennen
Entzündliche Rückstände (z. B. in Mandeln) → Hinweis auf dauerhafte Schwäche des Immunsystems.
Behandlung notwendig: chronische Situationen erfordern systemische Intervention, nicht nur punktuelle Maßnahmen.
Chronische Neurodermitis bei Erwachsenen
Erwartung: Immunsystem reagiert nicht von heute auf morgen.
Ziel: Ruhe und Stabilität in die Entzündungsprozesse bringen, um massive Schübe zu vermeiden.
Vorgehensweise:
Stärkung des Nervensystems
Fokus: kognitive Leistung, innere Ruhe
Mittel:
Veilchentropfen, Rosolia-Tropfen bei Frauen
Rilasso-Tropfen bei Männern
Theobromakapseln (Kakaoextrakt) → kräftigt das Nervensystem
Stärkung der Abwehr (katabolische Funktionen)
Ziel: Abbau der Nervensubstanzen und Entzündungsstoffe
Mittel:
Pektine (kurzkettig, morgens)
Wermutwein
Europäischer Beifuß-Tee
Nelkenwurz → entzündungshemmend
Immunmodulation über den Darm
Darm = Hauptsitz des Immunsystems (70–80 % der Abwehr in Darmzotten)
Ziel: Abwehr „neu programmieren“
Lehrt die Immunzellen, Entzündungen nicht überzureagieren
Funktion ähnlich wie Impfung, nur ohne Krankheitserreger
Mittel:
Poleotropfen, HU-Forte-Tropfen → pflanzliche Immunmodulatoren
Unterstützt Entzündungsregulation und Selbstkontrolle des Immunsystems
Chronische Hautentzündungen und Narbenpflege
Unterhaut-Narben = bindegewebige Strukturen, wenig durchblutet → anfällig
Therapie:
Veilchensalbe sanft einmassieren
Ziel: Kapillardurchblutung fördern, Leukozytenmigration aktivieren
Effekt: funktionierende weiße Blutkörperchen in der Haut → Entzündungen werden unterdrückt, Haut regeneriert
Zeitplan und Verlauf
Erste 3 Monate: Beruhigung der Hautreaktionen, kein sofortiges Abklingen
Blutuntersuchungen empfohlen: Kontrolle der Funktion des Immunsystems
Individuelle Anpassung: äußere Trigger (Wärme, Kälte, Trockenheit), Ernährung, Hautpflege berücksichtigen
Vitamin D und Wachstumsfaktoren
Vitamin D = Wachstumsfaktor, besonders im Kindesalter entscheidend
Produktion abhängig von:
Gesunder Fettverwertung
Omega-3-Fettsäuren (EPA, DHA)
Ernährung und Immunentwicklung
Kinder:
Kleine Teelöffel Obstbrei (z. B. Birnen), Kräutertee → unterstützt Darm und Immunsystem
Familiäre Prägung:
Allergien oft nicht vererbt, sondern durch gemeinsame Lebensbedingungen
Immunsystem passt sich an Umwelt und Ernährung an
Beispiel: Geschwister prüfen → ähnliche immunologische Muster
Historischer Kontext
1940–1960: Allergien extrem selten
Heute: 60 % aller Kinder in Europa mit allergischer Reaktion
Schlussfolgerung: Ursachen liegen nicht in Genetik, sondern in:
Umweltchemikalien
Ernährungsdefizite
Exposition gegenüber Schadstoffen
Umweltgifte und Chemie
Wasser und Lebensmittel: Nitrat, Pestizide, Fungizide, Agrarchemikalien
Nitrat: unproblematisch, solange es nicht zu Nitrit umgewandelt wird
Umweltgifte wirken auf Immunsystem und Hautbarrieren
Folgerung:
Wir müssen aufräumen, also Belastungen reduzieren
Fokus auf natürliche Stoffwechselunterstützung und Immunsystemtraining
Neurodermitis und Autoimmunität
Sprungpotenzial: Von Allergie zu Autoimmunität
Autoimmunität kann selbstständig auftreten
Neurodermitiker entwickeln häufig im Verlauf weitere Autoimmunreaktionen
Warnsignal: Neurodermitis = Frühwarnung für systemische Abwehrfehler
Kindliches Beispiel:
Kind geboren mit Neurodermitis → später Asthma
Kind geboren mit Asthma → später Neurodermitis
Wechsel zwischen Haut und Atemwegen möglich
Fehlerquellen des Immunsystems
Die weißen Blutzellen können drei Fehler machen:
Allergisch reagieren
Autoimmunität entwickeln
Blutkrebs
Risikostufen: Jede Stufe gefährlicher, Kontrolle notwendig
Zusammenhang Darm – Haut
Darmoperationen / Polypen: können Hautreaktionen auslösen
Entzündungen gelangen ins Blut → werden in schlecht durchblutete Gewebe verlagert (Haut, Gelenke, Sehnen)
Empfehlung:
Ursache im Darm prüfen, ggf. Abwehr vorher stärken
Kleinkinder: Hautreaktionen oft direkt mit Ernährung verbunden
Ernährung und Stillzeit
Mutter: Qualität der Ernährung prüfen
Kinder: Hautreaktionen können Nahrungsbestandteile reflektieren
Wasser und Filter
Filter oft problematisch → konzentrieren Schadstoffe, müssen dann als Sondermüll entsorgt
Reform der Wasserwirtschaft notwendig
Leberflecken / Muttermale
Definition: Gutartiger Tumor durch Melanozyten
Kind: häufig harmlos, Immunsystem aktivieren
Erwachsene: viele neue Leberflecken → Alarmzeichen
Therapie:
Veilchensalbe zur Unterstützung der Hautbarriere und Abwehr
Wirkt auf Hautveränderungen aller Art
Autoimmunität und Abwehr
Unterdrückung der Abwehr (z. B. Methotrexat, Kortikoide) → Risiko für Tumore
Basistherapie kann Abwehr zwingen, Fehler zu machen
Wenn Abwehr kollabiert → Zellveränderungen unkontrolliert
Prinzip: Lieber eine aktive, reaktionsfähige Abwehr, auch wenn sie mal „knallt“, als eine schlafende, gefährliche Abwehr
Therapie:
Modulation statt Unterdrückung
Messung und Regelung: Zustand messen → Therapie anpassen → bis Stabilität erreicht
Altersflecken und Hautregeneration
Altersflecken = degenerative Erscheinungen in Leder- und Unterhaut
Gewebe erneuert sich langsamer
Feinmuskulatur der Haut betroffen
Frauen: Hormone beachten
Förderung der eigenen Hormonproduktion, falls möglich
Pflanzen: Rosoliatropfen, Dometropfen, Rautefencheltropfen, Veilchentropfen, Anacahuitatropfen
Männer: Hautflecken → Abwehr genauer prüfen
Männer haben konstanten Hormonaushalt, Regeneration langsamer
Haut signalisiert Abwehrprobleme
Kinder – Wachstum und Skelette
Wachstumsschmerzen: zu schnelles Wachstum auf Skelettebene
Behandlung: Wegerichsirup aus der Wurzel, nicht Blätter
Wirkung: Schmerzlinderung + hohe Knochendichte
Ernährung:
Omega-3-Fettsäuren → Fisch, rohe Öle (Olivenöl, Walnussöl)
Ziel: gesunde Fettbilanz
Hautveränderungen
Feuermale: Schaden in Unterhaut → bleibt dauerhaft
Prävention: Veilchensalbe kann unterstützend wirken, aber nicht vollständig entfernen
Weißfleckenkrankheit (Vitiligo): Autoimmunerkrankung gegen Melanozyten
Veilchensalbe kann unterstützend wirken, heilt jedoch nicht
Wundversorgung nach Hildegard von Bingen
Alte Methode: Öl + Wein
Öl: Elastifizierung der Wunde
Wein: Desinfektion
Neue Methode: Tormentiltropfen zur Desinfektion
Bei trockener Haut: Mandel- oder Olivenöl einreiben
Fischallergie & Omega-3
Bei Fischallergie → kann man nicht direkt auf Omega-3 aus Fisch zurückgreifen
Lösung: Eiweißallergie behandeln, meist Typ-3-Allergie
Grundsatz: Allergie = Fehlfunktion des Immunsystems, kein dauerhaftes Urteil
Ziel: Fehlfunktion erkennen, Ursachen beheben, Immunsystem „umprogrammieren“
Warnsignale des Körpers
Fersenbeschwerden: Hinweis auf Stoffwechsel- und Hautprobleme
Ursachen prüfen: Fette, Zucker, Harnsäure
Hautveränderungen (z. B. Fältchen um Augen):
Vor chirurgischem Eingriff immer Ursache prüfen
Schnitt → Narben → mögliche Folgeprobleme
Fischkonsum – Herkunft & Qualität
Wildfang aus Südlichen Ozeanen bevorzugen:
Südlicher Atlantik, Indischer Ozean, Südpazifik
Vorteil: geringer Schadstoffgehalt, große Verdünnung im Meer
Aquakultur: eher vermeiden, da chemisch belastet
Hinweis: Fischtheken müssen Fangzone ausweisen
Hautpflege – Hände & Alterswarzen
Trockene Hände (Winter, Kälte):
Ursache: Gewebe zieht sich zusammen → Flüssigkeit geht verloren
Pflege: Olivenöl abends auftragen → samtweiche Haut
Alterswarzen: Veilchensalbe → schnelle Besserung
Bindegewebe & Knorpel
Nasenseptum oder Knorpelverdickungen: Hinweis auf falsches Wachstum oder Vernarbungen
Empfehlung: Gewebe untersuchen, um Dysbalancen zu erkennen
Blutuntersuchungen bei Heilpraktikern im Team möglich
6. Urtikaria (Nesselsucht)
Grund: oft bereits autoimmun beteiligt → Entzündung kleiner Kapillaren in Haut
Risiko: Sprung zu systemischer Autoimmunität möglich
Auslöser:
Medikamente (Konservierungsstoffe, Betablocker, Statine)
Chronische Infekte → Antikörperproduktion → Hautentzündung
Druckurtikaria: Testmöglichkeit selbst
Glatte Oberfläche + sanfter metallischer Stift → Strich bildet sich, der sich aufwölbt → Hinweis auf atopisches Hautpotenzial
Urtikaria als Warnsignal
Hohe Histaminausschüttungen: treten nicht nur bei Allergien, sondern auch bei sportlicher Aktivität auf
Bedeutung der Urtikaria:
Signal eines Sprungpotenzials im Immunsystem
Einmal ausgelöst → Risiko, dass weitere Fehler auftreten
Wichtig: Aufmerksamkeit auf Immunsystem richten, nicht nur Symptome behandeln
2. Therapeutische Ansätze
Pflanzlich und unterstützend:
Wegerichtropfen, Poleotropfen, Eisenkraut, Fencheltee
Ziel: akute Situation schnell lindern, langfristige Beobachtung notwendig
Schuppenflechte (Psoriasis)
1. Allgemeines
Schuppenflechte = Sammelbegriff, verschiedene Formen
Symptome:
Trockene, gerötete Haut
Weiße, schuppige Plättchen, die sich ablösen
Bluttests können Psoriasis nicht nachweisen → seronegativ
Immunsystemreaktionen sind vielfältig, viele lösliche Faktoren unbekannt
2. Mechanismus
Immunsystem erkennt Hautzellen fälschlich als fremd → Entzündung
Kaskadenreaktion: Ausschüttung von entzündlichen Faktoren → Verstärkung der Entzündung
Problem: Standard-Blutmessungen erfassen diese Prozesse nicht
3. Hauptformen der Psoriasis
Typ
Merkmale
Altersgruppe / Besonderheiten
Typ 1 (Psoriasis vulgaris)
Meistens vor 40, tritt an dünnen Hautstellen wie Knie, Ellenbogen, Kopfhaut auf
60–70% der Fälle
Typ 2
Spätmanifestation, oft Nägel betroffen, ähnlich Nagelpilz, nicht infektiös
Nach 50 Jahren, 30–40% der Fälle
Zumbusch-Variante
Selten (0,5–2,5%), aggressiv, neigt zu weiteren Autoimmunitäten
Hochrisiko für Gelenke & andere Organe
Pustulosa
Sehr selten, lebensbedrohlich, kann Blutgerinnsel auslösen
Sofortige Behandlung notwendig
Wichtig: Psoriasis ≠ Nagelpilz (Infektion vs. Autoimmunreaktion)
Nagelpilz behandeln: Füße in Essigwasser und danach mit einem Öl einreiben z.B. Lavendelöl
Klassische Therapien (Kortison, UV-Licht) lindern Symptome, beheben aber nicht Ursache
4. Therapieprinzipien
Nicht unterdrücken, sondern modulieren:
Ziel: Immunzellen beibringen, übermäßige Entzündungsstoffe nicht mehr auszuschütten
Zellebene: Immunzellen erneuern sich → Chance für gezielte Regulation
5. Wichtig für Patienten
Urtikaria und Psoriasis sind warnende Signale
Aggressives Immunsystem → gezieltes Modulieren statt Unterdrücken
Aufmerksamkeit auf Langzeitverlauf und mögliche systemische Autoimmunreaktionen
🌿 Weißes Blutbild und Immunmodulation bei Autoimmunität
1. Neubildung von Leukozyten
Leukozyten entstehen im Knochenmark und werden nach einer gewissen Zeit ersetzt
Trainingsphase im Darm:
Junge weiße Blutzellen lernen, zwischen nützlichen und schädlichen Substanzen zu unterscheiden
Selektionsprozess: Welche Nahrungsmittel sind erlaubt, welche nicht
2. T-Lymphozyten und Zellteilung
Alte Zellen bilden neue Zellen (Kopie der Kopie), jede Kopie kann strukturelle Schwächen aufweisen
Genom bleibt weitgehend intakt, Strukturen der Zellen können jedoch beeinträchtigt sein
Ziel: Reaktivierung der Immunzellen zur normalen Funktion
3. Kontrollmechanismen
Neue Immunzellen werden überprüft: tauglich oder nicht tauglich
Fehlerhafte Zellen → eliminieren sich selbst
Reduktion der „schlechten“ Immunzellen → Symptome lassen nach
Endziel: Krankheit verschwindet, wenn keine fehlerhaften Zellen mehr vorhanden sind (glatte 0)
🌿 Prinzipien der Psoriasis-Therapie
Ursache vor Symptom:
Nicht die Haut behandeln → Abwehrzellen modulieren
Ziel: Toleranzkontrolle aktivieren → fehlerhafte Immunzellen abbauen
Immunmodulation:
Alte Schulmedizin: bereits vor dem Zweiten Weltkrieg bekannt
Heutige Schulmedizin betrachtet Autoimmunität oft als unheilbar
Ziel: Normalisierung der Abwehr ohne Immunsuppression
1. Dauer der Therapie
Realistisch: 3–5 Jahre, abhängig von Schweregrad
Symptomfreiheit kann früher eintreten, aber die „glatte 0“ dauert
Vergleich: Asthma → schneller heilbar, da meist allergisch bedingt
2. Therapieprinzipien
Messung und Steuerung: Abbau „schlechter“ Zellen vs. Aufbau gesunder Zellen
Disziplin in Ernährung und Umsetzung entscheidend
Selbststeuernde Prozesse: Immunzellen kommunizieren und verstärken bei Fehlreaktionen die Entzündung
🌿 Unterstützende Maßnahmen
Pflanzen & Naturstoffe:
Z.B. Eberwurz, Muskatellersalbei-Extrakt → Aktivierung der Kontrollmechanismen
Weihrauch → entzündungshemmend, immunmodulierend
Ölanwendungen bei trockener Kopfhaut:
Olivenöl, Avocado, Vitamin E → Flexibilisierung der Kopfhaut
🌿 Sonderformen der Psoriasis
Sichtbar nur bei Fieber → Sonderform, im Lymphsystem (Rumpf & Milz) aktiv
Benötigt besondere Aufmerksamkeit und gezielte Therapie
Blutkontrolle beim Heilpraktiker als Messinstrument:
Entwicklung der Krankheit überwachen
Therapie anhand der Blutwerte steuern
🌿 Immunsystem bei Kleinkindern und Erwachsenen
1. Kleinkinder
Primitives Immunsystem: Noch keine spezifischen Antikörper aufgebaut, basiert auf Fresszellen (Phagozyten)
Stimulierung: Tee aus Süßholz, Lungenkraut und Fenchel (1:1:1)
Wirkung: Hebt das Immunsystem an, unterstützt den Aufbau von Abwehrmechanismen
Zusätzliche Maßnahmen: Wärme, weitere Kräuter → fördern Entwicklung des Immunsystems
Vorteil: Kinder regenerieren sich schneller, Wachstumsfaktoren unterstützen die Immunstärkung
2. Ernährung nach Hildegard von Bingen
Grundprinzip: Gesundheit kommt aus der Ernährung → Nahrung sollte heilend wirken
Unterschied Kranke vs. Gesunde:
Gesunde haben „Spielraum“ in Ernährung
Kranke → strikter Ernährungsplan notwendig
🌿 Hautverletzungen und Verbrennungen
Frische Brandwunde: Leinsamenschleim auftragen → Haut verschließen, Wundheilung unterstützen
Nachbehandlung:
Veilchensalbe: fördert Durchblutung, Kapillarbildung und Geweberegeneration
Tausendgüldenkrautbäder: zusätzliche Unterstützung der Hautheilung
Mechanische Schäden:
Oberste Hautschichten zerstört → Narbenbildung unvermeidlich
Melanozyten und Sensibilität an der Stelle stark eingeschränkt
🌿 Schuppen & Kopfhaut
Schuppen ≠ Schuppenflechte:
Ursachen: Trockenheit, Stress, Hautreizungen
Behandlung: Ölpackungen, Hautpflege, Badesud → beobachten, wie Haut reagiert
🌿 Insektenstiche
Entzündung durch Keime: Desinfizieren, z. B. Tormentil
Allergische Reaktion: Eiweißallergie prüfen → gezielt behandeln
Hinweis: Entzündungsreaktion hilft unterscheiden, ob Keim oder Allergie
🌿 Colitis & Hautprobleme
Systemische Auswirkung: Darmprobleme → Haut reagiert darauf
Behandlung: Abwehr im Darm stärken → Hautprobleme bessern sich
🌿 Lippenherpes
Virusbekämpfung:
Austrocknen der Bläschen mit Wasserlösung + Backpulver/Weinsteinsäure
Tanacetotropfen: innen und außen, wirken antiviral, hemmen Virusvermehrung
Mechanismus: Herpes zieht sich bei Druck ins periphere Nervensystem zurück → gezieltes Gegensteuern notwendig
🌿 Erwachsene
Süßholz-Fenchel-Lungenkraut-Tee ebenfalls möglich, Dosierung individuell
Immunologische Untersuchung: Schwächen gezielt erkennen und behandeln
🌿 Konsequenz und Motivation in der Therapie
Ernährungsplan: Nicht aufwendig, aber konsequent umzusetzen
Grundsatz: Wer Leidensdruck hat und Heilung will, muss bereit sein, einen klaren Cut zu machen und die Therapie ernsthaft zu verfolgen
Krankheit: Folge von prozessorientierten Fehlern → nur durch richtige Maßnahmen zu beeinflussen
Ernährung: Unabdingbar für Erfolg → ständige Reizstoffe im Darm verhindern Heilung
Seborrhoisches Ekzem: Brennen bei Kälte → Zeichen von Gewebezusammenzug und Nervenzellreaktion
Leber: Zentrale Rolle für die Haut
· Liefert Eiweiße, Fette, Zusatzstoffe
· Gute Leber → gesunde Haut, schlechte Versorgung → Hautprobleme
🌿 Ernährung in der Immuntherapie
Phase der Immunmodulation: Keine Belastung für die Abwehr
Keine schädlichen Lebensmittel → sonst „Öl ins Feuer“
Kontrolliertes Messen und Regeln erforderlich
Beispiel Alkohol: Lieber alkoholhaltiges anstatt alkoholfreies Bier → keine zusätzlichen Gifte (aber beides nicht gut)
Nachtschattengewächse: Zwiebelgewächse, Kartoffeln, Peperoni → bei Allergien oder Neurodermitis meiden
🌿 Persönliche Erfahrung & Tests
Eigenes Beispiel: Kindheit → Nachtschattengewächse entfernt → deutliche Besserung bei Asthma
Testphase: 4 Wochen Verzicht → Beobachtung → Wiederaufnahme → mögliche Reaktion (z. B. Anaphylaxie)
Prinzip: Selbsterfahrung → individuelle Reaktionen erkennen
🌿 Hauterkrankungen
Neurodermitis: Therapie über Heilpraktiker → individuelle Beratung
Vitiligo: Juckreiz deutet auf sekundäre Infektion → gezielte Behandlung
Allgemeine Hautpflege: Badesud, Ölpackungen, Veilchensalbe → Unterstützung der Heilung
Zum Schluss noch:
Wenn du Fragen hast, etwas vertiefen möchtest oder Unterstützung brauchst, melde dich gerne bei mir.
Ich bin von Herzen gerne für dich da 💚
Martina Vötterl - Bergstraße 17d - 86508 Rehling - Mail: martina.voetterl@gmail.com - Telefon/WhatsApp: 0171 8653416