Gewichtsregulation – Übergewicht und Untergewicht: Was steckt wirklich dahinter?
Hier findest du meine Mitschrift zum Vortrag „Gewichtsregulation – Übergewicht und Untergewicht: Was steckt wirklich dahinter?“
In diesem Vortrag geht es darum, die Hintergründe von Über- und Untergewicht besser zu verstehen und genauer hinzuschauen, was wirklich die Ursachen für Gewichtsschwankungen sind.
Beleuchtet werden mögliche physiologische und metabolische Zusammenhänge, unter anderem rund um Stoffwechsel, Hormonhaushalt, Darmflora, Nährstoffaufnahme, Essverhalten und Belastungen des Körpers. Ziel ist es, weg von vorschnellen Schuldzuweisungen oder pauschalen Diätlösungen hin zu einem differenzierten, ganzheitlichen Blick auf den Körper und seine Gewichtsregulation zu kommen.
Der Vortrag wurde von Alessandro Rochira gehalten und basiert auf viel Erfahrung aus der Praxis. Der Text ist als Mitschrift entstanden und folgt bewusst dem gesprochenen Wort.
Bitte sieh mir Rechtschreibfehler oder Ungenauigkeiten nach – es handelt sich um eine Mitschrift, nicht um ein ausgearbeitetes Lehrskript.
Ich wünsche dir viel Freude beim Lesen und Mitnehmen 🌱
Vortrag Gewichtsregulierung - Erklärung Übergewicht / Untergewicht vom 13.03.2024
Wenn wir über Gewichtsregulierung sprechen, denken viele Menschen sofort nur an Übergewicht. Aber: Untergewicht ist ebenfalls ein wichtiges Thema – und beides sind Extreme, die wir heute näher betrachten.
Wir wollen verstehen:
Wie kommt Übergewicht oder Untergewicht zustande?
Welche Irrmeinungen kursieren in der Gesellschaft?
Welche Rolle spielen Diäten – und warum haben sie oft nur geringen oder keinen dauerhaften Erfolg?
In den westlichen Industriestaaten ist Übergewicht besonders verbreitet. Untergewicht findet sich häufiger in ärmeren Ländern, aber auch bei uns – allerdings mit anderen Ursachen.
Body Mass Index (BMI) – Kritik
Der Body Mass Index (BMI) gilt offiziell als Maß aller Dinge, wenn es ums Gewicht geht. Er berechnet sich aus Körpergewicht geteilt durch Körpergröße².
👉 Doch: Der BMI schert alle über einen Kamm.
Er unterscheidet nicht zwischen Muskeln und Fett.
Er berücksichtigt Skelettbau nicht.
Er ignoriert individuelle Unterschiede im Körperbau.
Relevanter Fakt: Seit Jahrzehnten kritisieren Mediziner und Biologen, dass das Skelett den wichtigsten Einfluss auf das Körpergewicht hat.
Frage ans Publikum:
„Habt ihr schon mal jemanden gesehen, der sehr breit gebaut ist, aber gar nicht übergewichtig wirkt – obwohl der BMI sagt: ‚Übergewicht‘?“
Einfluss des Skeletts
Das Skelett trägt das ganze Gewicht. Unterschiede gibt es in:
Knochenlänge (lang, kurz, fein)
Knochenbreite
Knochendichte
👉 Relevanter Fakt: Ohne Berücksichtigung des Skelettbaus ist jede Aussage zum Idealgewicht ungenau und unfair.
Dazu kommt die individuelle Entwicklung:
Männer können bis ca. 25 Jahre noch Längen- und Muskelwachstum haben.
Frauen sind meist mit ca. 20 Jahren ausgewachsen.
Das heißt: Der Körperbau – und damit auch die Grundlage für das spätere Gewicht – wird sehr früh im Leben festgelegt.
Konsequenz für Diäten
👉 Relevanter Fakt: Wer seinen Körperbau nicht berücksichtigt, wird mit Diäten kaum langfristigen Erfolg haben.
Beispiele:
Manche essen „wie ein Scheunendrescher“ und nehmen nicht zu.
Andere nehmen schon zu, wenn sie das Essen nur ansehen.
Das liegt nicht an „Willensschwäche“, sondern an unterschiedlichen Stoffwechsel- und Körperkonstellationen.
Die fünf entscheidenden Faktoren für das Gewicht
Von Geburt an ist jeder Mensch geprägt durch:
Stoffwechsel (Magendarmtrakt)
Leber (Fettstoffwechsel)
Lymphsystem (Aufnahme und Transport von Fetten)
Hormonsystem (z. B. Insulin – reguliert Zuckerverbrennung)
Immunsystem (Schutz vor Stauungen und Fehlsteuerungen im Lymphsystem)
👉 Relevanter Fakt: In den meisten Diäten werden diese fünf Faktoren überhaupt nicht berücksichtigt – obwohl sie entscheidend sind.
Zwischenfrage ans Publikum:
„Wer von euch hat schon mal eine Diät gemacht – und festgestellt, dass das Gewicht danach wieder raufging?“
Antwort: Das liegt oft daran, dass nicht die Grundursache beachtet wurde.
Rolle von Infektionen (Viren und Bakterien)
Das Überraschende: Erreger können unser Gewicht massiv beeinflussen!
Adenovirus-36
Befällt Fettzellen → sie werden überdimensional groß.
Virus nutzt die Fettzellen zur Vermehrung.
Relevanter Fakt: Etwa 30 % der europäischen Bevölkerung tragen diesen Virus in sich – mit deutlichem Einfluss auf Übergewicht.
Bestimmte Bakterien in der Darmflora
Können Ballaststoffe (Polysaccharide wie Pektin, Inulin) so umwandeln, dass daraus Fett entsteht.
Bedeutet: Falsche Flora = falsche Verwertung = Fettablagerung.
👉 Relevanter Fakt: Ein „verstelltes Mikrobiom“ im Darm oder eine Virusinfektion kann Diäten komplett wirkungslos machen.
Immunsystem – der unsichtbare Faktor
Viele Menschen glauben: „Ich bin nie krank, also habe ich ein gutes Immunsystem.“
Doch das ist ein Trugschluss.
👉 Relevanter Fakt: Auch ohne Fieber, ohne akute Entzündung oder spürbare Infekte kann das Immunsystem versagen.
Es erkennt manche Erreger nicht.
Es schafft es nicht, Fehlbesiedlungen im Darm oder im Lymphsystem zu kontrollieren.
Es verhindert nicht, dass Stoffwechselstörungen entstehen.
Frage ans Publikum:
„Wer von euch würde bei einer Gewichtszunahme sofort an ein geschwächtes Immunsystem denken?“
Antwort: Wahrscheinlich niemand – aber genau da liegt eine verborgene Ursache.
Einfluss von Medikamenten
👉 Relevanter Fakt: Medikamente können das Gewicht massiv verändern.
Cortison → lagert Wasser und Fett ein, verändert den Hormonhaushalt.
Psychopharmaka → beeinflussen Appetit, Hormone, Stoffwechsel.
Andere Medikamente → stören das Feinspiel von Hormonen und Immunsystem.
Das Gewicht verändert sich dadurch oft unabhängig vom Essverhalten.
Schlaf und Nachtarbeit
Ein weiterer großer Faktor ist der Schlaf.
👉 Relevanter Fakt: Schlafmangel oder Nachtarbeit stören die natürliche Regeneration und Hormonsteuerung.
Viele nehmen dadurch zu, weil Stresshormone (z. B. Cortisol) ansteigen.
Manche nehmen drastisch ab, weil der Körper sich „auslaugt“.
Extreme entstehen: entweder Übergewicht oder Untergewicht.
Wichtiger Zwischenschritt
👉 Relevanter Fakt: Wer sein Gewicht regulieren will, muss zuerst herausfinden, welche Ursache vorliegt:
Genetische Veranlagung?
Hormonelle Störung?
Immunsystem geschwächt (z. B. Erreger, Darmflora)?
Medikamente im Spiel?
Lebensstilfaktoren (Schlaf, Arbeit, Ernährung, Bewegung)?
Nur wenn man die Ursache erkennt und angeht, bleibt die Gewichtsregulierung dauerhaft stabil.
Der Jojo-Effekt
Viele kennen ihn:
Man nimmt 10 kg ab – und kurze Zeit später sind es 20 kg mehr.
👉 Relevanter Fakt: Der Jojo-Effekt entsteht, weil der Körper ein Trägheitsprinzip hat.
Er „merkt“ sich alte Zustände.
Er verteidigt gespeicherte Fettreserven.
Ohne Anpassung von Hormonen, Stoffwechsel, Immunsystem und Lebensgewohnheiten kommt es unweigerlich zum Rückschlag.
Energieverbrauch – die Qualität der Bewegung
In der westlichen Welt essen wir zu viele Kalorien – und verbrennen zu wenig.
Viele sagen: „Aber ich mache 10.000 Schritte am Tag!“
Doch:
👉 Relevanter Fakt: Es zählt nicht nur wie viele Schritte, sondern wie sie gegangen werden.
Verteilt über 10 Stunden → kaum Effekt.
Als intensivere Bewegung mit erhöhter Herzfrequenz → echte Fettverbrennung.
Das Herz – der unterschätzte Regler
Das Herz hat eine zentrale Rolle im Stoffwechsel:
Es pumpt nicht nur Blut, sondern mischt Hormone, Enzyme und Nährstoffe.
Mit seiner Frequenz bestimmt es, wie viel Zucker und Fett verbrannt wird.
Besonders wichtig: das viszerale Fett (Innenfett).
👉 Relevanter Fakt:
Viszerales Fett lagert sich an Organen und Gefäßen ab und ist hochgefährlich.
Die Herzfrequenz entscheidet, ob dieses Fett verbrannt oder gespeichert wird.
Bewegung mit ausreichender Intensität reduziert viszerales Fett – und erst danach verschwindet auch das äußere Bauchfett.
Frage ans Publikum:
„Wer von euch dachte bisher, dass 10.000 Schritte automatisch gesund sind – egal, wie sie gemacht werden?“
Bewegung richtig verstehen
Viele glauben: „Wenn ich abnehmen will, muss ich Muskeln aufbauen.“
Doch:
👉 Relevanter Effekt: Muskeln aufbauen bei starkem Übergewicht ist falsch.
Es überfordert Herz („die Pumpe“) und Gelenke.
Die Gefahr: Gelenksschäden, besonders an Wirbelsäule, Hüfte, Knien.
Richtiger Ansatz:
Zuerst das Herz als Schwungrad in Bewegung bringen.
Danach, wenn das Gewicht reguliert ist, die Muskulatur gezielt stärken.
Das Herz als Schwungrad
👉 Relevanter Effekt: Das Herz ist wie ein großes Schwungrad.
Am Anfang braucht es viel Energie, um in Gang zu kommen.
Wenn es aber einmal im „Brennmodus“ ist, bleibt es dort und verbrennt kontinuierlich Fett.
Ziel: eine Grundfrequenz von ca. 100 Schlägen pro Minute im Ausdauersport erreichen.
Das ist kein Sprint von 0 auf 100, sondern ein langsames Antrainieren.
Beispiel aus der Praxis
Ein Junge, 1,80 m groß, 160 kg schwer:
Sein Alltag: sitzen vor dem PC im „Spezialsessel“.
Bewegung: praktisch null.
Aufgabe: Jeden Tag mit 10-kg-Sack laufen – gleichmäßige Belastung, damit Herz und Körper in Schwung kommen.
Ernährung: angepasst, reduziert.
👉 Relevanter Effekt: Bewegung in der Pubertät prägt das Herz ein Leben lang.
Ein gut trainiertes Herz „erinnert“ sich auch nach Pausen.
Ein von Anfang an träges Herz hat lebenslang Mühe, in Gang zu kommen.
Ausdauer statt Kraftsport
👉 Relevanter Effekt: Für Gewichtsreduktion ist Ausdauerbewegung entscheidend:
Fahrradfahren
Schwimmen
Wandern
Joggen (auf weichem Untergrund, nicht Beton/Asphalt)
Keine Kraftsportarten in der Anfangsphase!
Denn Krafttraining bei Übergewicht belastet Herz und Gelenke zusätzlich.
Psychische Faktoren
Bewegung hängt eng mit der Stimmung zusammen:
Stimmungstiefs → weniger Energie, mehr Sitzen, mehr Naschen.
Abends vor dem Fernseher mit Schokolade oder Snacks: typisches Muster.
👉 Relevanter Effekt: Falsches Ess-Timing verstärkt Gewichtszunahme.
Abends essen = Körper schaltet auf Speichern statt auf Verbrennen.
Untergewicht – die oft übersehene Gefahr
Nicht nur Übergewicht ist problematisch.
👉 Relevanter Effekt: Untergewicht ist oft gefährlicher als Übergewicht.
Blutbildung bricht zusammen.
Immunsystem kollabiert.
Körper „welkt“ wie eine Pflanze.
Versorgungsdefizite: Eisen, Vitamine, Spurenelemente, Hormone.
Besonders gefährlich: Magersucht (Anorexie).
Betrifft heute beide Geschlechter.
Entsteht aus einer verzerrten Selbstwahrnehmung.
Kaum durch Argumente zu verändern.
👉 Relevanter Effekt: Bei Magersucht ist die psychologische Dimension viel schwieriger zu behandeln als die rein immunologischen Ursachen.
Untergewicht bei Frau und Mann
Frauen: Untergewicht liegt vor, wenn der Körperfettanteil unter 20 % fällt.
Fettzellen bilden Östrogen → wichtig für Fruchtbarkeit und Körperkraft.
Fehlendes Fett = Hormonmangel + Leistungsabfall.
Männer: Hier zählt vor allem das viszerale Fett (Innenfett).
Untergewicht: unter 10 % viszerales Fett.
Schwieriger zu messen, da unsichtbar von außen.
👉 Relevanter Effekt: Ein stabiler Knochenbau braucht mehr Substanz. Wer markante Knochen, aber kein „Polster“ hat, ist nicht gesund.
Lipödem – Ursachen statt Symptome
Frage: „Wie gehe ich an ein Lipödem heran?“
👉 Relevanter Effekt: Ein Lipödem ist keine bloße „Fettansammlung“, sondern Folge gestörter Prozesse:
Fett gelangt über den Darmzotten-Lymphweg in den Körper.
Wenn das Immunsystem das Lymphsystem nicht kontrolliert, werden Fette dort abgelagert.
Hormone (v. a. Geschlechtshormone und Cortisol) verstärken diesen Prozess.
Fazit: Nicht nur das Lipödem behandeln → sondern Entstehung der Fette bremsen.
Sonst bleibt es ein Kampf gegen Windmühlen.
Grundprinzip der Therapie
👉 Relevanter Effekt: Jede Behandlung muss mit drei Schritten beginnen:
Ursache finden
Ursache beheben
Folgeerscheinung behandeln
Beim Lipödem heißt das: Erst Fettstoffwechsel & Lymphsystem regulieren – dann das Lipödem gezielt angehen.
Ausdauersportarten – was bringt am meisten?
Frage: „Welcher Ausdauersport ist der beste zum Abnehmen?“
👉 Relevanter Effekt: Schwimmen ist der perfekte Sport.
Beansprucht alle Muskeln gleichzeitig.
Durch Wasserwiderstand ganzheitliches Training.
Luft anhalten beim Tauchen verstärkt den Effekt → oxidativer Stress, dadurch beschleunigte Fettverbrennung.
Beispiel: Apnoe-Taucher
Halten bis zu 9 Minuten die Luft an.
Tauchen bis 180 Meter Tiefe ohne Flasche.
Herzschlag sinkt dort auf 5 Schläge pro Minute (!).
Der Körper gewinnt Sauerstoff nicht nur aus der Lunge, sondern auch aus den Fettspeichern.
👉 Relevanter Effekt: Schwimmen + Luftanhalten = maximaler Fettabbau.
Apnoe-Taucher sind meist extrem schlank, trotz hoher Nahrungsaufnahme.
Grund: enorme Verbrennung durch Sauerstoffstress und Fettmobilisation.
Vergleich mit Joggen
Joggen, Walken, Radfahren → auch gut, aber einseitiger.
Schwimmen = ganzkörperlich, gelenkschonend, effizient.
Wer gerne läuft, kann das tun – sollte aber Schwimmen ergänzen.
Bewegung muss nicht extrem sein
👉 Relevanter Effekt:
Man muss kein Spitzensportler sein, um Gewicht zu regulieren.
Schon ein lockeres Bewegen reicht.
Wichtig ist: Bewegung – regelmäßiges Ein- und Ausatmen + Herztätigkeit bringen das Gewicht in Fluss.
Sport bei Untergewicht
Untergewichtige haben wenig Ressourcen.
Zu viel Training → Risiko: Verlust des ohnehin knappen viszeralen Fetts, Nährstoffmangel, Erschöpfung.
Folgen: Eisenmangel, Vitaminmangel, schwaches Immunsystem → der Körper „zehrt sich aus“.
👉 Relevanter Effekt: Untergewichtige dürfen nicht übertrainieren, sonst brennt der Körper innerlich aus.
Welche Sportarten sind günstig?
Rudern → Ausdauersport (gleichmäßige Bewegung, Schulter- und Bizepstraining).
Wassergymnastik → ähnlich wie Schwimmen, Gelenke geschont durch Auftrieb.
Schwimmen allgemein → am effektivsten, aber keine Hochleistung nötig (Kraul, Brustschwimmen in Ruhe reicht).
👉 Relevanter Effekt: Das Ziel ist Ausdauer, Herzfrequenz auf einem konstanten Niveau halten.
Schwimmen und der Trigeminus-Reflex
Gesicht im Wasser → Trigeminus-Nerv wird stimuliert.
Reflex: Blutdruck sinkt sofort.
Beispiel aus der Praxis: Patienten mit Bluthochdruck nach Schwimmen → Blutdruck 110/70, obwohl lange nicht mehr erreicht.
👉 Relevanter Effekt: Schwimmen trainiert nicht nur das Gewicht, sondern auch Herz und Blutdruck sanft.
Naturwasser vs. Chlorwasser
Meerwasser ist gesünder als Schwimmbadwasser:
Salz → mehr Auftrieb, leichteres Training.
Mineralien → Haut nimmt Mineralien auf.
Entgiftungseffekt: Haut scheidet Belastungen aus.
Bei Neurodermitis oder Schuppenflechte: Haut heilt am Meer sichtbar.
👉 Relevanter Effekt: Wer Gewicht regulieren und gleichzeitig Haut & Stoffwechsel stärken will, profitiert von Meeresaufenthalten (2–3 Wochen, nicht nur kurz).
Warum nimmt man trotz Schwimmen nicht ab?
Zwei Gründe:
Pumpe (Herz) wird nicht richtig gefordert.
Ursachenanalyse unvollständig → evtl. Hormone, Stoffwechsel, Ernährung oder psychische Faktoren übersehen.
👉 Relevanter Effekt: Erfolgreiche Gewichtsreduktion braucht Ursachenanalyse – nicht nur mehr Sport.
Übergewicht – gesundheitliche Folgen
👉 Relevanter Effekt: Übergewicht erhöht das Risiko für:
Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Bluthochdruck, Herzinfarkt)
Diabetes Typ 2
Fettleber
Tumorerkrankungen
Hormonstörungen (v. a. bei Frauen)
Hautprobleme
Parodontose (bei Übergewichtigen häufiger)
Untergewicht – gesundheitliche Folgen
👉 Relevanter Effekt: Untergewicht führt zu:
Nährstoffmangel
Systemversagen durch Auszehrung
„Einsinken“ und Schwäche aller Systeme
Verlust von Eisen, Vitaminen, Hormonen
Ursachenanalyse vor jeder Gewichtsregulation
Schritt 1: Veranlagung prüfen
Schwangerschaft der Mutter: Alkohol, Ernährung, Stress → Prägung fürs Kind.
Geburtsgewicht: zu leicht/zu schwer.
Schritt 2: Knochenbau prüfen
Knochenbrüche: Zeichen für schwaches Skelett.
Starker Knochenbau = oft stabiler, aber schwerer Körper.
Schritt 3: Immunsystem & Hormone
Unterschiede Mann–Frau beachten.
Fettanteile innen/außen berechnen.
Schritt 4: Lebensgewohnheiten
Ernährung, Bewegung, Schlaf, Stress.
Schritt 5: Krankheiten ausschließen
Bakterien, Viren, Belastungen → erst diese therapieren, dann mit Gewichtsreduktion beginnen.
👉 Relevanter Effekt: Jede Gewichtsreduktion muss individuell angepasst sein.
Kein radikaler Start
👉 Relevanter Effekt: Man kann nicht einfach beschließen, heute 10 Kilo abzunehmen.
Ursachen verstehen: Warum ist das Gewicht da?
Beispiel: Wer 160 Kilo hat, nur vor dem Computer sitzt → Bewegung einführen.
Ziel: Muskelmasse aufbauen, um Gelenke zu entlasten und Körper zu stabilisieren.
Das Dreigeist-Prinzip
Wenn der Körper über Jahre an ein Übergewicht gewöhnt ist, gibt er es nicht freiwillig her.
Er „sperrt“ das Gewicht, hält daran fest.
👉 Relevanter Effekt: Gewichtsreduktion gelingt nicht mit Gewalt, sondern „gewusst wie“:
Herz-Kreislauf aktivieren (Bewegung)
Ernährung regulieren
Ausleitung bewusst begleiten
Ernährung nach Hildegard von Bingen
Vielfalt, Ausgewogenheit – keine Extreme („nur Brot essen“).
Hildegard: „Wer ausleitet, nimmt immer auch Gutes mit.“
👉 Relevanter Effekt: Beim Abnehmen werden nicht nur Fett, sondern auch Reservestoffe abgebaut.
Fett speichert: Altlasten, Schadstoffe, aber auch Reserven.
Bei schneller Reduktion → Überforderung des Körpers, Hormone & Immunsystem geraten durcheinander.
Warum Abnehmen oft stoppt
Beim Abbau von Fettzellen werden Stoffe freigesetzt, die Prozesse im Körper blockieren können.
Folge: Gewichtsabnahme stoppt trotz Hungern.
👉 Relevanter Effekt: In solchen Fällen → Blutanalyse machen.
Typisch bei Frauen: hormonelle Probleme
Fettabbau → Östrogen sinkt, Progesteron & Steroidhormone verschieben sich.
Schilddrüse & Bauchspeicheldrüse müssen mitziehen → Stoffwechsel-Kaskade.
Bei Männern: eher Cortisol- und Testosteron-Probleme → Gefühl von Erschöpfung & Energielosigkeit.
Abnehmen in Schritten
👉 Relevanter Effekt: Nie mit Gewalt, sondern schrittweise.
Körper muss sich an neue Gewichtsstufen gewöhnen.
Nur so gibt es keinen Jojo-Effekt.
Ernährung währenddessen: Nährstoffe nachliefern, weil Reserven verloren gehen.
Ernährung & Mahlzeitenrhythmus
Frühstück + Mittagessen normal.
Abendessen minimal oder gar nicht.
Viel trinken, um Stoffwechsel zu unterstützen.
Prinzip ähnlich wie Intervallfasten – mit besonderem Fokus auf die Schlafphase:
Ist der Magen nachts leer, holt der Körper Energie aus viszeralem Fett.
Nach ca. 10–15 Tagen → Körper wechselt das Schema, greift stärker auf Bauchfett zu.
👉 Relevanter Effekt: Die Schlafphase ist entscheidend für Fettverbrennung.
Vorgehen beim Intervallfasten
Nicht abrupt beenden.
Nach einer Phase → 5–6 Tage Pause mit stabiler Ernährung.
Danach wieder neue Fastenphase beginnen.
Langsames Herunterschrauben → nachhaltiger Erfolg.
👉 Relevanter Effekt: Wer 30–40 Kilo zu viel hat, soll sich 2 Jahre Zeit nehmen.
Risiken bei zu schnellem Abnehmen
Herz („Pumpe“) überlastet.
Hormonsystem gerät durcheinander.
Immunsystem geschwächt.
👉 Relevanter Effekt: Abnehmen immer sanft und begleitet – nie radikal.
Haut & Bindegewebe
Bei langsamer Reduktion + Training: Haut & Bindegewebe straffen sich mit.
Kein „Schlabberlook“.
Schwaches Bindegewebe (genetisch bedingt) → braucht besonders konsequentes Training.
👉 Relevanter Effekt: Langsames Abnehmen = Haut bleibt stabil.
Hungergefühl am Abend und Schlafqualität
Viele schlafen schlecht, wenn sie hungrig ins Bett gehen.
Ursache: oft Unterzuckerung in der Nacht.
👉 Relevanter Effekt: Wenn nachts Schlafprobleme auftreten, weil man nichts gegessen hat, sollte man Blutzucker & Bauchspeicheldrüse überprüfen.
Die Rolle der Leber
Tagsüber wird Glukagon in der Leber gespeichert → nachts als Energiequelle genutzt.
Normal: Speicher leer in der Früh → Morgens Hunger.
👉 Relevanter Effekt: Kein Appetit am Morgen = Warnsignal für Leberprobleme.
Leberstoffwechsel prüfen: nicht nur klassische Leberwerte, sondern auch Fettstoffwechsel & ungesättigte Fettsäuren.
Oft liegt ein Mangel an gesunden Fetten vor → hier ansetzen.
Abnehmen in Etappen
👉 Relevanter Effekt: Immer 2–5 Kilo abnehmen, dann Plateau einlegen → Körper gewöhnt sich an neue Stufe.
Ob das 1, 2 oder 3 Monate dauert → egal.
Hintergrund: Gewicht ist mit einer Geschichte entstanden, diese Fehler gilt es zu korrigieren.
Gewichtsreduktion = Vergangenheit korrigieren, nicht nur Kilos verlieren.
Lebensgewohnheiten und Tagesabläufe
Nicht nur Sport & Ernährung sind entscheidend, sondern auch Lebensrhythmus:
Schlafverhalten
Schichtarbeit
Tagesabläufe
Mentale Aktivität
👉 Relevanter Effekt: Geistige Arbeit verbrennt Fett.
Beispiel: Wer ein anstrengendes Buch liest (kein Roman, sondern Fachtext), verbrennt viel Energie.
Neurologische Aktivität benötigt Kraftstoff – Gehirn kann ohne Energie nicht arbeiten.
Mentale Aktivität als Unterstützung
Geistige Aktivität steigert Konzentration, Gedächtnis & Merkfähigkeit.
Gibt Ausdauer und unterstützt auch die Gewichtsabnahme.
👉 Relevanter Effekt: Wer mentale Aufgaben übernimmt (Sprache lernen, Studium, logisches Denken), kann Gewicht verlieren.
Beispiel: ein Student schrieb nebenbei ein Diplom in Mathematik und verlor dabei 50 Kilo – durch mentale Disziplin kombiniert mit Bewegung.
Schutz vor Demenz und Alzheimer
Neue Sprache lernen im Erwachsenenalter → Alzheimer um bis zu 5 Jahre hinauszögern.
Auch Demenz kann durch neurologische Aktivierung verzögert werden.
👉 Relevanter Effekt: Geistige Aktivität = Prävention für Gehirn & Unterstützung beim Abnehmen.
Gesellschaftlicher Seitenblick
Kritik: Es fehlt an intelligenten, geistig aktiven Menschen.
Zusammenhang zwischen geistiger Aktivität, Gesundheit und Körpergewicht wird oft unterschätzt.
Was macht eine gute Analyse aus?
👉 Messen, was im Körper schiefläuft — nicht raten.
Ziel der Analyse: die Ursache finden, nicht nur das Symptom.
Mögliche Messungen/Checks: Blutzucker / Insulin (ggf. HOMA-IR), Triglyceride / Lipidprofil, Leberwerte + Fettstoffwechsel, Schilddrüsenwerte, Geschlechtshormone (Östrogen/Progesteron/Testosteron), Cortisol, Blutbild (Eisen, Ferritin, Vitamine, Spurenelemente), Entzündungsmarker (CRP).
Bei Verdacht auf Darmprobleme: Stuhlanalyse / Mikrobiom; bei Lymph-/Immunsystem-Problemen gezielte immunologische Tests.
Für viszerales Fett: bildgebende Optionen oder Körperfettmessungen (z. B. DEXA/Ultraschall/BIA) sinnvoll.
Kurz: messen, interpretieren, Hebel identifizieren — dann erst behandeln.
Fasten — was dabei im Körper passiert
👉 Beim Fasten werden Reserven „gewaschen“ — Altlasten landen im Blut.
Fettgewebe speichert neben Energie auch Schadstoffe und Reservestoffe. Beim Abbau werden diese Substanzen frei und belasten Blut, Leber und Nieren.
Deshalb: Fasten muss begleitet und dosiert sein. Kurzfristige Reinigung (z. B. 1–3 Tage) hat andere Effekte als längerfristiges Fasten.
Wenn nach Fasten Beschwerden auftreten, liegt das oft an der Platz- und Ausleitungsleistung (Leber, Niere, Lymphsystem) — dann ist nicht die Fastenkur per se schuld, sondern die Überforderung der Ausscheidungswege.
Praktisch: ausreichend trinken, Leber-/Nierenfunktion prüfen, bei Bedarf Wärmeanwendungen und langsamer Wiedereinstieg in die Ernährung.
Begleitmaßnahmen beim Fasten / Detox
👉 Vorbereiten, Ausleiten, Stabilisieren.
Vor dem Fasten: Ernährung anpassen (keine plötzlichen Extremsprünge).
Während: Flüssigkeitszufuhr, ggf. unterstützende Maßnahmen (Wärme, leichte Bewegung, sanfte Darmregulierung).
Nach dem Fasten: stufenweiser Wiedereinstieg, Kontrolle der Blutwerte, ggf. Mikronährstoff-Support.
Achtung bei Hilfsmitteln wie Aktivkohle/Heilerde — sie binden nicht nur Toxine, sondern auch Medikamente und Vitalstoffe; deshalb nur gezielt und unter Aufsicht.
Meditation & Atem — warum das relevant ist
👉 Innere Ruhe stabilisiert Stoffwechsel und Lymphfluss.
Meditation heißt hier: innere Ruhe herstellen, Nervensystem beruhigen, Stressachse (Cortisol) regulieren.
Ruhiger Schlaf und geregelte Ruhephasen sind essentiell — viele biologische Reparaturprozesse laufen nachts ab (chronologische / zirkadiane Prozesse).
Atemtechniken (ruhiges, tiefes Zwerchfell-Atmen, ggf. spezielle Übungen) unterstützen die Parasympathikus-Aktivierung, verbessern Lymphfluss und Stoffwechsel-Regulation.
Kurz: Meditation + Atem = bessere Regeneration → erleichtert Gewichtssteuerung.
Diätfallen: Zucker, Fructose, Pilze (Candida etc.)
👉Fructose wird schnell in viszerales Fett umgewandelt und „füttert“ ungünstige Mikroorganismen.
Fructose (z. B. in Softdrinks, Fruchtsäften, hohem Obstkonsum) fördert schnell die Bildung von Innenfett.
Ein gestörtes Darmmilieu mit übermäßig vielen Pilzen/Bakterienstämmen kann Ballaststoffe, Polysaccharide u. ä. so verwerten, dass mehr Energie / Fett entsteht — das sabotiert Diäten.
Saisonaler Faktor: Diäten ohne vorherige Darm- und Immunklärung (z. B. nach jahreszeitlich starkem Pilzwachstum) können kontraproduktiv sein — die Flora „frisst mit“.
Praktisch: bei Diätbeginn an Mikrobiom und eventuelle Pilzüberwucherung denken; ggf. gezielte Strategie vor Diätstart.
Frau vs. Mann — warum Fett anders wirkt
👉 Frau = Fett als Hormon-Reservoir; Mann = vor allem viszerales Problem.
Frauen brauchen eine gewisse Körperfettreserve (klassisch oft ~20 % als Orientierungsgröße), weil Fett Östrogene bildet — relevant für Fruchtbarkeit, Menstruationszyklus und allgemeine Leistungsfähigkeit. Zu wenig Fett → Hormonstörungen, Ausbleiben der Regel, Infertilität, Schwäche.
Männer zeigen typischerweise zentrale Fettansammlung (viszerales Fett): metabolisch aktives Fett, das Insulinresistenz, Cortisol-Dysbalance und kardiometabolische Risiken fördert.
Fazit: Therapie/Diät muss geschlechtsspezifisch gedacht werden (nicht ein Schema für alle).
Praktische Faustregeln für die Vorgehensweise
👉 Schrittweise, gemessen, individuell.
Analyse zuerst (Lab, Hormone, Mikrobiom, Body-Composition).
Ursachen beheben (z. B. Leber, Darmflora, Infektionen, Medikamente, Schlaf).
Sanfter Start mit Bewegung (Herz/ Ausdauer, Schwimmen empfohlen) und moderater Ernährungskorrektur.
Fasten/Intervallfasten nur nach Analyse und mit Begleitung; Ausleitung unterstützen.
Mentale Aktivität + Schlaf als gleichwertige Säulen neben Bewegung und Ernährung.
Langsam arbeiten: kleine Gewichtsfenster (2–5 kg), Plateau, dann weiter — so verhindert ihr Jojo-Effekt und hormonelle Schocks.
Konflikt im Körper: „Ich will nicht ändern – aber es ändert sich“
Körper und Wille prallen manchmal aufeinander.
👉 Manchmal ist nicht der Kopf, sondern das Hormonsystem der „Taktgeber“.
Beispiel: Frau im hormonellen Lebensabschnitt → Körper legt automatisch Gewicht an (Sinn: hormonelle Reserve).
Wer das berücksichtigt, reguliert leichter.
Insulinresistenz und Abnehmen
👉 Bei Insulinresistenz blockiert der Körper bewusst die Gewichtsabnahme.
Ursache: Insulin wirkt nicht richtig, Glukoseaufnahme gestört.
Folge: Körper speichert Fett als Notreserve, kann daraus Ketonkörper bilden.
Lösung:
Bauchspeicheldrüse prüfen: Ist Insulin richtig gefaltet und funktionsfähig?
Schilddrüse (T3/T4) muss mitspielen.
Glutamin als unterstützende Aminosäure.
👉 Hormone messen und regulieren → dann geht Gewicht auch runter.
Sport & Tagesrhythmus
👉 Sport gehört in den Tag, nicht in die Nacht.
Wer nach 18 Uhr Sport macht, jagt Puls und Cortisol hoch → Schlaf gestört.
Optimal: leichter Sport nach Mittagessen statt Mittagsschlaf → Kreislauf und Fettverbrennung angeregt.
Cortisol & Kortison
Cortisol = Stresshormon, wichtig, aber bei Übermaß:
Stört Nervensystem
Blockiert Fettstoffwechsel
Zu wenig Cortisol ebenfalls schädlich → Entzündungen laufen ungebremst.
👉 Cortisol im Gleichgewicht halten = Schlüssel für Stoffwechsel + Immunsystem.
Schichtarbeit
👉 Schichtarbeit ist grundsätzlich ungesund.
Der Mensch ist biologisch nicht für Nachtarbeit geschaffen.
Herz-Kreislauf will abends zur Ruhe kommen, Blutdruck sinkt ab 18 Uhr physiologisch.
Nachtarbeit = dauerhafter Stress, langfristig mehr Krankheitsrisiken.
Fazit: Keine „medizinische Lösung“ → nur Schadensbegrenzung.
Schmerzen und Schlaf
Schlafstörungen können durch körperliche Ursachen (Wirbelsäule, Gelenke, Faszien, Traumata) entstehen.
👉 Ursache behandeln, nicht nur Schlafmittel einsetzen.
Frauen & Bauchfett im Wechsel
👉 Nach den Wechseljahren ersetzt Fettgewebe teilweise die Hormonproduktion.
Eierstöcke fahren runter, Östrogen sinkt.
Fettzellen übernehmen teilweise die Produktion.
Toleranz gegenüber etwas Bauch-/Hüftfett ist natürlich und sinnvoll.
Problematisch: Wenn Eierstöcke gar nichts mehr beitragen → hormonelle Dysbalance, Gewichtszunahme stärker, Folgeprobleme.
Schilddrüse – die sensible Rebellin
👉 Schilddrüse lässt sich nicht „aktivieren“, sondern nur versorgen.
Versorgung: Aminosäuren + natürliche Jodzufuhr (kein Jodsalz).
Besser: Meeraufenthalte, natürliche jodhaltige Nahrung.
Schilddrüse liebt Freiheit → Zwang führt zu Dysregulation.
Sauna – Training für Herz und Kreislauf
👉 Richtige Sauna ersetzt eine Trainingseinheit.
Finnische Sauna (90 °C, Wechsel heiß-kalt) trainiert Kreislauf wie Sport.
Wichtig: Nach Sauna nicht überessen, sondern leichte Flüssigkeit (Tee, Wasser).
Fehler: Alkohol & schweres Essen nach Sauna → Effekt zunichte.
Lebensgewohnheiten und Vernunft
Wir müssen lernen, unsere Lebensgewohnheiten in vernünftigen, körpergerechten Abläufen zu gestalten.
Wir sind keine Maschinen aus Stahl, die einfach nur funktionieren – wir sind Lebewesen, die lernen müssen, mit ihrer Gesundheit respektvoll umzugehen.
Schlaf und Tiefschlaf
Tiefschlaf beginnt nach 22 Uhr.
Nachtschwärmer, die erst um 1 Uhr ins Bett gehen, haben deutlich weniger Tiefschlaf und damit weniger Regeneration.
Folge: weniger Leistungsfähigkeit am Morgen.
Bereits ab 18 Uhr fährt das Herz Blutdruck und Puls herunter, um den Schlaf vorzubereiten.
Wenn man nachts aufwacht, lohnt es sich, Blutdruck und Puls zu messen: meist ist einer von beiden gestört – das ist die Ursache des Aufwachens.
Hormonelle Unterstützung bei Frauen
Aktivierung der Eierstöcke in den letzten Jahren ist möglich, aber nicht mit Selbstversuchen.
Es gibt viele Kräuter, doch Vorsicht: unsachgemäße Anwendung kann zu unerwünschten Hormonwirkungen führen (z. B. Wachstumserscheinungen).
Deshalb: nur abgestimmte Tropfen und gezielte Kräutertherapie, niemals wild ausprobieren.
Grundgerüst für Gewichtsreduktion
Keine radikale Hungerdiät, sondern ausgewogene Mengenernährung.
Alle Aspekte müssen berücksichtigt werden:
Immunologisch
Hormonell
Toxisch
Mental
Bewegung ist unerlässlich.
Erst wenn alle Ebenen zusammenspielen, ist eine gesunde Gewichtsabnahme möglich.
Untergewicht – die andere Seite
Auch Untergewicht ist ein ernstes Problem.
Betroffene fühlen sich schlapp, haben wenig Energie und kommen nicht in die Gänge.
Auch hier gilt: Mengenernährung nach Hildegard von Bingen.
Hildegard von Bingen über Untergewicht:
Beim Übergewichtigen: Schweinefleisch wird gestrichen.
Beim Untergewichtigen: ab und zu Schweinefleisch erlaubt, da es den gleichen Hormonhaushalt wie der Mensch hat – allerdings zehnfach stärker.
Kleine Mengen können den Hormonhaushalt anregen und zu Gewichtszunahme führen.
Hormone und Beispiele
Steroide (künstlich eingesetzt) bringen zwar Muskelaufbau, aber auch große Schäden.
Natürlich ist besser: gezielte Ernährung + Kräuter, z. B. enzymfördernde Küchenkräuter nach Hildegard.
Diese Kräuter aktivieren Leber und Verdauung, fördern die Enzymproduktion und helfen dem Körper, Fette und Energie aufzubauen.
Dazu: Lebertees (z. B. Mariendistel, Moringa, weitere Bitterkräuter).
Diagnostik bei Untergewicht
Untergewichtige müssen immer gemessen werden, wichtiger noch als Übergewichtige.
Denn: sie sind ständig an der Kippe zum Mangel.
Fragen wie beim Übergewichtigen („Sind Vitamine, Spurenelemente ausreichend?“) stellen sich nicht – hier fehlen sie fast immer.
Aufgabe: nicht Ersatzprodukte geben, sondern den Stoffwechsel so trainieren, dass er die Stoffe wieder selbst aufnehmen kann. Nur dann bleibt der Effekt.
Ursachenforschung
Beim Untergewicht muss man immer prüfen:
Psychische Ursachen (Essstörung, Magersucht)
Kindliche Belastungen oder Leberschwäche
Schwaches Nervensystem
Darmprobleme
Diese Ursachen müssen zuerst geklärt und behandelt werden, bevor eine gesunde Gewichtszunahme möglich ist.
Hormonelle Unterschiede zwischen Mann und Frau
Beim Mann: Ziel ist oft nur, das Gewicht auf 5–10 % unter BMI-Normalwert zu bringen. Das reicht für stabile Gesundheit.
Bei Frauen: besonders wichtig, wenn ein Kinderwunsch besteht.
Untergewichtige Frauen nehmen in der Schwangerschaft kaum zu, Kinder werden oft unruhig, schreien viel oder sind schwach, weil ihnen von Beginn an Nährstoffreserven fehlen.
Deshalb: Frauen mit Kinderwunsch brauchen ein stabiles Normalgewicht.
Schwierigkeit beim Untergewicht
Untergewichtige aufzubauen ist deutlich schwieriger als Übergewichtige abzunehmen.
Ziel: Starthilfe geben, dann den Motor alleine laufen lassen.
Wenn der Körper nicht selbstständig weiterläuft, ist die Arbeit nicht erfüllt.
Untergewichtige treten oft in der Jugend/Entwicklungsphase auf und bleiben im Erwachsenenalter problematisch, wenn sich der Körper nicht stabilisiert hat.
Hormone & Vitamin D
Vorteil beim Erwachsenen: Erwachsenenhormone sind vorhanden, das ist ein großer Trumpf.
Vitamin D kann beim Untergewichtigen sinnvoll sein, weil es Wachstumsprozesse fördert.
Beim Übergewichtigen aber kontraindiziert, da es sonst zusätzlich Masse fördert.
Vitamin D ist kein Allheilmittel, sondern muss gezielt eingesetzt werden – abhängig davon, was ich damit bezwecke.
Schwangerschaft und Untergewicht
Untergewichtige Frauen werden oft nicht schwanger – die Natur verhindert es in den ersten 12 Tagen, weil die Reserven nicht reichen würden.
Während der Schwangerschaft muss die Frau Reserven aufbauen, um später in der Stillzeit Milch und Nährstoffe aus den Fettreserven bilden zu können.
Untergewichtige Frauen haben hier massive Probleme, da sie kaum Reserven aufbauen können.
Das führt zu einer ganzen Kette an Schwierigkeiten für Mutter und Kind.
Nährstoffe und Omega-3
Wenn Vitamin D nicht greift, muss man mit Omega-3-Fettsäuren und anderen Ernährungsbausteinen arbeiten.
Ziel beim Untergewichtigen: Gewichtszunahme stabilisieren, nicht weiter verlieren.
Sport: nur in Maßen – kein Ausdauersport, der weiter abnimmt. Leichte Bewegung, Schwimmen oder moderate Aktivität, aber Waage als bester Freund.
Individuelle Betrachtung
Mann und Frau unterscheiden.
Körperbau berücksichtigen:
Großer, stabiler Knochenbau → Organe und Muskulatur müssen proportional stark sein.
Feiner Knochenbau → 60 kg bei 1,80 m kann zwar Untergewicht sein, ist aber nicht gleich schlimm wie bei stabiler Struktur.
Nicht alle Fälle über einen Kamm scheren – immer individuell hinschauen.
Herz und Organe
Untergewicht beim Mann = auch kardiovaskuläres Thema.
Beispiel: 1,80 m, 60 kg → Organe sind proportional ebenfalls zu schwach entwickelt.
Folge: Herzleistung eingeschränkt, Anlaufschwierigkeiten bei Belastung.
Wichtig: Herzstoffwechsel erst stofflich stärken, dann mit Training nachhelfen.
Nährstoffe – Grundlage, aber keine Panik
Nährstoffe sind das Grundprinzip des Funktionierens – ohne sie geht es nicht.
Wichtig: Keine Panikmache bei Über- oder Normalgewichtigen mit Nährstoffen!
→ Viele Menschen „rennen herum“, kaufen Nahrungsergänzungsmittel und stopfen sich damit voll.
→ Ergebnis: „Lochstopferei“ – kurzfristiges Auffüllen, aber keine Ursachenlösung.
→ Zentrale Frage: „Warum habe ich den Mangel überhaupt?“
→ Ziel: an die Ursache gehen (Stoffwechsel, Organe, Ernährung, Bewegung).
Moderne „Gewichtsreduzierungstheorien“
Eiweißshakes, Fertigfoods, Riegel: 28 Mahlzeiten für 90 Euro aus der Dose.
→ Vergleich: „Das ist, als würde man Hundefutter kaufen.“
Grundsatz:
Frisch kochen!
Kochen ist ein chemischer Prozess: Lebensmittel reagieren durch Hitze miteinander, neue Stoffe entstehen.
Warme Mahlzeiten aktivieren IMMER die Abwehr im Darm.
→ Egal was gekocht wird, die Immunabwehr wird stimuliert.
Menschen sind das einzige Lebewesen, das kocht – und die Abwehr hat eine Affinität zu gekochten Speisen.
Problem der „Aufwärm-Kost“
Mikrowellen-Gericht / Dosenfutter = nur aufgewärmt, nicht gekocht.
→ Ergebnis: keine Abwehraktivierung.
→ Aufgewärmte Speisen sind „immer belegt“ (anfällig für Keime).
Thermisierung:
Erhitzen auf 70 °C = sterilisiert, macht aber extrem anfällig für Keime.
Beispiel: Landwirt, der seine Hülsen thermisierte → Ertrag hoch, aber Keimprobleme.
Lösung: wieder zurück zum unbehandelten Naturprozess.
Schlussfolgerung:
→ Sterile Dosenkost = Einladung für Keime.
→ Besser: frisch kochen, frisch essen, möglichst heiß.
→ Ab 30 °C abwärts beginnen die Probleme (Keimbelastung).
Muskelaufbau
Muskelaufbau nur sinnvoll bei vernünftigem Gewicht, abgestimmt auf das Skelett.
Beispiel: „Einen Spargel mit Muskeln ausstatten“ = Gelenke zerstören → Arthrose mit 60.
Ein stabil gebautes Skelett dagegen kann Muskeln tragen.
Knorpelmasse: wächst extrem langsam nach.
→ Wer sie „verbraucht“, muss sich bewusst sein: Regeneration dauert lange.
Empfehlung: vorsichtiges Training, Ernährung anpassen, Knorpelaufbau unterstützen.
Vitamin D und die Leber
Vitamin D bei Leberverfettung?
→ Historischer Hinweis: In den 90ern stand auf Vitamin-D-Tabletten ein Hinweis auf „Schilddrüsenstoß“ → Zerstörung der Schilddrüse.
Heute verschwunden, sonst könnte man Vitamin D nicht so verkaufen.
Grundsatz:
→ Jedes Vitamin kann zu viel oder zu wenig genommen werden.
→ Statt auf Pillen zu setzen: lieber die Leber anregen, zu arbeiten.
Beispiel Lebertee:
Traditionelle Rezeptur, ursprünglich für Leberzirrhose bei Alkoholikern.
Wirkung: Leber regeneriert sich (sehr dankbares Organ, ähnlich wie die Milz).
Ergebnis: Hepatologen bestätigen: viele Patienten konnten so einer Transplantation entgehen.
Gefahren von Vitamin-Überdosierungen
Vitaminintoxikation = Vergiftung durch zu hohe Dosis.
Vitamin A: Überschuss kann tödlich enden.
Fazit:
→ Vitamine ja, aber im Gleichgewicht.
→ „Baustellenprinzip“: Organe sollen arbeiten – nicht mit Kapseln überdeckt werden.
Frage: Was wäre ein gutes Frühstück?
Habermus aus Dinkel mit Obst und Mandeln:
→ liefert Kohlenhydrate (Treibstoff für den Tag)
→ plus Proteine durch die Nüsse.
Hintergrund: Nach der Nacht ist der Körper auf Kohlenhydrate eingestellt.
→ Diese sollen am Tag verwertet werden, weil Aktivität erwartet wird.
Mittagessen:
eher eiweißhaltig, da die Körperaktivität mittags anders gesteuert wird.
Abendessen:
leicht, nach dem Sprichwort:
→ „Frühstücken wie ein Kaiser, mittags wie ein König, abends wie ein Bettler.“
Abhängig von Tätigkeit
Körperlich Arbeitende (z. B. Handwerker, Zimmermann) → dürfen morgens mehr essen.
Sitzende Tätigkeit → Vorsicht: zu viel Frühstück = Umwandlung in viszerales Fett und später äußeres Fett.
Aufgewärmtes Essen & Keime
Aufgewärmtes Essen nach Tagen = gefährlich.
→ Dort siedeln sich Keime an.
Hinweis auf die EHEC-Krise vor drei Jahren:
→ Virulente Keime entstehen, weil Keime, die nicht konkurrieren können, aggressiver werden.
Empfehlung: Aufgetautes sofort verwerten.
Essig & Öl als Konservierung
In Essig eingelegte Lebensmittel enthalten automatisch antibakterielle Stoffe.
Essigsäure wirkt antibakteriell, zusätzlich enthält sie Lactobakterien.
Ergebnis: natürlicher Gegenspieler für Keime ist eingebaut.
Anders als sterile Produkte → diese verderben beim Öffnen sehr schnell.
Rohkost & Keimbelastung
Rohkost = keine „Kochwirkung“ → Abwehr schläft ein.
Zudem: hohe Keimbelastung.
Hildegard von Bingen hatte dafür eine Lösung:
„Koche kalt“ → bedeutet: Oxidation mit Essig (z. B. Rotweinessig).
Dadurch: Keime werden reduziert, Salat wird bekömmlicher.
Essig als Endprodukt
Kette: Traube → Zucker → Alkohol (Wein) → Essig.
Endprodukt: Essig → in sich stabil & bakteriengleichgewichtet.
Kleine Mengen im Essen: desinfizierende Wirkung.
Auch im Magen wirkt Essig positiv → unterstützt Verdauung, hemmt Keime.
Mandeln am Morgen
Empfehlung: 5 Mandeln am Morgen, mit brauner Schale (nicht nur die Haut, sondern die äußere Schale).
Wirkung: Stärkt die Abwehrkräfte und unterstützt die Gesundheit.
Begründung: Amygdalin (ein Blausäure-Emulsin-Derivat) in Mandeln stimuliert das Immunsystem in dieser Menge.
Geschälte Mandeln oder Mandelmus ohne Schale sind weniger wertvoll.
Fermentiertes Essen
Fermentierte Nahrungsmittel sind sehr gesund.
Fermentation = gezielte Steuerung von Bakterien (Milchsäurebakterien etc.).
Vorteil:
Konservierungseffekt → die „guten“ Bakterien lassen keine anderen Keime zu.
Anpassung an die Darmflora → sie siedeln sich dort an und unterstützen sie.
Weltweit gibt es in allen Kulturen fermentierte Lebensmittel.
Funktion: Stärkung der Darmflora und damit des Immunsystems.
Ketogene Ernährung
Ziel: Fette so umwandeln, dass sie als Zucker (Ketonkörper) genutzt werden können.
Einsatz: Zur Gewichtsreduktion möglich.
Voraussetzungen:
Stabiler Zuckerhaushalt.
Gesunder Hormonhaushalt.
Risiko: Wenn diese Grundlagen nicht stimmen, kann es schieflaufen.
Wiederverwenden von Suppe
Frage: Suppe übrig – nochmal essen oder nicht?
Empfehlung: Nicht einfach aufwärmen, sondern komplett durchkochen (sterilisieren).
Problem: Standzeit → währenddessen haben sich bereits Säure und Keime gebildet.
Gefahr: Gesundheitsschädlich – daher vorsichtig sein.
Herz und Blutdruck
Hinweis: Wenn man morgens mit erhöhtem Blutdruck oder Puls aufwacht → Herzproblem möglich.
Empfehlung: Herz untersuchen lassen.
Zum Schluss noch:
Wenn du Fragen hast, etwas vertiefen möchtest oder Unterstützung brauchst, melde dich gerne bei mir.
Ich bin von Herzen gerne für dich da 💚
Martina Vötterl - Bergstraße 17d - 86508 Rehling - Mail: martina.voetterl@gmail.com - Telefon/WhatsApp: 0171 8653416