Skelettknochen – wie sie stabil bleiben und Schwächen wie Osteoporose vermeiden
Hier findest du meine Mitschrift zum Vortrag „Skelettknochen – wie sie stabil bleiben und Schwächen wie Osteoporose vermeiden“.
In diesem Vortrag geht es darum, die Hintergründe für Knochengesundheit und Knochenschwächen besser zu verstehen und genauer hinzuschauen, was wirklich hinter Osteoporose, Brüchigkeit oder Knochenschwächen steckt, statt nur die Symptome zu behandeln.
Beleuchtet werden mögliche physiologische, hormonelle und ernährungsbezogene Zusammenhänge, unter anderem rund um Knochenstoffwechsel, Calcium- und Vitamin-D-Haushalt, Kollagenbildung, Belastung durch Bewegung und Stoffwechselbelastungen des Körpers. Ziel ist es, weg von vorschnellen Lösungen oder rein medikamentösen Ansätzen hin zu einem differenzierten, ganzheitlichen Blick auf die Knochengesundheit zu kommen.
Der Vortrag wurde von Alessandro Rochira gehalten und basiert auf viel Erfahrung aus der Praxis. Der Text ist als Mitschrift entstanden und folgt bewusst dem gesprochenen Wort.
Bitte sieh mir Rechtschreibfehler oder Ungenauigkeiten nach – es handelt sich um eine Mitschrift, nicht um ein ausgearbeitetes Lehrskript.
Ich wünsche dir viel Freude beim Lesen und Mitnehmen 🌱
Vortrag Skelettknochen vom 08.07.2025
Viele Menschen betrachten das Skelett lediglich als ein tragendes Gerüst. Doch in Wirklichkeit handelt es sich dabei um ein lebendiges Organsystem – ein hochdurchblutetes, stoffwechselaktives Gewebe, das mit anderen Körpersystemen in engem Austausch steht.
👉 Knochen sind Organe – nicht einfach nur Gerüstteile.
💡 Zentrale Fragestellungen
Warum ist der Knochen genau an der Bruchstelle später oft stabiler als der ursprüngliche Knochen?
Was macht der Körper da so besonders?
Warum wird der Rest des Knochens nicht so massiv verstärkt?
Diese Fragen führen zur zentralen Erkenntnis:
👉 Knochen befinden sich in einem ständigen Auf- und Abbauprozess.
Sie sind dynamisch, reaktionsfreudig und anpassungsfähig.
🔁 Knochenstoffwechsel: ein lebendiger Prozess
Knochen sind nicht „fertig“ – sie verändern sich laufend:
Aufbau durch Osteoblasten
Abbau durch Osteoklasten
👉 Dieser Prozess ist Regeneration – kein Schaden, sondern ein natürlicher Erneuerungsmechanismus.
👉 Fehlsteuerungen führen zu Knochenerkrankungen wie z. B. Osteoporose, Osteomalazie, rheumatische Erkrankungen oder Knochenödeme.
🧪 Zusammensetzung des Knochens
Wie viel Wasser enthält ein Knochen?
Antwort:
✅ Ca. 30 % Wasser
✅ Ca. 45 % organisches Material (v. a. Kollagen)
✅ Ca. 25 % anorganische Substanzen (v. a. Calciumphosphat, das auf- und abgebaut wird)
👉 Der Knochen ist nicht trocken – er ist ein hochaktives Feuchtgewebe mit mineralisierter Matrix.
🧬 Knochenentwicklung im Embryo
Knochen entstehen dort, wo stark durchblutetes Bindegewebe vorhanden ist.
Erste Aktivität: Entstehung von Osteoblasten – das sind Aufbauzellen.
Diese bauen das Stützgewebe auf Basis von kollagenhaltigem Eiweiß auf.
👉 Kollagen macht etwa 30 % der gesamten Eiweißmasse des Körpers aus – zentral für die Knochenbildung!
🧫 Osteoblasten & Osteoklasten – das Balance-System
🧱 Osteoblasten
Bauen neue Knochensubstanz auf.
Arbeiten fokussiert und strukturiert.
Lassen sich durch Umwelt und Lebensstil beeinflussen.
🧨 Osteoklasten
Gehören zum Immunsystem.
Bauen gezielt Knochen ab, wenn zu viel Substanz vorhanden ist.
Stammen aus dem Knochenmark und sind eng mit Immunzellen verwandt.
👉 Die Balance zwischen beiden Zelltypen ist entscheidend für die Knochengesundheit.
📉 Was passiert bei Störungen?
Wenn Osteoblasten inaktiv oder gehemmt sind → Knochensubstanz nimmt ab.
Folgen:
Schwächung der Gewebestruktur
Zugkräfte und Kompressionsbelastungen wirken ungebremst
Knochenbrüche, Ödeme, Degeneration
Krankheitsbilder wie:
Osteoporose
Osteomalazie
rheumatische Erkrankungen
👉 Besonders gravierend: Entzündungen können auch im Knochen selbst stattfinden – nicht nur in den Gelenken!
Das Skelett ist kein starres Gebilde. Es lebt. Es wächst. Es reagiert.
Wer seine Knochen gesund erhalten möchte, muss die regenerativen Prozesse unterstützen und nicht behindern – z. B. durch schlechte Ernährung, Bewegungsmangel oder Medikamente wie Kortison, das kritisch zu betrachten ist.
🧬 Einfluss von Medikamenten, Vitaminen und inneren Prozessen auf die Knochengesundheit
🔥 Kortison und seine Wirkung auf den Knochen
Kortison ist ein entzündungshemmendes Hormon, das häufig eingesetzt wird, um Entzündungsprozesse zu unterdrücken.
Es wirkt hemmend auf die Osteoklasten, also jene Zellen, die im Rahmen des Knochenumbaus alten Knochen abbauen.
👉 Blockiert man die Osteoklasten langfristig, stört man das Gleichgewicht des Knochenstoffwechsels.
👉 Viele Knochenprobleme beginnen mit Kortisoneinnahme.
💊 Vitamin D3 – Nutzen oder Gefahr?
Vitamin D3 ist derzeit in aller Munde. Viele Menschen nehmen es hochdosiert ein – oft auf ärztliche Empfehlung.
Aber: Vitamin D hat eine zweifache Wirkung:
Positiv bei richtiger Dosierung: Fördert die Knochenentwicklung und Knochendichte.
Negativ bei Überdosierung: Hemmt die Osteoklasten und damit den notwendigen Umbauprozess.
👉 Vitamin D kann bei falscher Einnahme genau das Gegenteil bewirken – und sogar schaden.
👉 Vitaminintoxikation ist möglich – also eine Vergiftung durch zu viel Vitamin.
Beispiel:
Vitamin A kann bei Überdosierung zu Leberzerstörung führen.
Auch Vitamin D kann in zu hoher Dosis schädlich sein.
🧠 Immunsystem, Medikamente und die Rolle der Osteoklasten
Osteoklasten gehören zum Immunsystem – sie sind keine isolierten Knochenzellen.
Medikamente, wie immunsuppressive Wirkstoffe, können die Aktivität der Osteoklasten stark beeinflussen.
👉 Ein gestörtes Immunsystem kann zu gestörtem Knochenstoffwechsel führen.
👉 Menschen mit Autoimmunerkrankungen oder hormonellen Problemen (z. B. Nebennierenstörungen) sind besonders gefährdet.
🩸 Das Knochenmark – Produktionsstätte für Immun- und Blutzellen
Frage: Was ist das Knochenmark eigentlich – und warum ist es so wichtig?
👉 Knochen sind Produktionszentren für das Immunsystem und die Blutzellenbildung.
🧪 Knochenmarktransplantation – warum?
Z. B. bei Leukämie oder schweren Erkrankungen des Immunsystems
Durch Transplantation soll ein Reset des Systems erfolgen
Ziel: Ersetzen nicht funktionierender Zellen durch gesunde Stammzellen
👉 Das Knocheninnere ist zentral für das Immunsystem.
👉 Knochenentzündungen sind daher hochgefährlich, weil sie das Mark und damit das Immunsystem bedrohen.
🧠 Praxisbeispiel: Anämie
Bei Blutarmut (Anämie) sollte man nicht nur an Eisen denken!
Wichtige Frage: Funktioniert die Blutbildung in den Längsknochen richtig?
→ Denn dort sitzt ein Großteil des aktiven roten Knochenmarks.
🧬 Stammzellen im Knochen
Im Knochenmark befinden sich Stammzellen, die zu verschiedenen Zelltypen differenzieren können.
Sie sind verantwortlich für:
Regeneration
Reparatur
Anpassung an neue Belastungen
👉 Das macht Knochen zu Organen, die mehr als nur stützen – sie produzieren, regenerieren und kommunizieren mit anderen Systemen.
⚠️ Osteoporose und medikamentöse Intervention
Häufig eingesetzte Medikamente:
Bisphosphonate
Blockieren gezielt die Funktion der Osteoklasten
Verhindern Knochensubstanzabbau, ohne neuen Knochen aufzubauen
Verzögern die Erneuerung → kurzfristige Stabilität, langfristig riskant
👉 Das Immunsystem „lernt“, diese Hemmstoffe zu umgehen – dann verlieren sie ihre Wirkung.
Weitere Substanzen mit Wirkung auf die Osteoklasten:
Nitrospray (Nitroglycerinpräparate)
→ Haben eine hemmende Wirkung auf Osteoklasten.
Östrogen
→ Hat eine natürliche Schutzwirkung gegen Osteoporose
→ Verhindert übermäßige Aktivität der Osteoklasten
🧓 Wechseljahre und Östrogenmangel
Viele Frauen erleben während und nach den Wechseljahren einen Östrogenabfall
Folge: Keine Hemmung der Osteoklasten mehr
Resultat: Verstärkter Knochenabbau, vermehrte Brüchigkeit, Osteoporosegefahr
👉 Der natürliche Östrogenspiegel ist ein entscheidender Schutzfaktor für die Knochengesundheit von Frauen.
🍽️ Ernährung als Grundlage für stabile Knochen
Alles, was wir essen, sollte auch die Knochengesundheit unterstützen.
Es reicht nicht, einfach nur Kalzium oder Vitamin D zuzuführen.
👉 Kollagene Proteine (Eiweiße mit Aminosäuren) sind essentiell für die Knochenstruktur.
Ohne hochwertiges Eiweiß ist kein stabiler Knochenaufbau möglich.
Der Knochen ist kein homogener Kalziumblock, sondern ein hochkomplexes Netzwerk aus Strukturproteinen und Mineralien.
🔬 Die innere Struktur von Knochen
Betrachtet man Knochen unter dem Mikroskop, sieht man:
Hohlräume
kristalline Strukturen
dynamische Gewebsschichten, die sich ständig erneuern
👉 Knochen sind lebendige, strukturierte Netzwerke – nicht tote Masse.
🌞 Vitamin D – Zwischen Eigenproduktion, Nahrung und Überdosierung
🧪 Wie entsteht Vitamin D?
Der Körper kann Vitamin D selbst herstellen, wenn wir UV-Strahlung ausgesetzt sind.
Ausgangspunkt der Synthese:
→ Cholesterin-Vorstufe in der Haut
→ Durch UV-Licht → Vitamin D3 (Cholecalciferol)
👉 Cholesterin ist ein Vorläufer von Vitamin D.
👉 Die Qualität der aufgenommenen Fette beeinflusst die Vitamin-D-Synthese.
🐟 Natürliche Quellen von Vitamin D
Fetter Meeresfisch
Sonnenexponierte Speisepilze, z. B.:
Kräuterseitlinge
Austernseitlinge
nur wenn sie mindestens 24–48 Stunden Sonnenlicht gesehen haben!
👉 Pilze gehören zu den wenigen pflanzlichen Quellen für Vitamin D.
❓ Warum haben trotzdem so viele Menschen "Vitamin-D-Mangel"?
Standardantwort beim Arzt: "Sie haben einen Mangel."
Die gängigen Messmethoden:
Es wird meist nur Vitamin D2 oder D3 im Blut gemessen.
Vorstufen, z. B. 7-Dehydrocholesterol, werden nicht berücksichtigt.
👉 Die Messung zeigt nur Momentaufnahmen, nicht den Gesamtzustand der Versorgung oder Umwandlungsfähigkeit.
🧴 Faktoren, die die körpereigene Vitamin-D-Bildung hemmen
Koffein (v. a. bei hohem Kaffeekonsum)
Nikotin
Chronischer Stress (beeinflusst den Cholesterinstoffwechsel)
Mangel an Sonnenexposition
Sonnenschutzmittel (blockieren UVB-Strahlen)
Heißes Duschen nach dem Sonnenbad
👉 Viele unbewusste Alltagsfaktoren sabotieren die Vitamin-D-Eigenproduktion.
🌿 Die Rolle der Haut
Größtes Organ des Körpers
In der Lage, bei richtiger Bestrahlung große Mengen an Vitamin D zu synthetisieren
Im Sommer besonders effizient, aber auch im Winter durch Reflexion von UV-Strahlen wirksam
⚠️ Risiko der Überdosierung
Vitamin-D-Intoxikation ist real!
Symptome ähneln oft einem Mangel:
Müdigkeit
psychische Labilität
Knochenschwäche
👉 Zu viel Vitamin D kann die Knochensubstanz abbauen statt aufbauen.
📊 Die Lösung: Vitamin-D-Bilanz statt blinder Einnahme
Eine echte Einschätzung benötigt:
Messung mehrerer Vitamin-D-Formen (D, D2, D3, ggf. D4)
Erfassung der körpereigenen Produktionsfähigkeit
Individuelle Lebensstilfaktoren berücksichtigen
👉 Nur dann ist eine sinnvolle Supplementierung möglich.
🧠 Gesamtstrategie zur Vitamin-D-Versorgung
Gute Fette essen (ungesättigte Fettsäuren, z. B. aus Fisch)
Regelmäßig in die Sonne gehen
Stress reduzieren, Koffein & Nikotin meiden
Keine unnötige Blockade durch Sonnenschutz oder heißes Duschen
Vitamin D nicht blind supplementieren
👉 Erziehe deinen Körper zur Eigenproduktion – das ist nachhaltiger als jede Tablette.
🛑 Fazit dieses Teils:
🔔 Vitamin D ist kein Wundermittel – sondern ein empfindlich austarierter Wirkstoff.
🔔 Zu viel ist genauso schädlich wie zu wenig.
🔔 Die Knochen brauchen mehr als Kalzium und Vitamin D – sie brauchen Struktur, Bewegung, Eiweiß und ein funktionierendes Immunsystem.
🔸 Gesunde Fette – welche brauchen wir wirklich?
Für den Fettstoffwechsel wichtig sind:
Omega-3, Omega-6, Omega-9-Fettsäuren
Triglyceride
Ölsäure
Anthocyane (z. B. aus Brombeeren oder Weintrauben – antioxidativ und fettstoffwechselregulierend)
🔸 Wie wird Fett im Körper verarbeitet?
Fettstoffwechsel beginnt nicht im Blut, sondern im Lymphsystem.
Fette werden über die Darmzotten aufgenommen → diese gehören zu den Lymphgefäßen
Danach: Transport zur Leber
Die Leber:
Kategorisiert Fette in gute und schlechte
Beginnt dann mit der Verwertung, z. B. durch Aufspaltung in Cholesterin-Vorstufen
Diese Vorstufen werden mit Eiweißen verbunden → über das Blut zur Haut transportiert → dort: Umwandlung zu Vitamin D
➤ Wichtig: Wenn Fettstoffwechsel und Leberleistung passen, ist keine zusätzliche Vitamin-D-Zufuhr nötig.
Zu viel Vitamin D kann gegenläufige Effekte erzeugen!
🔸 Fette als Grundlage für Hormone
Viele Hormone werden aus Cholesterin gebildet → gehören zur Gruppe der Steroidhormone.
Beispiele:
Kortisol
Östrogen
Progesteron
Testosteron
Aldosteron
🔸 Wirkung weiblicher Hormone auf Knochen
Weibliche Hormone haben:
Immunregulierende Wirkung
Entzündungshemmende Wirkung
Osteoplastisch regulierende Wirkung (d. h. sie bremsen Knochenabbau)
Frauen haben also eine andere Knochengesundheit als Männer.
Bei Frauen: Augenmerk auf Östrogenhaushalt, insbesondere Wechseljahre
Bei Männern: Augenmerk auf Schilddrüse und Nebennierenfunktion
Männer sind oft hormonell etwas anfälliger
🔸 Osteoporose – mehr als nur Frauensache
Auch Männer können betroffen sein – ca. 30 % der über 70-Jährigen.
Ursachen bei Männern häufig:
Störungen im Hormonhaushalt (z. B. Schilddrüse, Nebenniere)
Medikamente (Herzmedikamente, Jodpräparate etc.)
➤ Bei Frauen:
Hormonlage nach den Wechseljahren entscheidend.
Wenn zu wenig Östrogen, dann:
Osteoblasten (aufbauende Knochenzellen) können nicht nachkommen
Kalzium wird aus dem Knochen ausgelöst → Osteoporose
🔸 Was passiert bei Osteoporose im Knochen?
Osteoklasten (abbauende Zellen) arbeiten überaktiv
Osteoblasten (aufbauende Zellen) haben nicht genug Ressourcen
Ergebnis: Knochen verliert an Substanz
🔸 Was tun, wenn das Gleichgewicht gestört ist?
Ziel: Gleichgewicht zwischen Knochenaufbau und -abbau wiederherstellen
Immunsystem spielt zentrale Rolle:
Weil Osteoblasten zur Immunzellklasse gehören
Ein funktionierendes Immunsystem ist unverzichtbar für gesunde Knochen
🔸 Immunsystem verstehen – nicht nur „Ich werde nicht krank“
Dass jemand keine Infekte hat, bedeutet nicht automatisch, dass das Immunsystem optimal arbeitet
Die Abwehrkräfte haben auch viele andere Aufgaben:
z. B. Regulation der Osteoblasten-Aktivität
🔸 Primäre Osteoporose – systemisch denken
Analytik wichtig: Wie arbeitet die Nebennierenfunktion? Wie sind die Schilddrüsenwerte?
Wenn Parathormon, Calcitonin oder T3 (aus der Schilddrüse) schwanken:
Die Osteoblasten geraten aus dem Takt:
Arbeiten zu viel oder zu wenig
Das ist problematisch, auch wenn sich an Kalziumwerten erstmal wenig zeigt
Verschiedene Formen und Ursachen der Osteoporose
Es gibt verschiedene Formen der Osteoporose, die unterschiedliche Ursachen haben können.
1. Primäre Osteoporose
Diese Form entsteht häufig, wenn Immunsystem und Hormonsystem aus dem Gleichgewicht geraten. Diese Systeme arbeiten eng zusammen, und wenn sie nicht mehr korrekt funktionieren, wird die Knochenneubildung beeinträchtigt.
2. Sekundäre Osteoporose
Die sekundäre Osteoporose ist ebenfalls weit verbreitet und vielfältig in ihren Auslösern. Einige Beispiele:
Ernährung als Ursache
Ein zentrales Thema ist die ungünstige Ernährung:
Wer einseitig isst, also bestimmte Nahrungsgruppen meidet, kann in eine Mangelversorgung geraten.
Besonders betroffen ist dann das System der Malabsorption – also die mangelhafte Aufnahme und Verwertung von Nährstoffen im Körper.
Dies führt dazu, dass der Organismus nicht ausreichend mit den notwendigen Baustoffen für den Knochenaufbau versorgt wird.
Dabei geht es nicht nur um Calcium und Phosphat, sondern vor allem auch um Eiweiße, die für die Grundstruktur der Knochen essenziell sind.
Aufbau der Knochensubstanz
Man kann sich den Knochen wie ein Netzwerk aus Eiweißfäden vorstellen.
An diesem faserigen Gerüst lagern sich Calcium-Phosphat-Kristalle an.
Daraus entsteht die feste Knochensubstanz.
Diese Struktur ist dynamisch, d. h. sie wird ständig auf- und wieder abgebaut.
Eiweiß – Qualität statt Quantität
Ein häufiges Missverständnis ist, dass viel Fleisch auch viel Eiweiß bedeutet:
Besonders bei rotem Fleisch ist die Verwertbarkeit für den Körper gering.
Die Menschen sind zwar "satt", aber es kommt nicht genug verwertbares Eiweiß im Stoffwechsel an.
Tierisches Eiweiß, etwa aus Fisch und Geflügel, sowie pflanzliche Eiweißquellen wie Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen sind deutlich besser verwertbar.
Diese Eiweiße:
Werden im Magen verflüssigt,
Durch Enzyme gespalten und
In Aminosäuren umgewandelt, die der Körper dann für die eigene Eiweißsynthese nutzt.
Etwa 30 % der aufgenommenen Eiweiße werden für die Kollagenbildung benötigt – das ist die Grundsubstanz für Knochen, Bindegewebe und Stützstrukturen.
Warnung vor künstlichen Eiweißquellen
Viele greifen zu Eiweißshakes, um vermeintliche Defizite auszugleichen.
Diese Shakes enthalten meist künstliche Eiweiße aus der Retorte, deren Nutzen kritisch zu hinterfragen ist.
Frische Eiweiße aus natürlichen Quellen sind dem Körper deutlich zuträglicher.
Zudem können künstliche Eiweiße rasch degenerieren, insbesondere bei Frauen, und gesundheitsschädlich sein.
Weitere Ursachen sekundärer Osteoporose
a) Diabetes
Menschen mit Diabetes mellitus haben ein geschwächtes Immunsystem.
Dies wirkt sich auch osteoplastisch, also hemmend auf die Knochenneubildung, aus.
Auch chronische Entzündungen tragen zum Knochenschwund bei.
b) Medikamente
Es gibt zahlreiche Medikamente mit Einfluss auf den Knochenstoffwechsel:
Immunsuppressiva,
sogar Aspirin im Übermaß.
Viele dieser Medikamente sind osteoplastisch wirksam, d. h. sie hemmen den Knochenaufbau.
Auf den Beipackzetteln steht oft:
„Kann Osteoporose oder Gelenkstrukturen schädigen.“
Beipackzettel sind nicht zur Zierde da – sie sollten gelesen werden.
Beispiel: Lithium
In der Diskussion ist auch die Einnahme von Lithium, z. B. zur Stabilisierung des Nervensystems.
Warnung: Lithium ist ein hochpotentes neurologisches Wirkstoffgemisch, das in den Parathormon-Haushalt eingreifen kann.
Das kann eine Osteoporose auslösen oder verschlimmern.
Die Biochemie des Körpers ist komplex.
Hochsensible osteoblastische Zellen
Ein tieferer Blick in die Zellstruktur:
Osteoblastische Zellen, die Knochen aufbauen, sind mehrkernige Hochleistungszellen.
Sie produzieren viele Substanzen und sind extrem reagibel auf Störungen.
Schon kleinste Reize – etwa durch Medikamente, Stress oder Mangelernährung – können ihre Funktion stören.
Das hat zur Folge, dass der Knochenaufbau gehemmt und der Knochenabbau verstärkt wird.
„Statine“ – also sogenannte Blutfettsenker – beeinflussen massiv den Hormonhaushalt und somit auch das Skelettsystem. Denn: Cholesterin ist nicht nur ein „Fettwert“, sondern die Grundsubstanz für alle menschlichen Hormone – sowohl bei Frauen als auch bei Männern. Wer also den Cholesterinspiegel senkt, kann die Hormonproduktion negativ beeinflussen, was sich direkt auf die Knochenstabilität auswirken kann.
🧪 LDL, HDL & Transportglobuline – was misst die Analyse eigentlich?
Wenn Ärzte von LDL (Low Density Lipoprotein) und HDL (High Density Lipoprotein) sprechen, meinen sie in Wirklichkeit Transporteiweiße – sogenannte Transportglobuline, die Fette im Blut „huckepack“ transportieren.
Denn: Fette lösen sich nicht einfach so im Blut – wie auch Öl und Wasser sich nicht mischen lassen, ohne einen Emulgator. Diese Transporteiweiße wirken als natürliche Emulgatoren.
Statine „verbessern“ zwar scheinbar die Blutwerte, senken aber in Wirklichkeit nur die Transporteiweiße, sodass weniger Fett im Blut messbar ist. Aber:
Biochemisch hat sich nichts verändert – die Fette bleiben in der Leber, sie werden gespeichert, nicht abgebaut.
Das ist "reine Kosmetik", eine Augenwischerei der Labordiagnostik, kein tatsächlicher gesundheitlicher Fortschritt.
🧬 Statine und Hormonmangel – eine gefährliche Nebenwirkung
Einige Statinpräparate führen laut Beipackzettel zu Hormondefiziten – das ist kein Zufall. Denn:
Cholesterin ist die Muttersubstanz aller Steroidhormone.
Wenn diese Basis fehlt, können keine Sexualhormone, keine Stresshormone und keine aufbauenden Hormone (wie z. B. für die Knochen) mehr in ausreichender Menge gebildet werden.
🔥 Cholesterin: Lebenswichtiger Kraftstoff – aber bitte in Balance
Cholesterin sei eher ein „Superpowerstoff“ als ein Feind. Man müsse nur wissen, wie man ihn einsetzt. Ein plastischer Vergleich:
"Stell dir einen Benzintrimmer oder eine Motorsäge vor. Ein paar Tropfen Benzin genügen, um Funken zu entfachen – zu viel davon richtet aber Schaden an."
Das bedeutet: Ein Zuviel an Cholesterin kann entzündlich wirken und zu Erkrankungen führen – aber ein Zuwenig schwächt die Hormonproduktion, das Immunsystem und eben auch die Knochengesundheit.
🎯 Fazit: Cholesterin darf weder zu hoch noch zu niedrig sein. Es braucht ein Gleichgewicht.
Dieses Gleichgewicht erreicht man nicht durch Senkung, sondern durch:
Stärkung der Leber
Unterstützung des Lymphsystems
Ausgewogene Fettzufuhr mit hochwertigen Fetten
🧴 Fett ist nicht gleich Fett – worauf es in der Küche ankommt
Die meisten Menschen wissen nicht, welche Fette sie tatsächlich konsumieren. Ein kurzer Küchenrundgang kann hier Augen öffnen. Besonders problematisch:
Fertigprodukte mit gehärteten Fetten
Margarine
Industriell veränderte Fette, etwa durch Hitzebehandlung, Raffination oder Konservierung
→ Dadurch verändern sich Molekülstrukturen (z. B. cis- in trans-Fettsäuren) – und das hat dramatische Folgen für den Körper.
Die Leber wird durch minderwertige Fette überfordert, lagert sie ein, nutzt sie nicht sinnvoll, und der Fetthaushalt gerät aus dem Gleichgewicht.
🔥 Achtung bei der Zubereitung: Fette mögen keine Hitze!
Gute Öle, wie z. B.:
kaltgepresstes Sonnenblumenöl
Olivenöl extra nativ
Distelöl
… sollten nicht erhitzt, sondern roh verwendet werden.
Beispiele:
Ein paar Tropfen Olivenöl über Gemüse
Karottensalat mit Öl, damit Beta-Carotin (Vitamin-A-Vorstufe) aufgenommen werden kann
Hülsenfrüchte mit Öl servieren, um fettlösliche Vitamine (A, E, K) verfügbar zu machen
Fett löst fettlösliche Vitamine – ohne Ölaufnahme keine Aufnahme der Vitamine!
⚠️ Warnung vor bestimmten Fetten
Rapsöl ist nicht per se schlecht – aber der Anbau ist häufig stark chemiebelastet.
Tierische Fette sollten nicht „geschichtet“, sondern nur sparsam „gekratzt“ werden – wie im Schwäbischen gesagt: sparsamer Umgang ist gesünder.
Beim Grillen oder Braten:
– Fisch soll nicht „verkohlt“ werden.
– Omega-3-Fettsäuren gehen bei starker Hitze verloren.
– Ideal: kurz gegart, bei Zimmertemperatur verarbeitet, ohne schwarze Rückstände.
🏃♀️ Fett und Bewegung – ein eingespieltes Team
Fette werden nur bei Bewegung verbrannt – nicht beim Sitzen.
Wer viele Fette isst, sich aber wenig bewegt, produziert Fettüberschüsse, die gespeichert werden – oft in Leber, Gefäßen, Haut oder Bindegewebe.
In Mitteleuropa, besonders im Norden, gibt es viele Menschen mit Schilddrüsenproblemen – dadurch wird der Energiehaushalt von Zucker und Fetten gestört.
🦴 Kollagen – Bedeutung und Bildung im Körper
Kollagene sind strukturelle Eiweißstoffe, die unser Körper vollständig selbst bildet.
Entgegen vieler Behauptungen:
→ Kollagenpräparate oder Nahrungskollagen werden im Körper nicht direkt eingebaut,
→ sondern beim Verdauungsvorgang in einzelne Aminosäuren zerlegt.
→ Nur über ausreichende Eiweißzufuhr kann der Körper daraus eigene Kollagene synthetisieren.
Wichtiger Punkt:
Es gibt keine direkte Aufnahme von Kollagen – unser Körper stellt es aus Aminosäuren her.
Kollagene sind eine große Stoffgruppe, es gibt verschiedene Typen mit unterschiedlichen Funktionen.
Für die Bildung braucht es nicht nur Eiweiß, sondern auch Enzyme
⚗️ Spurenelemente – Rolle im Stoffwechsel
Spurenelemente sind hochverdünnte, essentielle Mineralstoffe, die nicht als Energieträger, sondern als Zündstoffe wirken:
→ Sie ermöglichen oder steuern Reaktionen, ohne sich selbst groß zu verbrauchen.
→ Ein Fehlen kann Prozesse im Körper verhindern, ein Zuviel kann toxisch wirken.
Beispielhafte Spurenelemente:
Bor, Kupfer, Mangan – alle notwendig, aber in exakter Dosierung.
Trotz heutiger Technologisierung zeigt der Referent eine gewisse Skepsis gegenüber synthetischen Präparaten:
Unsere Vorfahren kannten weder Bor-Mangel noch Kupferüberschuss –
Sie lebten gesund mit dem, was natürlich in der Nahrung enthalten war.
🧠 Selektivität des Körpers – was aufgenommen wird
Der menschliche Körper hat eine Selektivfunktion – er entscheidet, was aufgenommen wird und was nicht.
Diese Funktion liegt besonders im Darm, wo die entscheidende Barrierefunktion liegt.
🌽 Beispiel aus der Praxis: Borversorgung bei Mais
Feldversuch mit Popcorn-Mais, um die Aufnahmefähigkeit von Bor zu testen:
Der Boden war borreich, die Pflanze gesund –
aber im Maiskorn selbst kaum Spurenelemente messbar.
Warum? → Überzüchtung der Pflanze hat dazu geführt, dass sie die Fähigkeit zur Wurzelaufnahme verliert.
Stattdessen werden Spurenelemente heute oft über das Blatt appliziert – rein künstlich.
Kernaussage:
Die Maispflanze produziert Stärke – aber keine mineralstoffreiche Nahrung mehr.
Das führt zu Mangelerscheinungen beim Menschen, wenn er diese Nahrungsmittel konsumiert.
🌱 Kritik an modernen Züchtungen & Nahrungsergänzung
Moderne Züchtung fokussiert auf Quantität, z. B. hohe Erträge –
dabei gehen oft Qualität und Nährstoffdichte verloren.
Neue Sorten haben häufig einseitige Eigenschaften – Mineralstoffaufnahme bleibt auf der Strecke.
Zentrale Kritikpunkte:
Überzüchtung führt zu verarmten Nahrungsmitteln.
Der Mensch greift dann zu Nahrungsergänzungsmitteln – statt die Ursache zu beheben.
Weniger Hochleistung, mehr Nachhaltigkeit und biologische Vielfalt.
🥛 A2- und A1-Kuhmilch – Unterschiede und Auswirkungen
Kuhmilch und deren Eiweißzusammensetzung.
🔬 Was ist ein Albumin?
Albumin ist ein Eiweiß, das auch im menschlichen Körper selbst produziert wird.
Besonders relevant wird es bei der Betrachtung der Milchqualität.
🐄 Veränderung in der Milchwirtschaft:
Nach dem Zweiten Weltkrieg begann man, die A2-Kühe in Europa systematisch durch A1-Kühe zu ersetzen.
A2-Kühe produzieren ein Albumin, das der Mensch sehr gut verstoffwechseln kann.
A1-Kühe liefern mehr Milch, weshalb sie für die Industrie wirtschaftlicher sind – auf Kosten der Verträglichkeit.
„Wir haben unsere Genetik über Jahrtausende daran gewöhnt, A2-Milch zu verwerten.“
Der plötzliche Wechsel zu A1-Milch führt bei vielen zu Unverträglichkeiten.
🔁 Der geschlossene Kreis der Ernährung
Was das Tier frisst, bestimmt die Qualität seiner Produkte.
Die Ernährung der Kuh beeinflusst die Milch, den Joghurt, den Käse – und letztlich unsere Gesundheit.
Der Mensch entscheidet durch die Auswahl des Futters über die Qualität der Nahrungskette.
„Die Kuh isst nicht anders als wir – was sie frisst, verwertet sie.“
⚠️ Einschub: Schwefel & MSM – ein kritischer Blick
Eine Frage aus dem Publikum führt zum Thema MSM (Methylsulfonylmethan) und Schwefelverbindungen:
Vorsicht bei MSM und Schwefelpräparaten.
Viele Wirkversprechen sind nicht wissenschaftlich belegt.
🧪 Was passiert bei schlechter Schwefelverwertung?
Übelriechende Blähungen entstehen oft durch Schwefelverbindungen wie Schwefelwasserstoff.
Dieser entsteht, wenn der Stoffwechsel Schwefel nicht korrekt verwertet.
Schwefelwasserstoff hat einen Geruch schlimmer als faule Eier – er zeigt, dass etwas im Darm "schief läuft".
🌱 Natürliche Schwefelquellen:
Pflanzen benötigen Schwefel als essentielles Spurenelement – u. a. für:
Blüte, Fruchtbildung, Pollenbildung
Resistenz gegenüber Schädlingen
Problem heute:
➤ Statt mineralischem Schwefel wird häufig synthetischer Schwefel aus Erdöl extrahiert und auf Pflanzen gespritzt.
„Unser Körper ist nicht gemacht, um elementaren Schwefel einzunehmen.“
Geeignete Schwefelverbindungen finden sich in:
Hülsenfrüchten
Nussfrüchten
(→ können Blähungen verursachen, wenn sie falsch verarbeitet oder gezüchtet wurden)
🦶 Fersensporn – Einblick in die Knochenpathologie
Fersensporn ist eine typische Knochenveränderung, die durch Verletzung und Verhornung entsteht:
Rheumatisch entzündliche Problematik
Stoffwechselbedingt
Eine Entzündung führt zur Bildung einer knöchernen Struktur – Verhornung.
Schulmedizinische Reaktion: Unterdrückung der Verhornung
→ langfristig nicht ursächlich wirksam
🌿 Behandlung nach Hildegard von Bingen
Zwei Ebenen der Therapie:
Äußerlich:
Wermutsalbe
→ schnelle Linderung
Innerlich:
Tausendgüldenkraut, aber:
Frisch
Aus echten Tausendgüldenblüten – keine minderwertige Ware
Wirkung:
Entzündungshemmung
Abbau der Verhornung
Rückbildung des Fersensporns
„Die Hildegard hat das vor über 900 Jahren beschrieben.“
🌿 Naturidentische Hormone – Ersatz, Anregung und Risiken
Naturidentische Hormone sind kein reiner Ersatz, sondern ein Versuch, das zu ersetzen, was Körper und Psyche regulieren sollten. Sie sind eine Therapeutik, aber auch eine psychologische Krücke – sie greifen dort ein, wo Regulationsmechanismen fehlen oder nicht mehr funktionieren.
Das Grundprinzip der Hormontherapie ist einfach:
„Messen und Regeln“
→ Das bedeutet: Hormone messen → wenn sie zu niedrig sind, dann zuführen.
Aber: Wenn ich Hormone zuführe, reagiert der Körper oft mit weiteren Anpassungen, wie zum Beispiel einer Verdickung hormoneller Regelstrukturen im Körper.
⚠️ Risiken der Hormonersatztherapie
„Habt ihr schon mal gelesen, was Hormonersatztherapien für Risiken mit sich bringen?“
Ein wesentlicher Punkt:
Hormone beeinflussen das Immunsystem!
Insbesondere Osteoklasten, also Zellen, die am Knochenabbau beteiligt sind, reagieren sensibel auf hormonelle Veränderungen.
➡️ Auch bei Männern – allerdings auf einer anderen hormonellen Ebene.
Risiken durch Inhibierung (also Hemmung) zeigen:
Wenn das Immunsystem „brennt“, d.h. überaktiv ist, dann kann es durch Hormontherapie zur Krebsförderung kommen.
Diese Risiken sind auch im Beipackzettel aufgeführt.
🌱 Alternative: Den Körper zur Eigenproduktion anregen
„Wenn was fehlt und der Körper reagiert nicht – gib ihm was, damit er selbst reagiert.“
Beispiel:
Wenn bei einer Frau Eierstöcke noch vorhanden sind und die Darmschleimhaut intakt ist, dann besteht Potenzial zur Eigenproduktion von Hormonen.
➡️ Warum also ersetzen, wenn noch Funktion möglich ist?
Wenn jedoch Organe wie die Eierstöcke entfernt wurden, muss man das therapeutisch anders angehen – und das ganz bewusst durchdenken.
Metapher:
Wenn auf einer Baustelle nur einer arbeitet und die anderen Däumchen drehen, ist das auf Dauer kein gutes Bild.
Genauso im Körper: Organe sollen aktiv arbeiten, nicht passiv bleiben.
🌿 Hormontherapie mit Pflanzen – angepasst an den Lebensabschnitt
Je nach Lebensphase der Frau:
Vor den Wechseljahren: Einsatz von Pflanzen wie
Frauenmantel
Mutterkraut
Betonie
Während der Wechseljahre:
Betonung auf Betonie und weitere Pflanzen,
die als „Dome-Tropfen“ zusammengefasst sind.
Nach den Wechseljahren:
z. B. der Einsatz von Wasserlinsenwein
weitere hormonstimulierende Heilpflanzen
➡️ Diese Pflanzen können die Eigenproduktion von Hormonen anregen, sodass keine künstlichen Hormone mehr notwendig sind.
🐟 Thema Meeresfische – worauf achten?
Empfehlung:
Fische aus dem südlichen Atlantik, dem südlichen Indischen Ozean oder dem südlichen Pazifik.
➡️ Diese Meere sind:
Tief, groß und kaum kontaminiert
Weit entfernt von Industriehäfen
Problemzonen:
Nordhalbkugel
Fischzuchten an Küsten mit Antibiotikaeinsatz
Achte auf das EU-Gesetz zur FAO-Fangzone
→ Jeder Fisch muss gekennzeichnet sein – damit weißt du, woher er stammt.
🦴 Kann man Osteoporose heilen?
Ja. Osteoporose ist reversibel.
Sie ist keine klassische Erkrankung, sondern eine degenerative Erscheinung.
➡️ Das bedeutet: Sie ist umkehrbar, wenn man die richtigen Maßnahmen trifft.
Wichtig:
Nicht einfach Aminosäuren einnehmen
Den Magen arbeiten lassen!
„Omega-3 ist keine einzelne Säure – es ist eine Stoffklasse.“
➡️ Es gibt tausende verschiedene Omega-3-Fettsäuren,
aber für uns sind zwei essenziell:
EPA (Eicosapentaensäure)
DHA (Docosahexaensäure)
Diese kann der Körper nicht selbst herstellen.
Wir benötigen sie für:
Zellgesundheit
Gehirn- und Nervensystem
Entzündungshemmung
Sie sind auch im Schweineschmalz vorhanden, aber in anderen Tieren meist hochwertiger verfügbar (z. B. in Kaltwasserfischen).
Warum diskutiert man über natürliche Heilmittel?
Eine rhetorische Frage im Vortrag: Wenn pflanzliche Heilmittel nicht wirken würden – warum würde man dann über ihre Zulassung diskutieren?
Die Diskussion entsteht gerade, weil sie wirken.
Arthrose & Osteoporose
Arthrose ist eine degenerative Gelenkserkrankung, verursacht durch:
Abnutzung
Harnsäure-Probleme
Stoffwechselstörungen
oder entzündliche Prozesse wie Rheuma
→ Arthrose ist behandelbar, abhängig von der Ursache.
Osteoporose ist ebenfalls degenerativ, aber reversibel.
Der konventionelle Arzt lehnt Heilung oft ab, weil er keine Möglichkeit hat, die Osteoklasten gezielt ohne Nebenwirkungen zu beeinflussen.
Der Vortrag widerspricht: Doch, es gibt Möglichkeiten – mit ganzheitlichen Methoden.
Heilpflanzen & Wegerichsirup
Ein Beispiel aus der Praxis:
Hildegard von Bingen beschrieb eine Heilmethode mit Pfahlwurzeln – z. B. Wegerich, dessen Wurzeln getrocknet, geschreddert und als Extrakt mit Honig (→ Wegerichsirup) eingenommen werden.
Wirkung des Wegerichsirups:
Entzündungshemmend → Osteoklasten (abbauende Zellen) werden gehemmt.
Förderung der Osteoblasten (aufbauende Zellen).
Hoher Kalziumgehalt → unterstützt den Knochenaufbau.
Beispiel aus der Praxis:
Eine Patientin konnte ihre Knochendichte innerhalb von acht Monaten deutlich verbessern – ohne Medikamente, nur mit natürlichen Mitteln.
→ Von rotem in den gelben Bereich (bei der DEXA-Messung).
Therapieansatz bei Osteoporose
Um den Knochenstoffwechsel zu verbessern, müssen vier zentrale Faktoren berücksichtigt werden:
Hormonhaushalt
Immunsystem
Stoffwechsel (v. a. Darm & Fettstoffwechsel)
Knochenregeneratives Gleichgewicht
Empfehlung:
→ Blutbild bei einem Heilpraktiker machen lassen.
→ Dann gezielt Störungen erkennen und regulieren.
Primäre vs. Sekundäre Osteoporose
Primäre Osteoporose: Meist bei Frauen, v. a. hormonell bedingt
→ Fokus auf: Hormonbalance, Ernährung, Stress, Immunsystem
Sekundäre Osteoporose:
→ Hier sind andere Krankheiten, Medikamente oder Organschäden beteiligt.
→ Zuerst diese Primärursache angehen, bevor man Osteoporose direkt behandelt.
Männer & Osteoporose
Auch Männer können betroffen sein – allerdings mit anderen Mechanismen:
Gewebehormone (Prostaglandine) müssen ausgeglichen sein.
Schilddrüse und Nebenniere müssen einwandfrei funktionieren.
Stresshormone (Adrenalin, Cortisol) können den Knochenstoffwechsel negativ beeinflussen.
→ Zu viel Cortisol hemmt Knochenaufbau (fördert Osteoklasten)
→ Kann zu osteoporoseähnlichen oder rheumatischen Erkrankungen führen.
🔍Knochenkrankheiten sind Folgeprobleme
Viele Erkrankungen an den Knochen sind nicht direkt vom Knochen selbst verursacht, sondern entstehen durch andere körperliche Prozesse, die aus dem Gleichgewicht geraten sind. Beispiele sind:
Knochenhautentzündung
Gelenksentzündung
Knochenaufweichung (Osteomalazie)
Knochenmarködem
➡️ Dahinter stehen immunologische, stoffwechselbedingte, rheumatische oder autoimmune Prozesse.
Die zentrale Frage ist daher nicht: Was hat der Knochen?, sondern:
Was ist die Ursache für die Veränderung am Knochen?
🧠 Beispiel Arthritis: Ursache statt Symptom behandeln
Ein klassisches Beispiel ist Arthritis:
Gelenkschmerzen
Verformung der Gelenke und Knochen
Bewegungseinschränkung
Der Patient fokussiert sich auf:
den Schmerz
das Sichtbare (Verformung)
Der Therapeut sollte sich jedoch fragen:
Wie entsteht die Entzündung?
Warum greift das Immunsystem das Gelenk an?
➡️ Bei Arthritis liegt die Ursache im Immunsystem, nicht im Gelenk selbst.
Wenn das Immunsystem durch bestimmte Reize wie Purinrückstände, Zellfragmente oder Harnsäureüberschuss aktiviert wird, greift es Gelenksstrukturen an → Entzündung.
🧪 Therapieansatz: Stoffwechsel und Ausleitung
Wichtige Schritte:
Leber und Niere aktivieren, um Stoffwechselrückstände auszuscheiden
Säure- und Stoffwechsel-Therapeutika (z. B. Leber- oder Nierenheilmittel) einsetzen
Das Ziel:
Ausscheidung über den Urin
Vermeidung von Ablagerungen an den Gelenken
Entzündungsfreiheit ohne Medikamente wie Allopurinol
➡️ Die Entzündung verschwindet, wenn die Ursache verschwindet.
🦠 Immunsystem im Knochen: Risiken und Krankheitsbilder
Der Knochen beherbergt u. a. die Bildungszentrale des Immunsystems (v. a. im Knochenmark).
Störungen im Immunsystem an dieser Stelle können gravierende Folgen haben:
Leukämie (Blutkrebs)
Myelom
Fazit:
Knochenerkrankungen entstehen selten im Knochen selbst, sondern durch Störungen in anderen Körpersystemen, die sich auf das Skelett auswirken.
🔁 Beispiel: Faszienentzündung → Knochenschmerzen
Ein Beispiel verdeutlicht den Zusammenhang:
Faszienentzündung entsteht (z. B. durch Stress, Fehlhaltung)
Dadurch verändert sich die Muskelspannung
Das wiederum zieht am Skelett → Knochenschmerzen
➡️ Die Knochenschmerzen sind nicht das Primärproblem.
Behandelt wird also die Faszienentzündung, nicht der Knochen!
🕸 Was sind Faszien?
Faszien sind Bindegewebshüllen, die Muskeln, Sehnen und Nerven verbinden und koordinieren
Eine verhärtete Muskulatur oder eine Faszienverklebung verändert das gesamte Skelettsystem
Das führt zu Schmerzen, die nicht durch den Knochen selbst, sondern durch die Spannung ringsumher entstehen
➡️ Der Knochen ist wie in einem Schraubstock eingespannt.
Nur wenn die Faszien locker sind, kann auch der Knochen schmerzfrei sein.
🌿 Naturheilkundliche Ansätze bei Faszienproblemen
Äußere Anwendungen:
Ätherische Öle mit entspannender und entzündungshemmender Wirkung:
Regulatoröl
Narkoöl
Narkoöl Forte
Diese wirken:
entspannend
lockern das Gewebe
entzündungshemmend
Innere Anwendungen:
Ziel: das Immunsystem regulieren, Entzündungen senken
Labordiagnostik: Blutuntersuchung, um zu prüfen, woher die Faszienentzündung stammt
Pflanzliche Mittel je nach Geschlecht:
Bei Frauen: Veilchentinktur → wirkt neurologisch beruhigend
Bei Männern: Rilassotropfen → berücksichtigt hormonelle Hintergründe
Tees:
Eisenkraut-Tee:
entzündungshemmend
beruhigend
unterstützt die Faszienfunktion und das Nervensystem
🧒 Wachstumsschmerzen bei Kindern
Kinder wachsen v. a. im Schlaf
Wachstumsschmerzen sind meist kein Alarmzeichen, aber ein Regulationsproblem
Wichtige Frage:
Sind zu viele oder zu wenige Wachstumsfaktoren wie Vitamin D vorhanden?
➡️ Man arbeitet über den Hormonhaushalt und reguliert das Gleichgewicht
(mit Pflanzen oder gezielter Supplementierung)
🧠 Zentrale Aussage
Knochenerkrankungen müssen immer ursächlich behandelt werden.
Nicht der Schmerz oder die Struktur sind das Problem –
sondern das, was im Körper das Gleichgewicht gestört hat.
Ein Drittel der europäischen Bevölkerung ist von Problemen mit dem Skelettsystem betroffen, in der einen oder anderen Form – das ist eine massive Zahl, und man sollte sich wirklich damit auseinandersetzen.
Wenn Zucker im Spiel ist, dann ist er als Erstes anzugehen – der muss in Ordnung gebracht werden, weil er den gesamten Energiehaushalt durcheinanderbringt.
„Ihr Hebel ist der Darm und der Energiehaushalt.“
Knochendichte – was heißt das?
Wenn man über eine gute Knochenstruktur spricht, möchte man, dass die Skelettstruktur eine hohe Knochendichte hat.
Aber ist eine hohe Knochendichte überhaupt gesund?
Ja, grundsätzlich schon. Sie bedeutet, dass die Kollagenfasern des Knochengerüsts stabil und elastisch sind.
Menschen mit solcher Struktur sind oft diejenigen, die bei Stürzen oder Belastungen wenig brechen, da die Fasern nicht starr, sondern elastisch gebaut sind – sie „geben nach“, statt zu brechen.
Hohe Knochendichte geht aber auch mit einem etwas höheren Gewicht einher, auch wenn man schlank aussieht – denn der Körper bindet mehr Material.
Wermutwein nach Hildegard von Bingen
Ein altes Rezept: Wermutwein – immunsystemstärkend, fördert gesundes Gewebe („gutes Fleisch“)
1 Esslöffel am Morgen, 90 Tage lang
Bringt Verdauung, Stoffwechsel und den Osteoblasten-Osteoklasten-Haushalt in Schwung
Entzündungshemmend, was bei Knochenproblemen sehr hilfreich ist
Hildegards Kochgewürze
Hilfreich für die Enzymbildung, Enzymaktivierung, Sauerstoffsättigung im Blut und Nährstoffverwertung im Darm:
Quendel, Ysop, Galgant, Kubebenpfeffer, Fenchel, Zimt, Bertram
Gibt es als fertige Mischung
Anwendung: Eine Prise ins Kochwasser, aufkochen – Wirkstoffe werden durch Hitze freigesetzt
„Was ich esse, wird verwertet – es fließt nicht einfach durch mich durch.“
Grundsätze der Ernährung für gesunde Knochen
Kohlenhydrate
Möglichst komplex kombiniert mit Ballaststoffen (die ebenfalls zu den Kohlenhydraten zählen)
Hält den Darm aktiv
Fette
Wurden zuvor schon erläutert
Eiweiße
Bevorzugt kurzkettige Eiweiße:
Hülsenfrüchte
Fisch
Milchprodukte (v. a. Schafs- und Ziegenkäse)
Diese Käse gibt es auch in milder Form in der spanischen, französischen oder italienischen Küche
Fleisch eher nicht vom Rind, sondern von Tieren auf der Weide
(„…was da rumkreucht und fleucht…“)
Ziel: Täglich Eiweiß in moderater Menge, kontinuierlich statt in großen Portionen
Bewegung für die Knochen
Knochen reagieren auf Bewegung
Ausdauersport ist entscheidend:
Waldspaziergänge, Wanderungen, Schwimmen
Nicht: Übertriebene Belastung im Fitnessstudio – z. B. „200 Kilo stemmen“
Harte Schläge und Überlastung führen zu Beschwerden der Wirbelsäule – und die meldet sich irgendwann zurück
Spurenelemente und Bewusstes Einkaufen
Ein gesunder Haushalt an Mikronährstoffen, Hormonen und Neurotransmittern ist ebenfalls wichtig.
Daher:
Ernährung bewusst wählen
Achten: Wo kaufe ich ein? Was esse ich wirklich?
Qualität erkennen und fördern
Auch das Reformhaus ist nicht automatisch gut – etwa wegen Labels wie „Bio“ oder „Demeter“.
Der Tipp:
Google Maps oder Earth öffnen, den Hof anschauen, die Nachbarn prüfen:
Spritzen sie Pestizide?
Wie sieht die Umgebung aus?
Beispiel: In der Schweiz, Mostindien (Kanton Thurgau), gibt es viele Bio-Obstbauern, die aber durch Nachbarschaftsspritzung belastet werden.
Dort formieren sich Initiativen, um biologische Zonen zu schaffen – in denen nur Bio angebaut wird.
Nur dann macht es Sinn, denn sonst sind Bio-Produkte durch Spritzmittel verunreinigt.
Ernährung und Knochengesundheit
Wer seine Ernährung steuert, steuert automatisch auch seine Knochengesundheit.
Das geschieht ganz natürlich – die Ernährung beeinflusst alle regenerativen Prozesse im Körper, insbesondere wenn hormonelle oder immunologische Probleme auftreten oder Medikamente eingenommen werden. In solchen Fällen sollte man sich gründlich untersuchen lassen, idealerweise von einem Heilpraktiker, der auf dieses Thema spezialisiert ist.
Tipp: Die Heilpraktiker, die diesen Vortrag mitorganisieren, bieten solche Diagnostik und Beratung an. Sie helfen, individuelle Lösungen zu finden, basierend auf einer genauen Bestandsaufnahme.
Behandlung bei HALUX
HALUX (Fehlstellung des Großzehs):
– Wermutsalbe von außen,
– Innerlich: z. B. Tausendgüldenkraut.
– Zusätzlich: SL-Tee einsetzen (entlastet den Stoffwechsel).
– Leberfunktion prüfen: Eine eingeschränkte Leber kann Knochen- und Gelenkprobleme begünstigen.
Genetische Veranlagung bei Osteoporose
Es gibt eine sogenannte „Rheumaklasse 1“, wie schon Hildegard von Bingen beschrieben hat:
Genetisch bedingte Schwäche in der Regeneration des Bewegungsapparats, z. B.:
Weniger Kollagenfasern
Weniger Knorpelmasse
Verkürzte Sehnen
Diese genetischen Faktoren sind nicht heilbar, sondern nur linderbar. Die Betroffenen müssen ihr Leben darauf einstellen, z. B. körperlich schonende Berufe wählen, da körperliche Schwerarbeit zu frühzeitigen Problemen führt.
Rotwein vs. Weißwein / Essig
Rotwein ist komplett durchvergoren, was bedeutet, dass mehr belastende Stoffe abgebaut sind.
Weißwein wird in der Gärung unterbrochen – es verbleiben mehr Fruchtsäuren, die u. a. die Gelenke belasten können.
Rotweinessig ist demnach ebenfalls besser verträglich als Weißweinessig.
Die Natur produziert Essig, nicht Wein. Essig ist das Endprodukt der natürlichen Gärung.
Wein wurde vom Menschen erfunden, indem man den Prozess künstlich unterbricht.
Das „Franzosen-Paradoxon“
Franzosen konsumieren viele Fette, aber bleiben trotzdem vergleichsweise gesund.
Warum? Sie trinken dazu Rotwein, der:
Antioxidantien (Anthocyane) aus den Traubenschalen enthält,
Den Darmstoffwechsel reguliert,
Die Aufnahme bestimmter Fette hemmt.
Empfehlung: Nur kleine Mengen – ein Achtel bis maximal ein Viertel trockener Rotwein. Qualität ist entscheidend.
Die Tannat-Traube aus Uruguay
Tannat ist eine der ursprünglichsten Weintraubensorten mit dem höchsten Gehalt an Polyphenolen (sekundären Pflanzenstoffen).
In Uruguay ist Tannat Landessorte – dort leben die Menschen besonders lange.
Diese Traube ist nicht überzüchtet und enthält daher mehr bioaktive Substanzen.
Ähnliche Sorten in Europa: z. B. Primitivo, einige alte Rotweinsorten.
Je ursprünglicher die Sorte, desto gesünder sind ihre Inhaltsstoffe – analog zu alten Getreidesorten.
Kalkschulter / Frozen Shoulder
Entstehung:
– Folge von Entzündungen in der Schulter,
– Es bilden sich Vernarbungen, in denen sich Kalk (eigentlich Phosphatverbindungen) einlagert.
– Das Immunsystem erkennt das nicht als Problem – es greift nicht ein.
Behandlung:
Immunsystem aktivieren, damit es den Kalk abbaut:
z. B. mit Splentropfen, Wermut-Tropfen, Wasserlinsenwein
Äußerlich: Wermutsalbe – wirkt entzündungshemmend und regenerierend.
Warnung: Schulmedizin empfiehlt oft invasive Eingriffe (Operationen) – diese sind nicht immer hilfreich und können kontraproduktiv sein.
Langwierige, aber sanfte Therapien mit Heilpflanzen sind oft erfolgreich, wenn konsequent durchgeführt.
Ernährung bei rheumatischen Ablagerungen
Während der Therapie sollten alle Lebensmittel gemieden werden, die rheumatische Prozesse fördern, etwa:
Bestimmte Fruchtsäuren,
Fertigprodukte, stark verarbeitete Nahrungsmittel,
Alle entzündungsfördernden Substanzen in der Nahrung.
🔹 Brennende Fußsohlen & geschwollene Beine bei Hitze
Wenn man bei Hitze brennende Fußsohlen oder geschwollene Beine beobachtet, sollte man sich bewusst machen:
➡️ Das Lymphsystem speichert Wasser – das ist ein Hinweis, dass hier etwas nicht stimmt.
„Also muss ich mich auf das Lymphsystem stürzen und fragen: Warum speicherst du Wasser?“
Man kann sich das so vorstellen:
Neben den Blutgefäßen verlaufen die Lymphstränge.
Das Lymphsystem ist ein offenes System, es hat keine eigene Pumpwirkung wie das Herz.
Es funktioniert über:
Diffusion
Temperaturunterschiede
indirekte Unterstützung durch den Blutfluss
Das Lymphsystem ist eine Art Wasserspeicher und Ausgleichssystem fürs Blut, es hilft, die Blutviskosität zu regulieren.
Wenn es hormonell oder lymphatisch aus dem Gleichgewicht gerät, kommt es zur Wassereinlagerung → insbesondere bei Hitze, wenn der Kreislauf zusätzlich belastet ist.
🔹 Unterschiede zwischen Frauen und Männern
Frauen sind durch ihren Hormonhaushalt empfindlicher in der Lymphsteuerung.
Bei Männern muss kardiologisch geschaut werden – sprich: Herzleistung kontrollieren!
„Wenn ein Mann mit geschwollenen Beinen kommt, schaue ich nicht auf die Beine, sondern aufs Herz!“
Maßnahmen:
Bei Frauen (prämenopausal):
Frauenmanteltee
Mutterkraut
→ Regulierung des Hormonhaushalts
Goldrute als Entwässerung (wirkt nicht hormonregulierend)
Bei Männern:
Fokus auf Herzgesundheit:
Ist der Blutdruck stabil?
Wie ist der Puls?
Petersilienwein oder Integratorwein:
Blutdruckregulierend
Stärkend für die Herzleistung
Wirkt auch entwässernd
„Meist ist das schon die Lösung. Dann verschwinden die Beschwerden.“
📌 Empfehlung:
Check-up machen lassen, um zu verstehen, was genau im System schiefgelaufen ist und wie man es gezielt behandelt.
🔹 Weihrauch – Nutzen & Risiken
„Was halte ich von Weihrauch? Viel und nichts.“
Es gibt viele Weihraucharten:
Indischer Weihrauch → enthält Boswelliasäuren → entzündungshemmend, v. a. bei rheumatischen Erkrankungen
Sudanesischer Weihrauch → Schilddrüsenwirksam
Iranischer Weihrauch → neurologisch aktiv, jedoch nicht erhältlich
🟡 Wichtig:
Weihrauchbäume wachsen nicht gezielt, sondern spontan
Das Harz wird durch Anritzen der Rinde gewonnen – der Baum „weint“
Das Harz ist hochwirksam, birgt aber auch Risiken
Gefahren:
„Falsch eingesetzter Weihrauch schwächt die Abwehr!“
Immunsystem kann durch falsche Anwendung unterdrückt werden
Folge: Infektanfälligkeit
Fazit: Nur gezielt anwenden!
🔹 Fermentieren & Mikrobiom
Was bedeutet „fermentieren“?
Beispiel: Wein und Essig = Produkte von Fermentation
Bei Fermentation durch Milchsäurebakterien werden:
Gemüse
Kräuter
Tee (z. B. Kombucha)
umgewandelt → es entstehen neue bioaktive Substanzen
Die Fermentation ist ein bakterieller Prozess, bei dem:
Bakterien Nährstoffe aufschließen
Stoffe aktiviert werden → sie werden erst dadurch resorptionsfähig (also vom Körper aufnehmbar)
Das Endprodukt enthält eine Fülle nützlicher Bakterien → positiv für die Darmflora
🔹 Darmflora – mehr als nur Probiotika
„Eine gute Darmflora hat mindestens 400 verschiedene Bakterienstämme.“
Probiotika mit 13 Stämmen? → Völlig unzureichend!
Stattdessen: Vielfalt durch natürliche Ernährung
Beispiel:
Unbehandelte Weintrauben mit Schale essen
→ liefern natürliche Bakterien
→ unterstützen neue Besiedlung des Mikrobioms
Prinzip der Symbiose:
Darmflora verstoffwechselt Stoffe, die der Mensch nicht verwerten kann
Der Mensch liefert im Gegenzug Substrate, die die Flora braucht
Das ist gegenseitiger Nutzen → Symbiose
🫖 Unterschied zwischen Tropfen und Tee – Auszüge und ihre Wirkkraft
Ein Tee ist ein wässriger Auszug.
Das bedeutet: Nur wasserlösliche Inhaltsstoffe der Pflanze gehen in den Tee über. Nicht wasserlösliche Substanzen bleiben im Rückstand, im sogenannten Teekraut.
Im Vergleich dazu:
Bei der Fermentation werden viele Inhaltsstoffe herausgelöst, die im Tee nicht verfügbar wären.
Alkoholische Auszüge (Tinkturen), Essig- oder Glycerinauszüge lösen wiederum andere Stoffklassen – sie erweitern das Wirkungsspektrum.
➡️ Die Bandbreite an Wirkstoffen ist in alkoholischen oder fermentierten Auszügen deutlich größer als im Tee.
Beispiel:
Ein Tee aus Tausendgüldenkraut ist bitter, unterstützt die Gallenausschüttung, wirkt aber begrenzter.
Ein Extrakt aus Tausendgüldenkrautblüten in Alkohol enthält Eustermine, eine pharmakologisch aktive Wirkstoffgruppe, die epigenetisch wirksam ist.
👉 Zwischen Tee und alkoholischer Tinktur liegt also eine ganze Welt an Unterschied in Wirkung und Wirkkraft.
🦷 Wie kann man den Kieferknochen gezielt aufbauen?
Gerade bei Zahnersatz oder Implantaten ist ein stabiler Kieferknochen entscheidend.
Vorgehensweise in 5 Schritten
Bewegung: Nach der Bruchheilung muss der Knochen aktiviert werden.
Zufuhr spezifischer Stoffe: z. B. Wegerichsirup, der Wachstumsreize setzt.
Ursachenanalyse: Warum ist der Kieferknochen abgebaut?
Unfall?
Zahn gezogen, aber Knochen zu weich für ein Implantat?
Dann braucht es eine genaue Blutuntersuchung.
Feststellung systemischer Probleme: Gibt es chronische Prozesse, die den Knochen schwächen?
Gezielte Therapie: Wenn die Ursache bekannt ist und behoben wird, beginnt der Knochen lokal wieder zu wachsen.
🫘 Was ist mit Lektinen? Wie giftig sind sie wirklich?
Lektine sind sekundäre Pflanzenstoffe – vor allem in Hülsenfrüchten.
👉 Die Pflanze schützt sich damit vor Fressfeinden.
Sekundäre Pflanzenstoffe („Phytamine“) = Überlebens- und Fortpflanzungschemie der Pflanze.
Lektine gelten als potenziell schädlich, aber:
Sie lassen sich durch Einweichen und Kochen deutlich reduzieren.
Wasser ausgießen, Früchte gründlich abspülen.
Laut Hildegard von Bingen: Beim Kochen Ysop zugeben – enthält eiweißspaltende Enzyme, die Lektine neutralisieren.
Ergebnis: Verdaulichkeit steigt, Toxizität sinkt.
👉 Fazit: Richtige Zubereitung macht Hülsenfrüchte bekömmlich – Lektine sind kein Grund zur Panik, sondern ein Fall von Wissensbasierter Zubereitung.
🌾 Dinkel und die Bedeutung der Fermentation
Dinkelkorn enthält in der Schale Fraßschutzstoffe, die:
Bei frischer Verwendung den Körper schwächen können.
In der Antike (z. B. Rom) war es verboten, frisches Dinkelmehl zu verwenden.
Es wurde mind. 4 Wochen gelagert – zur Fermentation und Entgiftung.
➡️ Frischmehl ist nicht automatisch gesünder.
Der Reifeprozess reduziert Abwehrstoffe und macht das Backwerk verträglicher.
Heute wird Frischvermahlung stark beworben, aber:
„Warum wirken diese Backwaren oft nicht so intensiv, wie versprochen?“
Weil die Tradition des Reifens fehlt. Und das ist essenziell für Bekömmlichkeit und Wirksamkeit.
🎾 Sehnenscheidenentzündung beim Tennisarm – was tun?
Sehnengewebe ist:
Schlecht durchblutet
Empfindlich für Überlastung
Umgeben von einer Gleitschicht (Sehnenscheide)
Therapieansätze:
Äußerlich:
Stabwurz
Wermutsalbe
Innerlich:
Analyse der Stoffwechsellage
Stoffwechselrheumafaktoren können die Erneuerung der Sehnenstruktur hemmen
Nicht gleichzusetzen mit Autoimmunfaktoren
➡️ Hinterfragen:
Woher kommt die Belastung?
Beruflich?
Systemisch?
Wichtig:
Sehnen regenerieren langsam
Wenn Verklebung (z. B. beim Karpaltunnelsyndrom) vorliegt, ist eine Operation oft unumgänglich – wenn es zu spät erkannt wurde.
Deshalb: Nicht zu lange abwarten! Bei ersten motorischen Ausfällen oder Schmerzen frühzeitig handeln.
🔍 Morbus Dupuytren & Morbus Ledderhose – Hilfe und Behandlungsansatz
Ja, es gibt Hilfe, aber:
Es handelt sich um spezifische Pathologien, die nicht mit Standard-Therapien zu behandeln sind.
Wichtiger Grundsatz:
„Erst die Ursache verstehen – dann behandeln!“
Bei Morbus Dupuytren:
→ Genetik muss geprüft werden.
Bei Morbus Ledderhose:
→ Gewebstechnische Auswirkungen (also Auswirkungen im Bewegungsapparat) müssen erfasst werden.
Ohne eine gründliche Untersuchung (z. B. Blutbild) geht gar nichts.
Zentrale Botschaft:
Bei komplexen Erkrankungen:
„Verschafft euch einen Überblick über die Ursachen!
Erst dann kann Therapie greifen. Nicht Symptome behandeln, sondern den Grund.“
🌿 Weißdorn & Weihrauch – Therapieansätze aus der Natur
Weißdorn gilt als gutes Herzmittel zur Stärkung des Herzens.
Thema: Weihrauchkapseln (z. B. Boswellia)
Kritik an standardisierten Extrakten:
→ Oft zu schwach oder ineffektiv.
Eigene Herstellung:
→ Mit Kräutern, die katalytisch im Darm wirken
→ Weil: Jedes Harz muss im Darm aufgeschlüsselt werden, sonst wirkt es nicht!
Vergleich:
Wenn man Harz auf die Haut bekommt – es klebt stark, weil es Substanzen enthält, die sich binden.
Dasselbe passiert im Darm, wenn der nicht befähigt wird, die Wirkstoffe aufzunehmen.
Ziel: Den Darm zur Mitarbeit anregen, nicht passiv überfrachten.
🥔 Kartoffeln & Nachtschattengewächse – Hildegardmedizinischer Standpunkt
Kartoffeln sind in der Hildegardmedizin als Nahrungsmittel nicht gerne gesehen,
→ aber als Wickel durchaus nützlich.
Anwendungstipp:
Rohe Kartoffel reiben und auf Gelenke auflegen, z. B. bei Wassereinlagerungen oder Entzündungen → sehr wirksam
Hildegard kannte keine Kartoffeln, spricht aber von Nachtschattengewächsen im Allgemeinen – mit Warnung!
Heute übliche Nachtschattengewächse:
Tomaten
Paprika
Auberginen
Kartoffeln
🌍 Wie kam die Kartoffel zu uns? – Historischer Einschub
Durch Kolumbus aus Südamerika nach Europa gebracht.
In Deutschland durch Friedrich den Großen eingeführt:
→ Seine Armee litt Hunger, weil die Kornfelder im Krieg zerstört wurden.
→ Er suchte nach robuster Notnahrung → setzte auf Kartoffeln → ließ die Felder sogar bewachen, um den Wert zu erhöhen.
☠️ Was ist problematisch an Kartoffeln & Nachtschattengewächsen?
Nachtschattengewächse sind hochspezialisiert – starke Vermehrung über Knollen.
Enthalten Hormone wie Solanin:
→ Für die Pflanze ein Wachstumsstimulator
→ Für den Menschen: Immunotoxisch!
Solanin = Gift für Warmblüter:
Nicht tödlich in kleinen Mengen, aber:
Langfristige Aufnahme führt zur Abwehrschwächung
Verstärkung durch Kombination mit anderen Nachtschatten (Tomate, Paprika etc.)
🚨 Hildegards Warnung: Kranke müssen sich schützen
Gesunde dürfen ab und zu „Sünde“ begehen → Puffer vorhanden
Kranke haben diesen Puffer verloren und müssen sich bewusst schützen.
Daher:
„Finger weg von Nachtschattengewächsen in der Therapie!“
→ Sie behindern Heilung und belasten das Immunsystem.
🥄 Fazit – Konsequenz für Therapie & Ernährung
In der hilfreichen Therapie wird konsequent auf Nachtschattengewächse verzichtet.
Es gibt viele andere, gut schmeckende Knollen – man muss nicht auf Kartoffeln zurückgreifen.
🦴 Verletzungen & Traumata – Bedeutung für Sehnen und Knochen
Bei Traumata wie einem Unfall, einer ausgekugelten Schulter oder verletzten Sehnen ist es wichtig, regenerativ zu wirken.
🧪 Vigor Apis
Ein Fermentationsprodukt bestehend aus:
Honig
Pollen
Kräutern
Propolis-Kombinationen
Diese Stoffe sind fermentiert mit Milchsäurebakterien, was bewirkt, dass die enthaltenen Eiweiße vorverdaut sind.
➡️ Dadurch können sie im Körper leichter aufgenommen und verwertet werden.
🔸 Bienenpollen gelten dabei als Aminosäure-Bombe, wenn sie fermentativ aufbereitet wurden.
Dieses Produkt wurde selbst entwickelt und zeigt sehr gute Effekte bei Sehnenregeneration.
🤚 Schnappfinger & Fußschmerzen
Schnappfinger = Sehnenverkürzung, die gezielt über Sehnenbehandlung angegangen wird.
Fußschmerzen ist ein sehr unspezifischer Begriff.
Man muss genauer differenzieren, z. B.:
Spreizfuß
Morton-Neurom (Nervenverdickung)
Sehnenprobleme
Nervenreizungen
➡️ Eine gezielte Anamnese der Schmerzursache ist hier unabdingbar.
🍅 Mythos Mittelmeerkost und Nachtschattengewächse
Ein interessanter Exkurs zur Ernährung:
Die klassische Mittelmeerkost enthält Nachtschattengewächse (z. B. Tomaten, Auberginen) erst seit dem 19. Jahrhundert.
Erste Tomaten auf dem Teller Italiens:
1848 in Neapel, als arme Leute in der Hungersnot die „Stinkfrucht“ (= Tomate) aus den Gärten holten.
Die ursprünglich als giftig geltende Tomate wurde nach und nach kultiviert.
Auch Aubergine („blaue Tomate“ im Balkan) kam auf ähnlichem Weg in die Küche.
➡️ Ein Hinweis darauf, dass „traditionelle Ernährung“ oft jünger ist, als gedacht.
🧫 Infektiöse Erkrankungen der Knochen
Ein wichtiger Aspekt der Skelettgesundheit:
Infektionen als Ursache für Knochenerkrankungen
Beispiele:
Borreliose
Staphylokokken- oder Streptokokkenentzündungen
Virenbefall
➡️ Diese Erreger können sich in den Knochen oder im Knochenmark festsetzen und massiven Schaden anrichten.
🧬 Knochenmarksveränderungen durch Erreger
Viele Veränderungen im Knochenmark entstehen durch nicht ausgeheilte Infektionen, die jahrelang unbemerkt bleiben.
Beispiele:
Leukämien
Unter- oder Überfunktionen des Knochenmarks
Zellfehlbildungen, Proliferationen
Hintergrund: Das Immunsystem hat versagt, wenn Erreger überhaupt bis zum Knochen vordringen konnten.
➡️ Auch wenn Symptome abgeklungen sind, muss das Immunsystem nachgesteuert werden.
Sonst „frisst sich das durch“, wie es bildlich beschrieben wurde.
📊 Langjährige Beobachtungen & Praxiswissen
Aus jahrzehntelanger Erfahrung in der Praxis und Forschung ergibt sich:
Viele schwerwiegende Erkrankungen haben ihren Ursprung in alten, nicht vollständig ausgeheilten Infektionen.
Borreliose zum Beispiel:
Führt nicht direkt zu Leukämie, kann aber das Knochenmark und das Immunsystem schwächen.
Dadurch wird der Körper anfälliger für andere Krankheiten.
➡️ Erreger wie Bakterien, Pilze oder Viren können „unsichtbar“ weiter im Körper bestehen und später gravierende Schäden verursachen.
🔎 Prävention durch Aufarbeitung der Vergangenheit
Jeder sollte sich fragen:
„Hatte ich mal eine Entzündung, ein Trauma oder eine auffällige Reaktion am Knochen, die auf Erreger zurückzuführen sein könnte?“
Wenn ja:
🔍 Unbedingt nachverfolgen, überprüfen, nicht bagatellisieren!
➡️ Sonst holt es einen später wieder ein.
Zum Schluss noch:
Wenn du Fragen hast, etwas vertiefen möchtest oder Unterstützung brauchst, melde dich gerne bei mir.
Ich bin von Herzen gerne für dich da 💚
Martina Vötterl - Bergstraße 17d - 86508 Rehling - Mail: martina.voetterl@gmail.com - Telefon/WhatsApp: 0171 8653416