Von der Stadtbefestigung in Weißenhorn sind noch die beiden spätgotischen Stadttore, das Obere Tor und das Untere Tor, sowie der Diebsturm erhalten. An einigen Stellen sieht man noch den Stadtgraben und Mauerreste. Der Abbruch der Stadtmauer erfolgte 1818 - 1837. Die Gräben und Wälle wurden bis 1873 weitgehend eingeebnet.
Landkreis: Neu-Ulm
Das spätgotische Obere Tor in Weißenhorn, von der Altstadt aus gesehen: Hier sieht man den stämmigen Hauptturm, erbaut 1470/80 unter Herzog Georg dem Reichen. Heute ist das Tor Teil des Weißenhorner Heimatmuseums. Das Tor besteht aus einem vierseitigen Torturm mit spitzbogiger Durchfahrt.
Die beiden Vorwehrtürme des Oberen Tors in Weißenhorn wurden 1486 erbaut. Zwischen den beiden Vorwehrtürmen hat der Weißenhorner Maler Anton Bischof im Jahr 1923 ein Fresko geschaffen. Dargestellt wird eine Szene aus der Stadtgeschichte: "Bürgermeister Dipold Schwarz verhandelt mit dem Bauernführer Jörg Ebner am 1. April 1525". Das Vortor besteht aus rundbogigen Durchfahrten und seitlichen Rundtürmen.
Das spätgotische Untere Tor in Weißenhorn, gesehen aus Richtung Altstadt: Das Tor wurde 1470-80 erbaut und 1527 um zwei Geschosse erhöht. Das Tor wird auch "Gickeler" genannt. Besonders reizvoll sind die hohen Stichbogenblenden in den vier Geschossen sowie die Treppengiebel. Im Tor befindet sich eine rundbogige Durchfahrt. Das Dach wird von gekreuzten Satteldächern und einem Dachreiter gebildet.
Das Untere Tor mit seinen beiden runden Vortürmen in Weißenhorn: Zwischen den beiden Vortürmen hat der Weißenhorner Maler Anton Bischof (1877-1962) im Jahr 1937 ein Fresko angebracht "Herzog Ludwig der Reiche von Bayern verleiht Weißenhorn 1474 das Stadtbuch".
Der Diebsturm (auch Prügelturm) befindet sich an der Nordwestecke der ehemaligen Stadtmauer in Weißenhorn. Der Turm wurde um 1470/1500 erbaut. Seine Form ist zylindrisch. Gekrönt wird der Turm von kleinen aufgesetzten Zwerchgiebeln über drei Scharten und einem ziegelgedeckten Spitzhelm.
Diese Seite wurde erstellt am 27.04.2015.