3. Juli 2017
Da wir noch ganz wenige Resten aus dem Wohnmobil hatten, assen wir ein letztes Mal Corn Flakes aus unserer Faltschüssel, liebevoll „Badewanne“ genannt ;).
Natürlich mussten wir auch langsam beginnen mit dem definitiven Packen unserer zwei Taschen. Einige Kleidungsstücke konnten wir am Martin Place nahe dem Hotel einer Gruppe Obdachlosen abgeben, die dort Unmengen an Altkleider sammelten.
Wir haben diese Kleidungsstücke zwar mit dem Gedanken sie gar nicht mehr retourzubringen von zu Hause mitgebracht. Dennoch waren wir schlussendlich froh, mussten wir sie nicht einfach in den Müll werfen. Ausserdem freuten sich die Obdachlosen sehr darüber. Um welche Art Obdachlosen es sich handelt, konnten wir nicht direkt erkennen. Es könnte auch eine politische Bewegung sein, die freiwillig bzw. zum Protest auf der Strasse wohnt und so etwas Aufsehen erregt.
Nah unserem Hotel an der Pitt Street hatte es auch eine Nespresso Boutique; unser Kaffee-Konsum stieg wieder an!
An derselben Strasse befindet sich auch Sydneys grösstes Einkaufszentrum, das eigentlich mehr einer Ansammlung aus Luxus-Boutiquen gleicht. Das „Westfield“ sei kürzlich für über eine Milliarde Dollar umgebaut worden und ist schön zum hindurchschlendern. Im Einkaufszentrum befindet sich auch der Eingang zum Sydney Tower, der aufgrund seiner Form "Golden Bucket" genannt wird. Wir sind aber nicht nach oben, weil man uns sagte, man hätte keine gute Sicht auf Harbour Bridge und Opera.
Unsere Gepäckstücke erlaubten aber keinen grossen Shopping-Marathon, und so erkundigten wir die Stadt etwas zu Fuss.
Durch die Royal Botanic Gardens gingen wir bis zum Aussichtspunkt „Mrs Macquarie‘s Chair“, wo wir eine hervorragende Sicht auf Opernhaus und Harbour Bridge hatten.
Leider war das Wetter den ganzen Tag etwas regnerisch. Worauf es uns dann doch wieder in die Shopping-Meile mit den vielen Dächern zog.
Ausserdem gönnte sich Silvan in einem Barber Shop noch eine richtige Nassrasur.
Was zwar sehr professionell aussieht hat uns schlussendlich doch nicht ganz überzogen. Die Bartstoppeln waren viel schneller wieder da, als vorher. Tja ;)
4. Juli 17
….da war er auch schon! Unser letzter ganzer Tag auf diesem wunderschönen, roten Kontinenten.
Es war Zeit, einen Punkt auf Sandras Bucket List zu erfüllen; wir nahmen an einer Free Walking Tour teil, die von Studenten organisiert wird.
Während fast 3 Stunden wurden wir von Jake durch Sydneys Zentrum geführt. Einiges kannten wir von unseren eigenen Streifzügen schon, vieles lernten wir aber neu kennen. Es war eine sehr kurzweilige und informative Führung. Natürlich hörten wir auch viele spannende Geschichten und Anekdoten zur Stadt. Eine solche Tour ist wirklich ein Highlight und sollte jeder, der die Gelegenheit dazu hat, einmal tun.
Sie heisst zwar „Free“, jeder kann zum Schluss aber zahlen, so viel er will, und so viel im die Tour wert war.
Anschliessend an die Tour spazierten wir über die Harbour Bridge und wieder retour. Je Weg beträgt die Strecke gut 1.4 km. Die exorbitanten 300 Dollar für den „Bridge Climb“ sparten wir uns.
Der Blick von der Brücke war auch so hervorragend.
Dann war auch schon bald wieder Sonnenuntergangsstimmung.
Vom Circular Quay, direkt vor dem Opera House, genossen wir den wunderschönen, letzten Sonnenuntergang unserer Reise. War wirklich schon Zeit um nach Hause zu fliegen?! Wars das schon?
Die Reflektion, ein Rückblick auf die bisherigen 69 Tage weckte ein lachendes aber auch ein weinendes Auge. Zwar freuten wir uns nach Hause zu fliegen und alle unsere Lieben wiederzutreffen, aber gleichzeitig war es auch schade, dass nun alles schon zu Ende war und nur noch in massenhaft Erinnerungen in uns sein wird.
Z’Nacht assen wir bei einem Mexikaner, direkt um die Ecke vom Hotel. Das Essen war hervorragend, und sehr gut gewürzt. Gar etwas zu gut für Sandra ;) Es gibt Dinge, die ändern halt auch während einer solche Reise nicht....
5. Juli 2017
Tag der Heimreise! Schwiiz, mir chömed :-)
Wir haben uns einen Late-Check-Out beim Hotel geholt und hatten so Zeit bis 13 Uhr um gemütlich zu packen, letzte Dinge in der Stadt zu besorgen und ganz getreu unserem Reisemotto „ohne Stress“ die letzten Stunden in Australien zu geniessen.
Kurz darauf fuhren wir diesmal mit dem Taxi zum Flughafen Sydney, ein kurzer Check-in, und schon waren wir auch schon auf internationalem Boden…. weg vom Australischen Hohheitsgebiet :-(.
Was wir ganz schade finden ist, dass durch die neu eingeführten elektronischen Passkontrollen keine Stempel mehr in den Pass gedrückt werden :-(. Tja… jede Neuerung hat auch Ihre Nachteile…
Natürlich hatten wir noch Zeit bei den Duty Free Shops dieses und jenes zu „schneuggen“ und zu kaufen.
Etwas zu früh kamen wir zu unserm Gate und schrieben dort noch etwas im Tagebuch, führten letzte Backups durch, etc.
Dann zogen wir uns um, bequeme Hosen, bequeme T-Shirts; es warteten 8 Stunden Flug bis Singapur.
6. Juli 2017
Da es mit der Zeitverschiebung und dem Rückflug über verschiedene Zeitzonen nicht ganz so einfach ist, zu eruieren, wann nun welches Datum war, schreiben wir die Rückflugserlebnisse in den 6. Juli.
Der Flug von Sydney nach Singapur war zwar lang aber unspektakulär und bequem.
Zu Beginn des Flugs schauten wir uns einige Filme, die Silvan geschnitten hatte, und konnten so nochmals die ganze Reise mit Bildern erleben.
Wir waren uns einig darüber, dass es eine unserer allerschönsten Zeiten war.
Umsteigezeit in Singapur blieb uns kaum. Denn eine Stunde nach Landung startete die A380 auch schon nach Zürich. Zuvor hatte man uns aber an der Security aber noch das in Sydney teuer erstandene Wasser abgenommen... Wir verstehen immernoch nicht ganz, wann jetzt Wasser auf den Flügen erlaubt ist und wann nicht. Manchmal glauben wir, auch das Sicherheitspersonal weiss das nicht ganz so genau.
Glücklicherweise war der Service im Flug nach Zürich aber sehr gut, und wir mussten nie lange warten, bis wieder Wasser serviert wurde.
Wir versuchten zu schlafen, doch wirklich tief schliefen wir nicht. Obschon wir uns in einer Apotheke noch nicht verschreibungspflichtige "Schlaftabletten" geholt hatten. Diese nützten rein gar nichts.
So kamen wir etwas übermüdet um gut 8 Uhr Schweizer Zeit in Zürich an und konnten kurz später beim Welcome-Desk Andreas in die Arme schliessen. Netterweise holte er uns in Kloten ab.
Sandra fuhr sogar in ihrem Skoda selbst nach Hause. Was für eine Erleichterung, endlich wieder Rechtsverkehr! :-) Die Rück-Umgewöhnung passierte innert Sekunden und war kein Problem.
Zu Hause packten wir so schnell wie möglich alles aus, belagerten alle verfügbaren Waschmaschinen und Tumbler um baldmöglichst Ordnung in unser Reisegepäck zu bringen.
Die ersten Stunden in der Schweiz kamen uns aber sehr "beengend" vor. Alles schien so klein und eng. Gegenüber Australien, wo alles ein Vielfaches grösser war.
Bald schon gewöhnten wir uns aber wieder an unsere schöne Heimat und fühlten uns, als wären wir nie weg gewesen.
Etwas wichtiges stand für uns aber noch an. Da man in Regensdorf beim Zivilstandsamt Furttal die Trauungstermine ab 1 Jahr vor dem gewünschten Datum reservieren kann, wurden wir dort am Nachmittag vorstellig und haben unser Wunsch-Traudatum, den 2.7.2018 (euler'sche Zahl) reservieren lassen. Dass die Zivilstandsbeamtin etwas weniger euphorisch war als wir ignorieren wir hier einmal. Für uns war es wichtig, dass diese Reservation den eigentlichen Abschluss unserer Reise darstellte und den Startschuss in unser "Hochzeit-Vorbereitungsjahr" ♥
Es war natürlich auch schön, alle unsere lieben Leute wiederzutreffen. Hervorragend getroffen haben wir es mit unserem Rückreisedatum. Denn heute ist Céciles Geburtstag, welchen wir am Abend in Stäfa feierten, und so auch gleich vieles von unserer wunderbaren Reise "brühwarm" erzählen konnten.