28.5.17 Kata Tjuta, Valley of the Winds
Für diesen Tag haben wir uns vorgenommen, nach dem Sonnenaufgang eine Wanderung durch den Kata Tjuta oder „The Olgas“ zu machen. Wir sind extra früh zum Sonnenaufgangsparkplatz gefahren, wurden dort aber leider etwas enttäuscht. Erstens waren sehr sehr viele Leute da, und zweitens sah man den Sonnenaufgang recht schlecht. Spekakulärer als die „Olgas“ sah man die Sonne neben dem Uluru aufgehen. Dabei haben wir uns für diesen Tag extra die Olgas, und nicht den sonst schon übermächtigen Uluru vorgenommen.
Nach einem kurzen Frühstück auf einem Parkplatz kurz vor den Olgas haben wir uns aufgemacht ins „Valley of the Winds“. Hier ist der Name wirklich Programm. Wo kurz vorher noch praktische Windstille herrscht, braust einem auf s’Mal ein starker Wind ins Gesicht. Ein relativ kurzer, gut begehbarer Weg führt ca. 1 km bis zum ersten Lookout, inmitten der Kata Tjutas.
Diese Bezeichnung heisst übrigens „viele Köpfe“ und ist äusserst treffend. Die runde Form der Berge erinnert an Kugeln auf dem Boden, oder eben Köpfe. Sie sind aber, wie auch der Uluru, sehr hoch. Der höchste davon, Mount Olga, ragt über 560 Meter in die Höhe. Die steilen Wände sind sehr eindrucksvoll. An Klettern ist hier nicht zu denken, die Wände sind sehr glatt.
Vom ersten Lookout geht es zuerst sehr steil hinab in eine Senke, die nach einem kurzen flachen Stück wieder ansteigt. Teilweise muss man regelrecht „kraxeln“ und sich den Weg des geringsten Widerstandes regelrecht erkämpfen. Nach einem weiteren kurzen Anstieg ist da dann noch eine Treppe, die zum zweiten Lookout führt. Die Aussicht dort ist fantastisch und die Landschaft erinnert sehr an „Jurassic Park“ oder „Ein Land vor unserer Zeit“. Und ganz abwegig ist das nicht einmal. Seit über 500 Millionen stehen der Uluru und die Kata Tjutas schon da, also schon viel länger, als die Dinosaurier unseren Planeten zu bevölkern begannen.
Da der Wind wirklich stark blies mussten wir unsere Hüte mehrmals gut festhalten. Sandras Hut hat zusätzlich noch eine Kordel, die sich um s Kinn festziehen lässt. Doch selbst diese nützte nicht immer.
Nach dem Valley of the Winds fuhren wir nochmals zum Uluru, um das Mutitjulu Wasserloch zu sehen und den Mala Walk zu machen. Beide waren nicht besonders spektakulär.
Unser Schrittzähler ist an diesem Tag fast nicht mehr nachgekommen vor lauter Schritten. Gut 24‘400 Schritte haben wir gemacht und dabei über den ganzen Tag verteilt 16.7 Kilometer zu Fuss zurückgelegt.
Vom omnipräsenten roten Sand wurden unsere Schuhe, Schuhsohlen und Teile der Kleider ganz rot gefärbt. Ein Phänomen, von dem wir vorgängig schon gelesen haben, und das sich nun bewahrheitet hat! (wie sich beim Schreiben dieses Tagebuches herausstellt, sind die Verfärbungen wohl langanhaltender, selbst 2 Wochen später sind sie noch nicht ganz weg)
Nach diesem Tag hatten wir uns ein feines Znacht im Ayers Rock Resort verdient und haben nachher, wen wunderts, geschlafen wie Murmeli. Der etwas kürzere Teil 3 unserer Reise war somit auch schon „Geschichte“. Eine schöne Geschichte. :)
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