29.5.17 Flug
An unserem letzten Tag im roten Zentrum genossen wir noch einmal das Wunderwerk der Natur, den Sonnenaufgang am Uluru. Es gibt dafür extra eine eingerichtete Viewing Area. Um dem Grossandrang der geführten Touren etwas zu entgehen, sind wir etwas weiter weg vom Hauptort und haben einen einsameren Platz gefunden, ohne lästige Ellbogen von anderen Touris ;-). Die Sunrise Viewing Area ist ein Labyrinth von verschiedenen Wegen, die mit verschiedenenfarbenen Lichtern am Boden markiert sind. Wahrscheinlich, um die Touren navigieren zu können.
Bevor wir aber zur Viewing Plattform kamen, hielt uns eine Aborigine-Frau am Strassenrand an und fragte uns, ob wir sie mit zu Ihrem Dorf, nah am Uluru mitnehmen würden. Sie wollte nicht zu Fuss gehen. Denn vom Eingang des Parks, bis zum Uluru selbst sind es gut 15 Kilometer. So haben wir sie mitfahren lassen und nahe dem Mutitjulu Wasserloch bei Ihrer Siedlung aussteigen lassen. Eigentlich herrscht dort strenges Fahrverbot für Touristen; aber mit ihr im Auto konnten wir diesen "verbotenen Pfad" sehen, und dorthin fahren, wo sonst keine Touristen hindürfen. Die Siedlungen, kleine Dörfer, sind heute genauso gebaut, wie jene der europäischen Einwanderern. Wer sich Hütten und ein Lagerfeuer vorstellt ist geschätzte 10'000 Jahre zu spät.
Wieder einmal machte Petrus an diesem Morgen nicht ganz so mit, wie wir es gerne gehabt hätten. Dieser Petrus aber auch mal wieder… ;-). Jedoch war durch kurze Regenschauer beim Sonnenaufgang eine ganz einmalige Stimmung und Situation entstanden. Ein Regenbogen über dem Uluru; wow! Ganz entgegen, was Google, Tripadvisor und alle Plattformen als Vorlage bieten! Mit der Kamera konnten wir dies nicht ganz so gut einfangen, dafür umso mehr geniessen und in unser Kopfkino einbrennen.
Nach dem Sonnenaufgang war es Zeit für uns, unsere Koffer zu packen und nach Cairns zu fliegen. Cairns liegt im Nordosten des Kontinents, etwas mehr als 2 Flugstunden vom Ayers Rock Flughafen entfernt.
Schon der Anflug über den uralten Regenwald und den sich dadurch schlängelnden Fluss war wunderschön anzusehen. Diese grossen Gegensätze innerhalb kürzester Zeit, auf einem Kontinent, faszinieren uns. Erst noch fegten wir den roten Sandstaub von den Schuhen, und schon kam uns eine Wand aus tropischer Hitze und Feuchtigkeit entgegen.
Wir hatten für die zwei folgenden Nächte in einem B&B ein Zimmer gebucht, welches von zwei ausgewanderten Schweizern geführt wurde, Marlies & Bruno. Etwas ausserhalb von Cairns, in Edge Hill, liegt das wunderschöne Haus direkt am Waldrand zum Regenwald.
Wir wurden begrüsst von Vogelgezwitscher, Zirpen und….. Frey Schöggeli! :-) wie schön, dass Schweizer auf der ganzen Welt die Passion Schoggi teilen. Erst noch am Morgen haben wir darüber gesprochen, dass wir Lust auf eine richtige Schweizer Schoggi hätten. Irgendjemand oder Irgendetwas musste unseren Wunsch erhört haben :-).
Marlies begrüsste uns sehr herzlich, obwohl wir sie leider gerade beim zNacht „störten“. Nachdem wir uns kurz eingerichtet haben, erklärte sie uns bei einem kühlen Willkommensdrink Cairns und seine vielfältige Umgebung.
Da wir uns vorgängig kaum mit der Planung dieses Teils der Reise befasst haben, wollten wir den kommenden Tag ganz dieser Reiseplanung widmen und herausfinden, was Tropical North Queensland für uns bereithält.
Weiter geht unsere Reise im vierten Teil.