9. – 11.5.2017 Grampians National Park
Am Ende der GOR übernachteten wir im kleinen Ort Port Fairy, bevor wir uns aufmachten in den Grampians National Park.
Der bisher gemütlichste und schönste Ort, den wir auf unserer Reise besucht haben. Die Grampians liegen etwas nördlich der Küste und haben viele Berge und Wälder… und Kängurus!
Was wir als erstes in einem Zum-Glück-nur-fast-Zusammenstoss erlebten. Leider mussten wir erkennen, dass viele Unfälle mit Kängurus und Wallabies passieren. Alle paar Kilometer lag ein totes Tier am Strassenrand.
In unserer Unterkunft in Halls Gap fühlten wir uns sehr wohl. Wir waren froh hatten wir genügend Zeit eingeplant diesen Nationalpark zu besuchen. Die Hosts der kleinen Ferienwohnungen waren sehr nett und zuvorkommend. Wir erhielten viele Tipps für Wanderungen und Sehenswürdigkeiten.
Die Kängurus waren für die nächsten 2 Tage unsere Nachbarn. Vor Allem am Morgen und bei Dämmerung sind die Beuteltiere aktiv. Bei Dämmerung sahen wir sie vielmals, morgens eher unser Kopfkissen ;-)
Wir entschieden uns, eine Wanderung zum Pinnacle zu machen.
Diese führt von einem Parkplatz aus nach oben, zuerst durch den „Grand Canyon“ und dann weiter, über teils unwegsames Gelände 280 Höhenmeter, bis zum Pinnacle.
Der Aufstieg ist zwar zeitweise sehr anstrengend, aber der Ausblick ganz oben lohnt sich wirklich. Die Aussicht über die ganze Landschaft, die Wälder und die verschiedenen Seen und vor Allem die Stille, die über dem Pinnacle liegt ist wunderbar.
In Halls Gap selbst läuft zu dieser, etwas Off-season-Zeit, nicht so viel. Daher haben wir uns im General Store etwas zNacht gekauft, und uns abends der Weiterreise gewidmet.
Kurzfristig haben wir uns entschieden, die Reiseroute etwas zu ändern und am nächsten Tag anstatt der Küste zu folgen, etwas im Landesinnern zu bleiben und zur Unesco-Welterbestätte, den Naracoorte Caves zu fahren.
Auf dem Weg dorthin, noch durch die Berge der Grampians, fuhren wir zu den berühmten Felsformationen Balconies und zu den MacKenzie Falls. Die Balconies waren bis vor ein paar Jahren noch begehbar, heute kann man sie nur noch von der Seite bestaunen. Bei den MacKenzie Falls führt ein Pfad über ziemlich steile Treppen zum Grund der Fälle (Base Walk). Eigentlich hat man nur von dort einen guten Blick auf die Fälle; vor allem, wenn man den Köbi dabei hat.
Die Strecke von den Grampians bis nach Naracoorte war geprägt durch ausgedehntes Grasland, hie und da Schafherden und Wäldern. Die Strassen hatten wir fast immer für uns. Es sind theoretisch zweispurige Strassen, die aber in der Mitte gefahren werden, weil nur da die Strasse geteert ist. Links und rechts hat es den berühmten roten Sand.
Allgemein ist der Zustand der Strassen wirklich gut, auch in den abgelegenen Orten. Ca. alle 20-30 km hat es Pausen-Parkplätze, wo man sich kurz erholen kann. Häufig sind die Strassen schnurgerade, und diese Einöde beim Fahren praktisch ohne Lenken kann tatsächlich etwas schläfrig machen. Trotz der Gefahren von Wild- oder Nutztieren auf der Strasse ist die Höchstgeschwindigkeit auf solchen Strassen 110 km/h.
Lebende Kängurus sahen wir wieder einige am Strassenrand. Meistens machten Sie aber sofort wieder rechtsumkehrt, als sie unser Motorengeräusch hörten. Wenn sie so am Waldrand stehen, ihre Ohren spitzen und aufmerksam zusehen, wer da angebraust kommt, sehen sie von weitem etwas aus wie grosse Osterhasen. Jedoch sind die Beuteltiere einiges grösser und sehr viel kräftiger.
Leider sahen wir aber wieder einige tote Tiere, was uns immer wieder etwas langsamer und noch aufmerksamer fahren liess. Ein solches Känguru hat mindestens die Grösse eines Primarschulkindes, und ist möglicherweise sogar noch etwas schwerer. Ein Zusammenprall wäre wirklich suboptimal.
zum nächsten Beitrag: Naracoorte