1. Zusammenfassung

Sämtliche bisher unternommenen Versuche, die Leistungen im leichtathletischen Zehnkampf der Männer durch ein gerechtes Punktesystem zu veranschaulichen, haben einen entscheidenden Schwachpunkt: Die äußeren Bedingungen Wind, Temperatur, Niederschlag und die Höhe über dem Meeresspiegel gehen nicht in die Punktewertung mit ein. Daraus können sowohl wettkampfintern, als auch über die Saison verteilt Ungerechtigkeiten entstehen. Deshalb wurden in dieser Arbeit zunächst quantitative Auswirkungen der genannten Einflüsse auf die Einzelleistungen theoretisch und praktisch bestimmt und basierend auf diesen Erkenntnissen das neue Wertungssystem nach Rieger konstruiert. Das Hauptkonzept sieht vor, aufbauend auf der bestehenden 1985er Punktewertung Korrekturterme für jeden einzelnen dieser Einflüsse zu addieren. Außerdem entwickelte der Autor neue Normen für die Messung dieser äußeren Einflüsse, die Voraussetzungen für den Einsatz dieser Punktewertung sind. Auf diesem Wege wurden z.B. grobe Ungenauigkeiten des derzeit verwendeten Windmesssystems aufgedeckt. Das Ergebnis ist ein Wertungssystem, das bisher unerreichte Fairness und Flexibilität bietet.

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