3.1.3 1934er Wertung

Schon bald löste diese erneut lineare Variante Unmut bei den Mehrkämpfern aus. Die Gründe für die Erstellung der ersten progressiven Punktewertung zu Beginn der 1930er Jahre durch den finnischen Leichtathletikverband ließen sich auf folgende Hauptargumente beschränken:

Ø Die Tatsache, dass jede Leistungssteigerung auf hohem Niveau mit erheblich mehr Trainingsaufwand verbunden ist, kam bisher nicht zur Geltung.

Ø Ziel war eine Vergleichbarkeit der Leistungen über verschiedene Disziplinen hinaus, sodass sich die wahre Qualität der Leistung anhand der erreichten Punktzahl ablesen lässt.

Ø Der Ruf nach einer wissenschaftlich fundierten Punktewertung, in der unter anderem die menschliche Physiologie Berücksichtigung fand, wurde lauter.

Ø Starke Läufer waren durch die Linearität des bisherigen Punktesystems im Vergleich zu Springern und Werfern erheblich benachteiligt.

Infolgedessen wurde die ab 1934 offiziell anerkannte Wertung zur ersten progressiven: P=f(eM), wobei P die Punktzahl, e die Basis des natürlichen Logarithmus, M die erreichte Leistung und f eine angepasste Korrekturfunktion darstellt. Die Tabelle enthält Leistungen, für die 0 bis 1150 Punkte vergeben wurden. 1000 Punkte lagen in der Nähe des damaligen Weltrekords und 0 Punkte spiegelte die Leistung eines durchschnittlichen Schülers. Des Weiteren entschied man sich, nur noch ganze abgerundete Punktzahlen zu vergeben und damit die Dezimalbruchschikane abzuschaffen[1].


[1] vgl. [43], Trkal, S.13

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