01.) Müllmeister Deutschland / Germany is Waste Champion

Müllverbrennung- die chronische Vergiftung/ Müllmeister Deutschland

Im Herbst 2007 berichtete die Süddeutsche Zeitung unter der Überschrift "Deutschland wird Müllmeister" ( www.sueddeutsche.de/wissen/artikel/992/133742 ): "Das Müllgeschäft floriert. Mehr als 80 neue Müllverbrennungsanlagen (MVA) sollen in Deutschland entstehen. Weil das Land dafür zu wenig Abfall produziert, müssen die Betreiber ihn importieren." Alleine das Land Nordrhein Westfalen importierte 2005 insgesamt 2,5 Mio. t. Abfälle. 1/4 davon waren verbrennungspflichtige, gefährliche Sonderabfälle, also Industrieschlacken und -schlämme, kontaminierte Filterstäube, Bitumengemische und andere Chemikalien.

www.wdr.de/themen/wirtschaft/1/muellverbrennung_herten/australien_importmuell/import_export.jhtml?rubrikenstyle=wirtschaft

Etwa das ganze Jahr 2007 kämpfte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland ( www.bund-nrw.de ) (....) gegen die zunächst genehmigten, später widerrufenen Import von 22.000 t äußerst giftigen Hexachlorbenzol (HCB) ( http://de.wikipedia.org/wiki/Hexachlorbenzol ) aus Australien zur Verbrennung in NRW ( www.bund-nrw.de/pm022007_giftmull.htm ). Selbst Bundesumweltminister Sigmar Gabriel   (2008)( http://de.wikipedia.org/wiki/Sigmar_Gabriel ) zeigte sich im Fernsehen leider erfreut und stolz darauf, dass Deutschland "Weltmeister in der Verbrennungstechnik" sei. Australien solle dies zum Schutz seiner Bevölkerung nutzen uns seine Abfallsorgen hier "entsorgen", bis es dort auch unseren hohen MVA- Standard erreicht habe.
 
 
Müllverbrennung - globale Geschäfte
 
 
Solche und ähnliche Meldungen sind ernste Hinweise darauf, dass derzeit - nach 20 jährigen hin und her - ein riesiges globales Geschäft festgezurrt wird. Als Aushängeschild dieses Geschäftes dient Deutschland, das weltweit als so mustergültig, sauber und ordentlich bekannt ist, dessen zuverlässiger Anlagenbau durch das "made in Germany" geadelt und dessen hoher Hygiene- Standard allgemein anerkannt sind. Ziel des Geschäftes ist es, nach deutschen Vorbild den ganzen Erdball mit MVA zu überziehen. Die Weltbank wird gedrängt, das Geschäft auch in ärmeren Ländern mit günstigen Krediten zu finanzieren.
Man weist auf die Abfallproblematik in den urbanen Zentren hin, den wachsenden Megacitys, deren "Müllberge" angeblich alternativlos der Volumenreduktion, der Hygienisierung und der so genannten "Inertisierung" ( http://de.wikipedia.org/wiki/Inertisierung ) durch MVA bedürfen. Das dramatische Beispiel des Müllproblems in Neapel 2008 sollte nicht nur den Italienern, sondern auch unseren MVA- Kritikern mahnend vor Augen führen, welche Missstände ohne MVA einträten. Daneben dienen auch die Erdölverknappung ( www.peakoil.de / http://de.wikipedia.org/wiki/Peakoil ) und die steigenden Erdölpreise als Grund dafür, dass die thermische Abfallbehandlung, die energetische Abfallverwertung, dringend geboten sei.
Drei so genannte "globale Player" schicken sich an, "das große Rad zu drehen":
===International erfahrene Manager verarbeiten beim DSD ( http://de.wikipedia.org/wiki/Duales_System_Deutschland ) in Köln die Erfahrungen, die mittelständische Unternehmen 20 Jahre lang mit der Entsorgung gesammelt haben:
   ---mit technischen Verfahren
   ---mit Logistik
   ---mit Gutachternetzwerken
   ---mit der politischen Unterstützung bei der Anpassung der Gesetze und Verordnungen, usw..
===Die KKR, ein New Yorker Konsortium globaler Finanzinvestoren, hebt die Vorarbeit des DSD auf die europäische und globale Ebene.
===Die E.ON- Tochter BKB, Hannover ( http://de.wikipedia.org/wiki/E.ON , http://de.wikipedia.org/wiki/BKB ), der Marktführer unter den MVA- Betreibern in Deutschland, wird bald in "E.ON - Energy from Waste AG" umbenannt und übernimmt Technik und Vertrieb im globalen Geschäft.
Nur eine Lobby fehlt, unsere kritischen Bürgerinnen und Bürger, unsere kritischen Umweltverbände und -vereine. Sie sind eher der Meinung, dass Müllverbrennung vermieden werden muss, ja noch nicht einmal gedacht, geschweige den praktiziert werden darf. Zusammen mit anderen Verbänden und Vereinen fordern wir die entschlossene Abkehr von der Müllverbrennung und die Förderung der deutlich besseren Alternativen stofflichen Recyclings, insbesondere:
--des Tiefstkälte (=Kryo)- Recyclings der Kunststoffe in Kombination
--mit der dreistufigen Biologisch - mechanischen Aufbereitung (BMA) verunreinigter, toxisch belasteter Bioabfälle des sogenannten Restmülls. ( http://de.wikipedia.org/wiki/Mechanisch-biologische_Abfallbehandlungsanlage ) (Hinweis: Hier schlägt Dr. Rosin später noch einige Verbesserungen vor, zur Entfernung der Schadstoffe im Zuge der Behandlung!)
--zusammen mit schon etablierten Recylingströmen - wie dem Metallrecycling, dem Papier- und Glasrecycling und der Kompostierung ergäbe sich dann eine totale Kreislaufwirtschaft.
Nur die Kreislaufwirtschaft ist imstande, uns - die Menschheit - in eine gute, unvergiftete Zukunft zu führen. Die Zeichen der beginnenden chronischen Umweltvergiftung und Vergiftung der Menschheit sind bereits überdeutlich erkennbar:
--als rückläufige Ernteerträge und dadurch bedingte Lebensmittelknappheit
--als stetiger Anstieg allergisch und toxisch bedingter Krankheiten und als Zunahme toxisch bedingter und noch nicht zu klassischen Krankheitsbildern ausgereifter Missempfindungen und Verhaltensstörungen, die unser Sozialsystem belasten,
--sowie als Klimaveränderungen mit regional verheerenden Wetterturbulenzen (Anmerkung: Siehe akut, im Mai 2008 die Folgen des Wirbelsturmes in Birma, der sich nach der Textverfassung ereigente.)
Die nun folgenden Vortragenden wollen die vorliegenden Sachinformationen bündeln und ergänzen und den zahlreichen Bürgerinitiativen gegen MVA Argumentationshilfen geben, die notfalls auch vor Gericht nützlich sind.
 
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Introduction
 
 
"Germany is Waste Champion" was the headline of a report in the German newspaper Süddeutsche Zeitung in autum 2007:
"The waste buisiness is prospering - more than 80 new waste incineration plants (WIPs) are to appear in Germany. However, as the country itself does not produce enough waste for them, the operators have to import it" (39).
North Rhine- Westphalia (NRW) alone imported approximately 2,5 million tons of waste product in the year 2005. A quarter of this consisted of hazardous waste which falls under compulsory incineration regulations, i.e., industrial slag and sludge, contaminated filter dust, bitumen mixtures and other chemicals (65).
The NRW branch of BUND ( www.bund-nrw.de ) / "Friends of the Earth Germany" and further associations, including ouer own, battled throughout the entire year 2007 with letters of protest an 11 000 signatures against the initiallly authorized, but later revoked import of 22.000 tons of highly toxic hexachlorbenzene (HCB) ( http://en.wikipedia.org/wiki/Hexachlorbenzene ) from Australia, intended for incineration in NRW ( www.bund-nrw.de/pm022007_giftmull.htm ). Even the German Environment Minister Mr. Gabriel appeared pleased and proud about Germany being the world champions in incineration techniques, saying on television that Australia should make use of this to protect its population and should feel free to "dispose of" its waste problems here until Australia too has reached our high WIP standards.
http://en.wikipedia.org/wiki/Incineration
These and other reports are serious evidence that the foundations currently are being laid  for a giant global Business - after 20 years of toing and froing.
Germany, with his worldwide reputation for cleanliness and orderliness, its reliable plant construction, ennobled for its "made in Germany", and its recognized high standards of Hygiene, serves as showcase for this business. The aim of this bussiness is to cover the entire globe with WIPs based on the german model. The World Bank is being pressed to finance this bussiness in poorer countries through loans on favorable terms.
Advocates of waste incineration cite the waste disposal problems in the urban centers, the growing megacities, whose "mountains of rubbish" are badly in need of volume reduction, hygienization and so- calles "inertization" by WIPs, seemingly without any alternatives. The drastic example of the rubbish problem in Naples is not only meant to warn the Italiens, but also to show our WIP- critics exactly what can go wrong without WIPs. The scarcity of mineral oil as well as oil´s climbing prices in summer 2008 ( http://wikipedia.org/wiki/Peak_Oil , www.peakoil.org ) additionally are cited to support the argument that thermal waste treatmant, energy recovery from waste, is of high urgency.
Three so- calles global players are getting ready to go into high gear. At DSD (Duales System Deutschand) in Cologne, internationally expirienced managers are processing the experience gatherered in the area of waste disposal by medium- sized enterprises over the last 20 Years: with technical variations, with logistics, with expert networks, with political support for changing laws and regulations, and so forth. KKR, a consortium of global investors in New York, raises the groundwork done by DSD to a European and global level. The E.ON subsidiary BKB in Hannover ( http://en.wikipedia.org/wiki/E.ON ), the market leader among the WIP operators in Germany and now known as E.ON Energy from Waste ( www.eon-energyfromwaste.com ), is to take over the technical and marketing sides of the global business.
Only one lobby is missing: our critical citizens, our critical environmental  associations and organisations. Their opinion is rather that waste incineration should be avoided, should not even be thought about, let alone put into practice. In collaborations with other organisations and associations we demande a resolute renunciation of waste incineration and the promotion of signyficantly better alternatives in material recycling ( http://en.wikipedia.org/wiki/Recycling ):in particular, deep freeze (cryogenic) recycling of plastics ( http://en.wikipedia.org/wiki/Plastic ) in combination with the three- phase biologcal- mechanical treatment (BMT) of toxically polluted biowaste, so- called residual waste (http://en.wikipedia.org/wiki/Residual_Waste ). Together with the already existing recycling streams - metal-, paper- and glass- recycling, composting - if plastics were no longer uncharted territory, a closed- loop economy (total recycling) would result.
Only this closed-loop economy is able to guide us humans towards a good unpolluted future. The first signs of chronic poisoning of the environment and human beings are already evident: in the form of declining harvests and a resulting food scarcity, a constant increase in illnesses caused by allergies and pollution, and an increase in toxics- induced dysfunctions and behavior disorders which have not yet developed into classic clinical syndroms, but burden our social system, and finally changes in our climate along with devastating regional weather turbulence.
The elaboration intends to concentrate and supplement the facts that we have to give the numerous civic action groups fighting further WIPs arguments which also can be use at court if necessary.
 
( 39 ) Kotynek, M.: Deutschland wird Müllmeister. Süddeutsche Zeitung/ Wissen 19Sep.2007 www.sueddeutsche.de
( 65 ) Sondermüllschlucker NRW? Zahlen zum Import von Müll nach NRW, 17 Jan.2007, www.wdr.de 
 
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