14.) Kryo - Recycling

 
Kryo- Recycling
 
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Bei den tiefen Temperaturen des Kryo- Recycling- Verfahrens (bis -160°C) werden größtenteils die thermoplastischen Kunststoffe (mehr als 90% der angewendeten Kunststoffe) und Elastomere (Gummiprodukte) spröde gemacht. Dadurch werden sie leicht zu Feinpulver zermahlbar. Die Pulverisierung ermöglicht die Feinsortierung. Insbesondere lassen sich bei Feinpulverisierung die Kunststoffkörner aus der intakten Grundmasse, dem inneren der Kunststoffprodukte, von den Körnern aus der veränderten Oberflächenschicht separieren. Die Körner aus der intakten Grundmasse bilden echte Re- Cyclate. Die veränderten Körner aus der Oberflächenschicht bilden Material für Downcycling.
     Das Kryo- Recycling- Verfahren ist schon sehr weit vorbereitet ( 1 ) ( 2 ) ( 3 ) ( 4 ). Es wurde nicht nur im Labormaßstab erprobt, sondern auch mit Fach- Ingenieuren der Kältetechnik, mechanischen Verfahrenstechnik und Sortiertechnik und Wirtschaftsingenieuren geprüft, für gut befunden, mitgestaltet. Auch die Mannesmann Anlagenbau AG hat über 2 Jahre daran mitgearbeitet, bis die Zusammenarbeit anlässlich der Übernahme des Konzerns durch Vodafone abrupt beendet wurde.

3 innovative Verfahrensschritte senken die bisherigen Betriebkosten für

Tiefstkältetechnik,
Zerkleinerungstechnik und
Sortierung

wesentlich, so dass sowohl die preisliche Marktgängigkeit wie auch die qualitative Marktgängigkeit der Kunststoffrecyclate wirtschaftlioch geprüft, eigentlich gesichert vorhergesagt werden kann.
 
 
(1) Albrecht, M.: Grundlegende Berechnung einer Kältekaskade zur Tiefsttemperatur- Aufbereitung von kunststoffhaltigen Rückständen, Dipl.Arb., Fh Düsseldorf
(2) Hinrichs, H-F.; H. Schütz, S. Harig: Durchführung einer Vorstudie über das Tieftemperaturverfahren zur Verwertung von Altreifen, KTB, Oberhausen und EKKU, Marl (1994)
(3) Rosin, H.: Chancen, die aus der Kälte kommen, Vortrag: VDI, VDE zu Göttingen, Göttingen (19.02.1998)
(4) Rosin, H.: Der Schlüssel zur globalen Kreislaufwirtschaft, Vortag: GDDCh, VDI, VDE und Göttinger Kolloquium für Fragen in Wissenschaft, Technik und Ethik, Göttingen (30.11.2000)