Steckbrief Thüringen - eine Zusammenfassung
Thüringen findest du ziemlich in der Mitte von Deutschland. Thüringen ist seit 1993 ein Freistaat genauso wie Bayern. Es ist etwa 16.0000 Quadratkilometer groß und es leben dort etwa 2,1 Millionen Menschen. Das heißt, auf einen Quadratkilometer kommen 132 Einwohner. In Thüringen leben etwa halb so viele Menschen wie in Berlin, also circa 2 Millionen.
Thüringen bezeichnet übrigens eine Landschaft, gleichzeitig aber auch ein Verwaltungsgebiet. Das Bundesland zählt zu den schwächer besiedelten Gebieten der Bundesrepublik und die Einwohnerzahlen gehen eher zurück. Somit ist Thüringen das zwölftgrößte Bundesland nach der Zahl der Einwohner und das elftgrößte nach der Fläche und zählt somit zu den kleineren Bundesländern. Gegründet wurde es als Bundesland neu im Oktober 1990. Vorher gehörte Thüringen zur DDR.
Die Hauptstadt von Thüringen heißt Erfurt. Hier findest du viele Behörden und unter anderen auch das Bundesarbeitsgericht. Dazu kommt eine Universität, die 1999 ihren Betrieb wieder aufgenommen hat. Erfurt wurde im Zweiten Weltkrieg wenig zerstört, so dass es hier noch viele mittelalterliche Bauten gibt. Berühmt ist die Krämerbrücke. Auch findest du viele Häuser aus der Zeit der Renaissance. Weitere bekannte Städte sind Jena, Weimar und Gera.
Im Norden Thüringens liegen der Harz und im Süden die Rhön. Ein beliebtes Wandergebiet ist der Thüringer Wald. Es gibt auch flache Landschaften, in diesen Regionen wohnen auch die meisten Leute. So findest du die Hauptstadt Erfurt inmitten des so genannten Thüringer Beckens. Dieses Becken ist sehr fruchtbar. Das Thüringer Becken durchziehen auch mehrere Flüsse wie z.B. die Unstrut. Weil es in Thüringen so viele Wälder und Wiesen gibt, sprechen wir auch oft vom „Grünen Herzen“ Deutschlands.
Thüringen zählt zum Bereich der Deutschen Mittelgebirgsschwelle. Der Waldanteil Thüringens liegt bei 28%, somit zählt Thüringen zu den waldreichen Bundesländern. In Thüringen liegt auch die Wartburg. Dort hat der berühmte Martin Luther eine Zeit lang gewohnt.
In Thüringen gibt es auch Industrie, bekannt ist Thüringen für die Jenoptik. Auch der Maschinenbau und die Mikroelektronik haben dort Tradition.
Ein rot-weiß gestreifter Löwe ziert das Wappen in der Mitte und der trägt eine goldene Krone auf dem Kopf. Der Hintergrund ist blau und den Löwen umgeben acht weiße Sterne. Der Löwe war in früheren Zeiten das Wappentier des Landgrafen von Thüringen, das Wappen der Ludowinger. Das Wappen Thüringens erinnert ein bisschen an das Wappen von Hessen, unterscheidet sich aber auch, denn das Thüringer Wappen enthält im Gegensatz zum hessischenWappen keine Volkskrone.
In Thüringen sind ein Nationalpark, mehrere Biosphärenreservate und Naturparks zu finden. Dazu kommen noch einige Naturschutzgebiete.
Wenn jemand mal vom grünen Herzen Deutschlands spricht, kannst du davon ausgehen, dass es sich hierbei um das Bundesland Thüringen handelt. Mit den Naturparks Kyffhäuser und Südharz, Thüringer Wald, Thüringer Schiefergebirge/Obere Saale, Eichsfeld-Hainich-Werratal, den Biosphärenreservaten Thüringer Wald und Rhön sowie dem Nationalpark Hainich hat das Bundesland Thüringen acht Nationale Naturlandschaften zu bieten. Dabei handelt es sich um ein Drittel der gesamten Landesfläche. Das ist eine ganze Menge. Thüringen gehört mit einem Waldanteil von 28 % zu den waldreichen Bundesländern. Das Bundesland Thüringen zählt zur Deutschen Mittelgebirgsschwelle.
Landschaften Thüringens - ein kurzer Überblick:
Ganz im Norden von Thüringen liegt der Harz. Das siehst du gut auf der großen Karte bzw. auf der Karte von Thüringen, die du per Klick vergrößern kannst. Der Harz ist das nördlichste Gebirge Deutschlands und liegt in großen Teilen allerdings in Niedersachsen und in Sachsen-Anhalt. Ein kleineren Teil vom Harz findest du aber auch in Thüringen.
Im Süden und Südwesten liegt der Thüringer Wald, an den das Thüringische-Fränkische Schiefergebirge angrenzt. Hierbei handelt es sich um ein waldreiches Mittelgebirge. Dort ist der höchste Berg Thüringens verortet. Und du findest auch einen berühmten Wanderweg, der Rennsteig heißt. Das anschließende Thüringisch-Fränkische Schiefergebirge zieht sich bis nach Bayern.
Die Mitte Thüringens, diese kannst du ebenso auf der Karte erkennen, ist eher flach. Wir sprechen dann vom Thüringer Becken. Hier liegt auch die Hauptstadt von Thüringen, nämlich Erfurt. Diese Region ist sehr fruchtbar. Dieses Becken wird von kleinen Höhenzügen umringt, die es gleichzeitig schützen.
Beim Eichsfeld handelt sich um eine teilweise bewaldete Hügellandschaft, die zwischen Harz und Werra zu finden und die in Hessen und in Niedersachsen verortet ist und im Nordwesten liegt.
Der höchste Berg in Thüringen heißt Beerberg. Der Beerberg ist 982 Meter hoch. Die zweithöchste Erhebung ist gar nicht weit davon zu finden, das ist der Schneekopf, der immerhin eine Höhe von 978 Metern erreicht. 944 Meter hoch ist der Große Finsterberg, der an dritter Stelle der höchsten Berge Thüringens liegt. Darauf folgen der Wildekopf mit 943 Metern und der Große Inselsberg mit 916 Metern. Zwischen Suhl und dem Ilm-Kreis liegt der Große Eisenberg, der immerhin 907 Meter hoch ist. Mehr als 900 Meter erreichen der Schützenberg und der Gefreiberg. Alle weiteren Berge erreichen keine 900 Meter. Auf der Karte kannst du nachschauen, wo diese Berge genau liegen und welche Höhe sie erreichen.
Das Klima in Thüringen ist sehr unterschiedlich. Vor allem die Thüringer Mittelgebirge haben hierauf Einfluss: Thüringer Wald, Schiefergebirge, Rhön und Harz. So ist es in den Mittelgebirgen eher kühl und feucht. Im Thüringer Becken, das in der Mitte liegt, bleibt es eher warm und trocken. Die Höhenunterschiede haben also Einfluss auf das Klima. Die Niederschläge Thüringens liegen zwischen 1000/1200mm und 500mm im Jahr. Sie verteilen sich allerdings sehr unterschiedlich. So wird der Thüringer Wald manchmal auch als "Regenfänger" benannt.
Was bedeutet das konkret? Die atlantischen Luftmassen, die oftmals feucht sind, steigen auf, sobald sie auf ein Hindernis wie einen Berg treffen. In der Folge regnen die aufgestiegenen Wolken ab. So ist die Menge des Niederschlags im Thüringer Wald doppelt so hoch wie der Niederschlag im Thüringer Becken. Der Thüringer Wald weist im Ergebnis ein raues und niederschlagsreiches (bis 1300 mm im Jahr) Klima auf. Auch die Temperaturen sind im Thüringer Wald niedriger als im Thüringer Becken. So liegen die Temperaturen in der Höhe der Mittelgebirge niedriger als im Flachland.
Zusammengefasst kann man allerdings sagen, dass Thüringen mit zu den kältesten Gegenden in Deutschland zählt. Insgesamt entspricht es allerdings den durchschnittlichen Wetterverhältnissen in Deutschland. So ist es oft kalt und nass, aber im Sommer kann es auch schön werden, manchmal sogar heißt. Wer nach Thüringen reisen möchte, sollte das in der Zeit von Mai bis September machen. Wintersportbedingungen sind meist von Dezember bis Februar gut.
In Thüringen gibt es verschiedene Klimazonen.
Der Thüringer Wald mit seinen hohen Bergen stellt eine so genannte "Wetterscheide" dar.