Steckbrief Mecklenburg-Vorpommern - eine Zusammenfassung
Mecklenburg-Vorpommern ist eines der 16 Bundesländer der Bundesrepublik Deutschland. Es liegt ganz im Nordosten von Deutschland an der Ostsee. Im Westen grenzen Schleswig-Holstein und Niedersachsen an Mecklenburg-Vorpommern, im Süden ist es Brandenburg. Im Osten grenzt es an Polen. Die Landeshauptstadt ist Schwerin.
Mecklenburg-Vorpommern gehörte wie die anderen fünf Bundesländer im Osten Deutschlands seit 1945 zur DDR und erst seit der Wiedervereinigung 1990 zur Bundesrepublik.
MV ist das am dünnsten besiedelte Bundesland. Hier gibt es viel Natur. Das Bundesland liegt in der Norddeutschen Tiefebene und ist darum überwiegend flach. Es gibt allerdings auch hügelige Landschaften. Vor allem an Nähe zu Wasser mangelt es nicht. Neben der fast 2000 km langen Küste gibt es auch noch mehr als 2000 Seen in Mecklenburg-Vorpommern.
Mecklenburg-Vorpommern wurde 1945 aus dem Land Mecklenburg und dem bei Deutschland verbliebenen Teil Vorpommerns (der andere Teil ging an Polen) gegründet. In der DDR wurde das Land in drei Bezirke aufgeteilt, 1990 dann neu gegründet mit leicht veränderten Grenzen.
Das Land Mecklenburg ging wiederum aus den beiden Landesteilen Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz hervor. Die beiden Stierköpfe im heutigen Landeswappen stehen für diese beiden Mecklenburger Teilstaaten. Der rote Greif rechts oben steht für Vorpommern. Der rote Adler links unten steht symbolisiert den Brandenburgischen Adler. Denn auch Teile der Uckermark kamen zu Mecklenburg-Vorpommern und die gehörten einmal zu Brandenburg.
Mecklenburg und Vorpommern waren bis 1945 zwei Regionen ohne gemeinsame Geschichte. Nach dem Zweiten Weltkrieg, im Juli 1945, wurde der Doppelname erstmals gebraucht, als die sowjetische Besatzungsmacht die Vereinigung befahl. Mecklenburg bestand dabei aus den Landesteilen Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz. Die ehemalige preußische Provinz Pommern wurde zwischen Deutschland und Polen aufgeteilt. Vorpommern nannte man das Gebiet, das westlich der Oder-Neiße-Linie lag. Der bei Polen verbliebende Teil Pommerns wird als Hinterpommern bezeichnet.
1947 wurde der Name zu Mecklenburg verkürzt und 1952 mit einer Verwaltungsreform in der DDR ganz abgeschafft. An die Stelle traten drei Bezirke mit den Namen Rostock, Schwerin und Neubrandenburg. Erst 1990 wurde das Land Mecklenburg-Vorpommern neu gegründet, allerdings mit neuem Gebietszuschnitt.
Die Karte von Mecklenburg-Vorpommern zeigt die heutigen Landkreise, wie sie 2011 geschaffen wurden. Die rote gestrichelte Linie zeigt den Verlauf der ehemaligen Grenze zwischen dem früheren Staat Mecklenburg und der preußischen Provinz Pommern.
Mit der Wiedervereinigung wurde Meck-Pomm oder MV, wie es gerne abgekürzt wird, zu einem Bundesland der Bundesrepublik Deutschland. Mecklenburg nimmt etwa zwei Drittel der Landesfläche ein, Vorpommern ein Drittel.
Die Ostseeküste und ihre Landschaft nehmen den gesamten Norden des Bundeslandes ein. Die Küste hat insgesamt eine Länge von rund 1900 Kilometern. Das kommt, weil es sehr viele Einbuchtungen gibt, die die Küstenlinie verlängern. Misst man nur die Außenküste, ergeben sich nur rund 350 Kilometer.
Typisch für die Küste Mecklenburg-Vorpommerns sind die vielen Bodden und Haffs. Wenn eine lange Insel oder Halbinsel ein Gewässer vom Meer fast vollständig abtrennt, nennt man das einen Bodden. Zu einer äußeren Küstenlinie kommt dann noch eine innere. Bodden sind Lagunen der Ostsee und typischerweise flache Gewässer. Weil sie vom offenen Meer fast abgeschlossen sind und außerdem Flüsse in sie münden, ist der Salzgehalt viel niederiger als in der Ostsee.
Ebenfalls zu den inneren Küstengewässern zählen die Haffs. Auch sie sind vom Meer abgetrennte Bereiche. Bei Haffs geschieht das häufig durch eine schmale Sandbank, eine Nehrung. Kleine Buchten, die sich entweder innerhalb eines Boddens oder auch an der Außenküste befinden können, werden oft als Wiek bezeichnet.
Typisch für die Küste ist hier auch, dass es kurze Abschnitte von Steilküste gibt, die sich mit flachen Stränden abwechseln. An der vorpommerschen Küste gibt es mehr Bodden als an der mecklenburgischen. Dort liegt auch der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Zu den Steilküsten kommen noch Kreidefelsen, wie man sie vor allem von Rügen kennt.
Der mecklenburgische Teil der Ostseeküste liegt an der großen Mecklenburger Bucht. Im mecklenburg-vorpommerschen Teil untergliedert sie sich noch einmal in die kleine Boltenhagenbucht und die etwas größere Wismarer Bucht. Auf den Karten kannst du das gut erkennen. Vorpommern hingegen liegt am westlichen Teil der Pommerschen Bucht, der östliche Teil gehört zu Polen.
Die Mecklenburger und die Pommersche Bucht grenzen an Mecklenburg-Vorpommern.[ © Ulamm / CC BY-SA 3.0 ]
Diese Karte zeigt die Mecklenburger Bucht mit ihren kleineren Buchten und die Orte an der Küste.
[ © Landesamt für innere Verwaltung Mecklenburg-Vorpommern, Amt für Geoinformation, Vermessungs- und Katasterwese / CC BY-SA 3.0 de ]
In der Mecklenburger Bucht liegen die Boltenhagenbucht und die Wismarer Bucht. [ © NordNordWest / CC BY-SA 3.0 ]
In der Ostsee liegen vor der mecklenburgisch-vorpommerschen Küste 794 Inseln! Von Westen nach Osten gesehen sind die größten dieser Inseln Poel, Hiddensee, Ummanz, Rügen und Usedom. Usedom liegt zur Hälfte schon auf polnischem Gebiet. Rügen und Usedom sind zugleich die größten deutschen Inseln.
Rügen ist mit 926 Quadratkilometern die größte deutsche Insel. Rügen selbst ist wie die gesamte Küste stark zerklüftet und besitzt zahlreiche Buchten, Bodden, Nehrungen und Halbinseln. Über den Rügendamm ist die Insel mit dem Festland und der Stadt Stralsund verbunden. Rügen ist ein beliebtes Urlaubsziel und nach Sylt die beliebteste deutsche Urlaubsinsel.
Usedom ist die zweitgrößte deutsche Insel. Durch Usedom verläuft die deutsch-polnische Grenze. Das Stettiner Haff und der Peenestrom trennt sie vom Festland. Der Meeresarm Swine trennt sie von der polnischen Nachbarinsel Wolin. Auch Usedom ist als Urlaubsinsel sehr beliebt. Sie punktet mit vielen Sonnenstunden im Jahr und feinem Sandstrand. Auch Usedom ist über eine Brücke mit dem Festland verbunden.
Poel besitzt ebenfalls einen Damm zum Festland. Sie ist mit 36 Quadratkilometern die drittgrößte Insel von Mecklenburg-Vorpommern und die siebtgrößte Insel Deutschlands. Poel liegt in der Wismarer Bucht.
Die Hauptattraktion von Schwerin ist natürlich das wunderschöne Märchenschloss. Das Schweriner Schloss lässt sich besichtigen und auch Führungen werden angeboten, auch für Familien. Es war früher die Residenz der mecklenburgischen Herzöge. In seiner jetzigen Form wurde es Mitte des 19. Jahrhunderts erbaut, und zwar im Stil der Neorenaissance. Man wandte sich also zurück zu einem viel älteren Stil. Eine erste Burg gab es hier aber schon im 10. Jahrhundert. Sie wurde immer wieder umgebaut. Im Schloss soll übrigens ein Geist namens Petermännchen spuken. Rund um das Schloss liegt der Burggarten, zu dem eine Orangerie und Terrassengärten gehören.
Rostock ist die größte Stadt in Mecklenburg-Vorpommern. Landeshauptstadt wurde sie 1990 aber nicht, das wurde Schwerin. In Rostock leben 209.191 Menschen (Stand 2019). Damit ist Rostock eine Großstadt, und zwar die einzige des Bundeslandes. Seit 1990 führt Rostock offiziell wieder den Titel Hansestadt und erhielt ein H dafür im Autokennzeichen (HRO für Hansestadt Rostock). Rostock liegt im Norden von Mecklenburg-Vorpommern nah der Ostsee zu beiden Seiten der Warnow. Die mündet nach 16 Kilometern im Stadtgebiet bei Warnemünde, einem Stadtteil von Rostock, in die Ostsee. Die Innenstadt liegt am westlichen Ufer.
Der gerollte Fisch, den wir unter dem Namen Rollmops kennen, kommt aus dieser Region. Ein Rollmops ist ein zusammengerollter Hering, in dessen Mitte ein Stück Gurke gewickelt ist. Der Hering mit der Gurke wird dann in Essig und Salz eingelegt und gilt bei vielen Fischliebhabern als Delikatesse.
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