Steckbrief Brandenburg - Zusammenfassung
Brandenburg findest du im Osten von Deutschland und es ist Teil des Norddeutschen Tieflandes. Brandenburg wurde nach der Stadt Brandenburg benannt, die im gleichnamigen Bundesland Brandenburg liegt.
Die Fläche des Landes beträgt 29.654,16 Quadratkilometer, es ist also 30mal so groß wie Berlin. Brandenburg ist nach Bayern flächenmäßig sogar das zweitgrößte Bundesland. Aber hier leben viel weniger Menschen, so 2,5 Millionen (Stand 31. Dezember 2019). Das sind 85 Einwohner pro Quadratkilometer. Zum Vergleich: in Berlin leben 4115 Menschen pro Quadratkilometer. Das ist eine ganze Menge mehr. Nach Mecklenburg-Vorpommern hat Brandenburg so die zweitniedrigste Bevölkerungsdichte in Deutschland. Im Süden Brandenburgs leben die Sorben.
Das Wappentier des Landes Brandenburg ist der Brandenburgische Adler, nicht zu übersehen auf dem Wappen. Er schwebt frei in der Luft und schaut nach rechts, während er seine Flügel ausbreitet. Auffallend ist die rote Farbe. Der Adler steht – wie auf vielen weiteren Wappen auch – für Mut und Kraft. Otto I hat das Wappen wohl schon im Jahre 1170 als erster verwendet. Auch später wurde das Wappen beibehalten. Nach dem 2. Weltkrieg änderte man das Wappen komplett. Nach 1990 führte man wieder ein neues Wappen ein, das abgewandelt in Anlehnung an das ganz alte, gestaltet wurde.
Wappen betrachtet man immer aus dem Blickwinkel der Person, die das Wappen (oder Schild mit Wappen) trägt. Deshalb blickt der Adler auch rechts und nicht - wenn man ihn von vorne betrachten würde - nach links. Das ist wichtig, wenn du mal ein Wappen beschreiben möchtest.
Die Hauptstadt Brandenburgs ist nicht Brandenburg, sondern Potsdam. Hier leben etwa 180 000 Leute. Brandenburg umschließt Berlin komplett, oft spricht man auch von der Metropolregion Berlin/Brandenburg. In der Nachbarschaft grenzen Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Niedersachsen daran. Polen ist das einzige Nachbarland. Brandenburg hat eine Fläche von 29.654 km² und ist immerhin das fünftgrößte Bundesland in Deutschland, zumindest von der Fläche her. Von Norden nach Süden müsstest du etwa 244 Kilometer fahren und von Osten nach Westen oder umgekehrt 234 Kilometer. Von den insgesamt fünf neuen Bundesländern ist es somit auch gleich mal flächenmäßig das größte.
Berühmt ist Brandenburg für die vielen preußischen Schlösser. Bekannt sind hier das Schloss Rheinsberg, aber auch die Schlösser in Potsdam. Gleichzeitig bekannt ist Brandenburg für seine schönen Landschaften mit vielen Seen und Wäldern und zahlreichen Naturreservaten. Übrigens ist Brandenburg das Bundesland mit den meisten Gewässern. Du kannst dort Boot fahren, angeln und baden.
Spreewald: Südöstlich von Berlin liegt der Spreewald, bei dem es sich um eine einzigartige Wasserlandschaft handelt. Nahe des Spreewaldes befindet sich die Stadt Cottbus. Als heimliche Hauptstadt wird die Stadt Lübbenau bezeichnet, die ein bisschen an Venedig erinnern soll. Der berühmte Dichter Fontane hat auf seinen Wanderungen durch die Mark Brandenburg den Ort beschrieben.
Seenland Oder-Spree: Diese Landschaft liegt östlich von Berlin und heißt nicht ohne Grund so, sind hier doch 2300 größere und kleinere Seen zu finden.
Industrie
Besonders starke Wirtschaftszweige sind in Brandenburg die Branchen Metallerzeugung und Metallverarbeitung, Kunststoffe und Chemie, Ernährungswirtschaft, Optik und Photonik und Verkehr/Mobilität/Logistik.
Der Autohersteller Tesla baut ein großes Werk, in dem PKWs mit Elektroantrieb gebaut werden sollen. Dieses Werk ist nicht unumstritten. So werden auf der einen Seite Arbeitsplätze geschaffen, auf der anderen Seite Naturschützer auf den Plan gerufen. Ein Problem besteht in dem hohen Wasserbedarf des Werkes.
Energie
Brandenburg ist ein wichtiger Standort für Windenergie. 2016 waren schon mehr als 3500 Windkraftanlagen installiert und die Windparks deckten mehr als die Hälfte des Energiebedarfs des Bundeslandes. Dazu kommen Anlagen zur Solarstromproduktion. Auch Biodiesel wird in Brandenburg produziert. Das Land setzt sehr stark auf den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien. Allerdings gibt es auch noch eines der größten Braunkohlekraftwerke Deutschlands in Brandenburg, das ist das Kraftwerk Jänschwalde. Es ist das drittgrößte Kraftwerk in Deutschland. Mit einem CO2-Ausstoß von 22,8 Mio. Tonnen verursachte das Kraftwerk im Jahr 2018 die vierthöchsten Treibhausgasemissionen aller europäischen Kraftwerke.
Gebiete, die in Brandenburg geschützt werden
In Brandenburg gibt es viele Gebiete, die geschützt werden. Die Naturschutzgebiete umfassen etwa 8% der Landesfläche. Landschaftsschutzgebiete sind 33,9 %, dazu kommen 15 so genannte Großschutzgebiete.
Dazu zählen schon einmal drei so genannte Biosphärenreservate der UNESCO, die da wären:
das Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg (533 km²)
das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin (1291 km²)
das Biosphärenreservat Spreewald (474 km²).
Dazu kommen noch einmal elf Naturparks und ein Nationalpark, das ist der Nationalpark Unteres Odertal.
Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin
Biosphärenreservat Flusslandschaft
Elbe-brandenburg
Biosphärenreservat Spreewald
Biosphärenreservat Spreewald
Etwa 100 Kilometer südlich von Berlin findest du das Biosphärenreservat Spreewald mit einer Größe von 475 km². Das Biosphärenreservat Spreewald erstreckt sich entlang des Mittellaufs der Spree. Hier steht ein über 1500 Kilometer langes Netz von Wasserläufen der Spree mit ihren Wiesen, Äckern und Wäldern unter Schutz. Die typischen Flussarme sind schon während der letzten Eiszeit entstanden. Hier leben etwa 5000 Tier- und Pflanzenarten, auch viele schützenswerte wie die Rotbauchunke, der Seeadler oder auch der Fischotter. 1991 wurde die Region als Biosphärenreservat von der UNESCO offiziell anerkannt. 70 % der Acker und Wiesen werden nach den Bio-Richtlinien bewirtschaftet und es werden auf diese Art und Weise auch Milch und Fleisch produziert. Viele touristische Unternehmungen sind im Spreewald möglich.
Video über den Spreewald - Naturparadies nahe Berlin - DW Deutschland
Besondere Tiere
Wusstest du, dass der Ammen-Dornfinger die einzige heimische Spinnenart ist, die die Haut des Menschen mit ihren Kiefern durchzubeißen vermag? Das kann ähnlich weh tun wie der Stich einer Wespe. Allerdings sind diese Spinnen sehr selten zu finden, denn sie sind sehr scheu und müssen sich schon in die Enge gedrängt fühlen, um zu zwicken.
Ähnliches gilt für die Blaue Holzbiene, die übrigens unsere größte heimische Bienenart ist und eine Körperlänge von bis zu 28 Millimetern erreicht. Sie erinnert ein bisschen an eine Hummel, handelt es sich aber um eine Biene. Auch sie war ursprünglich in Süd- und Mitteleuropa heimisch. Aber jetzt wird sie auch immer häufiger in Brandenburg gesichtet. Für diese Tierart ist Totholz sehr wichtig. Deshalb ist es durchaus sinnvoll, totes Holz nicht zu beseitigen, sondern dieses ist ein ökologisch wichtiger Lebensraum für Tiere und Pflanzen.
Ein berühmter Schriftsteller - Theodor Fontane - hat viele seiner Werke über Brandenburg geschrieben. Er wurde hier 1819 geboren. Auch das Gedicht von Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland spielt in Brandenburg.