Berlin ist eines der 16 Bundesländer der Bundesrepublik Deutschland. Es ist mit Hamburg und Bremen einer der drei Stadtstaaten. Berlin liegt innerhalb von Brandenburg. Berlin ist aber nicht nur ein Bundesland, sondern auch die Hauptstadt der gesamten Bundesrepublik Deutschland.
Von der Fläche her ist Berlin das drittkleinste Bundesland – allerdings das größte unter den drei Stadtstaaten. Nach Einwohnern steht es aber an 8. Stelle. Berlin hat mehr Einwohner als zum Beispiel Schleswig-Holstein oder Sachsen-Anhalt. Berlin ist mit 3,7 Millionen Einwohnern sogar die größte Stadt Deutschlands.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Berlin geteilt, sodass West-Berlin mitten in der damaligen DDR lag. In dieser Zeit war Bonn die Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland. Seit 1990 ist Berlin wieder Hauptstadt.
Durch Berlin fließen die Spree und die Havel. Das bedeutendste Wahrzeichen von Berlin ist wohl das Brandenburger Tor. Das Reichstagsgebäude, der Fernsehturm am Alexanderplatz, der Wannsee, der Tiergarten und der Zoo sind weit über die Grenzen Berlins hinaus bekannt.
Berlin ist nicht nur die größte Stadt Deutschlands, sondern auch Hauptstadt der Bundesrepublik und zugleich eines ihrer Bundesländer sowie ein Stadtstaat. Wie lässt sich das erklären?
Stadtstaat Berlin
Also: Die Bundesrepublik besteht aus 16 Bundesländern. Davon sind 13 Flächenstaaten – die sich über eine größere Fläche erstrecken – und drei Stadtstaaten, die sich eben nur über eine Stadt erstrecken und somit keine eigene Hauptstadt haben. Diese Stadtstaaten sind Berlin, Hamburg und Bremen. Somit ist Berlin also ein Bundesland und zugleich ein Stadtstaat.
Unter den drei Stadtstaaten hat Berlin die größte Fläche und die meisten Einwohner. Im Vergleich mit allen Bundesländern steht Berlin bei der Größe an Platz 14, nach Einwohnern aber auf Platz 8 hinter Sachsen. In Berlin leben mehr Menschen als in Schleswig-Holstein, Brandenburg, Sachsen-Anhalt oder Thüringen.
Da Berlin die Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland ist, sitzen hier aber auch die Regierung und das Parlament sowie die Bundesministerien. Das Parlament – der Deutsche Bundestag – trifft sich im Reichstagsgebäude. Die Kanzlerin oder der Kanzler geht vom Bundeskanzleramt aus den Regierungsgeschäften nach. Im Schloss Bellevue hat der Bundespräsident seinen Amtssitz. Viele dieser Gebäude liegen im Regierungsviertel in Berlin Mitte.
Berlin hat als Hauptstadt eine lange Tradition. So war Berlin schon Hauptstadt des Königreichs Preußen und ab 1871 die des Deutschen Reiches. Darum heißt das Gebäude, in dem heute der Bundestag tagt, auch immer noch Reichstagsgebäude. In der Zeit der deutschen Teilung war allerdings Bonn die Hauptstadt der Bundesrepublik, wenngleich man sie als "vorläufige" Hauptstadt ansah. In der DDR war Ost-Berlin die Hauptstadt.
Am 3. Oktober 1990 wurde Berlin dann wieder die Hauptstadt des wiedervereinigten Deutschland. 1999 wurde Berlin auch wieder Sitz von Parlament (Bundestag) und Bundesregierung. Berlin ist auch Sitz des Bundespräsidenten, des Bundesrats und der Bundesministerien
Das Wappen von Berlin zeigt einen schwarzen, aufrecht gehenden Bären. Er steht auf weißem (silbernen) Grund und hat rote Krallen und eine rote Zunge. Das ist der Berliner Bär. Er ist schon lange ein Symbol für Berlin. Warum der Bär zu Berlins Symbol weiß man nicht genau. Einige vermuten, dass Albrecht der Bär, der Gründer der Mark Brandenburg, als Vorbild diente. Andere können sich vorstellen, dass man einfach den Namen Berlin nahm, also quasi „Bärlin“.
Berlin hat sogar einen "amtierenden Berliner Stadtbär". Dieser lebt im Bärenzwinger im Källnischen Park.
Berlin liegt im Nordosten der Bundesrepublik. Die Stadt ist umschlossen vom Bundesland Brandenburg. Berlin ist 892 Quadratkilometer groß. Hier leben 3,7 Millionen Menschen. Damit ist Berlin die größte Stadt Deutschlands. Mit 4115 Einwohnern pro Quadratkilometer ist Berlin auch das Bundesland mit der größten Bevölkerungsdichte. Durchquert man Berlin von Westen nach Osten braucht man 45 Kilometer, von Norden nach Süden sind es 38 Kilometer.
Berlin liegt im Nordosten der Bundesrepublik und somit in der Großlandschaft des Norddeutschen Tieflands. Es ist also recht flach in Berlin.
Mitten durch Berlin – von Südosten Richtung Nordwesten – verläuft das Berliner Urstromtal. In diesem Tal fließt die Spree.
Eine Besonderheit ist der Berliner Siedlungsstern. Berlin wächst nämlich nicht gleichmäßig in das brandenburgische Umland hinein, sondern sternförmig. Das ist kein Zufall, sondern geplant, um Freiräume zu belassen. Neue Wohngebiete dürfen nur entlang der Schienen von S- und Regionalbahn entstehen. Potsdam, Oranienburg oder Königs Wusterhausen sind Orte, die in dem Siedlungsstern liegen.
17,5 Prozent des Berliner Stadtgebietes sind Wald und ebenso groß ist der Anteil an Grün- und Freiflächen. Berlin gilt darum auch als grüne Stadt. Insgesamt gibt es mehr als 2500 öffentliche Grün- und Parkanlagen in Berlin.
Der Große Tiergarten liegt mitten in Berlin im Ortsteil Tiergarten. Er misst 2,1 Quadratkilometer. Im Norden grenzt der Tiergarten an die Spree. Hier liegen Schloss Bellevue, das Haus der Kulturen der Welt, das Bundeskanzleramt und das Reichstagsgebäude. Am südlichen Rand liegen mehrere Botschaften und der Potsdamer Platz. Der Tiergarten hat seinen Namen au16. Jahrhundert, weil es sich um ein umzäuntes Jagdrevier der Kurfürsten von Brandenburg handelte. Man setzte Wildtiere aus, die dann für die Jagd freigegeben waren. 1752 ließ Friedrich II., der die Jagd nicht mochte, die Zäune abreißen und den Park zu einem Lustgarten umwandeln. Blumen, Plätze, Labyrinthe und Teiche wurden angelegt. Im Südwesten entstand eine Fasanerie, aus der der Zoologischen Garten wurde. Dieser wurde 1844 eröffnet.
Im Zweiten Weltkrieg wurde der Park bei Bombenangriffen stark beschädigt. Nach dem Krieg verheizten die Berliner Bäume und Sträucher und bauten auf den freien Flächen Gemüse an. Zwischen 1949 und 1959 wurde der Park dann wieder aufgebaut. Zahlreiche Bäume wurden neu gepflanzt. Ein Teil des Parks südwestlich vom Schloss Bellevue wurde zu einem Englischen Garten umgestaltet.
Berlin ist eine grüne Stadt. Rund 40 Prozent der Großstadt sind grün: Wälder und Parks, ja sogar Heide, Sandgruben und Moore gibt es. Sie sind wie die Seen und Flüsse wertvolle Lebensräume für Pflanzen und Tiere. Und das gilt übrigens auch für Kleingärten und Friedhöfe. Für viel Grün sorgen aber auch rund 440.000 Bäume, die die Straßen säumen. Vor allem Linden, aber auch Ahornbäume, Eichen, Platanen und Kastanien wachsen an den Straßen.
Welche Tiere leben in Berlin? Erstaunlich ist vor allem die hohe Anzahl an Tieren, die man eher im Wald vermuten würde. In Berlin hat man 59 Arten von Säugetieren gezählt. Sie sind nicht nur in den Wäldern von Berlin präsent, sondern können durchaus in den Straßen angetroffen werden, besonders nachts. Dazu gehören ca. 1700 Füchse, um die 5000 Wildschweine, Rotwild, mehr als 1000 Waschbären, Dachse, Eichhörnchen, Hausmaus, Wanderratte, Biber, Maulwurf, Igel, Waldspitzmaus und Marder. Sie alle fühlen sich hier wohl. Sie werden hier nicht bejagt und reichlich Nahrung ist auch vorhanden. Und während im Umland die Felder gedüngt oder sogar überdüngt werden, gibt es in Berlin mageren Boden – und der sorgt für viel mehr Vielfalt!
Die Artenvielfalt ist, anders als man in einer Großstadt erwarten würde, auch bei Vögeln groß. Mehr als zwei Drittel aller Vogelarten, die bei uns in Deutschland vorkommen, brüten in Berlin! Insgesamt wurden 307 Vogelarten in Berlin nachgewiesen.
Reptilien sind nur in sechs Arten in Berlin gesichtet worden. Dazu gehören Ringelnatter, Schlingnatter, Kreuzotter, Blindschleiche, Zaun- und Waldeidechse.
13 Arten von Amphibien leben in Berlin dazu zählen Kröten und Frösche.
Fische kommen in 40 Arten in Berlin vor. Allein 27 dieser Arten leben in der Spree. Elf der 40 Arten sind ursprünglich nicht heimisch hier.
Berlin hat mehr Brücken als Venedig! (nämlich 916 - Hamburg hat allerdings noch mehr)