Dr. Arthur Freiherr von Seckendorff-Gudent war ein bedeutender Forstmann. Er wurde am 1. Juli 1845 in Schweizerhalle (bei Basel) geboren und starb am 29. November 1886 in Wien. Als Sohn eines Sachsen-Coburg-Gothaischen Hauptmanns a. D. wurde er in dem Möller'schen Institute in Ebersdorf erzogen und unterrichtet. (Dieses Haus in der Oberen Gasse beherbergte später noch weitere bedeutende Persönlichkeiten.)Seckendorff studierte danach am Polytechnikum Dresden und an der Universität Gießen. Hier wandte er sich dem Forstwesen zu, erwarb den Dr.-Titel und ging später nach Münden und als Professor nach Zürich. Dort wurde er zum Regierungsrat ernannt und mit der Organisation des forstlichen Versuchswesens betraut. Er beschäftigte sich auch mit Pflanzenpsychologie und Klimakunde.
Er hat zahlreiche Bücher, vor allem zu forstwissenschaftlichen Themen geschrieben, u.a. „Die forstlichen Verhältnisse Frankreichs“ und „Studien über die Arbeiten der Wiederbewaldung und Berasung der Gebirge“.
Weil er eine stetige Abnahme seiner geistigen Kräfte zu verspüren meinte, setzte er seinem Leben mit einem Revolverschuss ein Ende.