Audiologie in Deutschland aus südafrikanischer Sicht
Universitätsklinikum Münster UKM
Phoniatrie und Pädaudiologie
Quelle: UKM.de/Kliniken/Phoniatrie-Paedaudiologie
In der Klinik für Phoniatrie und Pädaudiologie Münster werden Patient*innen mit Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen sowie kindlichen Hörstörungen untersucht und behandelt. Wir führen das Neugeborenen-Hörscreening am UKM durch, betreuen Kinder mit einer diagnostizierten Hörschädigung und ihre Eltern weiter, leiten eine Hör-Spracherziehung ein, passen Hörgeräte an und kontrollieren sie und beraten zu technischen Hilfen wie Cochlea-Implantaten und implantierbaren Hörgeräten.
Sprachstörungen und Sprechstörungen stellen einen weiteren Schwerpunkt dar, z.B. verzögerte Sprachentwicklung, Sprachbehinderungen, Stottern sowie Sprechstörungen nach Schlaganfall, Schädel-Hirnverletzungen und Tumorerkrankungen. Ein weiteres Gebiet sind Erkrankungen der Stimme und des Schluckens wie Stimmstörungen, Stimmversagen und Stimm-Rehabilitation nach Kehlkopf-Operationen sowie Schluckstörungen nach Tumoroperationen oder Schlaganfall. Wir bieten außerdem mehrere Spezialsprechstunden, etwa für Musiker*innen, für transsexuelle Menschen oder bei einer Versorgung mit Cochlea-Implantaten.
Quelle: UKM * * * * * >>> Siehe auch: CI-Centrum Münsterland (CICM) - Der Weg zum CI bei Kindern
Mit Hilfe zahlreicher Hörprüfungen (Audiologie) wird das Ausmaß der Hörstörung untersucht und in Zahlen und Diagrammen wiedergegeben. Der wichtigste Hörtest ist die Bestimmung der Hörschwelle. Hierfür gibt es verschiedene Verfahren, darunter auch solche, die keine Mitarbeit des Patienten erfordern (otoakustische Emissionen und elektrische Reaktions-Audiometrie). Die Kenntnis der Hörschwelle ist aber für die Erkennung geeigneter Patienten nicht ausreichend, denn zwei Patienten mit gleicher Hörkurve können ganz unterschiedliche Fähigkeiten im Sprachverstehen aufweisen. Um dies zu prüfen muss ein Sprachtest gemacht werden. Die Untersuchung des Gleichgewichtsorgans (Vestibular- Diagnostik) ist ebenfalls wichtig, da sich dieses in einem Verbund mit dem Hörorgan befindet. Hierzu muss das Gleichgewichtsorgan gereizt werden. Durch das Einspritzen von kaltem und warmem Wasser in den Gehörgang kann so ein künstlicher Schwindel hervorgerufen werden, dessen Ausmaße über daraus resultierende Augenbewegungen aufgezeichnet werden können. Dieser Vorgang ist nicht immer sehr angenehm, sehr selten jedoch schmerzhaft. Der künstlich erzeugte Schwindel lässt in der Regel bereits nach wenigen Minuten wieder nach.
Hörprüfungen: Tonaudiometrie und Sprachaudiometrie
Tympanogramm und Stapediusreflexüberüfung
Objektive Überprüfungen: Otoakustische Emissionen und BERA/ASSR
Evtl. Überprüfung vorhandener Hörgeräte
Ohrgeräusch/Tinnitus Bestimmung
Wasserspülung (Kalorik) oder Kopfimpulstest
Lagerungsprüfung /Standsicherheitsprüfung
Das Team besteht aus Ärzt*innen, Logopäd*innen, Hör- und Sprachtherapeut*innen, Akustiker*innen und wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen.
>>> Siehe UKM Team